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	<title>Chronotyp - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T09:00:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chronotyp&amp;diff=1620659&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Evolutionäre Entwicklung */ zu großen Zeilenabstand entfernt</title>
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		<updated>2025-01-04T16:05:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Evolutionäre Entwicklung: &lt;/span&gt; zu großen Zeilenabstand entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chronotypen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden in der [[Chronobiologie]] die Kategorien von Menschen bezeichnet, die aufgrund der inneren [[Circadiane Rhythmik|biologischen Uhr]] (Tag/Nacht) physische Merkmale wie z.&amp;amp;nbsp;B. Hormonspiegel, Körpertemperatur, Schlaf- und Wachphasen, Leistungsvermögen zu unterschiedlichen Tageszeiten in unterschiedlicher Ausprägung besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Evolutionäre Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Die [[Neandertaler]] lebten schon länger als der anatomisch moderne [[Mensch]] (&amp;#039;&amp;#039;Homo sapiens&amp;#039;&amp;#039;) in nördlicheren Erdregionen mit ausgeprägten Jahreszeiten. Als Anpassung daran entwickelten sie im Laufe der Evolution schneller laufende innere Uhren. Dies ist nämlich vorteilhaft, um die innere Uhr leichter an die sehr unterschiedlichen Tageslängen anpassen zu können. Dadurch waren sie tendenziell aber auch eher Frühaufsteher. Menschen aus Europa und [[Ostasien]] haben 2 % ihrer Gene von den Neandertalern, darunter auch eine große Zahl der Frühaufsteher-Gene. Ihre Vorfahren konnten sich dank dieser Gene schnell an diesen neuen Umweltfaktor anpassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spektrum.de/news/neandertaler-gene-machen-menschen-zu-fruehaufstehern/2201409 spektrum.de-Artikel], basierend auf:&amp;lt;br/&amp;gt;{{Cite web |title=Archaic Introgression Shaped Human Circadian Traits |url=https://www.biorxiv.org/content/10.1101/2023.02.03.527061v3 |language=en |date=2023-09-17 |vauthors=Keila Velazquez-Arcelay et al.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beeinflussung des Tag-Nacht-Rhythmus ==&lt;br /&gt;
Beim Menschen und anderen Säugetieren wird in der [[Netzhaut]], in der [[Zirbeldrüse]] und im Darm das Hormon [[Melatonin]] gebildet, welches den Tag-Nacht-Rhythmus steuert. Die Steuerung der Zirbeldrüse wird u.&amp;amp;nbsp;a. im [[Nucleus suprachiasmaticus]], der sich im [[Hypothalamus]] befindet, lokalisiert. Es gibt Hinweise darauf, dass die unterschiedlichen Schrittmacher sich unterschiedlich auf die Schlafphasen des Menschen auswirken. Die Synchronisation mit dem astronomischen Tag-Nacht-Wechsel erfolgt über die Erregung der [[Photosensitive retinale Ganglienzelle|photosensitiven retinalen Ganglienzellen]] in der Netzhaut, deren maximale Lichtempfindlichkeit bei 480&amp;amp;nbsp;nm Wellenlänge und somit im Blauen liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die (drei bzw. sieben) Haupttypen ==&lt;br /&gt;
