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	<title>Chronicon Helveticum - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T17:11:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Freigut: /* Ausgaben */ wili</title>
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		<updated>2024-09-04T15:58:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ausgaben: &lt;/span&gt; wili&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Aegidius Tschudi Chronicon Helveticum Handschrift.jpg|mini|Handschriftliche Seite aus der ersten Fassung, um 1555 ([[Zentralbibliothek Zürich]], Ms. A 58, S. 347). Auf der unteren Seitenhälfte befindet sich ein Bericht über den Apfelschuss von [[Wilhelm Tell]]. Der eingerückte Text ist eine einleitende Zusammenfassung der Ereignisse. Die Figur ganz unten ist im Duktus der Handschrift von Aegidius Tschudi skizziert und soll vermutlich Wilhelm Tell darstellen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chronicon Helveticum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Chronik der [[Alte Eidgenossenschaft|Schweizer Eidgenossenschaft]] für die Jahre 1001 bis 1470. Sie wurde von dem Schweizer [[Chronik|Chronisten]] und [[Historiker]] [[Aegidius Tschudi]] (1505–1572) in der Zeit von 1532 bis 1572 verfasst und lag ursprünglich nur [[Manuskript|handschriftlich]] vor. Die erste Druckausgabe erfolgte 1734 bis 1736.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung und Inhalt ==&lt;br /&gt;
Tschudis Schweizer Chronik &amp;#039;&amp;#039;Chronicon Helveticum&amp;#039;&amp;#039; umfasst die Jahre 1001 bis 1470. Dazu sammelte er etwa 700 [[Urkunde]]n sowie Überlieferungen aus verschiedenen Quellen, unter anderem aus dem [[Weisses Buch von Sarnen|Weissen Buch von Sarnen]]. Diese reichen von Schilderungen von Schlachten über patriotische Betonungen der Rolle des [[Kanton Glarus|Landes Glarus]], die von der Publizistik seiner Zeit geprägte Darstellung des [[Konzil von Konstanz|Konzils von Konstanz]] bis hin zu persönlichen Erfahrungsberichten von Eidgenossen, die am [[Alter Zürichkrieg|Alten Zürichkrieg]] beteiligt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Frühfassung des Werks stammt aus den Jahren 1532 bis 1533. Die Chronik besteht aus zwei Teilen: Die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Urschrift&amp;#039;&amp;#039; zum Zeitabschnitt 1200 bis 1470 stammt aus den 1550er Jahren, oft wird 1534 bis 1536&amp;lt;ref&amp;gt;Guido Mühlemann: [https://www.nzz.ch/ein_vergessener_geburtstag_der_eidgenossen-1.581225 &amp;#039;&amp;#039;Ein vergessener «Geburtstag» der Eidgenossen.&amp;#039;&amp;#039;] In: [[Neue Zürcher Zeitung]], 8. November 2007&amp;lt;/ref&amp;gt; angegeben. Der zweite Teil zum Zeitabschnitt 1000 bis 1370 ist die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Reinschrift&amp;#039;&amp;#039;. Diese ist ab 1568 bis zu Tschudis Tod 1572 entstanden. Seine Schweizerchronik blieb unvollendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLS_Tschudi&amp;quot;&amp;gt;{{HLS|12354|Tschudi, Aegidius|Autor=Christian Sieber}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Chronik blieb zu Tschudis Lebzeiten unveröffentlicht, sie wurde erst 1734 bis 1736 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Chronicon Helveticum&amp;#039;&amp;#039; von [[Johann Rudolf Iselin]] publiziert. Der ergänzende, topografisch aufgebaute Teil zum Zeitabschnitt vor 1000 folgte 1758 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Gallia Comata&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:AegidusTschudi.jpg|mini|hochkant|Aegidius Tschudi]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Chronicon Helveticum&amp;#039;&amp;#039; gilt als das Hauptwerk von Tschudi. Es ist vergleichbar mit der «Bairischen Chronik» des [[Johannes Aventinus]]. Tschudis Geschichtswerk hat ein inhaltlich und chronologisch abgerundetes Konzept. Es prägte das schweizerische Geschichtsbild für lange Zeit. Tschudi legte die ersten Ereignisse der Befreiungstradition in die Jahre von 1301 bis 1307, den [[Rütlischwur]] auf Mittwoch vor [[Martinstag|Martini]] (8. November) 1307&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Aschwanden: [http://www.nzz.ch/schweiz/der-1-august-ist-am-8-november-ld.126806 &amp;#039;&amp;#039;600. Geburtstag der Schweiz: Der 1. August ist am 8. November.