<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Christoph_Broelsch</id>
	<title>Christoph Broelsch - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Christoph_Broelsch"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Christoph_Broelsch&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-11T16:26:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Christoph_Broelsch&amp;diff=1973419&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie, Quelltext.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Christoph_Broelsch&amp;diff=1973419&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-08-21T13:55:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie, Quelltext.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Christoph Erich Broelsch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. September]] [[1944]] in [[Hanau]]; † [[12. Februar]] [[2019]] in [[Düsseldorf]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nrz.de/region/niederrhein/umstrittener-transplantations-chirurg-broelsch-gestorben-id216471349.html Umstrittener Transplantations-Chirurg Broelsch gestorben] auf der Seite der NRZ vom 18. Februar 2019, abgerufen am 15. Mai 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher [[Chirurg]] und Pionier der Lebertransplantation. 1989 führte er die erste erfolgreiche [[Lebertransplantation#Leberlebendspende|Lebendtransplantation einer Leber]] an einem Kind durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstätte Christoph Broelsch.jpg|mini|hochkant|Grabstätte auf dem [[Friedhof Blankenese]]]]&lt;br /&gt;
Broelsch wuchs mit seinen vier Schwestern und einem Bruder in [[Bremen-Schwachhausen]] auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pfarr&amp;quot; /&amp;gt; Sein Vater Werner Broelsch (1910–2010) war dort als Landesjugendpfarrer tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pfarr&amp;quot; /&amp;gt; Ende der 1950er Jahre zog die Familie nach Berlin. Nach dem Abitur im Jahr 1963 am [[Gymnasium Steglitz]] studierte Broelsch Medizin in [[Universität zu Köln|Köln]], [[Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg|Erlangen]] und [[Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf|Düsseldorf]]. Nach einer zehnjährigen Tätigkeit an der Medizinischen Hochschule Hannover unter [[Rudolf Pichlmayr]] folgte er einem Ruf an die [[University of Chicago]] und bekam dort den Lehrstuhl für hepatobiliäre Transplantation (Lebertransplantation). Hier führte Broelsch 1989 die erste &amp;#039;&amp;#039;Lebend&amp;#039;&amp;#039;-Lebertransplantation in den USA von einer Mutter auf ihr Kind durch. Zuvor hatte Broelsch ein Verfahren der Leberteilung entwickelt, bei dem eine Spenderleber für zwei Empfänger verwendet werden konnte, sog. „Split-Liver“. Bei der Lebendspende wird nur ein Teil (Segment) der Leber vom gesunden Spender entfernt und dem Erkrankten eingesetzt. Das Verfahren beruht darauf, dass Teile der Leber zu einem vollständigen Organ nachwachsen können. Die Schwierigkeit besteht darin, das Organ des gesunden Spenders so zu zerteilen („splitten“), dass keine lebenswichtigen Blutgefäße durchtrennt werden. Hierbei verbesserten ab ca. 1999 neue bildgebende Verfahren und die 3D-Visualisierung innerer Organe die Sicherheit entscheidend.&amp;lt;ref&amp;gt;Die 3D-Bildgebung als Vorbereitung von Transplantationen entwickelten in Deutschland vor allem das [[Deutsches Krebsforschungszentrum|Deutsche Krebsforschungszentrum]] und das Bremer Visualisierungszentrum von [[Heinz-Otto Peitgen]], mit dem Broelsch zusammenarbeitete.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1991 übernahm Christoph Broelsch die Leitung der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie (verbunden mit dem Lehrstuhl) des [[Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf|Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf]]. Von 1998 bis zu seiner Suspendierung im Jahre 2007 war er Direktor der Klinik für Allgemein- und Transplantationschirurgie in [[Universitätsklinikum Essen|Essen]]. Für seine Verdienste wurde Broelsch mehrfach geehrt. Sieben Universitäten verliehen ihm die Ehrendoktorwürde. Broelsch operierte auch den Bundespräsidenten [[Johannes Rau]], mit dem er gut befreundet war. Broelsch starb am 12. Februar 2019 im Alter von 74 Jahren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|autor=dpa|url=https://www.wn.de/NRW/3661178-Medizin-Frueherer-Transplantationsmediziner-Broelsch-gestorben|titel=Früherer Transplantationsmediziner Broelsch gestorben|werk=Westfälische Nachrichten|datum=2019-02-18|zugriff=2019-02-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde auf dem [[Friedhof Blankenese]] in [[Hamburg]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gerichtliche Verfahren ==&lt;br /&gt;