{{Anker|Hauptkategorien}}[[Datei:Chronotypen.svg|mini|505px|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;links:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Chronotypen (z.&amp;amp;nbsp;B. „0 – 8“: die Person schläft durchschnittlich von 0&amp;amp;nbsp;Uhr bis 8&amp;amp;nbsp;Uhr).&amp;lt;br&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;rechts:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Schlafmangel an Arbeitstagen bzw. an arbeitsfreien Tagen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LMU2010&amp;quot;/&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie aus dem [[Balkendiagramm]] des &amp;#039;&amp;#039;Zentrums für Chronobiologie&amp;#039;&amp;#039; am Institut für Medizinische Psychologie der [[LMU]]  ersichtlich wird, ergibt die [[Häufigkeitsverteilung]] in der Bevölkerung als [[Funktion (Mathematik)|Funktion]] der Schlafenszeit (und damit des Chronotyps) annähernd eine [[Normalverteilung]] &amp;#039;&amp;#039;(Glockenkurve)&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LMU2010&amp;quot;&amp;gt;Grafik: &amp;#039;&amp;#039;Häufigkeit verschiedener Chronotypen in der (deutschen) Bevölkerung.&amp;#039;&amp;#039; [[LMU]], Institut für Medizinische Psychologie, &amp;#039;&amp;#039;Zentrum für Chronobiologie&amp;#039;&amp;#039;, 2010. Linke Grafik: &amp;#039;&amp;#039;Häufigkeit der unterschiedlichen Schlafzeiten&amp;#039;&amp;#039; (z.&amp;amp;nbsp;B. „0–8“ heißt: Die Person schläft durchschnittlich von 0&amp;amp;nbsp;Uhr bis 8&amp;amp;nbsp;Uhr); rechte Grafik: &amp;#039;&amp;#039;Schlafmangel bzw. -überschuss an Arbeitstagen im Vergleich zu freien Tagen.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grafik zeigt, dass der linke aufsteigende Schenkel der Normalverteilungs-[[Kurve (Mathematik)|Kurve]] die Frühaufsteher („Lerchen“) umfasst, der Bereich um den [[Extremwert|Hochpunkt]] der Kurve umfasst den Normaltyp und der rechte absteigende Schenkel umfasst die Spätaufsteher („Eulen“). Der linke Schenkel der Kurve ist kürzer und steigt rascher an. Der rechte Schenkel ist insgesamt länger und steigt moderater ab. Das &amp;#039;&amp;#039;Zentrum für Chronobiologie&amp;#039;&amp;#039; unterscheidet hier sieben Chronotypen (die Farbabgaben beziehen sich auf die farbige Grafik):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* lila: „extremer Frühtyp“&lt;br /&gt;
* blau: „moderater Frühtyp“&lt;br /&gt;
* hellblau: „leichter Frühtyp“&lt;br /&gt;
* grün: „Normaltyp“&lt;br /&gt;
* gelb: „leichter Spättyp“&lt;br /&gt;
* orange: „moderater Spättyp“&lt;br /&gt;
* rot: „extremer Spättyp“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das rechte graue Balkendiagramm zeigt den Anteil der Bevölkerung als Funktion des [[Schlafmangel]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterteilt man die Chronotypen in drei Haupttypen, entsteht folgende vereinfachte Systematik:&lt;br /&gt;
* 1.:&amp;amp;nbsp;Frühaufsteher &amp;#039;&amp;#039;(„Lerche“; lila und blau in der Grafik)&amp;#039;&amp;#039;;&lt;br /&gt;
* 2.:&amp;amp;nbsp;Normaltyp &amp;#039;&amp;#039;(hellblau und grün)&amp;#039;&amp;#039;, der den Großteil der Bevölkerung ausmacht;&lt;br /&gt;
* 3.:&amp;amp;nbsp;Spätaufsteher &amp;#039;&amp;#039;(„Eule“, „Abendtyp“, „Abendmensch“, „Nachtmensch“, „Spätrhythmiker“; gelb, orange und rot)&amp;#039;&amp;#039;, der häufiger als der „Frühaufsteher“ vorkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verteilung über Geschlecht und Alter ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Chronotype and age.svg|miniatur|Entwicklung des Chronotyps mit dem [[Lebensalter]] (Zeit der Schlafmitte in Bezug zur [[Circadiane Rhythmik|Circadianen Rhythmik]] zwischen 3:00 und 5:30 Uhr), Institut für Medizinische Psychologie der [[LMU]], 2012]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Chronotyp ist im Grundsatz genetisch angelegt, ändert sich aber mit dem Alter: Kleinkinder sind