<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Christopher_McCandless</id>
	<title>Christopher McCandless - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Christopher_McCandless"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Christopher_McCandless&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-29T21:53:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Christopher_McCandless&amp;diff=198366&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kjalarr: kleinere Anpassungen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Christopher_McCandless&amp;diff=198366&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-15T07:33:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;kleinere Anpassungen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Christopher „Chris“ Johnson McCandless&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|ˈkrɪstəfər ˈdʒɒnsən məˈkændlɨs}}] (* [[12. Februar]] [[1968]] in [[El Segundo]], [[Kalifornien]]; † (vermutlich) am [[18. August]] [[1992]] im [[Denali Borough]], [[Alaska]]; auch „Alexander Supertramp“ genannt) war ein [[Abenteuer|Abenteurer]] und [[Aussteiger]]. Er wurde [[posthum]] bekannt durch einen Artikel von [[Jon Krakauer]] in der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Outside (Zeitschrift)|Outside]]&amp;#039;&amp;#039; im Jahr 1993, Krakauers Buch &amp;#039;&amp;#039;In die Wildnis&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(Into the Wild)&amp;#039;&amp;#039; und die [[Into the Wild|gleichnamige Verfilmung]] durch [[Sean Penn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
McCandless zog mit minimaler Ausrüstung durch die USA, darunter später auch in Alaska. Völlig auf sich allein gestellt, krank und geschwächt, verhungerte er am Ende abgeschnitten von der Zivilisation. Es gibt Hinweise, dass eine Vergiftung durch den Verzehr von [[Alpen-Süßklee]] beteiligt gewesen sein könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend ===&lt;br /&gt;
McCandless wuchs bei seinen Eltern im US-Bundesstaat [[Virginia]] auf. Sein Vater Walt war Radartechniker und arbeitete für die &amp;#039;&amp;#039;[[NASA]]&amp;#039;&amp;#039; und für den Luft- und Raumfahrtbereich. Walt verlangte von ihm ein gutes Studium und eine glänzende Laufbahn. Stattdessen entwickelte sich bei McCandless schon in der Kindheit ein Drang, sich so oft wie möglich in der freien Natur aufzuhalten. Er absolvierte die Schule problemlos. Die Eltern drängten ihn zu einem Studium, das er auch aufnahm, obwohl er sonst häufig gegen den Vater opponierte. Im April 1990 erhielt er von der &amp;#039;&amp;#039;[[Emory University]]&amp;#039;&amp;#039; in Atlanta den &amp;#039;&amp;#039;[[Bachelor of Arts]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Geschichtswissenschaft|Geschichte]] und [[Anthropologie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl McCandless Reichtum strikt ablehnte, war er sehr arbeitsam und geschäftstüchtig. Er verdiente gut an einem Fotokopierservice und fuhr Touren für einen Pizzaservice. In der Schule, in der Freizeit sowie in Diskussionen vertrat er eine kompromisslos soziale bis sozialistische Sicht. Ungeachtet dessen war er aufgrund seiner [[Libertarismus|radikal libertären]] Einstellung gleichzeitig Anhänger [[Ronald Reagan]]s. Er hatte vor, nach der High School Waffen nach [[Südafrika]] zu schmuggeln, um die dortige [[Apartheid]] zu bekämpfen. In verarmten Stadtteilen verteilte er Essen; in der Schule schrieb er Aufsätze, in denen er die Ungerechtigkeit in der Welt anprangerte. Er entwickelte großes Interesse an den Werken von [[Lew Nikolajewitsch Tolstoi|Leo Tolstoi]], [[Henry David Thoreau]] und [[Jack London]]. Durch Tolstoi fasste er den Entschluss, ein Leben in Keuschheit und ohne die Laster des Wohlstands zu führen. Thoreau predigte die Rückkehr zu einem möglichst natürlichen Leben und sich in die Natur einzufügen (siehe &amp;#039;&amp;#039;[[Walden|Walden oder Leben in den Wäldern]]&amp;#039;&amp;#039;). Seit der Lektüre Jack Londons (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;[[Wolfsblut (Roman)|Wolfsblut]]&amp;#039;&amp;#039;) faszinierte ihn Alaska.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reisen ===&lt;br /&gt;
