<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Christus_medicus</id>
	<title>Christus medicus - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Christus_medicus"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Christus_medicus&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-03T22:30:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Christus_medicus&amp;diff=2231956&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler am 7. März 2026 um 10:07 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Christus_medicus&amp;diff=2231956&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-07T10:07:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gabriel von Max Jesus heilt die Kranken.jpg|mini|hochkant|[[Gabriel von Max]], Jesus heilt die Kranken]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Christus Medicus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; („Christus der Arzt“) ist ein [[Christetntum|christlicher]] Titel für [[Jesus Christus]]. In dieser Bezeichnung wird die Funktion des [[Heilung|Heilers]] und [[Arzt]]es (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;médicus&amp;#039;&amp;#039;, griechisch ἰατρός &amp;#039;&amp;#039;iatrós&amp;#039;&amp;#039;) mit der des Retters und [[Erlöser]]s (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;salvátor&amp;#039;&amp;#039;, griechisch σωτήρ &amp;#039;&amp;#039;sotēr&amp;#039;&amp;#039;, deutsche [[Lehnübersetzung]] &amp;#039;&amp;#039;[[Heiland]]&amp;#039;&amp;#039;) und so der [[leib]]liche mit dem [[Seele|seelischen]], der zeitliche mit dem [[Ewigkeit|ewigen]] Aspekt seines Wirkens zusammengesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überlieferung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Codex Aureus - Healing Of The Paralytic.jpg|mini|[[Codex Egberti|Codex Aureus]], Heilung des Gelähmten]]&lt;br /&gt;
Im Hintergrund steht dabei der alttestamentliche Glaube an Gott als den Herrn über [[Krankheit]], der diese dem Einzelnen („Ich bin der Herr, dein Arzt“ {{B|Ex|15|26}}), wie der Gemeinschaft („Ich…kann töten und lebendig machen; ich kann schlagen und kann heilen, und ist niemand, der aus Meiner Hand errette“ {{B|Dtn|32|39}}) zuteilen und entziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesu [[Wunderheilung (Christentum)|Heilungstätigkeit]] wurde als „ärztliches Wirken“ wahrgenommen. Heilungen zählten von Anbeginn zur Praxis der christlichen Gemeinde, wie es [[Origenes]] (185–254) oder [[Clemens von Alexandrien]] (150–215) zeigen. Im [[Neues Testament|Neuen Testament]] taucht der Medicustitel selbst noch nicht auf, jedoch verwendeten die Apologeten und Kirchenväter schon früh den Titel des Arztes für Jesus, zuerst [[Ignatius von Antiochien]] († ca. 117; „Einen Arzt gibt es, Jesus Christus, unseren Herrn.“), gefolgt von [[Augustinus von Hippo]]&amp;lt;ref&amp;gt;Jan Ulrich Büttner: &amp;#039;&amp;#039;Religion: Christus Medicus.&amp;#039;&amp;#039; 2019, S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt; und anderen Kirchenvätern. Besonders im 5.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert fasste man Jesu Wirken in ärztlichen Kategorien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christus und Asklepios ==&lt;br /&gt;
Die Bedeutung des Titels &amp;#039;&amp;#039;Christus Medicus&amp;#039;&amp;#039; erstarkte durch die Konkurrenz mit dem [[Asklepios]]kult der [[Altgriechische Medizin|altgriechischen Medizin]], der sich als Äskulap, der &amp;#039;&amp;#039;Deus Clinicus&amp;#039;&amp;#039; im römischen Reich, als wunderwirkender Retter und Heiler (σωτήρ &amp;#039;&amp;#039;sotēr&amp;#039;&amp;#039;) etabliert hatte. Man sah in Jesu Zuwendung zu Leidenden und Armen einen Gegensatz zu Asklepios, der Distanz zu unheilbar Kranken hielt, und Geld und Opfergabe für Heilungen erwarte.&amp;lt;ref&amp;gt;Adolf von Harnack, Medicinisches aus der Ältesten Kirchengeschichte (= [[Texte und Untersuchungen zur Geschichte der altchristlichen Literatur]] 8,4). Leipzig 1892, 129f. Zit. bei Jakob&amp;lt;/ref&amp;gt; Bald manifestierte sich das Christentum als „Religion der Heilung“ auch sichtbar: An der Stelle der [[Asklepieion|Asklepieien]] errichtete man vielfach christliche Kirchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mittelalter und Neuzeit ==&lt;br /&gt;