fast immer Lerchen. In Pubertät und Adoleszenz entwickelt sich der individuelle Chronotyp sehr schnell in Richtung spät und erreicht mit 19,5 (weibl.) und 20,9 (männl.) Jahren ein Extrem bei durchschnittlich 4:45 Uhr bzw. 5:30 Uhr Mitte des ungestörten Schlafzeitraums ([[Ortszeit]]). In diesem Alter knickt die Entwicklung plötzlich in die entgegengesetzte Richtung ab. Im Alter von ca. 55 Jahren ist der geschlechtsspezifische Unterschied bei durchschnittlich 3:30 Uhr Mitte des ungestörten Schlafzeitraums verschwunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine nachhaltige Anpassung der Schlafzeiten an das soziale Umfeld oder berufliche Erfordernisse ist nur sehr beschränkt durch [[Lichttechnik]] möglich (morgendliche Lichtexposition mit hoher Farbtemperatur und ausreichender Beleuchtungsstärke, d.&amp;amp;nbsp;h. sehr helles blaues Licht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jennifer Ackerman: &amp;#039;&amp;#039;24 Stunden: Ein Tag im Leben deines Körpers.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt, Reinbek 2009, ISBN 978-3-498-00078-3.&lt;br /&gt;
* [[Peter Spork]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Uhrwerk der Natur.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt, Reinbek 2004, ISBN 3-499-61665-3.&lt;br /&gt;
* Peter Spork: &amp;#039;&amp;#039;Das Schlafbuch.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt, Reinbek 2007, ISBN 3-498-06387-1.&lt;br /&gt;
* [[Peter Spork]]: &amp;#039;&amp;#039;Wake up! Aufbruch in eine ausgeschlafene Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Carl Hanser Verlag, München 2014, ISBN 978-3-446-44051-7.&lt;br /&gt;
* [[Till Roenneberg]] et al.: &amp;#039;&amp;#039;A marker for the end of adolescence.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Current Biology.&amp;#039;&amp;#039; Band 14, Nr. 24, 2004, S. R1038–R1039, {{doi|10.1016/j.cub.2004.11.039}} – zur Altersabhängigkeit des Chronotyps.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.ifado.de/fragebogen-zum-chronotyp-d-meq/ Fragebogen zum Chronotyp (D-MEQ)], ifado.de (IfADo – Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund.)&lt;br /&gt;
* [https://www.facebook.com/Delta-t-Verein-f%C3%BCr-Zweitnormalit%C3%A4t-e-V-Club-for-Alternative-Normality-120165408039778/ Delta-t – Verein für Spätmenschen]&lt;br /&gt;
* Till Roenneberg: [https://www.youtube.com/watch?v=iZ_VH2Zh1lU &amp;#039;&amp;#039;Social Jetlag and Obesity&amp;#039;&amp;#039; (video abstract)]&lt;br /&gt;
* [https://www.heise.de/tp/features/Der-fruehe-Vogel-faengt-nicht-immer-den-Wurm-3437923.html &amp;#039;&amp;#039;Der frühe Vogel fängt nicht immer den Wurm. Bei jungen Leuten ist früh morgens eher der Wurm drin.&amp;#039;&amp;#039;] [[Telepolis]], 1. Januar 2005.&lt;br /&gt;
* [https://www.heise.de/tp/features/Warum-Eulen-zu-Rauchern-werden-3405600.html &amp;#039;&amp;#039;Warum Eulen zu Rauchern werden. Chronischer chronobiologischer Jetlag erhöht den Drogenkonsum.&amp;#039;&amp;#039;] Telepolis, 30. März 2006.&lt;br /&gt;
* [https://www.imp.med.uni-muenchen.de/research/index.html Institut für Medizinische Psychologie Arbeitsgruppe für medizinische Chronobiologie, LM Universität München]&lt;br /&gt;
* [[maiLab]]: [https://www.youtube.com/watch?v=LprmzAzarRU &amp;#039;&amp;#039;Warum wir zur falschen Zeit aufstehen&amp;#039;&amp;#039;] 9. Dezember 2018&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chronobiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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