==== Innere USA ====&lt;br /&gt;
Wenige Tage nach dem Abschluss der &amp;#039;&amp;#039;High School&amp;#039;&amp;#039; fuhr McCandless mit seinem alten Auto quer durch die USA, kehrte aber pünktlich zum Beginn des Semesters an der &amp;#039;&amp;#039;Emory University&amp;#039;&amp;#039; in Atlanta zurück. Kurz nach Ende des Universitätsstudiums, das er wie die &amp;#039;&amp;#039;High School&amp;#039;&amp;#039; mit sehr guten Noten abschloss, brach er auf. Er spendete 24.000 USD (circa 19.800 Euro nach Wechselkurs von 2002) aus einer Erbschaft an die Hilfsorganisation [[Oxfam|Oxfam International]]. Seine Ausrüstung bestand aus Büchern, einem Gewehr, einem Schlafsack sowie einem Zelt und weiteren, kleineren Gegenständen. Er hielt sich meistens im Westen der USA auf, reiste aber mit einem Boot den [[Colorado River]] hinunter bis an die [[Baja California (Bundesstaat)|Baja California]] ans Meer. Er wurde von einem Sturm überrascht und kam fast ums Leben, als das Paddel verloren ging. Mit einem Ersatzpaddel gelang ihm die Rückkehr ans Ufer. Seinen Aufzeichnungen zufolge, die Krakauer zitiert, hat er sich während dieser Reise zwei Monate lang nur von Fischen und fünf &amp;#039;&amp;#039;[[Avoirdupois|Pound]]&amp;#039;&amp;#039; (≈ 2,27 Kilogramm) Reis ernährt. McCandless freundete sich mit einigen Menschen an; so jobbte er in der Nähe von [[Las Vegas]] in einer &amp;#039;&amp;#039;McDonald’s&amp;#039;&amp;#039;-Filiale und lebte in Kontakt oder in der Nähe von Hippie-Gemeinschaften in [[Kalifornien]]. Zudem arbeitete er in [[South Dakota]] bei Getreide-Erntearbeitern. Zu den meisten dieser Reisebekanntschaften hielt er im Rahmen seiner Möglichkeiten Kontakt, nicht aber zu seiner Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Alaska ====&lt;br /&gt;
Nach fast zweijähriger Wanderschaft brach er nach Alaska auf. Per Anhalter gelangte er nach [[Fairbanks]]. Von dort schickte er die letzten Postkarten und Briefe ab. Aus der Uni-Bibliothek lieh er sich ein Buch, in dem die genießbaren Beeren, Früchte und Pflanzen Alaskas beschrieben wurden. Trotzdem war er schlecht ausgerüstet. Er hatte nur eine alte Karte und verzichtete auf elementare Hilfsmittel wie eine Axt, Insektenschutz, Schneeschuhe oder einen Kompass,&amp;lt;ref&amp;gt;Bernd A. Weil: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.explorermagazin.de/misch/krakauer01.htm Jon Krakauer und der Mythos der Wildnis]&amp;#039;&amp;#039; auf explorermagazin.de, abgerufen am 12. Juli 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; denn er wollte in natürlicher, unberührter Umgebung möglichst zivilisationsfrei überleben – wie er selbst es nannte: „live off the land“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ging jedoch in keine „echte“ [[Wildnis]]. Ein Autofahrer setzte ihn nahe der Straße [[Anchorage]]-Fairbanks, westlich von [[Healy (Alaska)|Healy]], am Ende der Stampede Road ab. Dort begann sein Marsch auf dem Stampede Trail westwärts in Richtung [[Denali-Nationalpark]]. Nach einigen Tagen verließ er den Weg und wanderte querfeldein in die Wildnis. Zu der Zeit, im April, lagen etwa 40 Zentimeter Schnee. Nach der Überquerung des [[Teklanika River]] traf McCandless nach wenigen Tagen auf einen ausgedienten [[#Bus 142 (Magic Bus)|Linienbus]], den er als Behausung für die nächsten Monate nutzte. Für ihn war es in der Nähe des Nationalparks die erhoffte Wildnis. Jedoch fiel damit seine Wahl auf eine Umgebung mit nur geringem natürlichen Nahrungsangebot. Mit einem in Fairbanks gekauften Kleinkalibergewehr schoss er Eichhörnchen, Kaninchen, Vögel und Schneehühner, gelegentlich Wildgänse und Stachelschweine. Er erlegte sogar einen [[Elch]]; es gelang ihm aber nicht, die große Menge an Fleisch durch Räuchern haltbar zu machen. Er sammelte Beeren, Pilze und [[Süßklee]]. Weil diese Art der Ernährung nicht ausreichte und er bei der Jagd nach Nahrung mehr Energie verbrauchte, als seine Beute ihm lieferte, verlor er nach und nach an Gewicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli entschied sich McCandless, in die Zivilisation zurückzukehren. Der Fluss, den er bei der Ankunft ohne große Probleme überqueren konnte, führte nun wegen der sommerlichen Schneeschmelze so viel Wasser, dass ein Durchwaten unmöglich war. Als fatal erwies sich, dass ihm eine (detaillierte) Landkarte fehlte, denn darauf wäre etwas weiter flussabwärts eine einfache, über den Fluss gespannte handbetriebene [[Schwebefähre]] eingezeichnet gewesen – ein Seil, an dem ein Korb angebracht ist, damit Jäger den Fluss überqueren können {{Coordinate|NS=63.92227|EW=-149.49945|type=landmark|dim=17|region=US-AK|text=ICON0|name=ehemalige Schwebefähre über den Teklanika River}}. Auch befanden sich mehrere Hütten – zum Teil von der Nationalparkverwaltung mit Lebensmittelvorräten für Notfälle bestückt – wenige Kilometer weiter flussaufwärts. Zudem teilt sich dort der Fluss in mehrere kleine Flussarme auf, die er hätte überqueren können. McCandless kehrte zum Bus zurück und hoffte durchzuhalten, bis zufällig, vor allem bedingt durch die Jagdsaison, Hilfe käme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tod ==&lt;br /&gt;
McCandless&amp;#039; letzter [[Tagebuch|Tagebucheintrag]], als „Tag 107“ vermerkt, lautete „beautiful blue berries“ (zu Deutsch: „wunderschöne Blaubeeren“).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.adn.com/article/chris-mccandless-example-20-years-later Examining Chris McCandless, 20 years after he went &amp;#039;Into the Wild&amp;#039;] https://web.archive.org/web/20160724142354/http://www.adn.com/adventure/article/chris-mccandless-example-20-years-later/2012/08/21/&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Tage 108 bis 112 enthielten keine Worte und waren lediglich mit Schrägstrichen markiert, und an Tag 113 gab es keinen Eintrag. Das genaue Datum und die Uhrzeit seines Todes sind unbekannt. Kurz vor seinem Tod machte McCandless ein Foto von sich, auf dem er winkend einen Zettel in der Hand hielt, auf dem stand:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=I HAVE HAD A HAPPY LIFE AND THANK THE LORD. GOODBYE AND MAY GOD BLESS ALL!&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Into the Wild&amp;#039;&amp;#039;, page 216&amp;lt;/ref&amp;gt;|Sprache=en|Übersetzung=Ich hatte ein glückliches Leben und danke dem Herrn. Lebt wohl und Gott segne euch alle!}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. September 1992 entdeckte ein Jäger, der für die Nacht Unterschlupf suchte, den umgebauten Bus, den McCandless benutzt hatte. Beim Betreten des Busses fand er eine Leiche und verständigte die Polizei. Die Staatspolizei bestätigte später, dass es sich um McCandless&amp;#039; verwesende Überreste in einem Schlafsack handelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jon Krakauer schätzte den 18. August 1992 als mutmaßlichen Todeszeitpunkt. Der Jäger fand seinen Leichnam 19 Tage später. McCandless hatte 113 Tage allein in der Wildnis gelebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Todesursachen ==&lt;br /&gt;
Jon Krakauer, der den Weg und den Tod von McCandless für seine Reportage im Magazin &amp;#039;&amp;#039;Outside&amp;#039;&amp;#039; und sein nachfolgendes Buch intensiv untersucht hat, bietet mehrere Erklärungen für das angenommene Festsitzen und den Hungertod des Aussteigers. Dabei tendiert er dazu, ihn vor allem durch die These einer Vergiftung gegen den Vorwurf allzu großen Leichtsinns in Schutz zu nehmen. Die Annahme, diese sei infolge einer Verwechslung verschiedener Pflanzen aufgetreten – wie es der Film &amp;#039;&amp;#039;[[Into the Wild]]&amp;#039;&amp;#039; später darstellt –, zieht er dabei in Zweifel; ebenso die zunächst als plausibel betrachtete Vergiftung durch den Schimmelpilz &amp;#039;&amp;#039;Rhizoctonia leguminicola&amp;#039;&amp;#039;. In einem Artikel des &amp;#039;&amp;#039;New Yorker&amp;#039;&amp;#039; vom September 2013 berichtet Krakauer von Beweisen, dass McCandless durch einseitige Ernährung mit [[Alpen-Süßklee]] an [[Lathyrismus]] erkrankt und infolge der damit einhergehenden Lähmungserscheinungen verhungert sei.