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	<title>Christoph Pezel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;32X: Links</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Pezel, Christoph.jpeg|mini|hochkant|Christoph Pezel]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Christoph Pezel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; auch: Petzel, Pezelius; (* [[5. März]] [[1539]] in [[Plauen]]; † [[24. Februar]] [[1604]] in [[Bremen]]) war ein [[Reformierte Kirche|reformierter]] [[Theologe]] und führte das Reformierte Bekenntnis in [[Haus Nassau-Siegen|Nassau-Dillenburg]] und in Bremen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Christoph Pezel war der Sohn des Ratsherren Christoph Pezel und dessen Frau Brigitta (geb. Bartmann). Er war seit 1567 mit der Witwe Katharina Ötting verheiratet. Aus dieser Ehe stammen sieben Kinder, darunter [[Caspar Pezel]] (1573–1634), Jurist, Rat des Grafen Simons VI zur Lippe, Hofgerichtsfiskal und Bibliothekar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbildung und Beruf ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pezel besuchte in Plauen die [[Lateinschule]] und studierte ab 1558 an der [[Friedrich-Schiller-Universität Jena|Universität Jena]], wo unter anderem [[Viktorin Strigel]] einer seiner Lehrer war. Nach vier Jahren wechselte er an die [[Leucorea|Universität Wittenberg]] und besuchte einige Monate lang die Vorlesungen von [[Philipp Melanchthon]]. Hiernach wurde er zunächst Lehrer in [[Plauen]], war dann anderthalb Jahre in gleicher Tätigkeit in [[Annaberg-Buchholz|Annaberg]] tätig, konnte aber dank eines [[Stipendium]]s Kurfürst [[August (Sachsen)|Augusts von Sachsen]] ab dem 27. Januar 1564 seine Studien in Wittenberg fortsetzen. Hier erwarb er am 24. Februar 1564 den akademischen Grad eines Magisters der philosophischen Wissenschaften, wurde am 18. Oktober 1564 als Mitglied in den Senat der philosophischen Fakultät aufgenommen, am 24. Februar 1567 wurde er [[Professor]] für [[Dialektik]] und [[Ethik]] in Wittenberg und war im Sommersemester 1568 [[Dekan (Hochschule)|Dekan]] der philosophischen Fakultät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prediger in Wittenberg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1569 trat er die Nachfolge von [[Paul Crell]] als Prediger in der [[Wittenberger Schlosskirche]] an, wozu er am 23. Oktober 1569 [[Ordination|ordiniert]] wurde. Am 14. Dezember 1569 wurde er in die theologische Fakultät der Wittenberger Hochschule aufgenommen, erhielt dort im selben Jahr eine theologische Professur, erwarb sich dazu am 5. Mai 1570 das [[Lizentiat]] der Theologie und promovierte am 11. Mai 1570 unter [[Georg Major]] zum [[Doktor der Theologie]]. Er gehörte in den innerprotestantischen Auseinandersetzungen zu den [[Philippisten]]. Als die Philippisten unter den Verdacht des [[Kryptocalvinismus|Kryptokalvinismus]] gerieten und Kurfürst August von Sachsen auf Veranlassung der [[Lutheraner]] ab 1574 gegen diese Richtung vorging, wurde Pezel verhaftet, zwei Jahre lang an unterschiedlichen Orten eingesperrt und 1576 aus dem [[Kurfürstentum Sachsen]] verwiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In Eger, Dillenburg und Herborn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er begab sich 1576 nach [[Cheb|Eger]] in [[Böhmen]]. 1577 wurde er von Graf [[Johann VI. (Nassau-Dillenburg)|Johann dem Älteren von Nassau-Dillenburg]] berufen und war zunächst in [[Siegen]] und dann in [[Dillenburg]] als Prediger tätig. Auf seine Formulierung ging das &amp;#039;&amp;#039;Nassauische Bekenntnis&amp;#039;&amp;#039; zurück, für das sich eine [[Synode (evangelische Kirchen)|Generalsynode]] in [[Neustadt an der Weinstraße|Neustadt an der Haardt]] am 8. und 9. Juli 1578 entschied, wodurch Nassau-Dillenburg sich dem reformierten Bekenntnis anschloss. Das &amp;#039;&amp;#039;Nassauische Bekenntnis&amp;#039;&amp;#039; erschien 1592 in gedruckter Form. Am 2. November 1578 wurde Christoph Pezel zum Pastor und Kircheninspektor in [[Herborn]] ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bremer Kirchenreformer ===&lt;br /&gt;
