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	<title>Chromophor - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T08:26:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chromophor&amp;diff=109908&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;NadirSH: HC: Entferne Kategorie:Farbstoff</title>
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		<updated>2025-04-11T21:41:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Farbstoff&quot; title=&quot;Kategorie:Farbstoff&quot;&gt;Kategorie:Farbstoff&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Colouring pencils.jpg|mini|250px|Buntstifte]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Carrots of many colors.jpg|mini|250px|[[Karotte]]n erhalten ihre typische Farbe durch verschiedene [[Carotinoide]], deren Chromophore aus großen, konjugierten Ketten bestehen.]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chromophor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|χρῶμα}} &amp;#039;&amp;#039;chrṓma&amp;#039;&amp;#039; ,Farbe‘, φορός &amp;#039;&amp;#039;phorós&amp;#039;&amp;#039; ‚tragend‘) wird die gesamte [[Farbe|farbgebende]] Atom- oder Ionengruppierung einer chemischen Verbindung oder eines Werkstoffs bezeichnet. Die Farbigkeit kann durch [[Absorption (Physik)|Lichtabsorption]], [[Reflexion (Physik)|Lichtreflexion]], [[Streuung (Physik)|Lichtstreuung]] oder [[Brechung (Physik)|Lichtbrechung]] erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff Chromophor wird sowohl im Zusammenhang mit organischen [[Farbstoffe]]n und [[Pigmente]]n verwendet, als auch bei anorganischen Farbgläsern, bei denen die Farbigkeit durch eingelagerte Ionen (z.&amp;amp;nbsp;B. Kationen von [[Eisen]], [[Nickel]], [[Cobalt]], [[Mangan]], [[Kupfer]] und [[Chrom]]) oder durch [[Kolloid|Metallkolloide]] (z.&amp;amp;nbsp;B. Kupfer und [[Gold]]) verursacht wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{RömppOnline|ID=RD-03-01732|Name=Chromophore|Abruf=2019-07-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei organischen [[Farbmittel]]n enthalten die Moleküle eine chromophore Struktur mit delokalisierbaren &amp;lt;math&amp;gt;\pi&amp;lt;/math&amp;gt;-Elektronen. Durch selektive [[Lichtabsorption]] eines [[Photon]]s passender Energie können solche Elektronen auf ein höheres Energieniveau gehoben werden; damit wird dieses Molekül in einen energetisch [[Angeregter Zustand#Stabilität und Lebensdauer|angeregten]] Zustand versetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klessinger&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Martin Klessinger|Titel=Konstitution und Lichtabsorption organischer Farbstoffe|Sammelwerk=Chemie in unserer Zeit|Band=12|Nummer=1|Jahr=1978|Seiten=1–11|DOI=10.1002/ciuz.19780120102}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;Chromophor&amp;#039;&amp;#039; ist nicht zu verwechseln mit einem pigmenttragenden Organell ([[Chromatophor (Organell)|Chromatophor]]) einer Zelle bzw. mit einer Pigmentzelle ([[Chromatophore (Zelle)|Chromatophore]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organische Chromophore ==&lt;br /&gt;
Organische Farbstoffe und Pigmente verfügen über Chromophore, die aus einem [[Konjugation (Chemie)|hochkonjugierten]] &amp;lt;math&amp;gt;\pi&amp;lt;/math&amp;gt;-Elektronensystem bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei all diesen Stoffen sorgt die selektive Absorption von Lichtquanten für Elektronenübergänge vom höchsten besetzten Molekülorbital ([[Highest Occupied Molecular Orbital|HOMO]]) des Chromophors zu seinem niedrigsten unbesetzten Molekülorbital ([[Lowest Unoccupied Molecular Orbital|LUMO]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typische organische Chromophore sind beispielsweise:&lt;br /&gt;
* Lange Ketten konjugierter Doppelbindungen wie beim [[Carotin]] oder [[Chlorophyll]]&lt;br /&gt;
* Durch [[Azogruppe]]n (A1) verbundene [[Aromaten]] wie bei dem [[Azofarbstoff]] [[Methylorange]] (A2) mit der NR&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gruppe (rechts) als auxochromer sowie der NaO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;S-Gruppe (links) als antiauxochromer Gruppe&lt;br /&gt;
* [[Chinone|Chinoide Systeme]] (B) wie bei [[Alizarin]] und den [[Triarylmethanfarbstoff]]en [[Fuchsin]] oder [[Phenolphthalein]]&lt;br /&gt;
* [[Nitroverbindungen]] (C1) wie bei dem [[Aromaten|aromatischen]] Nitrofarbstoff [[Pikrinsäure]] (C2) mit der OH-Gruppe als auxochromer Gruppe&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;[[Datei:Chromophore.svg|rahmenlos|hochkant=2.0|Häufige Chromophore]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;A1: Azogruppe, A2: Methylorange, B: Chinoides System, C1: Nitroverbindung, C2: Pikrinsäure&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbindungen verfügen oft über weitere Gruppen, welche die Farbigkeit verstärken. Gemäß der [[Farbstofftheorie nach Witt]] werden diese auch als [[Auxochrome]] bzw. auxochrome Gruppen sowie [[Antiauxochrom]]e bzw. antiauxochrome Gruppen bezeichnet. So muss das [[Absorptionsspektrum]] eines Chromophors allein zunächst einmal nicht notwendig im sichtbaren Bereich des [[Elektromagnetisches Spektrum|elektromagnetischen Spektrums]] liegen – wird der Chromophor allerdings durch den [[Mesomerer Effekt|mesomeren Effekt]] eines weiteren Substituenten verändert, verschiebt sich damit i.