&amp;lt;ref&amp;gt;John Krakauer: [https://www.newyorker.com/online/blogs/books/2013/09/how-chris-mccandless-died.html &amp;#039;&amp;#039;How Chris McCandless died&amp;#039;&amp;#039;], vom 12. September 2013, zuletzt abgerufen am 26. März 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ethnobotanische Publikation, die McCandless vor seiner Wanderung in die Wildnis konsultiert hatte, erwähnte keine Toxizität für die Art &amp;#039;&amp;#039;Hedysarum alpinum&amp;#039;&amp;#039;. In einem späteren Artikel des &amp;#039;&amp;#039;New Yorker&amp;#039;&amp;#039;, veröffentlicht am 11. Februar 2015, macht Krakauer die in den Samen von &amp;#039;&amp;#039;Hedysarum alpinum&amp;#039;&amp;#039; enthaltene, giftige Aminosäure [[Canavanin|L-Canavanin]] für den Tod von McCandless hauptverantwortlich.&amp;lt;ref&amp;gt;John Krakauer: [https://www.newyorker.com/books/page-turner/chris-mccandless-died-update &amp;#039;&amp;#039;How Chris McCandless died: An Update&amp;#039;&amp;#039;], vom 11. Februar 2015, zuletzt abgerufen am 15. April 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krakauer, der Autor des Buches &amp;#039;&amp;#039;Into The Wild&amp;#039;&amp;#039;, verfasste am 12. September 2013 einen Artikel für &amp;#039;&amp;#039;The New Yorker&amp;#039;&amp;#039;, in dem er neue Erkenntnisse zum Tod von McCandless erläutert. In seinem Tagebucheintrag vom 30. Juli 1992 war sich McCandless sehr sicher, dass die Samen einer Kartoffelpflanze für seine Schwächeattacke die Ursache seien. Er schrieb: &lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=Extremely weak. Fault of pot[ato] seeds. Much trouble just to stand up. Starving. Great jeopardy.|Sprache=en|Übersetzung=Extrem schwach. Schuld sind die Kartoffelsamen. Viel Mühe nur um aufzustehen. Verhungere. Große Gefahr.}}&lt;br /&gt;
Ungefähr drei Wochen nach diesem Eintrag starb McCandless. Forscher gehen davon aus, dass McCandless verhungert ist. Der Autor Jon Krakauer hatte den Verdacht, dass eine Vergiftung McCandless zu einem Schwächeanfall geführt habe, weswegen der junge McCandless es nicht mehr geschafft habe, sich zu bewegen und sich Nahrung zu beschaffen. Krakauer besuchte den Ort, an dem McCandless starb, und fand dort den Süßklee &amp;#039;&amp;#039;Hedysarum alpinum&amp;#039;&amp;#039; (auch Wilde Kartoffel genannt) in Massen. Daraufhin beauftragte er Thomas Clausen, einen Professor für Biochemie der &amp;#039;&amp;#039;[[University of Alaska Fairbanks]]&amp;#039;&amp;#039;, die Samen der Pflanze &amp;#039;&amp;#039;Hedysarum alpinum&amp;#039;&amp;#039; zu untersuchen. Der Professor erklärte 2007 in einem Artikel des &amp;#039;&amp;#039;Man’s Journal&amp;#039;&amp;#039;, dass er weder Toxine noch Alkaloide in der Pflanze finden konnte und die Pflanze sogar selbst essen würde. Erst im Jahr 2013 ließ Jon Krakauer 150 Gramm frische Samen derselben Pflanze &amp;#039;&amp;#039;(Hedysarum alpinum)&amp;#039;&amp;#039; auf Beta-ODAP (Oxalyldiaminopropionsäure) mittels der Hochleistungsflüssigkeitschromatographie untersuchen. Er sendete die Samen zum &amp;#039;&amp;#039;Avomeen Analytical Services&amp;#039;&amp;#039; in Ann Arbor, Michigan. Der Chemiker Dr. Craig Larner fand eine 0,394-prozentige Konzentration von Beta-ODAP in den Samen. Diese Menge an Beta-ODAP wäre genug, um die Erkrankung [[Lathyrismus]] hervorzurufen. Lathyrismus verursacht eine langsame Lähmung und eine starke Schwächung des Körpers. Folglich verhungern die Erkrankten langsam. Andere Wissenschaftler bezweifelten jedoch die Korrektheit der Analyse.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Carmen Drahl |url=https://cen.acs.org/articles/91/i43/Chemists-Dispute-WildProtagonist-Chris-McCandless.html |titel=Chemists Dispute How &amp;#039;Into The Wild&amp;#039; Protagonist Chris McCandless Died |datum=2025-01-21 |sprache=en |abruf=2025-09-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
