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	<title>Chroicocephalus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chroicocephalus&amp;diff=2535580&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Haplochromis: /* Arten */ Saundersmöwe jetzt in Saundersilarus, siehe Artikel</title>
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		<updated>2024-01-28T05:40:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Arten: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php/Saundersm%C3%B6we&quot; title=&quot;Saundersmöwe&quot;&gt;Saundersmöwe&lt;/a&gt; jetzt in Saundersilarus, siehe Artikel&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = &lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Chroicocephalus&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Thomas Campbell Eyton|Eyton]], 1836&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Möwen&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Larinae&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Möwenverwandte&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Laridae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Regenpfeiferartige&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Charadriiformes&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Neukiefervögel&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Neognathae&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Unterklasse&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Vögel&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Aves&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Klasse&lt;br /&gt;
| Bild             = Graukopf-Möwe Larus cirrocephalus 090501 We 150.JPG&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Porträt einer [[Graukopfmöwe]] (&amp;#039;&amp;#039;Chroicocephalus cirrocephalus&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Brown-headed Gull, River Jamuna, Bangladesh.jpg|mini|Bei dieser fliegenden [[Braunkopfmöwe]] im Winterkleid ist der gattungstypische weiße Keil auf dem Vorderflügel und das Fehlen eines breiten, weißen Flügelhinterrandes gut zu erkennen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwimmende Lachmöwen 2011.JPG|mini|Zwei schwimmende [[Lachmöwe]]n im Brutkleid]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Aggression in Larus novaehollandiae.jpg|mini|Aggressive Vorwärtspose bei einer [[Silberkopfmöwe]] (&amp;#039;&amp;#039;Chroicocephalus novaehollandiae&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:PikiWiki Israel 7224 Black-headed Gulls.jpg|mini|Ein sehr großer Schwarm aus Lachmöwen und [[Dünnschnabelmöwe]]n (&amp;#039;&amp;#039;Chroicocephalus genei&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:NeuseelandSeagulls.jpg|mini|Eine Ansammlung von [[Rotschnabelmöwe]]n (&amp;#039;&amp;#039;Chroicocephalus scopulinus&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zürich - Seefeld - Hafen Riesbach IMG 7051.JPG|mini|Lachmöwen (&amp;#039;&amp;#039;Chroicocephalus ridibundus&amp;#039;&amp;#039;) auf Pfählen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Chroicocephalus ridibundus -Rutland Water, Rutland, England -flying-8.jpg|mini|Junge Lachmöwe im Flug]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chroicocephalus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Gattung der [[Möwen]], die nach einer [[Taxonomie|taxonomischen]] Neugliederung der Familie der [[Laridae]] nach 2005 von der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Larus]]&amp;#039;&amp;#039; abgegliedert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Pons et al., 2005, s. Literatur sowie http://www.worldbirdnames.org/.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie beinhaltet zwölf relativ kleine bis mittelgroße Möwenarten. Die Gattung ist weltweit verbreitet, vier Arten finden sich auf der Nordhalbkugel, die übrigen haben ihren Verbreitungsschwerpunkt in der südlichen Hemisphäre. Eine Art, die Graukopfmöwe, kommt sowohl in Afrika als auch in Südamerika vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch für einige Arten der Gattung ist die im Brutkleid dunkle Kopfkappe; bei einigen anderen ist sie heller oder nur angedeutet, bei einigen fehlt sie ganz. Auch bei den Gattungen &amp;#039;&amp;#039;[[Leucophaeus]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Ichthyaethus]]&amp;#039;&amp;#039; gibt es dunkle Kopfkappen, es wurde daher eine nahe Verwandtschaft zwischen diesen Gruppen angenommen. Genetische Untersuchungen ergaben aber, dass dieses Merkmal zur Bestimmung der verwandtschaftlichen Verhältnisse ungeeignet ist. Es handelt sich um ein sehr ursprüngliches Merkmal der Möwen, das bei einigen Arten erhalten blieb, bei anderen aber abgelegt wurde. Dies geschah mehrfach im Laufe der Stammesgeschichte und sogar sehr nahe verwandte Arten wie die [[Lachmöwe]] und die [[Hartlaubmöwe]] können sich in dieser Hinsicht unterscheiden.