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	<title>Christopher Hitchens - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Christopher_Hitchens&amp;diff=864001&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Typografie</title>
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		<updated>2026-03-06T08:23:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Christopher Hitchens crop.jpg|mini|Christopher Hitchens, 2007]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Christopher Eric Hitchens&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. April]] [[1949]] in [[Portsmouth]], [[England]]; † [[15. Dezember]] [[2011]] in [[Houston]], [[Texas]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://abcnews.go.com/US/christopher-hitchens-controversial-author-television-personality-dies/story?id=13214700 Christopher Hitchens, Author and Television Personality, Dies at 62]&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein [[Vereinigtes Königreich|britisch]]-[[Vereinigte Staaten|US-amerikanischer]] [[Autor]], [[Journalist]] und [[Literaturkritik]]er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufsehen erregte er unter anderem mit Publikationen über [[Henry Kissinger]], in denen er die seiner Meinung nach [[Liste von Militäroperationen der Vereinigten Staaten|aggressive, interventionistische US-Außenpolitik]] der 1970er Jahre massiv kritisierte und eine Strafverfolgung des ehemaligen US-Sicherheitsberaters und [[Außenminister]]s als Kriegsverbrecher forderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den [[Terroranschläge am 11. September 2001|Terroranschlägen vom 11. September 2001]] wurde er zum Befürworter des US-amerikanischen „[[Krieg gegen den Terror|Kriegs gegen den Terror]]“ und des [[Irakkrieg]]s ab 2003. Gleichzeitig kritisierte er die amerikanische Linke für eine von ihm unterstellte Weichheit gegenüber dem [[Islamistischer Terrorismus|islamistischen Terrorismus]], den er „[[Islamfaschismus]]“ nannte, woraufhin sich zahlreiche frühere Weggefährten von ihm distanzierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er engagierte sich zeit seines Lebens vehement für eine [[Säkularismus|säkulare]] Weltsicht und machte [[Religion]] für zahlreiche Missstände und Fehlentwicklungen in der heutigen Welt verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Christopher Hitchens’ Vater war Offizier der [[Royal Navy]], seine Mutter Mitglied beim &amp;#039;&amp;#039;[[Wrens|Women’s Royal Naval Service]]&amp;#039;&amp;#039;. Beide trafen sich in [[Schottland]], wo Hitchens’ Vater Kommandant des [[Kreuzer (Schiffstyp)|Kreuzers]] &amp;#039;&amp;#039;[[Jamaica (Schiff, 1942)|Jamaica]]&amp;#039;&amp;#039; war, der im Dezember 1943 am [[Seegefecht vor dem Nordkap]] beteiligt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Beruf des Vaters brachte es mit sich, dass Hitchens seine frühe Kindheit an verschiedenen Orten verbrachte, darunter auf [[Malta]] und in [[Rosyth]] in der [[Schottland|schottischen]] [[Unitary Authority|Council Area]] [[Fife (Schottland)|Fife]]. Seine Mutter legte Wert auf eine Ausbildung, die ihrem Sohn den Zugang zur Oberschicht ermöglichen sollte. Daher besuchte er auf ihr Drängen schon früh ein [[Internat]] und schließlich die [[Ley School]] in [[Cambridge]]. 1967 schrieb er sich in das [[Balliol College]] in [[Oxford]] ein. Dort begann er sich in der [[Politische Linke|politischen Linken]] zu engagieren, knüpfte jedoch Verbindungen zu Personen aus dem gesamten politischen Spektrum. 1970 schloss er sein Studium mit einem [[Bachelor]] in [[Philosophie]], [[Politikwissenschaft|Politik]] und [[Wirtschaftswissenschaft|Wirtschaft]] ab und zog anschließend nach [[London]], wo er für &amp;#039;&amp;#039;[[The Times Higher Education Supplement]]&amp;#039;&amp;#039; schrieb. Im November 1973 beging Hitchens’ Mutter zusammen mit ihrem Liebhaber Timothy Bryan, einem ehemaligen anglikanischen Priester, in [[Athen]] Selbstmord.