McCandless trug ein Buch mit sich, das giftige und essbare Pflanzen auflistet. Da man damals noch nicht wusste, dass die Wildkartoffel &amp;#039;&amp;#039;Hedysarum alpinum&amp;#039;&amp;#039; giftig ist, konnte diese Information auch nicht in seinem mitgeführten Buch stehen. Jon Krakauer sagt in seinem Artikel sogar, dass McCandless vermutlich nicht verhungert wäre, wenn die Pflanze &amp;#039;&amp;#039;Hedysarum alpinum&amp;#039;&amp;#039; als giftig gelistet worden wäre, und dass McCandless heute noch leben könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ron Lamothe versucht in dem Dokumentarfilm &amp;#039;&amp;#039;The Call of the Wild&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tifilms.com/cw-sub/debunked.htm Informationen zu &amp;#039;&amp;#039;The Call of the Wild&amp;#039;&amp;#039;] (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; mathematisch zu belegen, dass nach dem Tagebuch von McCandless das Nahrungsangebot – gemessen am Jagderfolg – unter Einbeziehung der (fettarmen) pflanzlichen Nahrung über den gesamten Zeitraum in Alaskas Natur nicht ausreichend war. Der Wildnisbewohner verlor so stetig an Körpergewicht und war so dem Tod durch Auszehrung und Verhungern ausgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffentliche Meinung ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu Krakauer und vielen Lesern seines Buches, die McCandless weitgehend mit Sympathie begegnen, gibt es auch viele negative Aussagen zu McCandless und denjenigen, die versuchen, sein Schicksal nachträglich zu romantisieren. Der Alaska-Park-Ranger Peter Christian schrieb etwa:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Ich bin ständig dem ausgesetzt, was ich als ‚McCandless-Phänomen‘ bezeichne. Junge Menschen, fast immer junge Männer, kommen nach Alaska, um gegen eine gnadenlose Wildnis und eine Landschaft zu bestehen, wo die Bequemlichkeit eines Zugangs und die Möglichkeit einer Rettung praktisch nicht vorhanden sind […] McCandless war aus meiner Perspektive auch nicht besonders mutig, sondern einfach nur dumm, tragisch und gedankenlos. Zunächst einmal verwendete er nur sehr wenig Zeit, um zu lernen, wie man in freier Wildbahn überlebt. Er kam an den Stampede Trail ohne eine Karte von der Gegend. Hätte er eine gute Karte gehabt, hätte er sich leicht retten können […]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Judith Kleinfeld]], Professorin für Psychologie an der &amp;#039;&amp;#039;[[University of Alaska Fairbanks]]&amp;#039;&amp;#039;, schrieb in der &amp;#039;&amp;#039;Anchorage Daily News&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Viele in Alaska reagieren mit Wut auf seine Dummheit. Man muss ein kompletter Idiot sein, sagen sie, um im Sommer 20 Meilen vom &amp;#039;&amp;#039;[[Parks Highway]]&amp;#039;&amp;#039; entfernt zu verhungern.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Molly Hartzog verglich die Darstellung von McCandless in der Presse mit der des Bergsteigers [[Aron Ralston]], der nach einem Unfall einen Teil seines rechten Unterarmes amputieren musste. Medien würden McCandless im Gegensatz zu Ralston wegen seiner Weigerung, technische Hilfsmittel zu verwenden, um sich aus seiner Notlage zu befreien, herabwürdigen. Während Ralston durch Technik die Natur bezwungen und dadurch überlebt habe, sei McCandless zu Recht wegen seiner Ablehnung menschlicher Errungenschaften gestorben. Hartzog analysierte dies in Anlehnung an [[Kenneth Burke]] kritisch, da diese Darstellung mit der medialen Darstellung von Natur als Gegensatz zur menschlichen Kultur einhergehe. Dieser medial konstruierte Gegensatz stehe für eine [[Patriarchat (Soziologie)|patriarchale]] Kontrolle der Natur, die nur manche Gruppen und manche Handlungen in der Wildnis zulasse.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Molly Hartzog |Titel=Scapegoating in the Wild: A Burkean Analysis of Two Outdoor Adventures Gone Wrong |Sammelwerk=Environmental Communication |Band=9 |Nummer=4 |Datum=2015 |Seiten=520–538 |DOI=10.1080/17524032.2014.983535}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bus 142 („Magic Bus“) ==&lt;br /&gt;