1991 wurde gegen Broelsch der Vorwurf der aktiven Sterbehilfe erhoben. Er hatte einer 17-jährigen todkranken Patientin ohne medizinische Notwendigkeit die Pfortader durchschnitten. Die Staatsanwaltschaft nahm in diesem Fall zunächst Ermittlungen auf, stellte sie aber wieder ein. Es war wohl nicht eindeutig belegbar, dass die Durchtrennung der Pfortader todesursächlich war, da gleichzeitig auch alle anderen lebenserhaltenden Maßnahmen eingestellt worden waren. Bereits ein Jahr später gab es wieder staatsanwaltliche Ermittlungen, weil die Witwe eines Notars Strafantrag gestellt hatte. Sie war damit jedoch nicht erfolgreich. 1995 hatte Broelsch erneut Schwierigkeiten, weil er bei einem Patienten dreimal kurz hintereinander eine Lebertransplantation vorgenommen hatte. Dadurch entstanden dessen Krankenkasse Kosten in Höhe von 672.000 Euro, obwohl der Patient kurz nach der letzten Operation verstorben war.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Zankl: &amp;#039;&amp;#039;Umstrittener Starchirurg - Berühmter Chefarzt vor Gericht.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaft im Kreuzverhör&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2012, S. 141–146. ISBN 978-3-534-23771-5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach mehreren Fällen von Lebend-Leberspenden unter fragwürdigen Begleitumständen leitete die Staatsanwaltschaft Essen Ermittlungen gegen den Chirurgen ein. Nach einem Enthüllungsbericht des WDR-Journalisten [[Wolfgang Buschfort]] 2007 wurde Broelsch schließlich in Essen der [[Bestechlichkeit]], zum Teil in Tateinheit mit [[Nötigung (Deutschland)|Nötigung]], des [[Betrug (Deutschland)|Betruges]] und der [[Steuerhinterziehung (Deutschland)|Steuerhinterziehung]] angeklagt und erstinstanzlich zu drei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt. Ihm wurde vorgeworfen, Dutzenden von Patienten nur gegen erhöhte Zahlungen Aufnahme in die landeseigene Universitätsklinik Essen gewährt zu haben.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Eckart Roloff]] und Karin Henke-Wendt: &amp;#039;&amp;#039;Ein Starchirurg kennt keine Grenzen: Christoph E. Broelsch&amp;#039;&amp;#039;. In: Eckart Roloff und Karin Henke-Wendt: Geschädigt statt geheilt. Große deutsche Medizin- und Pharmaskandale. Hirzel, Stuttgart 2018, S. 183–191. ISBN 978-3-7776-2763-2&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem seien diese Extrazahlungen als Spenden zu Forschungszwecken deklariert gewesen, was weder den Tatsachen entsprach, noch rechtens war. Gegen das Urteil legten sowohl die Staatsanwaltschaft Essen als auch die Verteidigung Revision beim Bundesgerichtshof ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Welt&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel 1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeit 1&amp;quot; /&amp;gt; Im Juli 2011 verwarf dieser die Revision gegen das Essener Urteil.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.aerzteblatt.de/archiv/70006/Prozess-gegen-Professor-Christoph-Broelsch-Harte-Strafe-fuer-erpresste-Spenden &amp;#039;&amp;#039;Prozess gegen Professor Christoph Broelsch: Harte Strafe für erpresste „Spenden“&amp;#039;&amp;#039;.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Rechtskraft des Urteils verlor Broelsch auch seinen Pensionsanspruch als Beamter. Am 10. Oktober 2011 trat Broelsch seine Haftstrafe in der [[JVA Bielefeld-Senne|Justizvollzugsanstalt Bielefeld-Senne]] an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ärzteblatt&amp;quot; /&amp;gt; Nach Verbüßung der Hälfte der Haftzeit kam Broelsch am 9. April 2013 auf Bewährung frei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www1.wdr.de/themen/panorama/broelsch109.html | archive-is=20130413001252 | text=WDR Panorama}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen (Auszug) ==&lt;br /&gt;
