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	<title>Christlieger - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T01:08:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Christlieger&amp;diff=1350932&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Caproni Ca.33: /* Plattform und Grotte */</title>
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		<updated>2024-02-04T22:39:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Plattform und Grotte&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Insel&lt;br /&gt;
|NAME=Christlieger (Johannesinsel)&lt;br /&gt;
|BILD1=Insel Christlieger.jpg&lt;br /&gt;
|BILD1-TEXT=Christlieger, von Nordwesten aus gesehen&lt;br /&gt;
|BILD2=Königssee Bayern (26342465180).jpg&lt;br /&gt;
|BILD2-TEXT=Luftaufnahme vom nördlichen Ende des Königssees mit der Insel Christlieger&lt;br /&gt;
|GEWAESSER=[[Königssee]]&lt;br /&gt;
|GRUPPE=&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD=47/35/08.7/N&lt;br /&gt;
|LAENGENGRAD=12/59/17/E&lt;br /&gt;
|REGION-ISO=DE-BY&lt;br /&gt;
|KARTE=&lt;br /&gt;
|POSKARTE=&lt;br /&gt;
|LAENGE=0.061&lt;br /&gt;
|BREITE=0.026&lt;br /&gt;
|FLAECHE=0.001260&lt;br /&gt;
|ERHEBUNG=unbenannt&lt;br /&gt;
|HOEHE=607&lt;br /&gt;
|HOEHE-BEZUG=&lt;br /&gt;
|EINWOHNER=0&lt;br /&gt;
|HAUPTORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Christlieger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der Name der einzigen Insel im [[Königssee]] in den [[Berchtesgadener Alpen]]. Die [[Binnenseeinsel]] wird auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johannesinsel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johannisinsel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;St. Johann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Der Name der Insel wird mit männlichem oder weiblichem Genus (&amp;#039;&amp;#039;Der/Die Christlieger&amp;#039;&amp;#039;), mitunter auch ganz ohne Artikel (&amp;#039;&amp;#039;Christlieger befindet sich im Nordteil des Sees&amp;#039;&amp;#039;) verwendet. Die Betonung liegt auf der zweiten Silbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Herkunft des Namens wurden verschiedene Erklärungen vorgeschlagen: &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Chris&amp;#039;&amp;#039; u. &amp;#039;&amp;#039;Lieger&amp;#039;&amp;#039;: [[Bairische Dialekte|Bairisch]] &amp;#039;&amp;#039;chris&amp;#039;&amp;#039; = abgehackte Tannenzweige; &amp;#039;&amp;#039;Lieger, Lager, Leger&amp;#039;&amp;#039; = Ort, an dem (zum Abholen über den See) Tannenzweige gelagert, bereitgelegt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Sturmfels, Heinz Bischof: &amp;#039;&amp;#039;Unsere Ortsnamen. Im ABC erklärt nach Herkunft und Bedeutung.&amp;#039;&amp;#039; 3. Aufl.  F. Dümmler, 1961.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Christ&amp;#039;&amp;#039; u. &amp;#039;&amp;#039;Lager&amp;#039;&amp;#039;: „Christlager“, also der Ort, in dessen Nähe vier Menschen, die bei einem Sturm in den See gefallen waren, Rettung fanden.&amp;lt;ref&amp;gt;Fr. M. Vierthaler: &amp;#039;&amp;#039;Meine Wanderungen durch Salzburg, Berchtesgaden und Österreich.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1816. Originalzitat bei Vierthaler: „In der Nähe dieser kleinen Insel, auf einer alten Charte, das Christlager genannt, stürzten im Jahre 1711 vier Personen in den See, und retteten sich Trotz des heftigen Sturmes, welcher da wüthete, an das Land. Die steinerne Statue des heil. Johannes ist ein Denkmal ihrer Gefahr und ihres Dankes.