Der von McCandless genutzte Linienbus 142 {{Coordinate|NS=63.868406|EW=-149.769294|type=landmark|region=US-AK|text=ICON0|name=Magic Bus}} der Fairbanks City Transit System, der früher einmal Straßenbauarbeitern der Yutan Construction Company als Unterkunft gedient hatte, entwickelte sich nach seinem Tod und besonders nach der Verfilmung seines Lebens zum Ziel von Touristen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Haupthindernis auf dem Weg dorthin, entlang des Stampede Trail, ist die Überquerung des Flusses Teklanika. Die [[Alaska State Troopers|Staatspolizei von Alaska]] gibt an, dass Versuche von Abenteurern jedes Jahr mehrere Rettungsaktionen erfordern. Im August 2010 ertrank Claire Ackermann, eine Wanderin aus der Schweiz, im Hochwasser, und im Juli 2019 kam Veranika Nikanava aus Belarus beim Versuch der Überquerung ums Leben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/panorama/into-the-wild-bus-alaska-touristin-denali-nationalpark-tot-1.4548808 Tragische Magie der Wildnis] Bericht der [[Süddeutsche Zeitung|Süddeutschen Zeitung]] vom 1. August 2019, abgerufen am 20. Juni 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.reisereporter.de/artikel/9011-alaska-frau-stirbt-bei-wanderung-zum-into-the-wild-bus-bekannt-aus-buch-und-film-ueber-christopher-mccandless Alaska: Frau stirbt bei Wanderung am „Into the Wild“-Bus] Bericht auf dem Internetportal reisereporter.de am 30. Juli 2019, abgerufen am 20. Juni 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. Juni 2020 koordinierten verschiedene Regierungsbehörden eine Schulungsmission der [[Alaska Army National Guard]], um den Bus endgültig zu entfernen, den man nach etlichen Rettungsaktionen als Problem für die öffentliche Sicherheit ansah. Er wurde mit einem [[Boeing-Vertol CH-47|CH-47-Chinook]]-Hubschrauber nach [[Healy (Alaska)|Healy]] geflogen und dann auf einem [[Pritschenwagen (Automobil)|Pritschenwagen]] ins [[Museum of the North]] der [[University of Alaska Fairbanks|University of Alaska]] nach Fairbanks gebracht. Dort soll er restauriert auf einem Außengelände ausgestellt werden. Erstmals, nach 30 Jahren, hätten Besucher so die Möglichkeit, die Geschichte des Busses sicher zu erleben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uaf.edu/museum/collections/ethno/projects/bus_142/index.php Geschichte sicher erleben: Bus 142 kommt ins Museum of the North] Bericht der University of Alaska, abgerufen am 1. Januar 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Zuvor versuchten jährlich hunderte Abenteurer, den Bus zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Nachbildung des Linienbusses 142 verwendete man als „[[Into the Wild#Handlung|Magic Bus]]“ bei der Produktion des Spielfilms &amp;#039;&amp;#039;[[Into the Wild]]&amp;#039;&amp;#039;. Dieser Bus kann in der Nähe des Drehorts {{Coordinate|NS=63.8642178|EW=-149.0179518|type=landmark|dim=17|region=US-AK|text=ICON0|name=Replika des Magic Bus}}, 49th State Brewery Company, Healy, Alaska, besichtigt werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Für Interessierte: Die Replika hat rechts und links unterhalb der Windschutzscheibe Blinker, das Original nicht. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verfilmung und Popkultur ==&lt;br /&gt;
[[Sean Penn]] verfilmte McCandless’ Leben im Jahr 2007 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;[[Into the Wild]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Folk-Sänger [[Ellis Paul]] veröffentlichte 2002 auf seinem Album &amp;#039;&amp;#039;The Speed of Trees&amp;#039;&amp;#039; das Lied &amp;#039;&amp;#039;The Ballad of Christopher McCandless&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das im Jahr 2000 erschienene Album &amp;#039;&amp;#039;Cirque&amp;#039;&amp;#039; von [[Geir Jenssen]], vor allem bekannt unter dem Namen Biosphere, ist teilweise inspiriert von McCandless’ Geschichte.&amp;lt;ref&amp;gt;Touch:  {{Webarchiv |url=http://touch33.net/catalogue/to46_biosphere_cirque_1.