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	<title>Christliche Mission in Indien - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T18:25:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Christliche_Mission_in_Indien&amp;diff=1104681&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M Huhn: Sebastião José de Carvalho e Melo</title>
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		<updated>2024-06-03T06:36:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sebastião José de Carvalho e Melo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege fehlen|Es wäre schön, wenn manche der doch ziemlich steilen Aussagen (z. B.: Annahme des Christentums aus &amp;quot;Opportunismus&amp;quot;) mit Belegen versehen wären.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;christliche Mission in Indien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; entwickelte sich parallel mit der [[Kolonialismus|Kolonialisierung]] durch die [[Portugal|Portugiesen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kolonialzeit ==&lt;br /&gt;
Mit der [[Päpstliche Bulle|päpstlichen Bulle]] [[Romanus Pontifex]] wurde den Portugiesen 1455 das Patronat für die [[Missionierung]] neuer Länder hinter Afrika übertragen. Gleichzeitig wurde den Portugiesen ein Handelsmonopol für diesen Raum gewährt. Nachdem [[Vasco da Gama]] 1498 den Seeweg nach [[Indien]] entdeckt hatte, betrieben die Portugiesen zunächst nur Handel mit Indien. Die [[Gouverneur]]e Portugiesisch-Indiens hielten sich mit der [[Bekehrung (Christentum)|Bekehrung]] Andersgläubiger zurück, da sie von den Konflikten zwischen [[Moslem]]s und [[Hindu]]s profitierten. Außerdem legten viele Beamte keinen Wert auf eine kirchliche Autorität, die ihre Aktionen kritisieren oder sogar weitermelden könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Goa]], die „Hauptstadt des Christentums“ in Asien, hatte 1514 vier [[Kaplan]]e und einen [[Generalvikar]], die für den Eigenbedarf der Portugiesen zuständig waren. Die Kleriker wurden kritisiert, weil manche öffentlich mit [[Konkubine]]n zusammenlebten und mehr um ihre Handelsgeschäfte als um das Seelenheil besorgt waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Schurhammer: &amp;#039;&amp;#039;Franz Xaver. Sein Leben und seine Zei&amp;#039;&amp;#039;. Zweiter Band, Freiburg 1963, S. 210.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Portugiesen verwehrten ausländischen Geistlichen den Zugang nach Asien. Als persönliche Abgesandte des Papstes aus Italien in Goa eintrafen, wurden diese verhaftet und nach Europa zurückgebracht. Schließlich wurde der portugiesische König [[Johann III. (Portugal)|Johann III.]] (João III.) von katholischer Seite daran erinnert, dass Portugal die Ausbreitung des Glaubens versprochen hatte. Ihm wurde angedroht, dass der Osten für alle katholischen Europäer geöffnet wird, wenn er nicht seiner Verpflichtung nachkommt. Daraufhin proklamierte der König die Epoche der forcierten Missionierung Asiens und schickte um 1540 Mitglieder des neu gegründeten [[Jesuiten]]-Ordens nach Goa, welche so schnell wie möglich sehr viele Ungläubige taufen sollten. Viele Jesuiten waren Ausländer, die sich per Eid dem portugiesischen Patronat unterwarfen. Der bekannteste unter ihnen war [[Francisco de Xavier]], welcher 1542 in Goa eintraf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der König verpflichtete die koloniale Verwaltung, die Missionierung mit eigenen Maßnahmen zu unterstützen. Zunächst musste jeder Portugiese in den Kolonien seine [[Sklave]]n taufen lassen. Dann wurde ein abgestufter Maßnahmenkatalog entwickelt. Arme wurden in Notzeiten mit Reis versorgt, wenn sie sich taufen ließen. Feudalherren und Herrschern in Indien wurde militärische Unterstützung angeboten. Den Neubekehrten der Mittelschicht wurden Positionen in der Verwaltung angeboten und die Steuern erlassen. Auch Teile des Handels wurden zum Privileg der Christen erklärt. Durch diese staatliche Unterstützung konnten die Priester Massentaufen durchführen. Aber viele „Reischristen“ blieben nur so lange bei ihrem neuen Glauben wie sie Nahrungsmittel brauchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Missionierung der einheimischen [[Herrscher]] war nur teilweise zufriedenstellend. Vor allem diejenigen mit dem wenigsten Einfluss hatten sich zum [[Christentum]] bekehrt, da sie sich hiervon die größten Vorteile ausrechneten. Durch die Christianisierung der Herrscher kam Portugal in eine Protektorenrolle, die sehr gefährlich und meistens nicht profitabel war. Deswegen haben die Vizekönige von Goa diese Form der Unterstützung bald aufgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am