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	<title>Christofle - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>~2026-15116-62 am 3. April 2026 um 18:24 Uhr</title>
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		<updated>2026-04-03T18:24:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Coordinate|type=landmark|region=FR-75C|NS=48/52/4/N|EW=2/19/21/E}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Unternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Orfèvrerie Christofle SA&lt;br /&gt;
| Logo             = Christofle Logo 2010.svg&lt;br /&gt;
| Unternehmensform = [[Société anonyme (Frankreich)|société anonyme]]&lt;br /&gt;
| ISIN             = &lt;br /&gt;
| Gründungsdatum   = 1830&lt;br /&gt;
| Sitz             = [[Paris]], Frankreich&lt;br /&gt;
| Leitung          = [[Thierry Oriez]], Präsident&lt;br /&gt;
| Mitarbeiterzahl  = &lt;br /&gt;
| Umsatz           = &lt;br /&gt;
| Branche          = Verarbeitendes Gewerbe&lt;br /&gt;
| Homepage         = [https://www.christofle.com/ www.christofle.com]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orfèvrerie Christofle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Frankreich|französischer]] Hersteller von feinem Silberbesteck mit Hauptsitz an der [[Rue Royale]] in [[Paris]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unternehmen ist für seine [[Silber]]waren wie [[Essbesteck|Bestecke]] und [[Essgeschirr|Service]] sowie silberne [[Bilderrahmen]], [[Bleikristall|Kristallvasen]], [[Glas]]waren, [[Porzellan]]geschirr und Silber[[schmuck]] berühmt. Es zählt seit seiner Gründung als führendes Unternehmen für Silberverarbeitung von ganz Frankreich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Französisches Silber |Sammelwerk=Neue Zürcher Zeitung |Datum=2005-12-13 |ISSN=0376-6829 |Online=https://www.nzz.ch/articleDD3JW-ld.371789 |Abruf=2024-05-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In seiner Geschichte war das Unternehmen unter anderem Hoflieferant von König [[Louis-Philippe I.]], von Kaiser [[Napoleon III.]] sowie der [[Russland|russischen]] [[Romanow|Zarenfamilie]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.christofle.com/eu_en/article-test |titel=Christofle, Imperial Goldsmith for Napoléon III |abruf=2024-05-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.christofle.com/eu_en/royal-touch |titel=A Royal Touch |abruf=2024-05-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wilfried Zeisler |Titel=Les orfèvres parisiens au service de la Russie au XIXe siècle |Sammelwerk=La France et les Français en Russie : Nouvelles sources et approches (1815-1917) |Verlag=Publications de l’École nationale des chartes |Ort=Paris |Datum=2011 |Reihe=Études et rencontres |ISBN=978-2-35723-108-5 |Seiten=313–339 |Online=https://books.openedition.org/enc/1294 |Abruf=2024-05-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Anfänge im 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Charles Christofle.jpg|mini|hochkant|Der Gründer Charles Christofle]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Christofle-fournisseurNapoleon-MJ.jpg|mini|Hoflieferantendiplom von [[Napoleon III.]] an Charles Christofle vom April 1855]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 1830 gründete der [[Juwelier]] Charles Christofle (1805–1863) das Unternehmen. 1842 kaufte er das [[Galvanotechnik|galvanotechnische]] [[Patent]] von den Engländern Henry und [[George Richards Elkington]] und dem Franzosen Graf Henri de Ruolz. Eine große Manufaktur wurde an der &amp;#039;&amp;#039;Rue de Bondy&amp;#039;&amp;#039; errichtet, welche eines der ersten Werke der Welt war, das [[Elektrizität]] verwendete, dieses sollte bis 1933 in Betrieb bleiben. 1846 gab König [[Ludwig Philipp I. (Frankreich)|Ludwig Philipp I.]] ein Silberservice für das [[Schloss Eu]] in Auftrag, Christofle wurde Lieferant der Familie Orléans. Nach dem Sturz der [[Julimonarchie]] wurde Christofle Lieferant von Kaiser [[Napoleon III.]], der ein Service für das [[Palais des Tuileries]] bestellte. Bei der [[Great Exhibition]] in London erhielt Christofle eine Medaille, die erste von einer Reihe von vielen. Von [[Étienne Lenoir (Erfinder)|Étienne Lenoir]] erwarb er 1851 ein verfeinertes Verfahren zum Versilbern metallischer Gegenstände. 