Während im Westen körperlicher und geistlicher Bereich – Heilung und Heil – allmählich voneinander getrennt wurden, wurden beide Bereiche in der östlichen Kirche und Liturgie weiter als zusammengehörig aufgefasst. Ab dem 13.&amp;amp;nbsp;Jh. untersagte man Priestern eine Betätigung als Arzt. [[Martin Luther]] (1483–1546) griff die Vorstellung von Christus dem Arzt wieder auf und verstand Heil und Heilung als Ganzheit, das [[Eucharistie#Lutherische Kirchen|Abendmahl]] sah er als „Arznei für Leib und Seele“&amp;lt;ref&amp;gt;Der große Katechismus, 6&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ebenso begriff [[Teresa von Avila]] (1515–1582) die [[Sakrament]]e als zu Heilung und Heil weisend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Leitgedanke der mittelalterlichen [[Klostermedizin]] war, beim Bau von [[Hospital|Hospitälern]] Krankensäle und Kapellen räumlich eng zu verbinden, so dass die Kranken unmittelbar am Gottesdienst teilnehmen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den letzten Medizinern mit einem Bezug auf den Christus Medicus zählte [[Paracelsus]] (1493–1541), der die Heilkunst der Barmherzigkeit Gottes zuschrieb. Kirchliche Hospitäler richteten ihre [[Karitas|&amp;#039;&amp;#039;caritas&amp;#039;&amp;#039;]] zunehmend auf die [[Jenseits]]vorbereitung der Patienten aus. Die Praxis der Heilung und körperlichen Rehabilitation überließ man der sich auch religiös emanzipierenden [[Schulmedizin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenwärtig werden in unterschiedlichen Gruppierungen die [[Krankensalbung]] und besonders im Bereich charismatischer und freier christlicher Gemeinden [[Heilungsgottesdienst]]e praktiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Christus Medicus in Ikonografie und Kunst ==&lt;br /&gt;
Bereits in der frühchristlichen Kunst des 4./5.&amp;amp;nbsp;Jh. widmete man sich dem Motiv der Heilungswunder. Auf Grabstätten oder Sarkophagen finden sich vielfältige neutestamentliche Heilungsdarstellungen (des Gichtbrüchigen, Blinden, Aussätzigen oder der blutflüssigen Frau). Das Motiv des heilenden Christus zog sich bis ins 16.&amp;lt;ref&amp;gt;Jan Ulrich Büttner: &amp;#039;&amp;#039;Religion: Christus Medicus.&amp;#039;&amp;#039; 2019, S. 31 (&amp;#039;&amp;#039;Christus medicus&amp;#039;&amp;#039; als Apotheker in einer Illustration des 16. Jahrhunderts).&amp;lt;/ref&amp;gt; und 17.&amp;amp;nbsp;Jh., wo es etwa als [[Christus der Apotheker]] (&amp;#039;&amp;#039;Christus apothecarius&amp;#039;&amp;#039;), auch angelehnt an das Christus-Wort „Kommet alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Braun: &amp;#039;&amp;#039;Christus als Apotheker.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Württembergischen Apothekengeschichte&amp;#039;&amp;#039; III, 1955–1957, Nr. 1, 1955, S. 5 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; im Matthäus-Evangelium, vor allem in der [[Volksfrömmigkeit]] populär war. Auch Christusdarstellungen als Arzt mit dem typischen [[Harnglas]] (als Instrument der [[Harnschau]])&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Pruss von Zglinicki|Friedrich v. Zglinicki]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Uroskopie in der bildenden Kunst. Eine kunst- und medizinhistorische Untersuchung über die Harnschau.&amp;#039;&amp;#039; Ernst Giebeler, Darmstadt 1982, ISBN 3-921956-24-2, S. 127–129.&amp;lt;/ref&amp;gt; waren verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Geistliches Lied|Kirchenlied]] fand das Motiv des &amp;#039;&amp;#039;Christus Medicus&amp;#039;&amp;#039; seinen Niederschlag wie in [[Samuel Rodigast]]s (1649–1708): [[Was Gott tut, das ist wohlgetan]]: &amp;#039;&amp;#039;Er, als mein Arzt und Wundermann,/ Wird mir nicht Gift einschenken / Für Arzenei; Gott ist getreu&amp;#039;&amp;#039; (EG 372) oder [[Ludwig Helmbold]]s (1532–1598): [[Nun lasst uns Gott dem Herren]] „Ein Arzt ist uns gegeben, der selber ist das Leben; Christus für uns gestorben“ (EG 320).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://difaem.de/uploads/tx_bfactorpublikationen/Difaem_zum_Thema_Christus_Medicus_2008_01.pdf Beate Jakob: &amp;#039;&amp;#039;Ein Arzt ist uns gegeben. Christus Medicus.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 348&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Rudolph Arbesmann]]: &amp;#039;&amp;#039;The Concept of Christus Medicus in St. Augustine.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Traditio.&amp;#039;&amp;#039; Band 10, 1954, S. 1–28.&lt;br /&gt;