[[Datei:FockeMuseum-StAnsgarii.jpg|mini|Relief um 1430 aus der ehemaligen [[St. Ansgarii (Bremen)|Ansgarii-Kirche]] in Bremen. Es zeigt Jesus beim letzten Abendmahl und bildete die Bekrönung einer Wandnische für geweihte Hostien. Die Köpfe der Heiligen wurden 1528 bei der von Pezel im Zuge der Reformation veranlassten Demolierung oder Entfernung aller Bildwerke aus den städtischen Pfarrkirchen abgeschlagen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1579 erging an Christoph Pezel eine Bitte des [[Senat der Freien Hansestadt Bremen|Senats der Hansestadt Bremen]], Lehrstreitigen unter den Predigern zu schlichten. Trotz Bedenken seitens des Grafen Johann des Älteren begab er sich nach [[Bremen]], predigte und schlichtete die theologischen Streitigkeiten. Im Frühjahr 1581 begab er sich auf wiederholtes Drängen endgültig nach Bremen und wurde 1582 Prediger an der [[St. Ansgarii (Bremen)|St.-Ansgarii-Kirche in Bremen]] und 1584 [[Superintendent]] mit einer Predigerstelle an der [[Liebfrauenkirche (Bremen)|Liebfrauenkirche in Bremen]]. Gemeinsam mit dem [[Bremer Rat]] vollendete er die Einführung des reformierten Bekenntnisses in Bremen. 1595 wurde mit dem &amp;#039;&amp;#039;[[Consensus Bremensis]]&amp;#039;&amp;#039; die reformierte Lehr- und Kirchenordnung Bremens festgelegt. Ab 1584 lehrte er als Professor am bremischen [[Akademisches Gymnasium|Gymnasium Illustre]] ([[Altes Gymnasium (Bremen)|Altes Gymnasium]]) Geschichte und Ethik.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Herbert Schwarzwälder]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Große Bremen-Lexikon]].&amp;#039;&amp;#039; 2., aktualisierte, überarbeitete und erweiterte Auflage. Edition Temmen, Bremen 2003, ISBN 3-86108-693-X.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er veröffentlichte eine Vielzahl von Schriften und hatte großen Einfluss auf die Verbreitung der reformierten Kirche im [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reich]]. 1581 bis 1600 edierte er die Schriften Philipp Melanchthons. Er prägte die Bezeichnung Melanchthons als &amp;#039;&amp;#039;[[praeceptor Germaniae]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Pezel war zweimal verheiratet. Seine erste Ehe schloss er mit Magdalena N.N. († 25. Januar 1566 in Wittenberg). Am 16. April 1567 heiratete er in zweiter Ehe Katharina, D. Viktor Öttings Witwe, Tochter des Buchdruckers [[Georg Rhaw]]. Aus der Ehe sind folgende Kinder bekannt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Dorothea Pezel (* um 1564 (verm. Annaberg); † 20. November 1617 in Kassel) verh. 1. Ehe mit [[Wolfgang Crell der Ältere|Wolfgang Crell d.&amp;amp;nbsp;Ä.]] (um 1535 in Meißen; † 8. April 1593 in Siegen) Sohn [[Wolfgang Crell der Jüngere|Wolfgang Crell d.&amp;amp;nbsp;J.]] (* September 1592 in Bremen; † 8. Juli 1664 in Berlin); in zweiter Ehe 1596 mit Lukas Majus (May) (* 7. Juli 1571 in Rudolstadt; † 22. Februar 1633 in Kassel), Prediger in Kassel&lt;br /&gt;
* Christoph Pezel (~ 27. März 1568 in Wittenberg; † 30. Januar 1569 ebenda)&lt;br /&gt;
* Katharina Pezel (~ 11. Mai 1569 in Wittenberg; † 5. September 1569 ebenda)&lt;br /&gt;
* Elisabeth Pezel (~ 19. Juni 1570 in Wittenberg) heiratet 1. Ehe August Sagrettarius († 1604), 2. Ehe mit [[Urban Pierius]] (1546–1616)&lt;br /&gt;
* Tobias Pezel (~ 5. Oktober 1571 in Wittenberg; † 4. April 1631 in Bremen) Lic. theol., Pfarrer und Professor am Gymnasium in Bremen&lt;br /&gt;
* [[Caspar Pezel]] (~ 17. Juni 1573 in Wittenberg; † 10. Februar 1634 in Detmold) studierte Rechte in Wittenberg und Heidelberg, 1596 in den Diensten des Grafen [[Johann VI. (Nassau-Dillenburg)|Johannes VI. von Nassau-Dillenburg]], 1600 Rat des Grafen [[Simon VI. (Lippe)|Simon VI. zur Lippe]], 1611 lipp. Hofgerichtsfiskal, später auch Bibliothekar und Archivar&lt;br /&gt;
