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	<title>Ciguatera - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ciguatera&amp;diff=487396&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-12-06T09:37:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| BREITE = &lt;br /&gt;
| 01-CODE = T61&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Toxische Wirkung schädlicher Substanzen, die mit essbaren Meerestieren aufgenommen wurden&lt;br /&gt;
| 02-CODE = T61.0&lt;br /&gt;
| 02-BEZEICHNUNG = Ciguatera-Fischvergiftung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ciguatera&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine häufige Art von [[Fischvergiftung]], die in unregelmäßigen Abständen vor allem in [[Tropen|tropischen]] und [[Subtropen|subtropischen]] Meeresgebieten zwischen 35° nördlicher und 35° südlicher Breite [[Epidemie|epidemisch]] auftritt und durch den Genuss von [[Speisefisch]]en hervorgerufen wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;cdc2016&amp;quot;&amp;gt;[http://wwwnc.cdc.gov/travel/yellowbook/2016/the-pre-travel-consultation/food-poisoning-from-marine-toxins &amp;#039;&amp;#039;Food Poisoning from Marine Toxins.&amp;#039;&amp;#039;] Auf: &amp;#039;&amp;#039;cdc.gov&amp;#039;&amp;#039;, Stand vom 1. Mai 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verursacht wird die Erkrankung in diesen Regionen vor allem durch alte, große, [[Fleischfresser|carnivore]] [[Korallenriff|riffbewohnende]] Fische, die über die Nahrungskette [[Gift|toxische]] [[Stoffwechsel]]-Endprodukte von marinen [[Einzeller]]n in ihrem Gewebe anreichern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;M.Friedemann&amp;#039;16&amp;quot;&amp;gt;Miriam Friedemann: &amp;#039;&amp;#039;Erster Ciguatera-Ausbruch in Deutschland 2012.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bundesgesundheitsblatt.&amp;#039;&amp;#039; Band 59, Nr. 12, 2016, S. 1556–1565.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Matthias Wjst: &amp;#039;&amp;#039;Ciguatera: Fallbericht einer mysteriösen Krankheit. Anhaltende neurologische Symptome nach Fischverzehr.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;MMW – Fortschritte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; Band 158, Nr. 21, 2016, S. 76–78, [[doi:10.1007/s15006-016-9108-x]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weltweit ist mit 50.000 bis 500.000 Fällen pro Jahr zu rechnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;M.Friedemann&amp;#039;16&amp;quot; /&amp;gt; Die [[Letalität]] bei Menschen, die an Ciguatera erkranken, liegt bei etwa 0,1 Prozent.&amp;lt;ref name=&amp;quot;cdc2016&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung der Fischvergiftung leitet sich von dem auf [[Kuba]] gebräuchlichen Namen „cigua“ für die Schnecke &amp;#039;&amp;#039;Cittarium pica &amp;#039;&amp;#039; ab, die zunächst irrtümlich als Ursache der Erkrankung angesehen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Ciguatera tritt außerhalb des Hauptverbreitungsgebietes im Bereich der tropischen und subtropischen [[Pazifischer Ozean|Pazifik]]-Inseln auch in den [[Gemäßigte Zone|gemäßigten Klimazonen]] auf. In europäischen und angrenzenden Küstengebieten kommen die verursachenden Einzeller im Gebiet der [[Kanarische Inseln|Kanarischen Inseln]], auf [[Madeira]], auf den [[Azoren]], im mittleren Ostatlantik ([[Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen|FAO]]-Fanggebiet 34) und im östlichen [[Mittelmeer]]raum ([[Israel]]) vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;M.Friedemann&amp;#039;16&amp;quot; /&amp;gt; Auf den Kanaren kam es zwischen 2008 und 2014 beispielsweise zu elf autochthonen – dortselbst hervorgerufenen – Ausbrüchen. Durch den Import von kontaminierten tropischen Fischprodukten kommt es gelegentlich auch in Europa zu Ausbrüchen der Krankheit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.mz-web.de/leben/gesundheit/schon-elf-fischvergiftungen-erbrechen--schwindel--red-snapper-enthaelt-algengifte-26247244 &amp;#039;&amp;#039;Schon elf Fischvergiftungen Erbrechen, Schwindel: Red Snapper enthält Algengifte.&amp;#039;&amp;#039;] Auf: &amp;#039;&amp;#039;dmz-web.de&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 22. Januar 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den pazifischen Hochrisikogebieten ist mit 10 bis 400 Erkrankungen pro 100.000 Einwohnern zu rechnen; auf einzelnen Pazifikinseln ereigneten sich epidemische Ausbrüche mit Infektionsraten von mehr als 20 Prozent der Bevölkerung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;M.Friedemann&amp;#039;16&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die seit 20 Jahren belegte Steigerung der Fallzahlen im Gebiet von 20 pazifischen Inseln wird zurückgeführt auf direkt oder indirekt durch Menschen verursachte Störungen und Zerstörungen der Umwelt, insbesondere durch [[Zyklon]]e sowie durch ausbleichende („[[Korallenbleiche]]“) und zerstörte [[Korallenriff]]e.&amp;lt;ref name=&amp;quot;M.Friedemann&amp;#039;16&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auslöser ==&lt;br /&gt;