* [[Reinhard von Bendemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Christus Medicus.&amp;#039;&amp;#039; Neukirchener, Neukirchen-Vluyn 2009, ISBN 978-3-7887-1917-3.&lt;br /&gt;
* Jan Ulrich Büttner: &amp;#039;&amp;#039;Religion: Christus Medicus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Medizin im Mittelalter. Zwischen Erfahrungswissen, Magie und Religion&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Spektrum der Wissenschaften. Spezial: Archäologie Geschichte Kultur.&amp;#039;&amp;#039; Band 2.19), 2019, S. 30–32.&lt;br /&gt;
* Michael Dörnemann: &amp;#039;&amp;#039;Krankheit und Heilung in der Theologie der frühen Kirchenväter&amp;#039;&amp;#039;. Mohr Siebeck ISBN 3-16-148161-5&lt;br /&gt;
* Petrus C. Eijkenboom: &amp;#039;&amp;#039;Het christus-medicus-motief in de preken van sint Augustinus.&amp;#039;&amp;#039; Gorkum, Assen 1960.&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Fichtner]]: &amp;#039;&amp;#039;Christus als Arzt. Ursprünge und Wirkungen eines Motivs.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Frühmittelalterliche Studien.&amp;#039;&amp;#039; Band 16, 1982, S. 1–18.&lt;br /&gt;
* Woty Gollwitzer-Voll: &amp;#039;&amp;#039;Christus Medicus - Heilung als Mysterium. Interpretationen eines alten Christusnamens und dessen Bedeutung in der Praktischen Theologie.&amp;#039;&amp;#039; Schöningh, Paderborn 2007. ISBN 978-3-506-76389-1&lt;br /&gt;
* [[Martin Honecker (Theologe)|Martin Honecker]]: &amp;#039;&amp;#039;Christus medicus.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Peter Wunderli]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der kranke Mensch in Mittelalter und Renaissance.&amp;#039;&amp;#039; Düsseldorf 1986 (= &amp;#039;&amp;#039;Studia humaniora&amp;#039;&amp;#039;, 5) S. 27–43.&lt;br /&gt;
* Jörg Hübner: &amp;#039;&amp;#039;Christus medicus. Ein Symbol des Erlösungsgeschehens und ein Modell ärztlichen Handelns.&amp;#039;&amp;#039; In: Kerygma und Dogma 31 (1985) 324–335.&lt;br /&gt;
* Thomas Jansen: &amp;#039;&amp;#039;Christus medicus (Christus als Arzt).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner E. Gerabek]], Bernhard D. Haage, [[Gundolf Keil]], Wolfgang Wegner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 260 f.&lt;br /&gt;
* [[Hubertus Lutterbach]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Christus medicus und die Sancti medici. Das wechselvolle Verhältnis zweier Grundmotive christlicher Frömmigkeit zwischen Spätantike und Früher Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Saeculum.&amp;#039;&amp;#039; Band 47, Heft 2, 1996, S. 239 ff.&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Schipperges]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Tradition des „Christus medicus“ im frühen Christentum und in der ältesten Heilkunde.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Arzt und Christ.&amp;#039;&amp;#039; Band 11, 1965, S. 12–20.&lt;br /&gt;
* Heinrich Schipperges: &amp;#039;&amp;#039;Die Kranken im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; München 1990, S. 203–212.&lt;br /&gt;
* H. Schott: &amp;#039;&amp;#039;Medizingeschichte(n): Religiöse Heilkunde – Christus medicus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Ärzteblatt.&amp;#039;&amp;#039; Band 103, 2006, Nr. 6, S. A-340 / B-297 / C-282 ISBN 978-3-506-76389-1&lt;br /&gt;
* [[Johann Anselm Steiger]]: &amp;#039;&amp;#039;Medizinische Theologie: Christus medicus und theologia medicinalis bei Martin Luther und im Luthertum der Barockzeit.&amp;#039;&amp;#039; 2005.&lt;br /&gt;
* [[Dorothea Weber]]: &amp;#039;&amp;#039;Medicorum pueri – Zu einer Metapher bei Augustinus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Antikes Christentum.&amp;#039;&amp;#039; Band 17, Nr. 1, 2013, S. 125–142.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffe und Motive (Neues Testament)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medizingeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christusbild]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
	</entry>
</feed>