&amp;lt;ref&amp;gt;Given et al., 2005, S. 277f, siehe Literatur.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zugehörigkeit der in einigen Merkmalen stark abweichenden [[Saundersmöwe]] (&amp;#039;&amp;#039;Chroicocephalus saundersi&amp;#039;&amp;#039;) zu dieser Gattung ist umstritten. Genetische Untersuchungen legen nahe, dass dieses [[Taxon]] in eine eigene Gattung (&amp;#039;&amp;#039;Saundersilarus&amp;#039;&amp;#039;) gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;Pons et al., 2005, siehe Literatur.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies wurde bislang aber nicht offiziell anerkannt. Die beiden Arten [[Silberkopfmöwe]] (&amp;#039;&amp;#039;Chroicocephalus novaehollandiae&amp;#039;&amp;#039;) und [[Rotschnabelmöwe]] (&amp;#039;&amp;#039;Chroicocephalus scopulinus&amp;#039;&amp;#039;) wurden, wie auch früher die [[Hartlaubmöwe]] (&amp;#039;&amp;#039;Chroicocephalus hartlaubii&amp;#039;&amp;#039;), lange Zeit als Unterarten einer Art angesehen. Heute wird im Allgemeinen allen drei Taxa Artstatus zugebilligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Die Arten der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Chroicocephalus&amp;#039;&amp;#039; sind relativ kleine bis mittelgroße, leicht gebaute bis mittelmäßig kräftige Möwen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;moynihan&amp;quot; /&amp;gt; Die kleinste und leichteste Art ist mit einer Körperlänge von 28–30&amp;amp;nbsp;cm und einem Gewicht von 170–230&amp;amp;nbsp;g die [[Bonapartemöwe]], die größte und kräftigste mit einer Körperlänge von 44–48&amp;amp;nbsp;cm und einem Gewicht von etwa 478&amp;amp;nbsp;g die [[Andenmöwe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnabel der &amp;#039;&amp;#039;Chroicocephalus&amp;#039;&amp;#039;-Arten ist relativ lang, schlank bis mittelkräftig und nicht sehr hoch, seitlich flach mit relativ langer Spitze und relativ flachem [[Gonys]]winkel. Die Gonys ist nur leicht gekrümmt bis nahezu gerade. Das Nasenloch ist tropfenförmig und auf dem basalen Teil des Schnabels gelegen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dwight79&amp;quot;&amp;gt;Dwight, 1925, S. 79f, s. Literatur.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Schnabel ist rot, braun oder schwarz gefärbt. Flecken oder Binden kommen nicht vor, nicht selten ist die Schnabelspitze schwarz. Die Füße und Beine sind rötlich oder braun.&amp;lt;ref name=&amp;quot;moynihan&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sechs Arten der Gattung zeigen im Brutkleid eine dunkle Kopfkappe. Diese spart im Unterschied zu der anderer Gattungen den hinteren Kopf und Nacken aus, so dass diese Partie weiß bleibt. Bei der Graukopfmöwe ist die Kappe grau, bei der Hartlaubmöwe als feiner Rand angedeutet. Bei den übrigen vier Arten fehlt sie.&amp;lt;ref name=&amp;quot;moynihan&amp;quot; /&amp;gt; Das Auge zeigt entweder eine helle, gelbliche bis weißliche oder eine braune [[Iris (Auge)|Iris]]. Der schmale, oft farbige [[Orbita]]lring fällt bei vielen Arten kaum auf. Bei den Arten mit dunklen Kopfkappen kontrastieren meist die weißen Lider.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mantel, Rücken und Flügeloberseiten sind bei allen Arten hellgrau. Der breite, weiße Flügelhinterrand, der für die &amp;#039;&amp;#039;Larus&amp;#039;&amp;#039;-Arten typisch ist, fehlt; es ist allenfalls eine helle Kante vorhanden. Dafür befindet sich auf dem distalen Teil des Handflügels, beginnend am Flügelbug, immer ein weißes, keilförmiges Feld. Die Schwarzverteilung des Handschwingenmusters variiert sehr. Bei den meisten Arten finden sich schwarze [[Anatomische Lage- und Richtungsbezeichnungen|Subterminal-]] oder Endbinden unterschiedlicher Ausdehnung. Die Unterseite des Handflügels ist meist zu einem großen Teil schwärzlich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;moynihan&amp;quot; /&amp;gt; Der weiße Schwanz ist relativ gerade abgeschnitten. Bei immaturen Vögeln zeigt er eine schwarze Binde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dwight79&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Larus genei.jpg|Dünnschnabelmöwe im Brutkleid&lt;br /&gt;