effektivsten war die Missionierung des [[Mittelstand]]es. Wer einen guten Posten bei den Portugiesen hatte, ließ auch seine [[Kindertaufe|Kinder taufen]]. Aber viele hatten aus [[Opportunismus]] den christlichen Glauben angenommen und waren in Wahrheit stärker ihrer alten Religion als dem Christentum zugetan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Missionare die Reinheit ihrer Lehre gefährdet sahen, bat Francisco de Xavier im Jahre 1545 den König von Portugal, die [[Heilige Inquisition]] nach Indien zu schicken, welche 1554 auch dort eintraf. Die Portugiesen verboten die traditionelle [[Witwenverbrennung]]. Die Konsolidierung Goas fand erst durch den portugiesischen Minister [[Sebastião José de Carvalho e Melo|Marquês de Pombal]] statt, welcher die katholischen Privilegien abschaffte und 1774 auch die [[Inquisition in Goa]] beendete. Nach dem Sturz Pompals im Jahre 1777 wurde die Inquisition nochmals in abgeschwächter Form eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Evangelische Mission ==&lt;br /&gt;
Der erste deutsche evangelische Missionar in Indien war [[Bartholomäus Ziegenbalg]] (1682–1719), der im Rahmen der [[Dänisch-Hallesche Mission|Dänisch-Halleschen Mission]] durch [[August Hermann Francke]] nach Tranquebar (das heutige Tharangambadi in [[Tamil Nadu]]) entsandt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Ann-Charlott Settgast: &amp;#039;&amp;#039;Der Mann in Tranquebar. Ein Porträt des Bartholomäus Ziegenbalg.&amp;#039;&amp;#039; Brendow, Moers 1987, ISBN 3-87067-303-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Brigitte Klosterberg |Titel=Das „Missionsarchiv“ im Archiv der Franckeschen Stiftungen zu Halle |Hrsg= |Sammelwerk=MIDA Archival Reflexicon |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum=2020 |ISBN= |Seiten=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1882 waren im [[Koraput (Distrikt)|Koraput-Distrikt]] (im Süden des heutigen [[Odisha|Orissa]]) Missionare der &amp;#039;&amp;#039;Schleswig-Holsteinischen evangelisch-lutherischen Missionsgesellschaft zu Breklum&amp;#039;&amp;#039; tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Martin Krieger |Titel=Die Quellen zur Breklumer Mission im Koraput-Distrikt (1882–1990er Jahre) |Hrsg= |Sammelwerk=MIDA Archival Reflexicon |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum=2019 |ISBN= |Seiten=1 |Online=https://www.projekt-mida.de/reflexicon/die-quellen-zur-breklumer-mission-im-koraput-distrikt-1882-1990er-jahre/}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenso bekannt ist [[Friso Melzer]] (1907–1998).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im angelsächsischen Sprachraum ist vor allem [[William Carey]] (1761–1834) bekannt. Der Gründer der englischen [[Baptismus|baptistischen]] Mission ließ sich in [[Bengalen]] nieder, das damals ebenso von den Briten besetzt war.&amp;lt;ref&amp;gt;Kellsye M. Finnie: &amp;#039;&amp;#039;William Carey: By Trade a Cobbler.&amp;#039;&amp;#039; STL Bromley/Kent / Kingsway Eastbourne 1986, ISBN 0-86065-437-0.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer wieder wurden auch Missionare umgebracht, vereinzelt selbst heute noch wie die australische Missionarsfamilie Staines im Januar 1999 in [[Orissa]].&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Rapp (Hrsg.) / Glady Staines: &amp;#039;&amp;#039;Sie starben für Jesus.&amp;#039;&amp;#039; Brunnen, Basel/Gießen 2000, ISBN 3-7655-3679-2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Viele Missionare und ihre Nachkommen haben das indische [[Krankenhaus|Spitalwesen]] wesentlich vorangebracht, wie etwa Paul Wilson Brand (1914–2003), der in der [[Lepra|Leprologie]] bedeutende Entdeckungen machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten in Indien wirkenden evangelischen Missionare sind Inder. Zu den international bekannten Missionaren gehören etwa [[Sundar Singh]] (1888 bis ca. 1929)&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Gäbler: [http://www.gaebler.info/ahnen/gaebler/sss.pdf Sadhu Sundar Singh.] Dissertation an der Universität Leipzig, Leipzig 1937. A. Jesudam Appasamy: &amp;#039;&amp;#039;Sundar Singh. Ein indischer Zeuge des lebendigen Christus.&amp;#039;&amp;#039; Friedrich Reinhardt, Basel, ca. 1956&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Bakht Singh]] (1903–2000).&amp;lt;ref&amp;gt;Daniel Smith: &amp;#039;&amp;#039;Bakht Singh. Ein Prophet Gottes in Indien.&amp;#039;&amp;#039; Münchowsch Universitätsdruckerei W. Schmitz, Gießen s.&amp;amp;nbsp;a.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unter britischer Herrschaft ==&lt;br /&gt;
Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts unterband die britische [[Britische Ostindien-Kompanie|East India Company]] jegliche christliche Missionierung in Indien. Der Parlamentarier [[William Wilberforce]] (1759–1833) setzte gegen den Einfluss der {{lang|en|East India Company}} auf die Beteiligung der Bürger bei der Meinungsbildung. In insgesamt 837 [[Petition]]en, die fast eine halbe Million Briten unterzeichneten, wurde dem britischen Parlament vorgeschlagen, die 1793 anstehende Erneuerung der &amp;#039;&amp;#039;British East India Company&amp;#039;s Charter&amp;#039;&amp;#039; so zu gestalten, dass die {{lang|en|East India Company}} zur Entsendung von Lehrern und Diakonen verpflichtet würde. Das Anliegen scheiterte zunächst an der erfolgreichen Lobbyarbeit der Direktoren der Kompanie. Diese fürchteten, dass die Hinwendung zum Christentum die in Indien bestehenden Machtstrukturen gefährden und damit ihre wirtschaftlichen Interessen beeinträchtigen könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wmcarey.edu/carey/wmward/Main%20html/seram19.html The Charter Act of 1813] - Derby Local Studies Library - abgerufen am 10. Dezember 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1833 verlor die Kompanie ihr Handelsmonopol. Im Jahr 1858 verlor die Kompanie ihre Verwaltungsfunktion an die britische Regierung, nachdem ihre [[Indischer Aufstand von 1857|indischen Soldaten 1857 meuterten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies geschah mit dem [[Government of India Act 1858]], den das britische Parlament am 2. August 1858 unter dem Einfluss von [[Henry John Temple, 3. Viscount Palmerston|Palmerston]] verabschiedete. Kernpunkte des Gesetzes waren:&lt;br /&gt;
* die Übernahme aller Territorien in Indien von der Ostindien-Kompanie, die zugleich die ihr bisher übertragenen Macht- und Kontrollbefugnisse verlor.&lt;br /&gt;
* die Regierung der Besitzungen im Namen der Königin [[Victoria (Vereinigtes Königreich)|Victoria]] als [[Kronkolonie]]. Es wurde ein &amp;#039;&amp;#039;Secretary of State for India&amp;#039;&amp;#039; an die Spitze der behördlichen Verwaltung gestellt.&lt;br /&gt;
* die Übernahme allen Vermögens der Gesellschaft und das Eintreten der Krone in alle zuvor geschlossenen Verträge und Abmachungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den &amp;#039;&amp;#039;East India Stock Dividend Redemption Act&amp;#039;&amp;#039; wurde die Kompanie am 1. Januar 1874 aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Christentum in Indien]]&lt;br /&gt;
* [[Evangelisation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Ronald Daus |Titel=Die Erfindung des Kolonialismus |Verlag=Peter Hammer Verlag |Ort=Wuppertal |Jahr=1983 |ISBN=3-87294-202-6 |Kommentar=Gemeinsam herausgegeben mit der [[Gepa|GEPA]]}}&lt;br /&gt;
* Tobias Delfs, Johannes Heymann: „Christliche Mission in Indien vom 18. bis zum frühen 20. Jahrhundert: Eine historisch-thematische Einführung“, in: Südasien-Chronik - South Asia Chronicle 12 (2022), ISBN 978-3-86004-349-3, 1–32.&lt;br /&gt;
* [[Paul Gäbler]]: [http://www.gaebler.info/ahnen/gaebler/paul-3.htm#1930 Der Islam in Indien als Missionsproblem der Gegenwart] In: &amp;#039;&amp;#039;Lutherisches Missionsjahrbuch für das Jahr 1930&amp;#039;&amp;#039;. H. G. Wallmann Verlag, Leipzig 1930. Seite 43–57.&lt;br /&gt;
* [[Brigitte Klosterberg]]: &amp;quot;[https://www.projekt-mida.de/reflexicon/klosterberg-das-missionsarchiv-im-archiv-der-franckeschen-stiftungen-zu-halle/ Das „Missionsarchiv“ im Archiv der Franckeschen Stiftungen zu Halle].&amp;quot; in: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.projekt-mida.de/rechercheportal/reflexicon/ MIDA Archival Reflexicon]&amp;#039;&amp;#039; (2020), [[Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke|ISSN]] 2628-5029, 1–9.&lt;br /&gt;
* Martin Krieger: &amp;quot;[https://www.projekt-mida.de/reflexicon/die-quellen-zur-breklumer-mission-im-koraput-distrikt-1882-1990er-jahre/ Die Quellen zur Breklumer Mission im Koraput-Distrikt (1882–1990er Jahre)].&amp;quot; in: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.projekt-mida.de/rechercheportal/reflexicon/ MIDA Archival Reflexicon]&amp;#039;&amp;#039; (2019), [[Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke|ISSN]] 2628-5029, 1–7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christliche Mission in Indien| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Missionsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Portugiesische Kolonialgeschichte (Indien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentumsgeschichte (Indien)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
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