Verantwortlich für die Vergiftungen sind das [[Ciguatoxine|Ciguatoxin]] und das [[Maitotoxin-1|Maitotoxin]], die zu den stärksten bekannten Giftstoffen zählen. Ciguatoxin wirkt auf die spannungsabhängigen [[Natriumkanal|Natriumkanäle]] der Nervenzellen, Maitotoxin auf die [[Calciumkanal|Calciumkanäle]]; sie verhindern die Weiterleitung der elektrischen Signale im Nervensystem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Giftstoffe entstammen [[Dinoflagellaten]]&amp;amp;nbsp;– bestimmten [[Flagellaten|Geißeltierchen]] (Flagellaten) wie &amp;#039;&amp;#039;[[Gambierdiscus toxicus]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;– die auf [[Alge]]n und [[Seetang]] von Korallenriffen [[epiphyt]]isch leben. Da sie in der [[Nahrungskette]] angereichert werden, sind besonders Raubfische wie [[Barrakudas]], [[Zackenbarsche]] und [[Muränen]] belastet, seltener korallenpolypenfressende [[Papageifische]] und [[Pflanzenfresser]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Giftstoffe schaden den Fischen nicht. Die Gifte sind hitzebeständig, können also beim Kochen und Braten nicht zerstört werden. Schon 80 Gramm belastetes Fischfleisch können zu schweren Symptomen führen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;M.Friedemann&amp;#039;16&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
Nach 1 bis 24 Stunden (meist 5 bis 6 Stunden) entwickeln sich – nicht bei allen Personen – Hautausschläge, Taubheitsgefühl in [[Lippe]]n und [[Mundschleimhaut]], [[Durchfall]], [[Bauchschmerz]]en, [[Übelkeit]] und [[Erbrechen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beschwerden, teilweise mit charakteristischen neurologischen Symptomen, wie eine schmerzhafte Kälteüberempfindlichkeit (Kaltallodynie), die beim Kontakt mit normalerweise angenehm kühler Luft oder beim Schlucken von kalter Nahrung oder von Kaltgetränken auftreten kann,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://idw-online.de/de/news496373 &amp;#039;&amp;#039;Kälteschmerz nach Fischgenuss: Mechanismus der Überempfindlichkeit bei Ciguatoxin-Vergiftung.&amp;#039;&amp;#039;] Auf: &amp;#039;&amp;#039;idw-online.de&amp;#039;&amp;#039; vom 14. September 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; können über Wochen und gelegentlich über Monate anhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursache für Todesfälle waren [[Hypoventilation|Atemdepression]], [[Herzinfarkt]] oder schwere [[Bewusstseinsstörung]]en.&amp;lt;ref name=&amp;quot;M.Friedemann&amp;#039;16&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nachweis von Ciguatoxin ist aufwändig und weltweit nur in wenigen Labors möglich. In Deutschland ist die Methode zum Nachweis von Ciguatoxin bislang (2017) nicht etabliert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;M.Friedemann&amp;#039;16&amp;quot; /&amp;gt; Das ersatzweise zuständige &amp;#039;&amp;#039;Europäische [[Referenzlabor]] für marine Biotoxine&amp;#039;&amp;#039; (EU-RL-MB) hat seinen Sitz in [[Vigo]] ([[Spanien]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
Eine spezifische Therapie oder ein [[Antidot]] existieren bislang nicht. Nach der [[Dehydratation (Medizin)#Therapie|Rehydratation]] des Patienten können eine [[Mannit]]-Infusion und [[Colestyramin]] zum Beschleunigen des Ausscheidens des Giftes&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.auswaertiges-amt.de/de/reiseundsicherheit/reise-gesundheit/ciguatera-2519596 &amp;#039;&amp;#039;Ciguatrea&amp;#039;&amp;#039;]. Informationen des deutschen Auswärtigen Amtes vom 11. November 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; verabreicht werden; deren Wirksamkeit ist jedoch statistisch nicht hinreichend gut abgesichert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;M.Friedemann&amp;#039;16&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Dietrich Mebs]]: &amp;#039;&amp;#039;Gifte im Riff.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Verlags-Gesellschaft, Stuttgart 1989, ISBN 3-8047-1053-0, S.&amp;amp;nbsp;80–82.&lt;br /&gt;
* Schaper et al.: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.aerzteblatt.de/archiv/fischvergiftung-af3fae09-1ae8-4fc4-bb49-89bd5b63d8fa Fischvergiftung].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Dtsch Arztebl.&amp;#039;&amp;#039; 2002; 99(17), S. A-1151 / B-958 / C-901&lt;br /&gt;
* M. A. Friedman, L. E. Fleming, M. Fernandez et al.: &amp;#039;&amp;#039;Ciguatera fish poisoning: treatment, prevention and management.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Marine Drugs]]&amp;#039;&amp;#039;. 2008; 6(3), S. 456–479. Review. PMID 19005579&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.blauwasser.de/ciguatera &amp;#039;&amp;#039;Ciguatera – die unsichtbare Gefahr.&amp;#039;&amp;#039;] Erfahrungsbericht über eine Ciguatera-Erkrankung&lt;br /&gt;
* [https://www.bfr.bund.de/cm/343/was-sind-ciguatoxin-vergiftungen-ciguatera.pdf &amp;#039;&amp;#039;Was sind Ciguatoxin-Vergiftungen (Ciguatera)?&amp;#039;&amp;#039;] Merkblatt des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), zuletzt eingesehen am 22. Januar 2025.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.bfr.bund.de/de/ciguatera__vergiftungen_durch_ciguatoxine__algentoxine__aus_seefisch_und_meeresfruechten-297571.html Ciguatera: Vergiftungen durch Ciguatoxine (Algentoxine) aus Seefisch und Meeresfrüchten - Fragen und Antworten]&amp;#039;&amp;#039; – [[Bundesinstitut für Risikobewertung|Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)]]. Stand: 16. Mai 2022.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lebensmittelvergiftung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fisch als Thema]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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