&amp;lt;ref&amp;gt;Walsh, John: Hitch-22. A memoir by Christopher Hitchens, The Independent. 28. Mai 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Später arbeitete er für den &amp;#039;&amp;#039;[[New Statesman]]&amp;#039;&amp;#039;, den &amp;#039;&amp;#039;[[Daily Express]]&amp;#039;&amp;#039; und den &amp;#039;&amp;#039;[[Evening Standard]]&amp;#039;&amp;#039;. Nach einem Aufenthalt in [[New York City|New York]] zog Hitchens 1982 nach [[Washington, D.C.]] Dort schrieb er [[Kolumne]]n für die Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[The Nation (Vereinigte Staaten)|The Nation]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.britannica.com/EBchecked/topic/1373141/Christopher-Hitchens Christopher Hitchens] in der Online-Version der [[Encyclopædia Britannica]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Zuletzt schrieb Hitchens für &amp;#039;&amp;#039;[[Vanity Fair (Magazin)|Vanity Fair]]&amp;#039;&amp;#039; und für das Online-Magazin &amp;#039;&amp;#039;[[Slate (Magazin)|Slate]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang Juni 2010 veröffentlichte Hitchens seine Memoiren unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Hitch-22&amp;#039;&amp;#039; (deutsch: &amp;#039;&amp;#039;The Hitch&amp;#039;&amp;#039;). Der englische Originaltitel ist ein Wortspiel aus seinem Spitznamen „Hitch“ und „[[Catch-22]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Christopher Hitchens: &amp;#039;&amp;#039;Hitch-22: A Memoir&amp;#039;&amp;#039;, Twelve 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;flasche&amp;quot; /&amp;gt; Ende Juni 2010 wurde bei Hitchens [[Speiseröhrenkrebs]] im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vanityfair.com/culture/features/2010/09/hitchens-201009 Topic of Cancer]&amp;lt;/ref&amp;gt; Er verstarb am 15.&amp;amp;nbsp;Dezember 2011 im [[University of Texas MD Anderson Cancer Center|MD Anderson Cancer Center]] in Houston an einer [[Lungenentzündung]], einer Folge seiner Krebserkrankung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.npr.org/2011/12/16/143595854/writer-christopher-hitchens-dies Writer Christopher Hitchens Dies At 62]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Positionen ==&lt;br /&gt;
=== Atheismus ===&lt;br /&gt;
Hitchens war ein prominenter Vertreter des [[Atheismus]] und [[Antitheismus]]. Er prägte [[Hitchens’ Rasiermesser]], das in der [[Erkenntnistheorie]] nützlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem 2007 erschienenen Buch &amp;#039;&amp;#039;[[Der Herr ist kein Hirte|Der Herr ist kein Hirte. Wie Religion die Welt vergiftet]]&amp;#039;&amp;#039; forderte Hitchens die Befreiung von der „geistigen Sklaverei der Religion“. Der Glaube an einen [[Gott]] oder Götter stand für ihn auf tönernen Füßen. Für ihn war die [[Religion]] unter anderem „gewaltsam, irrational, intolerant“, eine Mischung aus „Tribalismus und Bigotterie“ sowie feindselig gegen die [[Freiheit der Wissenschaft]]. Er vertrat in diesem Buch vier Hauptthesen:&lt;br /&gt;
* Religionen beschreiben in ihren [[Schöpfung]]sgeschichten die Ursprünge des [[Universum]]s und der [[Menschheit]] nachweislich falsch.&lt;br /&gt;
* Sie verbinden ein besonders stark ausgeprägtes [[Bottom|devotes]] Verhalten mit ebenso stark ausgeprägter Selbstbezogenheit.&lt;br /&gt;
* Sie sind der Grund für riskante sexuelle Unterdrückung, etwa bei der [[Zirkumzision|männlichen]] und [[Weibliche Genitalverstümmelung|weiblichen Genitalverstümmelung]] sowie beim Kondomverbot trotz [[AIDS]].&lt;br /&gt;