 Larus philadelphia, California.jpg|Bonapartemöwe&lt;br /&gt;
 Chroicocephalus hartlaubii -Cape Town, South Africa-8.jpg|Hartlaubmöwe&lt;br /&gt;
 Chroicocephalus cirrocephalus.jpg|Graukopfmöwe&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
=== Externe Systematik ===&lt;br /&gt;
Ein Großteil aller Möwenarten stand lange in der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Larus&amp;#039;&amp;#039; und obwohl bereits zuvor einige Versuche von taxonomischen Neugliederungen der &amp;#039;&amp;#039;Laridae&amp;#039;&amp;#039; unternommen wurden, fand eine Aufteilung in mehrere Gattungen erst breitere Anerkennung, nachdem 2005 umfangreiche genetische Befunde vorlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im Jahr 2000 hatten Untersuchungen der [[Mitochondriale DNA|mitochondrialen DNA]] nahegelegt, dass es sich bei der bestehenden Definition der Gattung um ein [[Polyphylum]] handelt. Es stellte sich heraus, dass die [[Lachmöwe]] und verwandte Arten („masked species“) nicht so nahe mit den anderen Formen der Gattung verwandt sind wie angenommen. Zu den letzteren zählen die [[Silbermöwe]]n-Verwandten („white headed species“), die Gruppe um die [[Schwarzkopfmöwe]] („black headed species“) und einige schwarzköpfige Formen der [[Neue Welt|neuen Welt]] (z. B. die [[Aztekenmöwe]], „hooded species“). Vielmehr stehen die Arten um die Lachmöwe verwandtschaftlich am anderen Ende der Gruppe der Möwen, während die Arten, die lange zuvor schon in eigene Gattungen gestellt worden waren (z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Dreizehenmöwe]], die [[Schwalbenmöwe]] oder die [[Elfenbeinmöwe]]), zwischen den beiden Gruppen stehen, was sich im [[Kladogramm]] wie folgt darstellt:&amp;lt;ref&amp;gt;Pons et al., 2005, S. 692, s. Literatur.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Klade&lt;br /&gt;
 |1= &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chroicocephalus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (u. a. Lachmöwe)&lt;br /&gt;
 |2= &amp;#039;&amp;#039;Saundersilarus&amp;#039;&amp;#039; (Kappenmöwe)&lt;br /&gt;
 |3= &amp;#039;&amp;#039;Hydrocoloeus&amp;#039;&amp;#039; (Zwerg- und Rosenmöwe)&lt;br /&gt;
 |4= &amp;#039;&amp;#039;Creagrus&amp;#039;&amp;#039; (Gabelschwanzmöwe)&lt;br /&gt;
 |5={{Klade&lt;br /&gt;
    |1=&amp;#039;&amp;#039;Pagophila&amp;#039;&amp;#039; (Elfenbeinmöwe)&lt;br /&gt;
    |2=&amp;#039;&amp;#039;Xema&amp;#039;&amp;#039; (Schwalbenmöwe)&lt;br /&gt;
    }}&lt;br /&gt;
 |6=&amp;#039;&amp;#039;Rissa&amp;#039;&amp;#039; (u. a. Dreizehenmöwe)&lt;br /&gt;
 |7={{Klade&lt;br /&gt;
    |1={{Klade&lt;br /&gt;
       |1= &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Larus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (u. a. Silbermöwe)&lt;br /&gt;
       |2= &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ichthyaethus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (u. a. Schwarzkopfmöwe)&lt;br /&gt;
       }}&lt;br /&gt;
    |2= &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leucophaeus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (u. a. Aztekenmöwe)&lt;br /&gt;
    }}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da im Jahr 2000 nicht alle Arten berücksichtigt worden waren, fand 2005 eine weitere, weitaus umfangreichere Untersuchung mit DNA-Proben von allen 53 zu der Zeit anerkannten Möwenarten statt. Obwohl darin zwar nicht alle [[Phylogenese|phylogenetischen]] Gegebenheiten geklärt werden konnten, kristallisierten sich mehrere gut gegeneinander abgegrenzte Gruppen heraus. Diese waren zwar teils schon im 20. Jahrhundert als [[Subgenus|Subgenera]] identifiziert worden, es ergaben sich aber einige überraschende Erkenntnisse über die genaue Zusammensetzung dieser Gruppen. Als Resultat schlugen die Autoren der Untersuchung vor, einige der im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert aufgestellten Gattungen, die nur noch als &amp;#039;&amp;#039;Subgenus&amp;#039;&amp;#039;-Namen anerkannt waren, wieder aufzugreifen und die bestehende Gattung &amp;#039;&amp;#039;Larus&amp;#039;&amp;#039; in die Gattungen &amp;#039;&amp;#039;Chroicocephalus&amp;#039;&amp;#039; (z. B. Lachmöwe), &amp;#039;&amp;#039;Ichthyaethus&amp;#039;&amp;#039; (z. B. [[Fischmöwe]]), &amp;#039;&amp;#039;Hydrocoloeus&amp;#039;&amp;#039; ([[Zwergmöwe]]) und &amp;#039;&amp;#039;Leucophaeus&amp;#039;&amp;#039; (z. B. [[Blutschnabelmöwe]]) aufzugliedern, bzw. nur die „weißköpfigen Arten“ („white headed species“) in der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Larus&amp;#039;&amp;#039; zu belassen. Einige Institutionen wie der [[International Ornithological Congress]], die [[American Ornithologists’ Union]], die [[British Ornithologists’ Union]] und das [[South American Classification Committee]] sind dem bereits gefolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interne Systematik ===&lt;br /&gt;
Bereits 1959 fasste [[Martin Moynihan]] die hier als Gattung aufgeführten Arten aufgrund von Verhaltensmerkmalen und Morphologie als &amp;#039;&amp;#039;Masked Gulls&amp;#039;&amp;#039; zusammen. 2005 wurden die internen Verwandtschaftsverhältnisse dieser Gruppe genetisch genauer untersucht. Es ergab sich zum einen die [[Monophylie]] dieser Gruppe, zum anderen aber (wie zuvor schon aufgrund anderer Studien vermutet), dass sich zwei Taxa der Nordhalbkugel – die Dünnschnabelmöwe und die Bonapartemöwe – relativ früh von der übrigen Gruppe abgespalten haben. Bei den übrigen handelt es sich um eine Gruppe, die fast ausschließlich auf der Südhalbkugel vorkommen. Eine Ausnahme ist die Lachmöwe, die große Teile der [[Paläarktis]] besiedelt, aber dennoch in die Gruppe der südlichen Taxa verwandtschaftlich eingebettet zu sein scheint. Die vermutlich nahe verwandte Braunkopf-Lachmöwe, ebenfalls auf der Nordhalbkugel vertreten, fehlte in der Studie. Die Verwandtschaftsverhältnisse stellten sich im Detail wie folgt dar (Namen wurden gegenüber der Studie aktualisiert):&amp;lt;ref name=&amp;quot;givenetal&amp;quot;&amp;gt;Given et al., 2005, siehe Literatur.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Klade&lt;br /&gt;
 |1={{Klade&lt;br /&gt;
    |1={{Klade&lt;br /&gt;
       |1={{Klade&lt;br /&gt;
          |1={{Klade&lt;br /&gt;
             |1={{Klade&lt;br /&gt;
                |1=Hartlaubmöwe (&amp;#039;&amp;#039;Chroicocephalus hartlaubi&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
                |2=Graukopfmöwe, afrikanische Unterart (&amp;#039;&amp;#039;Chroicocephalus c. poiocephalus&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
                }}&lt;br /&gt;
             |2=Graukopfmöwe, südamerikanische Unterart (&amp;#039;&amp;#039;Chroicocephalus c. cirrocephalus&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
             }}&lt;br /&gt;
          |2=Lachmöwe (&amp;#039;&amp;#039;Chroicocephalus ridibundus&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
          }}&lt;br /&gt;
       |2={{Klade&lt;br /&gt;
          |1={{Klade&lt;br /&gt;
             |1=Silberkopfmöwe (&amp;#039;&amp;#039;Chroicocephalus novaehollandiae&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
             |2=Rotschnabelmöwe (&amp;#039;&amp;#039;Chroicocephalus scopulinus&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
             }}&lt;br /&gt;
          |2=Maorimöwe (&amp;#039;&amp;#039;Chroicocephalus bulleri&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
          }}&lt;br /&gt;
       |3=Andenmöwe (&amp;#039;&amp;#039;Chroicocephalus serranus&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
       }}&lt;br /&gt;
    |2=Patagonienmöwe (&amp;#039;&amp;#039;Chroicocephalus maculipennis&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
    }}&lt;br /&gt;
 |2={{Klade&lt;br /&gt;
    |1=Bonapartemöwe (&amp;#039;&amp;#039;Chroicocephalus philadelphia&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
    |2=Dünnschnabelmöwe (&amp;#039;&amp;#039;Chroicocephalus genei&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