1852 trat [[Henri Bouilhet]] (1830–1910), ein Neffe von Charles Christofle, in das Unternehmen ein, nachdem er die [[École Centrale des Arts et Manufactures]] absolviert hatte. 1853 registrierte Christofle seinen Markenstempel (&amp;#039;&amp;#039;poinçon&amp;#039;&amp;#039;). Auch um Zollschranken zu umgehen, wurde 1854 eine neue Manufaktur in [[Karlsruhe]] eröffnet, die jedoch 1921 schloss. Im April 1855 verlieh Kaiser Napoleon III. Charles Christofle den [[Hoflieferant]]entitel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sultan [[Abdülaziz]] besuchte die [[Weltausstellung Paris 1855]], wo er eine Reihe von Geschenke für die Hochzeit seiner Tochter bei Christofle bestellte. Christofle war der Lieferant des Sultans und sollte im Laufe der Zeit mehrere Werke für ihn wie einen 75 Kilogramm schweren Kronleuchter, einen versilberten und vergoldeten Tisch und andere Gegenstände herstellen. Christofle betrieb im Osmanischen Reich mehrere Filialen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Sibel Dorsan |url=http://www.diplomat.com.tr/sayilar/s20/yazilar/s20-17.htm |titel=Christofle: A legend revisited |werk=Diplomat |datum=2006-06 |sprache=en |abruf=2010-03-27 |zitat=Even as early as the 1860s, Christofle had ten stores in the Ottoman Empire. The ruler who introduced this renowned brand of the fine art of dining to Turkey was Sultan Abdulaziz. In the While visiting Toulon in 1855, the Sultan travelled on to Paris to visit the First International Paris Fair where he ordered wedding presents for his daughter from Christofle. Experts today list a number of silver items with the Sultan’s imperial emblem engraved on them, as well as a 75&amp;amp;nbsp;kg chandelier, a table embellished with silver and gold, and a washbowl decorated with a pattern depicting the Arabian Nights – all ordered by Abdülaziz and created by Christofle, already the Sultan’s fournisseur before that date – among the most invaluable pieces of antiques available in the world today. |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160304030250/http://www.diplomat.com.tr/sayilar/s20/yazilar/s20-17.htm |archiv-datum=2016-03-04 |offline=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende des 19. Jahrhunderts ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Vierge-de-la-Garde-coupe.jpg|mini|hochkant|Monumentalstatue der Madonna von Notre-Dame de la Garde, in der Werkstatt von Christofle 1869]]&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Charles Christofle im Jahre 1863 wurden sein Sohn Paul Christofle (1838–1907) und sein Neffe Henri Bouilhet Geschäftsführer. 1866 gab Napoleon III. ein Vermeil-Service (vergoldetes Silber) in Auftrag. Auf der [[Weltausstellung Paris 1867]] stellte Christofle seine ersten [[Cloisonné]]-[[Email]]arbeiten mit einer Serie von japanisch-inspirierten Silberwaren vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1868 wurde Christofle mit der Arbeit an der Monumentalstatue der [[Muttergottes]] mit Kind für die Kirche [[Notre-Dame de la Garde]] in Marseille beauftragt, das größte [[Galvanisieren|galvanisierte]] Stück der Welt. Für die [[Opéra Garnier]] wurde 1869 zwei große Statuen, die [[Harmonie]] auf der linken Seite und [[Poesie]] auf der rechten Seite, hergestellt. Die Statuen sind 9,7 Meter hoch und wiegen jeweils sechs Tonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1873 nahm Christofle an der [[Wiener Weltausstellung]] teil und erhielt Ehrenpreise für japanisch-inspirierten Werke. Der japanische Kaiser gab zwei Cloisonné-Emailvasen auf der Ausstellung in Auftrag. &amp;#039;&amp;#039;Christofle &amp;amp; Cie.&amp;#039;&amp;#039; belieferte auch den kaiserlichen Hof in [[Wien]] als [[k.u.k. Hoflieferant]], sein [[Kontor|Komptoir]] war am Opernring 5 im 1. Bezirk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1876 wurde das Werk in [[Saint-Denis (Seine-Saint-Denis)|Saint-Denis]] eröffnet, welches bis 2004 in Betrieb blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der Kunstmetallausstellung in Paris stellte Christofle eine silberne Kaffeekanne von Henri Carrier-Belleuse vor, die &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;Union fait le succès&amp;#039;&amp;#039; hieß. Die Kaffeekanne von Carrier-Belleuse wird nach wie vor in Handarbeit hergestellt. 