* Sie basieren auf [[Wunsch]]denken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hitchens betrachtete die sich in Teilen der [[Religiöse Rechte|religiösen Rechten]] ausbreitende Skepsis gegenüber der [[Charles Darwin|darwinschen]] [[Synthetische Evolutionstheorie|Evolutionstheorie]] mit Argwohn. Er richtete sich vehement gegen die Versuche der [[Kreationismus|Kreationisten]], ihre [[pseudowissenschaft]]lichen Thesen im Biologieunterricht der öffentlichen Schulen zu etablieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Gebhardt: &amp;#039;&amp;#039; {{Webarchiv |url=http://www.jungle-world.com/seiten/2007/30/10299.php |text=Satanische Verse in God’s own Country |wayback=20070930033434}}.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Jungle World]].&amp;#039;&amp;#039; 26. Juli 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während eines Vortrags in der [[Universität von Toronto]] am 15.&amp;amp;nbsp;November 2006 sagte Hitchens, man solle Religion der Lächerlichkeit preisgeben und ihr mit „Spott, Hass und Verachtung“ begegnen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://onegoodmove.org/1gm/1gmarchive/2007/03/free_speech_6.html |text=Free Speech 6 |wayback=20120212073345}}, Stelle 0:16:29&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer wieder erregte er Aufsehen mit scharfen Angriffen gegen Personen des religiösen Lebens. So bezeichnete er die katholische Ordensschwester [[Mutter Teresa]] in einem Zeitungsartikel als „[[Ghul]] von Kalkutta“. Er warf ihr Missionierungsbestreben und eine [[Glorifizierung|Verherrlichung]] des Leids vor. So habe sie in ihren Hospitälern den Einsatz von [[Analgetikum|Schmerzmitteln]] untersagt, weil sie der Auffassung war, die Patienten seien umso näher beim christlichen Gott, je mehr sie litten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hitchens vertrat auch die Ansicht, „eine der großen Leistungen [[Wladimir Iljitsch Lenin|Lenins]]“ sei die Schaffung eines „säkularen Russlands“ gewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www-tc.pbs.org/heavenonearth/interview_pdfs/Hitchens_Web_SW.pdf |text=Interview mit Christopher Hitchens |wayback=20131101204743}} (PDF; 154&amp;amp;nbsp;kB), Zitat: „One of Lenin’s great achievements, in my opinion, is to create a secular Russia.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Distanz von der Linken und Bewertung des Terrorismus ===&lt;br /&gt;
Hitchens, ein ehemaliger [[Trotzkismus|Trotzkist]]&amp;lt;ref&amp;gt;Christopher Hitchens: [https://www.slate.com/id/2126121/ George Galloway Is Gruesome, Not Gorgeous] In: [[Slate (Magazin)|Slate]], 13. September 2005, Zitat: „He says that I am an ex-Trotskyist (true)“&amp;lt;/ref&amp;gt; und Kolumnist der linken Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[The Nation (Vereinigte Staaten)|The Nation]]&amp;#039;&amp;#039;, hatte mit seinen [[Investigativer Journalismus|investigativen]] Recherchen lange Zeit Beifall aus dem Lager der Linken erhalten, u.&amp;amp;nbsp;a. für [[Die Akte Kissinger|sein 2001 veröffentlichtes Buch]] über [[Henry Kissinger]]: Hitchens kritisierte den ehemaligen US-Außenminister wegen dessen Mitverantwortung für die [[US-Intervention in Chile]], die sinnlose Ausdehnung des [[Vietnamkrieg]]es und die Rolle der Vereinigten Staaten beim [[Geschichte Osttimors#Indonesische Besatzungszeit|Völkermord in Osttimor]]. Jedoch begann sich Hitchens allmählich von den Positionen der Linken zu distanzieren, besonders nachdem die [[Fatwa]] gegen seinen langjährigen Freund [[Salman Rushdie]] verhängt worden war. Nach dem [[Terroranschläge am 11. September 2001|11.