* 1969 Promotion „[[Promotion (Doktor)#Deutschland|magna cum laude]]“ Universität Düsseldorf&lt;br /&gt;
* 1979 Hermann-Kümmel-Preis, [[Vereinigung Nordwestdeutscher Chirurgen]]&lt;br /&gt;
* 1987 Cine-Clinic Award, [[American College of Surgeons]]&lt;br /&gt;
* 1991 [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Bundesverdienstkreuz am Bande]]&lt;br /&gt;
* 1992 Ehrendoktor der Medizin der [[Katholieke Universiteit Leuven]]&lt;br /&gt;
* 1993 Ehrendoktor der Medizin der [[Universität Aarhus]]&lt;br /&gt;
* 2001 Ehrenpreis des [[International Grand Lodge of Druidism#Deutschland|Deutschen Druiden-Orden]] Verbandes&lt;br /&gt;
* 2002 [[Lucie-Bolte-Stiftung#Lucie-Bolte-Preis|Lucie-Bolte-Preis]]&lt;br /&gt;
* 2004 [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland#Großes Verdienstkreuz|Großes Verdienstkreuz]] der Bundesrepublik Deutschland&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [[Martina Keller (Journalistin)|Martina Keller]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Fall des Chirurgen Broelsch. Ein Lehrstück über Medizin und Macht&amp;#039;&amp;#039;. [[WDR]] DOK 5 Hörfunkfeature 2010&lt;br /&gt;
* [http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed?term=%20Broelsch%5BAuthor%20-%20Full%5D Publikationen (Auszug)]&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|142456195}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pfarr&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor=Hartwig Ammann | Herausgeber=Kirchenausschusses der Bremischen Evangelischen Kirche von der Vereinigung für Bremische Kirchengeschichte e. V. | Titel=Bremer Pfarrerbuch | TitelErg=Die Pastoren, biographische Angaben | Band=Band 2| Verlag=[[Hauschild Verlag|H.M. Hauschild GmbH]] | Ort=Bremen | Jahr=1996 | ISBN=3-929902-96-6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeit 1&amp;quot;&amp;gt;{{cite web|url=http://www.zeit.de/2009/39/DOS-Christoph-Broelsch|title=Der Kassierer|pages= 8|publisher=Martina Keller in: [[Die Zeit]] |date=2009-09-17|accessdate=2012-08-13}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel 1&amp;quot;&amp;gt;{{cite web|url=http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,683179,00.html|title=&lt;br /&gt;
Betrugsprozess; Gericht verurteilt Starchirurgen zu drei Jahren Haft|publisher=[[Der Spiegel]] |date=2010-03-12|accessdate=2012-08-13}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Welt&amp;quot;&amp;gt;{{cite web|url=https://www.welt.de/welt_print/vermischtes/article6764597/Broelsch-in-den-offenen-Vollzug.html|title=&lt;br /&gt;
Broelsch in den offenen Vollzug?|publisher=Peter Lamprecht in: [[Die Welt]] |date=2010-03-14|accessdate=2012-08-13}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ärzteblatt&amp;quot;&amp;gt;{{cite web|url=http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/47738/|title=&lt;br /&gt;
Transplantationschirurg Broelsch tritt Haftstrafe an |publisher=[[Deutsches Ärzteblatt]] |date=2011-10-18|accessdate=2012-08-11}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Chirurgie-Ordinarien der Universität Hamburg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=142456195|LCCN=n/89/230318|VIAF=113419916}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Broelsch, Christoph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chirurg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transplantationsmediziner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Duisburg-Essen, Campus Essen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (University of Chicago)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Katholieke Universiteit Leuven (KUL)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Aarhus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2019]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Broelsch, Christoph&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Broelsch, Christoph Erich (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Chirurg&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. September 1944&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hanau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. Februar 2019&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Düsseldorf]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
	</entry>
</feed>