1882 erhielt Christofle den Auftrag das sogenannte „Nawab-Bett“ herzustellen, welches um die 640 Pfund gediegenes Silber brauchte. 1883 stattete Christofle den [[Orient-Express]] mit Tafelsilber aus. 1897 eröffnete Christofle sein Geschäft an der rue Royale 8, 10 und 12 und blieb dort bis 1992, als es an die rue Royale 9 umzog. Für neuere Produkte aus der [[Jugendstil]]linie entwickelte Christofle im Jahre 1898 eine neue Legierung, die er &amp;#039;&amp;#039;gallia&amp;#039;&amp;#039; nennt. Im gleichen Jahre stattete Christofle das Pariser [[Hôtel Ritz (Paris)|Hôtel Ritz]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich befanden sich in mehreren europäischen Ländern, auch in der Hauptstadt [[Berlin]] des damaligen [[Deutsches Reich|Deutschen Reiches]] Filialen oder Vertriebsstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/index.php?id=dfg-viewer&amp;amp;set%5Bimage%5D=11&amp;amp;set%5Bzoom%5D=default&amp;amp;set%5Bdebug%5D=0&amp;amp;set%5Bdouble%5D=0&amp;amp;set%5Bmets%5D=http%3A%2F%2Fcontent.staatsbibliothek-berlin.de%2Fzefys%2FSNP27112366-19020126-0-0-0-0.xml Werbeanzeige für &amp;#039;&amp;#039;Schwer versilbertes Tafelbesteck&amp;#039;&amp;#039;], in: &amp;#039;&amp;#039;[[Vossische Zeitung|Königlich privilegierte Berlinische Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 26. Januar 1902.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nawab-Bett &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Nawab bed Christofle.jpg|mini|Das Prunkbett mit beweglichen Frauenfiguren wurde um 1882 für den Nawab von Bahawalpur hergestellt. Dafür wurden 290 Kilogramm an Silber verarbeitet.]]&lt;br /&gt;
Im April 1882 erhielt Christofle eine außerordentliche Bestellung über einen Mittelsmann von einem anonymen Kunden. Der Auftrag war für ein Prunkbett aus dunklem Holz mit schmückendem Silber mit vergoldeten Teilen, [[Monogramm]]en und Waffen, verziert mit vier lebensgroßen hautfarbenen Frauenfiguren, die Fächer hielten, mit echtem Haar, beweglichen Augen und Armen. Für die Ausführung wurden zusätzlich zu den Silberschmieden ein Bildhauer und Maler, ein Tischler für das Bett, ein Automatisierungstechniker und eine [[Spieluhr]]macher benötigt. Der Auftrag musste unter größter Geheimhaltung ausgeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tafeln und Pfosten wurden aus brasilianischem [[Palisander]]holz vom Unternehmen Schmidt et Piollet geliefert. Der Silberschmied überzog die gesamte Struktur mit 640 [[Pfund]] (rund 290 [[Kilogramm]]) [[Punzierung|punziertem]] und [[Gravur|graviertem]] [[Sterlingsilber]] in Form von [[Girlande]]n und [[Blattwerk]] im Flach[[relief]]. Das Kopfteil wurde mit dem Wappen des anonymen Kunden verziert. Es bestand aus zwei großen Pelikanen, einem Schild mit drei senkrechten Zweigen, der von Sternen, einem Ritterhelm und einer [[Mondsichel]] gekrönt war. Die [[Initialen]] &amp;#039;&amp;#039;SMK&amp;#039;&amp;#039; waren fußseitig eingraviert. An allen vier Ecken des Bettes standen nackte Frauen mit unterschiedlichen Haarfarben und Fächern in ihren Händen. Sie repräsentierten vermutlich eine Französin, eine Spanierin, eine Italienerin und eine Griechin. Ihre Haare wurden von Lesage, einem der berühmtesten Friseure seiner Zeit, gestaltet. Die eingebaute Technik löste bei Bewegung auf der Matratze einen Mechanismus aus, der die Fächer der Frauenfiguren bewegte und die Augen zum Zwinkern brachte. Gleichzeitig spielte die Spieluhr im 30-Minuten-Takt &amp;#039;&amp;#039;[[Faust (Gounod)|Faust]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Charles Gounod]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=David Lister |url=http://www.independent.co.uk/arts-entertainment/art/features/indias-royal-riches-the-maharajas-opulent-lifestyle-1782721.html |titel=India&amp;#039;s royal riches: The maharajas&amp;#039; opulent lifestyle |werk=[[The Independent]] |datum=2009-09-07 |sprache=en |abruf=2010-03-27 |zitat=Rolls-Royces, jewelled swords and couture saris – the V&amp;amp;A&amp;#039;s majestic exhibition reveals the opulent lifestyle of the maharajas.