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Biosphere – Cirque: The Drama of Discovery&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20160309000528}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jon Krakauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Death of an Innocent&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Outside&amp;#039;&amp;#039;, Januar 1993, [http://www.outsideonline.com/outdoor-adventure/Death-of-an-Innocent.html teilweise online als PDF (5,53&amp;amp;nbsp;MiB)]. ([https://www.independent.co.uk/arts-entertainment/death-of-an-innocent-in-1990-chris-mccandless-left-his-welloff-east-coast-family-gave-his-college-fund-to-oxfam-and-took-to-the-road--young-idealistic-invincible-last-year-equipped-with-little-more-than-tolstoy-and-a-rifle-he-hitched-into-alaska-there-the-wilderness-turned-against-him-1454550.html Vollständiger Text bei independent.co.uk])&lt;br /&gt;
* Jon Krakauer: &amp;#039;&amp;#039;Into the Wild.&amp;#039;&amp;#039; Villard Books, New York NY 1996, ISBN 0-679-42850-X (Deutsch: &amp;#039;&amp;#039;In die Wildnis. Allein nach Alaska.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Amerikanischen von Stephan Steeger. Ungekürzte Taschenausgabe, 12. Auflage. Piper, München u.&amp;amp;nbsp;a. 2009, ISBN 978-3-492-25067-2).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Back To The Wild – The Photographs And Writings of Christopher McCandless&amp;#039;&amp;#039;. The Christopher Johnson McCandless Memorial Foundation, August 2012. E-Book und DVD.&lt;br /&gt;
* Carine McCandless: &amp;#039;&amp;#039;Wild Truth. Die wahre Geschichte des Aussteiger-Idols aus »Into the Wild«&amp;#039;&amp;#039;. Aus dem Amerikanischen von Marie Rahn und Jens Plassmann, mit einem Vorwort von Jon Krakauer. btb Verlag, 2014, ISBN 978-3-442-75458-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Velma Wallis]]&lt;br /&gt;
* [[Richard Proenneke]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.welt.de/vermischtes/article136104414/Lebt-wahrhaftig-lebt-intensiv-So-wie-Chris-es-tat.html Lebt wahrhaftig, lebt intensiv! So wie Chris es tat], Interview mit Carine McCandless (Schwester),  7. Januar 2015, [[Welt.de]]&lt;br /&gt;
* [https://www.christophermccandless.info/memorialfoundation.html The Christopher Johnson McCandless memorial Foundation], Englisch&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/geschichte/into-the-wild-christopher-mccandless-tod-in-alaska-a-947683.html „Ich breche nun in die Wildnis auf“], Bericht und Fotostrecke, Sarah Levy, [[einestages]], 17. August 2012&lt;br /&gt;
* [https://www.ellispaul.com/index.php?page=songs&amp;amp;display=4432&amp;amp;category=The_Speed_of_Trees „The Ballad of Chris McCandless“], ein Lied von Ellis Paul.&lt;br /&gt;
* [https://www.newyorker.com/books/page-turner/how-chris-mccandless-died How Chris McCandless Died], Jon Krakauer, The New Yorker, 12. September 2013&lt;br /&gt;
* [https://www.uaf.edu/museum/collections/ethno/projects/bus_142/ Bus 142], Museum of the North, University of Alaska&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.uaf.edu/museum/collections/ethno/projects/bus_142/index.php Ausstellung Bus 142 UAF Campus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1020883731|LCCN=n95068846|NDL=00649907|VIAF=527149106274468492253}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mccandless, Christopher}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aussteiger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1968]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1992]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=McCandless, Christopher&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=McCandless, Chris; Alexander Supertramp&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=US-amerikanischer Abenteurer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. Februar 1968&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[El Segundo]], [[Kalifornien]], [[Vereinigte Staaten]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=um 18. August 1992&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Denali Borough]], [[Alaska]], [[Vereinigte Staaten]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kjalarr</name></author>
	</entry>
</feed>