&amp;amp;nbsp;September]] verstärkte Hitchens seine Kritik an der Linken und stellte sich zur Überraschung seiner früheren Mitstreiter auf die Seite der [[Neokonservatismus|Neokonservativen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.independent.co.uk/news/people/profiles/christopher-hitchens-in-enemy-territory-550522.html Interview mit Christopher Hitchens] In: [[The Independent]], 22. September 2004&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Christopher Hitchens: [https://www.slate.com/id/2137134/ The End of Fukuyama] In: [[Slate (Magazin)|Slate]], 1. März 2006&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Grund für diesen Gesinnungswandel waren die Erklärungsversuche vieler Linker für den [[Islamistischer Terrorismus|islamistischen Terrorismus]]. Hitchens übte scharfe Kritik an Versuchen, die Terroranschläge als Reaktion auf einen „strukturellen Imperialismus“ der Vereinigten Staaten zu deuten. Die Attentäter des 11.&amp;amp;nbsp;September seien vielmehr „[[Islamfaschismus|Faschisten mit einem islamischen Gesicht]]“&amp;lt;ref&amp;gt;Christopher Hitchens: [https://www.slate.com/id/2176389/ Defending Islamofascism] In: [[Slate (Magazin)|Slate]], 22. Oktober 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;; dies dürfe nicht durch globalisierungskritische Formeln vergessen werden, in welchen die Täter zu Opfern stilisiert würden. Die [[Neue Linke]] habe als Ausdruck der [[Postmoderne]] einen [[Relativismus|relativistischen]] Charakter angenommen. &amp;#039;&amp;#039;The Nation&amp;#039;&amp;#039; verließ Hitchens im Streit, nachdem er Redakteuren und Lesern vorgeworfen hatte, den damaligen US-Justizminister [[John Ashcroft]] für eine größere Gefahr zu halten als [[Osama bin Laden]].&amp;lt;ref&amp;gt;Christopher Hitchens: {{Webarchiv|url=http://www.thenation.com/doc/20021014/hitchens |wayback=20090418173219 |text=Taking Sides   }} In: [[The Nation (Vereinigte Staaten)|The Nation]], 26. September 2002&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings betonte er immer wieder, dass sich seine Ansichten seitdem nicht wesentlich verändert hätten. Vielmehr sah er die Unterstützung des [[Irak-Krieg]]s gerade als zwingende Konsequenz aus seiner religionskritischen Haltung und seinem Bekenntnis zu einem „[[Humanismus|säkularen Humanismus]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Internet-Magazin &amp;#039;&amp;#039;Slate&amp;#039;&amp;#039; erklärte Hitchens am 30. Mai 2011, das Versagen des Westens, den serbischen Verbrechen während des Bosnien-Krieges entgegenzutreten, habe die „Gemetzel“ verlängert. Selbst nach [[Abkommen von Dayton|Dayton]] habe man [[Slobodan Milošević]] hinsichtlich des [[Kosovo]] Konzessionen angeboten, bis der Plan der ethnischen Säuberung der Albaner aus Kosovo und Mazedonien schließlich scheiterte. Hitchens verglich [[Ratko Mladić]] mit [[John Demjanjuk]]; anders als jener sei Mladić aber kein Befehlsempfänger, sondern der Organisator der Verbrechen gewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Christopher Hitchens: [https://www.slate.com/articles/news_and_politics/fighting_words/2011/05/mladic_the_monster.html &amp;#039;&amp;#039;Mladic the Monster. Our failure to respond to the Serbian atrocities prolonged the slaughter.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Slate (Magazin)|Slate]]&amp;#039;&amp;#039;, 30. Mai 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haltung zum Irak-Krieg ===&lt;br /&gt;