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Amin Jaffer |Titel=Made for Maharajas: A Design Diary of Princely India |Verlag=Vendome Press |Ort=New York |Datum=2006 |ISBN=978-0-86565-174-6 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst 1983 sollte Christofle den Namen seines Kunden erfahren. Es war Muhammad Sadiq Khan Abbasi IV., der [[Nawab]] von [[Bahawalpur (Staat)|Bahawalpur]] (im heutigen Pakistan). Der Nawab war damals 20 Jahre alt, als er das Bett in Auftrag gab. Er wuchs unter britischer Herrschaft auf und schien sich für westliche Einflüsse zu begeistern. Er sollte sein Bett jedoch nicht sehr lange genießen, da er 1899 im Alter von 38 Jahren verstarb.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Chumki Bharadwaj |url=http://indiatoday.intoday.in/site/Story/4914/Spice/Style+on+a+silver+platter.html |titel=Style on a silver platter |werk=[[India Today]] |datum=2008-02-22 |sprache=en |abruf=2010-03-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das &amp;#039;&amp;#039;Nawab-Bett&amp;#039;&amp;#039; wurde 2009 auf der Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;Maharaja: The Splendour of India&amp;#039;s Royal Courts&amp;#039;&amp;#039; im Londoner [[Victoria and Albert Museum]] gezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Genealogisches Taschenbuch der adeligen Haeuser Oesterreichs 1906 6-7 Christofle.jpg|mini|Werbung von Christofle (1906/07)]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 1900 wurde die Lampe &amp;#039;&amp;#039;Pivoine&amp;#039;&amp;#039; ([[Pfingstrose]]) vorgestellt, ein [[Jugendstil]]meisterwerk, in dem das [[opal]]farbene [[Glas]] bei der Herstellung direkt in die [[Fassung (Technik)|Fassung]] eingeblasen worden war. Bei der [[Weltausstellung Paris 1900]] präsentierte Christofle eine große Menge an Kunstwerken, wie einen 17&amp;amp;nbsp;Kilogramm schweren Silberspiegel und einen 71&amp;amp;nbsp;Kilogramm schweren silbernen Tafelaufsatz. 1917 stellte Christofle &amp;#039;&amp;#039;Dinanderies&amp;#039;&amp;#039; vor, eine Sammlung von [[Patina|patinierten]] [[Kupfer]]werken, die mit Silber und [[Gold]] eingelegt waren. Diese Sammlung blieb bis 1938 in Produktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1925 nahm Christofle an der [[Exposition internationale des Arts Décoratifs et industriels modernes]] in Paris teil, wo er viele Auszeichnungen erhielt. 1928 kreierte [[Gio Ponti]] den [[Kerzenleuchter]] &amp;#039;&amp;#039;Fleche&amp;#039;&amp;#039; (Pfeil), dessen Form eine Ankündigung des Stils der kommenden 1970er Jahre war. 1935 erzeugte Christofle 45.000 Stücke für das Service vom Kreuzfahrtschiff &amp;#039;&amp;#039;[[Normandie (Schiff, 1935)|Normandie]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der 9. Mailänder [[Triennale]] 1951, die unter der Aufsicht von Gio Ponti stand, stellte Christofle seine Design-Sammlung vor. Im gleichen Jahr kaufte Christofle das Unternehmen Cardeilhac auf. 1957 wurde die Sammlung &amp;#039;&amp;#039;Formes Nouvelles&amp;#039;&amp;#039;, von Gio Ponti, [[Tapio Wirkkala]] und dem Silberschmidt [[Lino Sabattini]] gezeichnet, präsentiert. 1960 eröffnete das &amp;#039;&amp;#039;Bouilhet-Christofle Museum&amp;#039;&amp;#039;. 1970 wählte Präsident [[Georges Pompidou]] das &amp;#039;&amp;#039;Mercury&amp;#039;&amp;#039;-Service für das Präsidentenflugzeug aus. 1971 eröffnete eine moderne Herstellungsstätte für [[Flachware]] in [[Yainville]], Normandie. Die Fabrik konnte über fünf Millionen Stücke im Jahr herstellen. [[Jean Michel Folon]] entwarf 1974 mehrere Stücke für Christofle, darunter das Tisch[[feuerzeug]] &amp;#039;&amp;#039;Bolide&amp;#039;&amp;#039;. 1989 wurde die Kollektion &amp;#039;&amp;#039;Perspective&amp;#039;&amp;#039; vorgestellt, eine limitierte Silbersammlung die in Zusammenarbeit mit mehreren Designern und Künstlern entstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christofle arbeitete in der Zeitspanne von 1990 bis 2004 mit mehreren internationalen Designern wie [[Sylvain Dubuisson]], der liturgische Objekte für Papst [[Johannes Paul II.]] herstellte, [[Roger Tallon]], [[Adam D. Tihany]], [[Clara Halter]], [[Gae Aulenti]], [[Martin Szekely]], [[Andrée Putman]], [[Michele Oka Doner]] und Garouste und Bonetti zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptsitz des Konzerns befindet sich seit 1992 in der [[Paris]]er [[Rue Royale]] Nr.&amp;amp;nbsp;9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 21. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Christofle 001.JPG|mini|Silberbesteck-Auswahl von Christofle]]&lt;br /&gt;
