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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Cine-Substitution</id>
	<title>Cine-Substitution - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T04:21:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Cine-Substitution&amp;diff=2731088&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Speravir: Sprachausz., Infinitiv eingesetzt, Umformul.</title>
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		<updated>2022-05-03T02:02:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sprachausz., Infinitiv eingesetzt, Umformul.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:&amp;#039;&amp;#039;cine&amp;#039;&amp;#039;-Substitution}}&lt;br /&gt;
[[Datei:cine-Substitution.svg|mini|350px|&amp;#039;&amp;#039;cine&amp;#039;&amp;#039;-Substitution: X kennzeichnet die Abgangsgruppe, Y steht für die eintretende Gruppe und R steht für einen beliebigen Rest.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;cine&amp;#039;&amp;#039;-Substitution&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird in der [[organische Chemie|organischen Chemie]] ein Sonderfall von [[Substitutionsreaktion]]en an [[Aromaten|aromatischen Verbindungen]] bezeichnet, bei denen der neue [[Substituent]] eine benachbarte Position zur Abgangsgruppe am aromatischen Ring einnimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Gold Book|cine-substitution|C01081|Version=2.3.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;LdC&amp;quot;&amp;gt;Hans-Dieter Jakubke, Ruth Karcher (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Chemie&amp;#039;&amp;#039;, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Regel wird bei [[Nukleophile Substitution|nukleophilen Substitutionsreaktionen]] das Nukleophil am selben Kohlenstoffatom gebunden, an dem sich die Fluchtgruppe (Abgangsgruppe) befindet. Allgemeiner formuliert: Der Austausch der Liganden findet am selben Zentrum statt. Einige nukleophile Substitutionsreaktionen an benzoiden (aromatischen) Verbindungen ([[nukleophile aromatische Substitution]]) laufen jedoch nicht nach diesem Prinzip ab; die eintretende Gruppe kann an einer anderen Ringposition gebunden werden als die zu Beginn von der Fluchtgruppe besetzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die US-amerikanischen Chemiker Joseph F. Bunnett und Roland E. Zahler schlugen für diese Fälle den Begriff &amp;#039;&amp;#039;cine&amp;#039;&amp;#039;-Substitution vor, „from the Greek &amp;#039;&amp;#039;cine&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;to move&amp;#039;&amp;#039;“.&amp;lt;ref&amp;gt;Joseph F. Bunnett und Roland E. Zahler: &amp;#039;&amp;#039;Aromatic Nucleophilic Substitution Reactions&amp;#039;&amp;#039;, [[Chem. Rev.]] 49, 273–412 (1951), S. 382–391, {{DOI|10.1021/cr60153a002}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Altgriechisch]]en bedeutet {{lang|grc|κινεῖν|kineín}} (Stamm: &amp;#039;&amp;#039;kine-&amp;#039;&amp;#039;) unter anderem „bewegen“. Im Deutschen sollte &amp;#039;&amp;#039;cine&amp;#039;&amp;#039; also &amp;#039;&amp;#039;kine&amp;#039;&amp;#039; gesprochen werden, analog zu &amp;#039;&amp;#039;Kinetik&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Kinematik&amp;#039;&amp;#039; (kurz &amp;#039;&amp;#039;Kino&amp;#039;&amp;#039;, vergleiche englisch &amp;#039;&amp;#039;cinema&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;cine&amp;#039;&amp;#039;-Substitution ist eine rein phänomenologische Beschreibung, welche die Reaktion als &amp;#039;&amp;#039;“single process”&amp;#039;&amp;#039; betrachtete. In der Realität bestehen &amp;#039;&amp;#039;cine&amp;#039;&amp;#039;-Substitutionen aber aus mehreren Teilschritten und können außerdem nach unterschiedlichen Reaktionsmechanismen ablaufen. Daher ist die Klassifizierung von Reaktionen nach diesem Begriff von beschränkter Aussagekraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
=== Substitionen an Halogen-nitrobenzolen (Nitro-halogenbenzolen) ===&lt;br /&gt;