Hitchens unterstützte den [[Irakkrieg|zweiten Irak-Krieg]] der Vereinigten Staaten. Er hielt ihn für gerechtfertigt, um die Werte des [[Säkularismus]], des [[Feminismus]] und der [[Liberal-demokratisch|liberalen Demokratie]] zu verteidigen. Er sah den Krieg als Konflikt zwischen säkularer Demokratie und „theokratischem Faschismus“ (bzw. „Faschismus mit einem islamischen Gesicht“). Deshalb wird er oft auch als „liberaler Falke“ bezeichnet. In diesem Zusammenhang ist auch seine heftige Kritik an [[Michael Moore]] und dessen Film &amp;#039;&amp;#039;[[Fahrenheit 9/11]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Christopher Hitchens: [https://www.slate.com/id/2102723/ &amp;#039;&amp;#039;Unfairenheit 9/11.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Slate (Magazin)|Slate]]&amp;#039;&amp;#039;, 21. Juni 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu sehen. Auch acht Jahre nach Kriegsbeginn behielt Hitchens seine Meinung über den Krieg bei.&amp;lt;ref&amp;gt;Christopher Hitchens: [http://www.theaustralian.com.au/news/did-i-get-the-iraq-war-wrong-no/story-e6frg73o-1111115840625 &amp;#039;&amp;#039;Did I get the Iraq war wrong? No&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[The Australian]]&amp;#039;&amp;#039;, 20. März 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Christopher Hitchens: [https://www.slate.com/articles/news_and_politics/fighting_words/2011/03/the_iraq_effect.html &amp;#039;&amp;#039;The Iraq Effect&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Slate (Magazin)|Slate]]&amp;#039;&amp;#039;, 28. März 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch warf er der Bush-Regierung eine nachlässige Führung und Instrumentalisierung des Irak-Einsatzes vor und sprach sich für eine gerichtliche Verfolgung der Verantwortlichen aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;flasche&amp;quot;&amp;gt;[https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-80818283.html &amp;#039;&amp;#039;Noch eine zweite Flasche.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Spiegel Online]],&amp;#039;&amp;#039; 10. Oktober 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haltung zum Nahostkonflikt ===&lt;br /&gt;
Hitchens nahm im [[Nahostkonflikt]] eine pro-palästinensische Haltung ein und bezeichnete sich selbst als [[Antizionismus|Antizionisten]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;HölblingRieser-Wohlfarter2004&amp;quot;&amp;gt;{{cite book|first1=Walter|last1= Hölbling|first2=Klaus|last2= Rieser-Wohlfarter|title=What is American?: new identities in U.S. culture| url=http://books.google.com/books?id=_Tn7LqhWI7IC&amp;amp;pg=PA351|accessdate=2011-04-06|year=2004|publisher=LIT Verlag Münster|isbn=978-3-8258-7734-7|pages=351– |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Palästinenser]] seien historisch Opfer einer großen Ungerechtigkeit geworden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Forward&amp;quot;&amp;gt;{{cite journal|url=http://www.forward.com/articles/128323/|title=Born Grumpy, with a Talent for It: Christopher Hitchens’s Memoir is Too Happy by Far|last=Goldstein|first=Evan R.|journal=Jewish Daily Forward|year=2010|month=June |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Zionismus]] habe eine rein religiöse Grundlage gehabt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|last=Kerstein|first=Benjamin|title=Christopher Hitchens’s Jewish Problem|url=http://www.jewishideasdaily.com/content/module/2010/12/13/main-feature/1/christopher-hitchenss-jewish-problem|publisher=Jewish Ideas Daily|accessdate=9. Mai 2012 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritik am Mormonentum ===&lt;br /&gt;
Hitchens kritisierte die theologischen Behauptungen des [[Mormonentum]]s sehr. Nach seiner Einschätzung war das [[Buch Mormon]] eine Kopie von Texten der [[Bibel]] und der [[Moroni (Prophet)|Engel Moroni]] eine Erfindung von [[Joseph Smith]]. Insbesondere kritisierte er die [[Totentaufe]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/debatte/kommentare/article6069021/Betruegerisches-Spiel-mit-der-Offenbarung-Joseph-Smith-und-die-Mormonen.html &amp;#039;&amp;#039;Betrügerisches Spiel mit der Offenbarung: Joseph Smith und die Mormonen&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Tätigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hitchens 2010.jpg|mini|Christopher Hitchens, 2010]]&lt;br /&gt;