2005 wurde die Collection 925, die erste Silberjuwelensammlung von Andrée Putman, vorgestellt. Für Christofle markierte dies eine Rückkehr zu den Wurzeln, als Charles Christofle sein Unternehmen als Silberjuwelier gründete. Weitere Künstler mit denen Christofle zusammenarbeitete waren [[Taher Chemirik]], [[Adeline Cacheux]] und [[Peggy Huyn Kin]], die mit der Marke &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;Esprit Argente&amp;#039;&amp;#039; experimentieren. Seit 2006 gibt es Zusammenarbeit mit Designern wie [[Marcel Wanders]], [[Richard Hutten]], [[Ito Morabito]] (Ora-Ïto), [[Arik Levy]] und Künstlern wie [[Sam Baron]], [[Toni Grilo]], Studenten der L&amp;#039;ECAL und [[Mathieu Lehanneur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Firma Christofle produziert in Frankreich und Brasilien. Die Erzeugnisse werden weltweit in 75 Christofle-Einzelhandelsgeschäften sowie 400 Kaufhäusern und Spezialgeschäften verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christofle ist auch eines der Gründungsmitglieder des [[Comité Colbert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ingrid Haslinger: &amp;#039;&amp;#039;Kunde – Kaiser. Die Geschichte der ehemaligen k. u. k. Hoflieferanten&amp;#039;&amp;#039;. Schroll, Wien 1996, ISBN 3-85202-129-4.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Christofle &amp;amp; Cie Orfèvres&amp;#039;&amp;#039;. Editions Collections Livres S.C., 2004 (auf Französisch).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Des cheminees dans la plaine: Cent ans d’industrie a Saint-Denis, autour de Christofle (1830–1930)&amp;#039;&amp;#039;. Creaphis, 1998. ISBN 978-2-907150-85-9 (auf Französisch).&lt;br /&gt;
* Marc de Ferriere Le Vayer: &amp;#039;&amp;#039;Christofle, deux siecles d&amp;#039;aventure industrielle: 1793–1993 (Collection Memoire d&amp;#039;entreprises)&amp;#039;&amp;#039;. Le Monde editions, 1995. ISBN 978-2-87899-105-5. (auf Französisch).&lt;br /&gt;
* Tony Bouilhet: &amp;#039;&amp;#039;L’Orfèvrerie francaise, au XX siecle et le centenaire de l’orfèvrerie Christofle&amp;#039;&amp;#039;. Editions Emil-Paul Freres, 1941 (auf Französisch).&lt;br /&gt;
* David Rosenberg: &amp;#039;&amp;#039;Christofle&amp;#039;&amp;#039;. Assouline, 2006. ISBN 978-2-84323-657-0 (auf Englisch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.christofle.com/ Webpräsenz von Christofle]&lt;br /&gt;
* [http://andre.j.balout.free.fr/charente(16)_pdf/jean_joseph_etienne_lenoir001.pdf Revue de la Société d&amp;#039;Entraide des Membres de la Légion d&amp;#039;Honneur, Nr. 107, Mai 1990, S. 16–18: &amp;#039;&amp;#039;Biographie Jean-Joseph Etienne Lenoir (1822–1900)&amp;#039;&amp;#039;] (französisch, PDF, 88&amp;amp;nbsp;KiB) (abgerufen am 17. Juli 2013)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=2020949-6|LCCN=n82090107|VIAF=159106225}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kaiserlicher Hoflieferant (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Königlicher Hoflieferant (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:K.u.k. Hoflieferant]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Luxusgüterhersteller]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Besteckhersteller]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Porzellanhersteller]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schmuckhersteller]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Paris)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Essen und Trinken (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1830]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angewandte Kunst (Frankreich)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-15116-62</name></author>
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