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Alternativname Johannesinsel leitet sich ab vom Namen des Heiligen, den die Statue auf der Insel darstellt, [[Johannes von Nepomuk]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Die baumbestandene Felseninsel ist von Norden nach Süden 61&amp;amp;nbsp;m lang, bis zu 26&amp;amp;nbsp;m breit und hat eine Fläche von 1.260&amp;amp;nbsp;m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;. Sie liegt etwa 250&amp;amp;nbsp;Meter südlich des Königssee-Nordufers bei der Schiffsanlegestelle, rund 30&amp;amp;nbsp;m vom Ostufer und 90&amp;amp;nbsp;m vom Westufer entfernt noch im seichteren Nordteil des Sees und nah an der Abbruchkante zur Tiefe. Nördlich der Insel ist der See zumeist maximal drei Meter tief. Von der Südspitze der Insel bis zum Ostufer des Sees verläuft eine seichte Felsbarre. Die Elektroboote der Schifffahrt Königssee (lokaler Betriebsteil der [[Bayerische Seenschifffahrt|Bayerischen Seenschifffahrt]]) fahren auf dem Weg nach [[St. Bartholomä (Königssee)|St. Bartholomä]] rund 20&amp;amp;nbsp;Meter westlich an der Insel vorbei. Früher fuhren die Boote östlich in noch geringerer Entfernung vorbei. Am Ostufer der Insel befindet sich die Anlegestelle für Boote, die jedoch nicht von den Passagierbooten der Schifffahrt Königssee angelaufen werden kann, sondern nur für kleinere Boote wie [[Ruderboot]]e geeignet ist, die in den Bootshäusern 100 bis 200&amp;amp;nbsp;Meter weiter nördlich gemietet werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwaltung ==&lt;br /&gt;
Wie der gesamte Königssee gehört auch die Insel zur Gemeinde [[Schönau am Königssee]]. Grundeigentümer ist der [[Bayern|Freistaat Bayern]], vertreten durch die [[Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen]] und örtlich verwaltet von der Außenstelle Chiemsee in [[Prien am Chiemsee|Prien]]. Die Insel befindet sich noch außerhalb des [[Nationalpark Berchtesgaden]], dessen Grenze rund 320&amp;amp;nbsp;Meter weiter südlich quer über den See verläuft. Die Insel bildet das [[Flurstück]] 281 der [[Gemarkung]] [[Forst Königssee]]. Diese Gemarkung war früher ein [[Gemeindefreies Gebiet]] und wurde erst am 1. Januar 1984 [[Eingemeindung|eingemeindet]] nach Schönau am Königssee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Statue ===&lt;br /&gt;
Ein bekanntes [[Denkmal (Gedenken)|Denkmal]] auf der Insel ist die [[Statue]] des heiligen [[Johannes Nepomuk]], [[Schutzpatron]] der Schiffer bzw. gegen Wassergefahren. Die etwa 180&amp;amp;nbsp;cm hohe Statue ist aus [[Marmor]]. Sie steht auf einer Anhöhe im nördlichen Inselbereich auf einem rund zwei Meter hohen Steinsockel. Nachdem hier ein Boot kenterte und die vier Insassen im letzten Moment gerettet wurden, wurde 1711 zum Dank die neue Statue errichtet, gestiftet von [[Johann Anton Zeitlmayer]], Stiftskanzler, Kanzleidirektor und Landrichter der [[Fürstpropstei Berchtesgaden]]. Seither wurde die Insel auch Johannesinsel genannt. Nach der Überlieferung hatte sich bis dahin an dieser Stelle eine Statue des Apostels [[Bartholomäus (Apostel)|Bartholomäus]] befunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Plattform und Grotte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Christlieger-Treppenaufgang-Süd.JPG|mini|hochkant=1.35|Treppe zur Plattform, rechts die Steinpyramiden]]&lt;br /&gt;
Der Sockel der Nepomuk-Statue ruht auf einer Plattform, die durch [[Balustrade]]n eingefasst ist und zu der seitlich (d. h. von Norden und von Süden) Treppen hochführen. Die Plattform wird an der Ostseite durch eine Stützmauer getragen, in die zwei beschriftete Marmortafeln eingelassen sind, mit den Inschriften&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Denkmal der Verehrung, gesetzt im Jahre 1711 von Joh. Anton von Zeitlmayer&amp;#039;&amp;#039;, sowie darunter&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Neu aufgerichtet im Jahre 1811&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der Stützmauer stehen zwei kleine [[Pyramide (Bauwerk)|Pyramiden]] aus Stein, deren Geschichte und Bedeutung unbekannt ist. In diesen Bereich befindet sich die Anlegestelle für Boote. Am Südende der Insel ließ [[Maximilian I. Joseph (Bayern)|König Max I.]] anlässlich der Erneuerungsarbeiten ab 1810 eine dritte Pyramide ähnlichen Aussehens errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Plattform