&amp;amp;nbsp;d.&amp;amp;nbsp;R. auch sein Absorptionsspektrum. Wird das Absorptionsspektrum durch die Einführung einer auxochromen Gruppe in den [[Wellenlänge|kurzwelligeren]] Bereich des [[Elektromagnetisches Spektrum|elektromagnetischen Spektrums]] verschoben, spricht man von einem [[Hypsochromer Effekt|hypsochromen Effekt]] (Blauverschiebung). Die Verschiebung in einen langwelligeren Bereich wird als [[bathochromer Effekt]] bezeichnet (Rotverschiebung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abhängigkeit des chromophoren Systems von der chemischen Umgebung ==&lt;br /&gt;
Die [[Indikator (Chemie)|Indikatorreaktion]] des [[Phenolphthalein]]s verdeutlicht, wie die chemische Umgebung – in diesem Fall der [[pH-Wert]] – den Chromophor verändern und damit die Farbigkeit beeinflussen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Phenolphtalein.jpg|mini|250px|Die Farbe des Phenolphthaleins hängt vom pH-Wert der Umgebung ab.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;[[Datei:Phenolphthalein as Indicator.svg|rahmenlos|hochkant=3.0|Indikatorreaktion von Phenolphthalein bei verschiedenen pH-Werten]]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch [[Deprotonierung]] bei pH &amp;gt;8 bildet sich aus dem farblosen Phenolphthalein (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) unter Öffnung des [[Lacton]]rings das rot gefärbte [[Chinone|chinoide]] Dianion (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;), für das sich 2 [[Mesomerie|mesomere]] Grenzstrukturen formulieren lassen. Bei pH&amp;gt;12 bildet sich die Hydroxy-substituierte, farblose Triphenylmethan-Verbindung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;3&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Unter stark sauren Bedingungen wird der Lactonring des Phenolphthaleins geöffnet und unter Wasserabspaltung bildet sich das mesomeriestabilisierte, farbige Kation &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;4&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anorganische Chromophore ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Anorganische Chemie|anorganischen]] Farbstoffen beruht die Farbigkeit je nach [[Elektronenkonfiguration]] des Chromophors auf [[Charge-Transfer-Komplexe|Charge-Transfer-Übergängen]] oder der Anregung von [[Elektron]]en der inneren [[Elektronenschale]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:KMnO4 in H2O.jpg|miniatur|hochkant|Eine wässrige Lösung von [[Kaliumpermanganat]]. Hier stellt das [[Mangan|Permanganation]] den Chromophor dar.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Mineralogie]] unterscheidet zwischen [[idiochromatisch]]en und [[allochromatisch]]en Stoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bei idiochromatischen Stoffen ist der Chromophor direkt am Aufbau des Minerals beteiligt, z.&amp;amp;nbsp;B. beim kristallwasserhaltigen blauen [[Kupfersulfat]] (kristallwasserfreies Kupfersulfat ist weiß).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Copper sulfate.jpg|150px|Im Kupfersulfat ist das [[Kupfer]] als Chromophor enthalten.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Allochromatische Stoffe dagegen enthalten den Chromophor nur in Spuren. [[Rubin]] etwa besteht chemisch vor allem aus [[Aluminiumoxid]], seine Farbigkeit jedoch erlangt er erst durch Spuren von [[Chrom]], die in das [[Kristallgitter]] des Aluminiumoxids eingebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Corundum-22974.jpg|150px|Rubin in Afghanistan]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anorganische Chromophore sind häufig unter den [[Übergangsmetalle]]n zu finden. Beispiele sind [[Vanadium]], [[Chrom]], [[Mangan]], [[Eisen]], [[Cobalt]], [[Nickel]] und [[Kupfer]]. Je nach [[Oxidationsstufe]] und [[Komplexchemie|Komplexbildung]] können diese [[Chemisches Element|Elemente]] sehr verschiedene Farben zeigen, z.&amp;amp;nbsp;B. das deswegen auch „chemisches Chamäleon“ genannte Mangan gleich sechs verschiedene&amp;lt;ref&amp;gt;Universität Regensburg: {{Webarchiv | url= http://www.chemie.uni-regensburg.de/Anorganische_Chemie/Pfitzner/demo/demo_ss03/mangan.pdf | wayback = 20070612034539 | text = Demonstrationsvorträge in der Anorganischen Chemie – Mangan (Mn)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Kantonsschule Baden: [https://www.swisseduc.ch/chemie/licht_materie/08_fotosynthese_primaerreaktion/docs/demonstration_chemisches_chamaeleon.pdf Das chemische Chamäleon] (PDF; 260&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Körperfarbe]]&lt;br /&gt;
* [[Photochemie]]&lt;br /&gt;
* [[Ligandenfeldtheorie]]&lt;br /&gt;
* [[Absorptionsspektrum]]&lt;br /&gt;
* [[Bathochromer Effekt]]&lt;br /&gt;
* [[Hypsochromer Effekt]]&lt;br /&gt;
* [[Chromogenes Verfahren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spektroskopie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;NadirSH</name></author>
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