    }}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autoren setzen dieses Kladogramm zudem zu zeitlichen Schätzungen in Bezug. Danach hätten sich Dünnschnabel- und Bonapartemöwe vor etwa 1,85 Mio. Jahren abgespalten und ein Vorfahre der südlichen Gruppe Südamerika besiedelt. Die weitere [[Adaptive Radiation|Radiation]] erfolgte dann in relativ kurzer Zeit. Von Südamerika aus wurden vermutlich in der Zeit zwischen 0,55 und 0,38 Mio. Jahren Afrika und darauf die Nordhalbkugel sowie der Australische Raum besiedelt. Hier fand im Zeitraum zwischen 0,24 Mio. und 0,13 Mio. Jahren eine weitere Radiation statt. Vor angenommenen 0,07 Mio. Jahren wurde dann ein zweites Mal von Südamerika aus Afrika besiedelt. Hierbei entstand die afrikanische Unterart der Graukopfmöwe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;givenetal&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
* [[Dünnschnabelmöwe]] (&amp;#039;&amp;#039;Chroicocephalus genei&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Bonapartemöwe]] (&amp;#039;&amp;#039;Chroicocephalus philadelphia&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Rotschnabelmöwe]] (&amp;#039;&amp;#039;Chroicocephalus scopulinus&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Silberkopfmöwe]] (&amp;#039;&amp;#039;Chroicocephalus novaehollandiae&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Maorimöwe]] (&amp;#039;&amp;#039;Chroicocephalus bulleri&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Andenmöwe]] (&amp;#039;&amp;#039;Chroicocephalus serranus&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Braunkopfmöwe]] (&amp;#039;&amp;#039;Chroicocephalus brunnicephalus&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Patagonienmöwe]] (&amp;#039;&amp;#039;Chroicocephalus maculipennis&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Lachmöwe]] (&amp;#039;&amp;#039;Chroicocephalus ridibundus&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Graukopfmöwe]] (&amp;#039;&amp;#039;Chroicocephalus cirrocephalus&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Hartlaubmöwe]] (&amp;#039;&amp;#039;Chroicocephalus hartlaubii&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andrew D. Given, James A. Mills, [[Allan J. Baker]]: &amp;#039;&amp;#039;Molecular Evidence for recent Radiation in Souther Hemisphere Masked Gulls.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[The Auk.]]&amp;#039;&amp;#039; Band 122, Nr. 1, 2005, S. 268–279.&lt;br /&gt;
* J.-M. Pons, A. Hassanin, P.-A. Crochet: &amp;#039;&amp;#039;Phylogenetic relationships within the Laridae (Charadriiformes: Aves) inferred from mitochondrial markers.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Molecular Phylogenetics and Evolution.&amp;#039;&amp;#039; Band 37, Nr. 3, Dezember 2005, S. 686–699, [[doi:10.1016/j.ympev.2005.05.011]].&lt;br /&gt;
* [[Martin Moynihan]]: &amp;#039;&amp;#039;A Revision of the Family Laridae (Aves).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;American Museum Novitates.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 1928, American Museum of Natural History, New York 1959 ([http://hdl.handle.net/2246/5365 PDF]).&lt;br /&gt;
* Jonathan Dwight: &amp;#039;&amp;#039;The gulls (Laridae) of the world; their plumages, moults, variations, relationships and distribution.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bulletin of the American Museum of Natural History.&amp;#039;&amp;#039; Band 52, Art. 3, S. 63–401, New York 1925 ([http://hdl.handle.net/2246/1245 PDF]).&lt;br /&gt;
* Klaus Malling Olsen, Hans Larsson: &amp;#039;&amp;#039;Gulls of Europe, Asia and North America.&amp;#039;&amp;#039; Helm Identification Guides, Christopher Helm, London 2003 (korrigierte Neuauflage von 2004), ISBN 978-0-7136-7087-5.&lt;br /&gt;
* [[Urs N. Glutz von Blotzheim]], [[Kurt Bauer (Ornithologe)|K. M. Bauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Vögel Mitteleuropas.&amp;#039;&amp;#039; Band 8/I: &amp;#039;&amp;#039;Charadriiformes.&amp;#039;&amp;#039; 3. Teil, AULA-Verlag, Wiebelsheim 1993/2001, ISBN 3-923527-00-4, S. 273–282.&lt;br /&gt;
* G. S. Tuck, H. Heinzel: &amp;#039;&amp;#039;Die Meeresvögel der Welt.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Paul Parey, Hamburg/Berlin 1980, ISBN 3-490-07818-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Chroicocephalus|&amp;#039;&amp;#039;Chroicocephalus&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;moynihan&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Moynihan, 1959, S. 13f, s. Literatur.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Larinae]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Möwen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Haplochromis</name></author>
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