befindet sich eine [[Grotte]], die von Westen durch ein vergittertes Tor zugänglich ist. Sie wird gelegentlich fälschlich als Kapelle erwähnt. Ihr Raum ist quadratisch im Grundriss und die Seitenwände weisen je zwei Nischen auf. An der Rückwand befindet sich ein Wandbrunnen aus rotem Marmor, der auf das späte 16. Jahrhundert datiert wird. Er ist gekennzeichnet durch Muschelbecken, Rundbogennische, Löwenkopf, [[Pilaster]], und einen halbkreisförmigen Aufsatz mit Wappen der Propstei Berchtesgaden, sowie einem weiteren Wappen. Es ist unbekannt, ob die Grotte bereits 1711 bestand und wann der Brunnen dort eingebaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erneuerungsarbeiten ab 1810 ===&lt;br /&gt;
1810 fiel die bis dahin zur Fürstpropstei Berchtesgaden gehörige Insel an die bayerische Krone. Sogleich veranlasste [[Maximilian I. Joseph (Bayern)|König Max I.]] umfangreiche Erneuerungsarbeiten auf der Insel. Im Inventar von 1853 wurde die Insel dann folgendermaßen beschrieben:&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Die an der nördlichen Bucht des Königssees gelegene Insel in einer schönen Lage ist mit Bäumen und Gesträuch bewachsen und es befindet sich auf derselben ein Sommerhäuschen..., ein Schutzdach auf vier Säulen, ein Stein als Kochherd..., die hübsche Marmorstatue mit Piedestal des Heiligen Johann, drei steinerne Pyramiden, eine kleine Brücke, eine Anfahrstelle, eine Sitzbank, mehrere Geländer; die Plätze und Wege sind bekiest&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die „Christlieger“ bekommt ein neues Gesicht. Umfangreiche Quellenforschung und viel Fingerspitzengefühl für die Sanierung der Königssee-Insel erforderlich.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Berchtesgadener Anzeiger.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 181, 21. September 1991.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Renovierung 1992 ===&lt;br /&gt;
1992 wurde die Grotte, die einsturzgefährdet war, renoviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmalschutz ==&lt;br /&gt;
Die Marmorfigur des Hl. Nepomuk samt Unterbau, Treppen und den beiden vorgelagerten Pyramiden sowie die Grotte und die 1810 errichtete Natursteinpyramide sind als Baudenkmal unter der Aktennummer D-1-72-132-45 in die [[Bayerische Denkmalliste]] eingetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;200&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Christlieger-Nepomuk05.JPG|Statue des Hl. Nepomuk&lt;br /&gt;
Christlieger-Grotte-Wandbrunnen01.JPG|Wandbrunnen der Grotte&lt;br /&gt;
Christlieger-Steinpyramide.JPG|Steinpyramide&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die „Christlieger“ bekommt ein neues Gesicht. Umfangreiche Quellenforschung und viel Fingerspitzengefühl für die Sanierung der Königssee-Insel erforderlich.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berchtesgadener Anzeiger]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 181, 21. September 1991.&lt;br /&gt;
* Elmar D. Schmid: &amp;#039;&amp;#039;St. Bartholomä am Königssee. Amtlicher Führer.&amp;#039;&amp;#039; 6. Aufl. Bayerische Verwaltung der Staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, München 1991.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschichte von Berchtesgaden.&amp;#039;&amp;#039; Band 2,1: &amp;#039;&amp;#039;Vom Beginn der Wittelsbachischen Administratium bis zum Übergang an Bayern 1810, Teil 1: Politik – Gesellschaft – Wirtschaft – Recht.&amp;#039;&amp;#039; Plenk Verlag, Berchtesgaden 1993, ISBN 3-922590-78-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seeinsel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Insel (Europa)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Insel (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Schönau am Königssee)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Caproni Ca.33</name></author>
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