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	<title>Christoph Schmelzer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Christoph_Schmelzer&amp;diff=2120000&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 22. Oktober 2025 um 08:44 Uhr</title>
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		<updated>2025-10-22T08:44:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Christoph Schmelzer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[17. November]] [[1908]] in [[Lichtentanne]], [[Sachsen]]; † [[10. Juni]] [[2001]] in [[Heidelberg]]) war ein deutscher Atomphysiker, Wissenschaftsmanager und Hochschullehrer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Christoph Schmelzer wurde in jungen Jahren durch [[Hauslehrer]] unterrichtet, ehe er das [[Realgymnasium]] im nahen [[Zwickau]] besuchte und dort 1928 sein Abitur bestand. Er begann ein [[Chemiestudium]]  an der [[Technische Universität München|TH München]] und wurde 1929 im [[Corps Bavaria München]] [[Reception (Corps)|recipiert]].&amp;lt;ref&amp;gt;Kösener Corpslisten 1996, 13/1620.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als [[Inaktiver]] wechselte er nach nur zwei Jahren an die [[Friedrich-Schiller-Universität Jena]], um [[Physik]] zu studieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933 trat er der [[Sturmabteilung|SA]] bei, am 19. Oktober 1939 beantragte er die Aufnahme in die [[NSDAP]] und wurde zum 1. Dezember desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 7.326.821).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/37890884&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Holger Köhn: &amp;#039;&amp;#039;Projekt Darmstädter Straßennamen&amp;#039;&amp;#039;. Darmstadt 2019 [https://dablog.hypotheses.org/files/2019/05/Biographien_Stra%C3%9Fennamen.pdf online]&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit einer Doktorarbeit bei [[Max Wien]] wurde er 1935 zum [[Dr. phil.]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Thema war das [[dielektrisch]]e Verhalten von [[Elektrolyte]]n. Diese Untersuchungen setzte er bei einem Forschungsaufenthalt von 1936 bis 1939 an der [[Brown University]] in [[Providence]], [[Rhode Island]], USA, fort, kehrte  1939 nach Jena zurück und befasste sich bis zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] mit der Physik und Technik von [[Dezimeterwellen]]. Er musste keinen Kriegsdienst leisten. 1945 wurde er dennoch mit der Familie von den Alliierten nach [[Heidenheim an der Brenz]] gebracht und dort [[interniert]]. Schmelzer konnte seine in Jena durchgeführten Forschungen auswerten und die Ergebnisse teilweise publizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 rief ihn [[Walther Bothe]] als Assistent an die [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg]], an der er sich bereits 1949 mit einer Arbeit über das dielektrische Verhalten [[Polarität (Physik)|polar]] aufgebauter Materie [[Habilitation|habilitierte]]. Mit Beginn der 1950er Jahre konzentrierte er sich auf [[Teilchenbeschleuniger]] und entwickelte die Idee eines universellen [[Schwerionenbeschleuniger]]s. Durch seine Untersuchungen zur [[Beschleunigerphysik]] ausgewiesen, wurde er 1952 vom neu entstehenden Forschungszentrum [[CERN]] in [[Genf]] in deren Studiengruppe für ein 30 [[GeV]] Protonensynchrotron in die gerade entstehende Beschleunigergruppe aufgenommen. Seit 1954 von Heidelberg zum CERN wechselnd, wurde  Stellvertreter von [[John Adams]]. Schmelzer war zuständig für die [[Hochfrequenztechnik|Hochfrequenzsysteme]] und maßgeblich an der Entwicklung der Steuerung des [[Proton Synchrotron]]s beteiligt, das 1959 in Betrieb genommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im selben Jahr wurde Schmelzer von der Universität Heidelberg auf den [[Lehrstuhl]] für [[Angewandte Physik]] berufen. Dort widmete er sich der [[Laserspektroskopie]] und vor allem der [[Teilchenbeschleuniger|Beschleunigertechnologie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in seiner Genfer Zeit war er aktiv an Initiativen zur Gründung des späteren [[Deutsches Elektronen-Synchrotron|DESY]] beteiligt. Von 1959 bis 1965 war er Vorsitzender des Wissenschaftlichen Rates von [[Deutsches Elektronen-Synchrotron|DESY]]. In dieser Zeit griff er die Idee der [[Beschleunigung]] [[Schwerionenbeschleuniger|schwerer Ionen]] auf, die er in Studien in Heidelberg fortsetzte. 1964 mit Mitteln für eine Studiengruppe zur Planung eines solchen Beschleunigers ausgestattet, lag 1967 ein baureifer Projektvorschlag für das spätere &amp;#039;&amp;#039;UNILAC&amp;#039;&amp;#039; an der späteren GSI vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://onlinelibrary.wiley.com/doi/pdf/10.1002/phbl.19780341105 Norbert Angert: &amp;#039;&amp;#039;Christoph Schmelzer zum 70. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;], Physikalische Blätter 1978, S. 528–534; abgerufen am 14. November 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter anderem durch sein Wirken wurde Ende 1969 auf Initiative hessischer Universitäten vom Bund und dem Land Hessen die [[Gesellschaft für Schwerionenforschung]] in [[Darmstadt]] für den Bau (1976 fertiggestellt) und Betrieb des [[Linearbeschleuniger]]s &amp;#039;&amp;#039;UNILAC&amp;#039;&amp;#039; gegründet, mit Christoph Schmelzer als erstem wissenschaftlich-technischem Geschäftsführer. Von 1971 bis 1978 war er ihr wissenschaftlich-technischer Direktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er 1978 die Leitungsfunktionen an der GSI beendete, war die Beschäftigtenzahl auf etwa 450 Mitarbeiter angewachsen, wobei noch etwa die gleich Anzahl externer Wissenschaftler des In- und Ausland die Anlage für ihre Forschungsarbeiten nutzte. Mit dem von ihm zielstrebig verfolgten Projekt des Linearbeschleunigers, für dessen Realisierung er auch technische Lösungen ersann, legte Schmelzer einen zentralen Grundstein der Entwicklung kernphysikalischer Forschung in Deutschland. Ein [[Hochfrequenz]]-Linearbeschleuniger mit Strahlen hoher [[Luminosität]] und präziser und über Größenordnungen freier Einstellung der Strahlenergie war zu dieser Zeit absolut neu, aber im Hinblick auf die langfristige Nutzung für die Forschung, und insbesondere für die Erzeugung künstlicher überschwerer Elemente von hoher Bedeutung. Der &amp;#039;&amp;#039;UNILAC&amp;#039;&amp;#039; war so flexibel konzipiert, dass er bei der Erweiterung der GSI durch eine Synchrotron/Speicherring-Anlage (&amp;#039;&amp;#039;SIS18&amp;#039;&amp;#039;/&amp;#039;&amp;#039;ESR&amp;#039;&amp;#039;) ab 1985 als Vorbeschleuniger genutzt werden konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{NDB|23|129|130|Schmelzer, Carl Christoph|Norbert Angert|124100171}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dem Linearbeschleuniger der GSI wurden später sechs neue superschwere Elemente (107 – 112) nachgewiesen und neue Wege zur [[Tumor]]behandlung gefunden. Das internationale Zukunftsprojekt FAIR soll diese Linie fortführen. Auch hier wird der UNILAC als Vorbeschleuniger genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beerdigt wurde er in seinem Heimatort Lichtentanne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* Mitglied der [[Heidelberger Akademie der Wissenschaften]] (1958/1966).&lt;br /&gt;
* [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland]] (1978)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Christoph-Schmelzer-Preis&amp;#039;&amp;#039; der GSI benannt, der seit 2001 jährlich wechselnd für Diplom- und Masterarbeiten oder Promotionen auf dem Gebiet der [[Tumortherapie]] mit Ionenstrahlen ([[Schwerionentherapie]]) vergeben wird. Er ist mit einem kleinen Geldpreis dotiert, den sich die Preisträger teilen. Im Rahmen der Verleihung stellen sie dabei ihre Arbeiten vor. Die Auszeichnung wird dabei vom &amp;#039;&amp;#039;Verein zur Förderung der Tumortherapie mit schweren Ionen e.V.&amp;#039;&amp;#039; verliehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gsi.de/start/aktuelles/detailseite/datum/2013/01/18/christoph-schmelzer-preis-2012.htm GSI Webseite: Christoph-Schmelzer-Preis 2012]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Amateurfunk ==&lt;br /&gt;
Christoph Schmelzer war unter den Rufzeichen DE0078 und D4BIU im Amateurfunk aktiv. Er war nach Kriegsausbruch einer von noch drei verbleibenden Funkamateuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|23|129|130|Schmelzer, Carl Christoph|Norbert Angert|124100171}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|124100171}}&lt;br /&gt;
* [http://www.gsi.de/documents/DOC-2007-Jul-127-1.pdf GSI-Webseite: Lebenslauf Christoph Schmelzers] (PDF; 102&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [https://www.gsi.de/start/aktuelles/detailseite/datum////professor-dr-christoph-schmelzer.htm 12. Juni 2001: GSI trauert um ihren ersten Wissenschaftlichen Direktor]&lt;br /&gt;
* [https://www.gsi.de/forschungbeschleuniger/forschung_ein_ueberblick/ionenstrahlen_im_kampf_gegen_krebs/foerderverein_tumortherapie.htm Verein zur Förderung der Tumortherapie mit schweren Ionen e.V.]&lt;br /&gt;
* [https://www.gsi.de/forschung_beschleuniger/fair.htm FAIR: Facility for Antiproton and Ion Research, Porträt]&lt;br /&gt;
* [http://www.cdvandt.org/dl1oy_letter.htm Abschrift des Briefes von DL1OY an PA0SE, vom 2. April 1993]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124100171|LCCN=no2019139348|VIAF=69852384}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schmelzer, Christoph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Physiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2001]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Sterbeort wird geklärt --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schmelzer, Christoph&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schmelzer, Carl Christoph (DNB); Schmelzer, Carl Christian (KCL)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Physiker, Wissenschaftsmanager und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. November 1908&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lichtentanne]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. Juni 2001&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Heidelberg]] oder [[Genf]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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