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Neue Zürcher Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 7. November 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; und die Erstürmung der Burgen (den &amp;#039;&amp;#039;Burgenbruch&amp;#039;&amp;#039;) auf Neujahr 1308. Auf Tschudi gehen auch die inzwischen traditionellen Vornamen der Hauptfiguren zurück, die im 15. Jahrhundert nur nach ihrem Geschlecht bzw. ihrer Herkunft benannt waren, so wird Tell (im Weissen Buch von Sarnen noch &amp;#039;&amp;#039;Thall&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Tall&amp;#039;&amp;#039;) zu &amp;#039;&amp;#039;[[Wilhelm Tell]]&amp;#039;&amp;#039; und die drei Eidgenossen werden von dem «Stoupacher» zu &amp;#039;&amp;#039;[[Werner Stauffacher]]&amp;#039;&amp;#039;, vom «Fürst aus Uri» zu [[Walter Fürst (Bauernführer)|&amp;#039;&amp;#039;Walter Fürst&amp;#039;&amp;#039;]] und «der aus dem Melchi» wird zu &amp;#039;&amp;#039;[[Arnold von Melchtal]]&amp;#039;&amp;#039;. Durch die zeitliche Eingliederung schuf Tschudi eine Verbindung zur Ermordung des verhassten, habsüchtigen und tyrannischen König [[Albrecht I. (HRR)|Albrecht I.]] Tschudis (falsche) Datierungen blieben bis ins 19. Jahrhundert gültig. Tschudi rechtfertigte damit die eidgenössische Staatsbildung mit dem Widerstand gegen die Gewaltherrschaft, der zur Bewahrung des bedrohten Landfriedens und auch zur Wiederherstellung des alten freien Helvetien notwendig war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|17474|Befreiungstradition|Autor=Peter Kaiser}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Veröffentlichungen durch Iselin wurde Tschudi von [[Beat Fidel Zurlauben]] 1760 als «père de l’histoire helvétique» (deutsch: Vater der Schweizer Geschichte) bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLS_Tschudi&amp;quot; /&amp;gt; Tschudi hatte neben anderen Texten auch die Erzählung über Wilhelm Tell aus dem [[Weisses Buch von Sarnen|Weissen Buch von Sarnen]] übernommen. Doch erst aufgrund seiner Chronik gewann die Sage weite Verbreitung. [[Friedrich Schiller]] bediente sich später unter anderem dieser Quellensammlung für sein [[Wilhelm Tell (Schiller)|gleichnamiges Drama]] von 1804.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tschudis Nachlass mit den Werkmanuskripten sowie [[Geschichte und Entwicklung der Enzyklopädie#Miscellaneen, Kollektaneen|Kollektaneen]] verblieb nach seinem Tod in Familienbesitz auf [[Burg Gräpplang|Schloss Gräpplang]] und wurde 1767/1768 zum Teil an die Stadt [[Zürich]] und zum Teil an das [[Fürstabtei St. Gallen|Kloster St. Gallen]] verkauft. Die Handschriften des &amp;#039;&amp;#039;Chronicon Helveticum&amp;#039;&amp;#039; befinden sich heute in der [[Zentralbibliothek Zürich]] (Ms. A 58).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgaben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:WAF im Landesmuseum Zürich 20.jpg|mini|Titelseite der Ausgabe von Johann Rudolf Iselin im [[Landesmuseum Zürich]]]]&lt;br /&gt;
* erste, handschriftliche Fassung, [[Zentralbibliothek Zürich]], Ms. A 58.&lt;br /&gt;