Hitchens trat oft in Talkshows auf und lieferte sich teilweise hitzige Debatten in Wort und Schrift mit so unterschiedlichen Vertretern des politischen Lebens wie [[Noam Chomsky]], [[Charlton Heston]], [[Norman Finkelstein]], [[Al Sharpton]], [[Tariq Ramadan]], [[George Galloway]], [[Scott Ritter]] und seinem jüngeren Bruder [[Peter Hitchens]], der ebenfalls ein bekannter Publizist ist. Größere Aufmerksamkeit erlangte ein Fernsehauftritt von Hitchens in der Fernseh-Show &amp;#039;&amp;#039;Hannity&amp;amp;Colmes&amp;#039;&amp;#039; des konservativen Privatsenders [[Fox News Channel]], in dem er heftig mit einem der beiden Moderatoren, [[Sean Hannity]], aneinandergeriet. Anlass des Wortgefechts waren harte und zum Teil spöttische Kommentare von Hitchens über den am Vortag verstorbenen amerikanischen Fernsehprediger [[Jerry Falwell]]. Falwell hatte über die Terroranschläge vom 11. September 2001 gesagt, die USA hätten diese Strafe verdient und Hitchens hatte ihn als Verräter bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=PrFgX83OsEY Hitchens bei „Hannity&amp;amp;Colmes“.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufsehen erregte Hitchens auch mit einem Selbstversuch, bei dem er sich (als Irakkriegsbefürworter) freiwillig dem so genannten [[Waterboarding]] unterzog. Diese Verhörpraktik geißelte er im Anschluss als [[Folter]] und widersprach damit Darstellungen der Bush-Regierung.&amp;lt;ref&amp;gt;Christopher Hitchens: [https://www.vanityfair.com/politics/features/2008/08/hitchens200808 &amp;#039;&amp;#039;Believe Me, It’s Torture.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Vanity Fair (Magazin)|Vanity Fair]],&amp;#039;&amp;#039; August 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während des [[Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2008#Hauptwahlkampf|Präsidentschaftswahlkampfes 2008]] unterstützte er [[Barack Obama]] gegen [[John McCain]].&amp;lt;ref&amp;gt;Christopher Hitchens: [https://www.slate.com/id/2202163/ &amp;#039;&amp;#039;Vote for Obama.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Slate (Magazin)|Slate]],&amp;#039;&amp;#039; 13. Oktober 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Hitchens’ persönlichen Freunden und Weggefährten zählten unter anderem der Neokonservative [[Paul Wolfowitz]], der Evangelikale Larry Alex Taunton&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Larry Alex Taunton |Hrsg= |Titel=The Faith of Christopher Hitchens: The Restless Soul of the World’s Most Notorious Atheist |Auflage= |Verlag=Nelson Books |Ort=Nashville |Datum=2016 |ISBN=978-0-7180-8112-6 |Seiten=XV und andere}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und der irakische Politiker [[Ahmad Tschalabi]]. Hitchens war auch ein Ehrenmitglied der [[National Secular Society]], des wichtigsten Verbands der britischen Atheisten.&amp;lt;ref&amp;gt;National Secular Society: [https://www.secularism.org.uk/honoraryassociates.html Our Honorary Associates]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
Im Jahre 2011 wurde Hitchens mit dem Richard-Dawkins-Award der [[Atheist Alliance International]] für sein Lebenswerk ausgezeichnet. [[Richard Dawkins]] hielt die Laudatio und überreichte dem schwerkranken Hitchens die Auszeichnung selbst. Postum erhielt er 2012 den Sonderpreis zum [[Orwell Prize]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
Hitchens veröffentlichte über zwanzig Bücher als Einzelautor und weitere als Co-Autor.&lt;br /&gt;