Das vermutlich älteste Beispiel dieses Reaktionstyps wurde 1871 durch V. von Richter beschrieben, der fand, dass bei der Umsetzung von 4-Bromnitrobenzol mit Kaliumcyanid in Ethanol/Wasser 3-Brombenzoesäure gebildet wurde ([[Von-Richter-Reaktion]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:cine substitution1k.svg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dow-Phenolsynthese ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Reaktionsmechanismus cine-Substitution.svg|mini|350px|Beispiel für eine &amp;#039;&amp;#039;cine&amp;#039;&amp;#039; Substitution: Die Dow-Phenolsynthese]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der von der amerikanischen Firma [[Dow Chemical|Dow]] entwickelten [[Phenol]]synthese erfolgt die Umsetzung von [[Chlorbenzol]] mit überhitzter, wässriger [[Natronlauge]]. Ihr kommt in der heutigen präparativen Chemie allerdings nur noch eine geringe Bedeutung zu. Die Beobachtung, dass sich die [[Hydroxygruppe]] des Produkts zu 50 % am C-1-Atom des Benzolrings befand und zu 50 % an benachbarter Stelle, lässt sich anhand des Reaktionsmechanismus (siehe Abbildung) erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chlorbenzol reagiert zunächst unter Abspaltung von [[Chlorwasserstoff]] zu [[Dehydrobenzol]], das als stark winkelgespanntes [[Alkin]] so reaktiv ist, dass es mit der Natronlauge zu (2-Hydroxyphenyl)natrium weiterreagiert. Dieses wiederum wird zu [[Natriumphenolat]], dem [[Natriumsalz]] der konjugierten Base des Zielmoleküls [[Phenol]], umprotoniert. Das Endprodukt Phenol wird durch Aufarbeitung des Natriumphenolats im sauren Milieu erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Reinhard Brückner (Chemiker)|Reinhard Brückner]]: &amp;#039;&amp;#039;Reaktionsmechanismen; Organische Reaktionen – Stereochemie – Moderne Synthesemethoden&amp;#039;&amp;#039;, 3. Auflage, Spektrum Akademischer Verlag, München (2004), Seite 254f., ISBN  9783827415790.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Substitutionen nicht-aromatischer Verbindungen ===&lt;br /&gt;
Auch für den „anormalen Reaktionsverlauf“ der Methanolyse von 2-Brom-2,3,4-trimethylcyclobutanon in Gegenwart von Natriummethoxid wurde der Begriff benutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;J. M. Conia und M. J. Robson: &amp;#039;&amp;#039;Ringverengungen und Ringerweiterungen vicinal disubstituierter Cyclobutane bzw. Cyclopropylmethylverbindungen&amp;#039;&amp;#039; [[Angew. Chem.]], 87, 505–516 (1975). [[doi: 10.1002/ange.19750871404]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier wird im ersten Schritt ein Enol oder Enolat gebildet. Das nun in Allylstellung geratene Bromatom dissoziiert als Bromid-Ion. Die eintretende Methoxygruppe befindet sich aber in der 4-Position.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:cine substitution2k.svg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Beispiel zeigt, dass auch nukleophile Substitutionen von Allylverbindungen, z. B. nach dem S&amp;lt;sub&amp;gt;N&amp;lt;/sub&amp;gt;2‘-Mechanismus, als &amp;#039;&amp;#039;cine&amp;#039;&amp;#039;-Substitutionen definiert werden könnten. Wie oben erwähnt, ist aber damit für das Verständnis der Reaktionen nichts gewonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ähnliche Begriffe ==&lt;br /&gt;
Weitere, die Position der Eingangsgruppe bei aromatischen Verbindungen beschreibende Begriffe sind [[ipso-Substitution|&amp;#039;&amp;#039;ipso&amp;#039;&amp;#039;]] und [[tele-Substitution|&amp;#039;&amp;#039;tele&amp;#039;&amp;#039;]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Hauptmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Organische Chemie.&amp;#039;&amp;#039; 1.&amp;amp;nbsp;Auflage. Verlag Harri Deutsch, Frankfurt am Main 1985, ISBN 3-342-00280-8, S.&amp;amp;nbsp;301–302.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemische Reaktion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Speravir</name></author>
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