* 1734 und 1736 erschien die erste Druckausgabe durch [[Johann Rudolf Iselin]] (1705–1779) in zwei Teilen. Das Deckblatt des ersten Teils ist beschriftet mit: «Aegidii Tschudii / gewesenen Land-Ammanns zu Glarus / Chronicon Helveticum. / Oder / Gründliche Beschreibung / Der / So wohl in dem heil. Römischen Reich als besonders in Einer Lobl. Eydgenossenschaft und angränßenden Orten vorgeloffenen / Merkwürdigsten Begegnussen. / Alles / Aus Authentischen Brieffen und Urkunden / auch grösten Theils mit beygefügten Copeyen aller zu dieser Historie dienlichen Documenten und Diplomatum, mit sonderbahrem Fleiß aus denen vornehmsten Archiven / Loblicher Eydgenoßschafft / zusammen getragen. Nunmehro zum Ersten mahl aus dem Originali herausgegeben und mit einer Vorrede und nöthigen Anmerckungen / Wie auch einem Register versehen / Von / Johann Rudolf Iselin / J.U.D / Facult. Jurid. Basil. Assess. und der Königl. Preußischen Gesellschafft der Wissenschafften Mitgliede. / Erster Theil / Von Anno M. biß A. MCCCCXV. / Gedruckt zu Basel / In Verlegung Hanß Jacob Bischoff, Buchhändlers allda. / Anno M DCCXXXIV.»&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Chronicon Helveticum. Erster Theil. Von Anno 1000 bis A. 1415.&amp;#039;&amp;#039; Basel 1734. [http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10720716_00011.html Digitalisat] vom [[Münchener Digitalisierungszentrum]].&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Chronicon Helveticum. Zweyter Theil. Von Anno 1415 bis A. 1470.&amp;#039;&amp;#039; Basel 1736. [https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10720717_00005.html Digitalisat] vom Münchener Digitalisierungszentrum.&lt;br /&gt;
* Die [[Schweizerische Gesellschaft für Geschichte|Allgemeine Geschichtforschende Gesellschaft der Schweiz]] brachte von 1974 bis 2001 in der Reihe &amp;#039;&amp;#039;Quellen zur Schweizer Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, bearbeitet von [[Peter Stadler]] (nur Band 1) und [[Bernhard Stettler]], eine [[historisch-kritische Ausgabe]] in 22 Teilbänden nebst mehreren Hilfsmittel- und Registerbänden, total über 8000 Seiten, heraus:&lt;br /&gt;
** Aegidius Tschudi: &amp;#039;&amp;#039;Chronicon Helveticum.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg.: Allgemeine Geschichtsforschende Gesellschaft der Schweiz, 22 Bände, Band 1–3: Selbstverlag der Allgemeinen Geschichtforschenden Gesellschaft der Schweiz, Stadt- und Universitätsbibliothek, Bern; ab Band 4: Kommissionsverlag Krebs, Basel, 1968–2001.&amp;lt;br /&amp;gt;{{CHNB|nbdig-57171}}: 23 PDF-Dateien mit den 22 Teilbänden und dem &amp;#039;&amp;#039;Tschudi-[[Vademecum]], Annäherungen an den Aegidius Tschudi und sein «Chronicon Helveticum»&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HLS|12354|Tschudi, Aegidius|Autor=Christian Sieber}}&lt;br /&gt;
* Bernhard Stettler: &amp;#039;&amp;#039;Das Verhältnis von Urschrift und Reinschrift in Aegidius Tschudis Darstellung der Schweizergeschichte.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Aegidius Tschudi, Chronicon Helveticum&amp;#039;&amp;#039;, bearbeitet von Bernhard Stettler, Erg. Bd. 1, 1970, S. 13–55.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://opac.regesta-imperii.de/lang_de/suche.php?qs=&amp;amp;ts=Chronicon+Helveticum&amp;amp;ps=&amp;amp;tags=&amp;amp;sprache=&amp;amp;objektart=alle&amp;amp;pagesize=20&amp;amp;sortierung=d&amp;amp;ejahr= Veröffentlichungen zum Chronicon Helveticum] im Online-Katalog Opac der [[Regesta Imperii]]&lt;br /&gt;
* {{Helveticat}}&lt;br /&gt;
* [https://portal.dnb.de/opac.htm?query=%22Chronicon%22+and+%22Helveticum%22&amp;amp;method=simpleSearch&amp;amp;cqlMode=true Literatur zu &amp;#039;&amp;#039;Chronicon Helveticum&amp;#039;&amp;#039;] im Katalog der [[Deutsche Nationalbibliothek|Deutschen Nationalbibliothek]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=4124735-8|VIAF=183426164}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Chronik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:16. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Kanton Glarus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handschrift der Zentralbibliothek Zürich]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Freigut</name></author>
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