Davon sind auf Deutsch erschienen:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Die Akte Kissinger]]&amp;#039;&amp;#039;. (&amp;#039;&amp;#039;The Trial of [[Henry Kissinger]]&amp;#039;&amp;#039;.) Aus dem Englischen von [[Peter Torberg]] und Jürgen Bürger. DVA, Stuttgart 2001, ISBN 978-3-421-05177-6; [http://www.icai-online.org/files/hitchens_harpers_kissinger.pdf Onlineversion] (PDF; 302&amp;amp;nbsp;kB) bei [[Harper’s Magazine]].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Widerwort: Eine Verteidigung der kritischen Vernunft&amp;#039;&amp;#039;. Aus dem Englischen von [[Joachim Kalka]]. DVA, München 2003, ISBN 3-421-05612-9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Thomas Paine]]. Die Rechte des Menschen&amp;#039;&amp;#039;. (Originalausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Thomas Paine’s Rights of Man&amp;#039;&amp;#039;, 2006.) Aus dem Englischen von Wieland Grommes; dtv, München 2007, ISBN 978-3-423-34432-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Der Herr ist kein Hirte]]: Wie Religion die Welt vergiftet&amp;#039;&amp;#039;. Blessing Verlag, München 2007, ISBN 978-3-89667-355-8.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Hitch: Geständnisse eines Unbeugsamen&amp;#039;&amp;#039;. Blessing Verlag, München 2011, ISBN 978-3-89667-414-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Endlich: Mein Sterben&amp;#039;&amp;#039;. (&amp;#039;&amp;#039;Mortality&amp;#039;&amp;#039;.) Aus dem Englischen von Joachim Kalka. Pantheon Verlag, 2013, ISBN 978-3-570-55218-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hitchens arbeitete an dem Drehbuch zum Dokumentarfilm &amp;#039;&amp;#039;[[Angeklagt: Henry Kissinger]]&amp;#039;&amp;#039; mit. Des Weiteren gibt es den Dokumentarfilm &amp;#039;&amp;#039;Collision&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.collisionmovie.com/ |wayback=20141014235805 |text=www.collisionmovie.com |archiv-bot=2023-12-05 11:06:12 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; über eine Reihe von Debatten mit Douglas Wilson und Hitchens über das [[Christentum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Chris Corner]], Kopf des britischen Musik-Projekts &amp;#039;&amp;#039;IAMX&amp;#039;&amp;#039;, verneigt sich auf seinem vierten Album &amp;#039;&amp;#039;Volatile Times&amp;#039;&amp;#039; (2011) in dem Lied &amp;#039;&amp;#039;I Salute You Christopher&amp;#039;&amp;#039; vor Christopher Hitchens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|124425763}}&lt;br /&gt;
* {{IMDb|nm0386899}}&lt;br /&gt;
* {{NNDB Name|624/000050474}}&lt;br /&gt;
* [http://newsweek.washingtonpost.com/onfaith/guestvoices/2007/09/hitchens_1.html Christopher Hitchens: The Subtle, Lethal Poison of Religion] („[[Washington Post]]“, 26. September 2007)&lt;br /&gt;
* [https://www.slate.com/authors.christopher_hitchens.html Beiträge von Christopher Hitchens auf Slate]&lt;br /&gt;
* [https://taz.de/Zum-Tode-von-Christopher-Hitchens/!5105191/ Nachruf auf Christopher Hitchens (taz, 16. Dezember 2011)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124425763|LCCN=n84159549|NDL=00893345|VIAF=98819926}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hitchens, Christopher}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Geboren 1949]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2011]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hitchens, Christopher&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Hitchens, Christopher Eric (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=britisch-US-amerikanischer Autor, Journalist und Literaturkritiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. April 1949&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Portsmouth]], England&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. Dezember 2011&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Houston]], [[Texas]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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