* Johannes († 1628)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* Im Bremer Stadtteil [[Vegesack]] ist die Pezelstraße nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|25|575|577|Pezel, Christoph|[[Friedrich Wilhelm Cuno]]|ADB:Pezel, Christoph}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|20|287|288|Pezel, Christoph|[[Harm Klueting]]|116139374}}&lt;br /&gt;
* [[Helmar Junghans]]: &amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis der Rektoren, Prorektoren, Dekane, Professoren und Schloßkirchenprediger der Leucorea vom Sommersemester 1536 bis zum Wintersemester 1574/75.&amp;#039;&amp;#039; In: Irene Dingel, [[Günther Wartenberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Georg Major (1502–1574) – Ein Theologe der Wittenberger Reformation.&amp;#039;&amp;#039; Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2005, ISBN 3-374-02332-0&lt;br /&gt;
* [[Heinz Kathe]]: &amp;#039;&amp;#039;Die [[Leucorea|Wittenberger Philosophische Fakultät]] 1502–1817&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Mitteldeutsche Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 117). Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2002, ISBN 3-412-04402-4.&lt;br /&gt;
* [[Walter Friedensburg]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Universität Wittenberg.&amp;#039;&amp;#039; Max Niemeyer, Halle (Saale) 1917&lt;br /&gt;
* {{RE3|15|231|233|Pezel, Christoph|[[Albert Hauck]]}}&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Moltmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Christoph Pezel (1539–1604) und der Calvinismus in Bremen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Hospitium ecclesiae&amp;#039;&amp;#039;. Band 2). Einkehr, Bremen 1958, {{DNB|480673896}} ([[Habilitationsschrift]] [[Georg-August-Universität Göttingen]] 27. Februar 1957).&lt;br /&gt;
* {{Zedler Online|27|607|1188|1190|Pezel oder Pezelius, Christoph}}&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629053143/http://www.bautz.de/bbkl/p/pezel_c.shtml |band=7|spalten=403–408|autor=[[Erich Wenneker]]|artikel=PEZEL, Christoph}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Hrsg=[[Heinz Scheible]] |Titel=Pezel, Christoph |Sammelwerk=Melanchthons Briefwechsel |Band=Bd. 14, Personen O–R |Ort=Stuttgart–Bad&amp;amp;nbsp;Cannstatt |Datum=2020 |Seiten=197–200}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|116139374}}&lt;br /&gt;
* {{VerzDtDrucke |VD=17 |PPN=004231279}}&lt;br /&gt;
* {{Säbi|Ulrike Ludwig|116139374|Christoph Pezel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116139374|LCCN=no98122711|VIAF=19699935}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pezel, Christoph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reformierter Theologe (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reformierter Theologe (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Leucorea)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Gymnasium Illustre Bremen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Plauen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reformierter Geistlicher (Bremen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Haus Nassau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1539]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1604]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pezel, Christoph&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Pezelius, Christoph; Petzel, Christoph&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=reformierter Theologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. März 1539&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Plauen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. Februar 1604&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bremen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;32X</name></author>
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