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	<title>Christkind - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Christkind&amp;diff=52487&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Derkoenig: defekte Weblinks</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Christkind&amp;diff=52487&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-16T19:29:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;defekte Weblinks&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt das Christkind als Gabenbringer. Für die gleichnamige süddeutsche und österreichische Bezeichnung für Geschenke siehe [[Weihnachtsgeschenk]]. Für den vorweihnachtlichen sorbischen Brauch in der Lausitz siehe [[Dźěćetko]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Christkind in Struwwelpeter 1845.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Christkind mit Bilderbuch&amp;#039;&amp;#039;. Ausschnitt aus der Erstausgabe des &amp;#039;&amp;#039;[[Struwwelpeter]]&amp;#039;&amp;#039; (1845)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Richard Ernst Kepler - Im Lande des Christkinds.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Im Lande des Christkinds&amp;#039;&amp;#039;. Einer der ersten [[Adventskalender]] (1903)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Christkind mit Weihnachtsbaum (1912).jpg|mini|Christkind mit [[Weihnachtsbaum]], [[Weihnachtskarte]] (1912)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Christkind&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Symbolfigur des [[Weihnachten|Weihnachtsfestes]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.atlas-alltagssprache.de/runde-5/f01b/ |titel=Christkind |werk=Atlas  zur  deutschen  Alltagssprache |hrsg=Stephan Elspaß, Robert Möller |datum=2011-01-08 |abruf=2025-12-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Christkind bringt dem [[Brauchtum]] zufolge den Kindern die [[Weihnachtsgeschenk]]e, ohne dabei gesehen zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich war es eine [[Protestantismus|protestantische]] Tradition, die den heiligen [[Nikolaus von Myra|Nikolaus]] als Gabenbringer ersetzte. [[Martin Luther]] propagierte um 1535 den „Heiligen [[Christus|Christ]]“  als Alternative zur bisherigen Geschenksitte am Nikolaustag. Die Idee des Christkinds ist jedoch heutzutage überwiegend in [[Katholizismus|katholischen]] Gegenden verbreitet, vor allem in [[Süddeutschland|Süd-]] und [[Westdeutschland]], im [[Elsass]], in [[Luxemburg]], [[Österreich]] und [[Oberschlesien]] im heutigen Polen,&amp;lt;ref&amp;gt;Bei 91 % der Österreicher bringt symbolisch gesehen das Christkind die Geschenke (7 % der Weihnachtsmann, 2 % keine Angabe). market-Umfrage: Telefonische CATI-Interviews, repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren, n=418, Erhebungszeitraum 11. bis 12. Dezember 2012: {{Internetquelle |autor=Conrad Seidl |url=https://derstandard.at/1355460472761/Umfrage-Dalai-Lama-gibt-mehr-religioese-Richtugn-als-der-Papst |titel=Umfrage: Dalai Lama gibt mehr religiöse Richtung als der Papst |werk=[[derStandard.at]] |datum=2012-12-23 |abruf=2018-12-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Südtirol]], der [[Deutschschweiz]], [[Ungarn]], [[Tschechien]], der [[Slowakei]], [[Slowenien]] und in [[Kroatien]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ljubomir Škrinjar |url=http://www.hkv.hr/reportae/lj-krinjar/7432-boine-jaslice-u-naim-crkvama.html |titel=Hrvatska svjetla i tame: Božićne jaslice u našim crkvama |werk=Portal Hrvatskoga kulturnog vijeća (Portal des Kroatischen Kulturrates) |datum=2010-12-29 |sprache=hr |abruf=2018-12-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie in [[Rio Grande do Sul|Südbrasilien]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Lissi Bender Azambuja |url=http://www.brasilalemanha.com.br/portal/notice_print.php?id=5299 |titel=Weihnachten, Natal – O evento mais marcante do ano |werk=Brasil Alemanha |sprache=pt |archiv-url=https://web.archive.org/web/20131004220035/http://www.brasilalemanha.com.br/portal/notice_print.php?id=5299 |archiv-datum=2013-10-04 |abruf=2018-12-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Christkind wird häufig als blondgelocktes Kind mit Flügeln und [[Heiligenschein]] dargestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ingeborg Weber-Kellermann: &amp;#039;&amp;#039;Das Weihnachtsfest&amp;#039;&amp;#039;, S. 98: „Das gabenbringende Christkind ist keineswegs identisch mit dem neugeborenen Erlöserkind in der Wiege […]“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem [[Hochmittelalter]] sind Skulpturen mit der Darstellung des [[Jesuskind]]es als Andachtsbilder bekannt, die von der Kunstgeschichte als &amp;#039;&amp;#039;Christkind&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RDK&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans Wentzel |Online=http://www.rdklabor.de/w/?oldid=92618 |Titel=Christkind |Sammelwerk=[[Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte]] |Band=III |Datum=1953 |Spalten=590–608 |Abruf=2018-12-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Solche Christkinder stehen auch im Mittelpunkt des [[Kindleinwiegen|Christkindlwiegens]]. Volkstümlich wird bis heute die Gestalt des Jesuskindes in der [[Weihnachtskrippe]] als &amp;#039;&amp;#039;Christkind&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Renate Krüger-Behrens |url=https://www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/presse-und-medien/frontnews/2011/12/2011_12_21 |titel=Die Weihnachtskrippe |hrsg=Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers |datum=2011-12-20 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20181201005028/https://www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/presse-und-medien/frontnews/2011/12/2011_12_21 |archiv-datum=2018-12-01 |abruf=2018-12-23}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.spiegel.de/panorama/justiz/greifswald-diebe-stehlen-christkind-aus-der-krippe-a-1068350.html |titel=Weihnachtsmarkt in Greifswald: Diebe stehlen Christkind aus der Krippe |werk=[[Spiegel Online]] |datum=2015-12-17 |abruf=2018-12-23}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.brauchtum.de/de/winter/weihnachten/unterseiten/die-weihnachtskrippe.html |titel=Die Weihnachtskrippe – Dreidimensional inszenierter Glaube 6.1 |werk=[[Bonifatiuswerk|brauchtum.de]] |abruf=2018-12-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Christkind als Gabenbringer ==&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
Im Mittelalter wurden die Kinder am [[Nikolaustag]] (6.&amp;amp;nbsp;Dezember) oder am [[Tag der unschuldigen Kinder]] (28.&amp;amp;nbsp;Dezember) beschenkt; die [[Bescherung]] am [[Heiliger Abend|Heiligabend]] bzw. am ersten Weihnachtsfeiertag, wie sie heute üblich ist, gab es damals noch nicht. Die [[Protestant]]en lehnten jedoch die [[Heiligenverehrung]] – und damit auch die Verehrung des heiligen Nikolaus – ab. Daher ersetzte mit hoher Wahrscheinlichkeit [[Martin Luther]] im 16. Jahrhundert den Nikolaus durch den „heiligen Christ“ ([[Jesus Christus]]) und verlegte die Beschenkung auf den 25. Dezember. Allerdings war schon vor Luther auch das Christkind als Gabenbringer bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wahle, Stephan |Titel=Die stillste Nacht. Das Fest der Geburt Jesu von den Anfängen bis heute |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Herder |Ort=Freiburg i.&amp;amp;nbsp;Br. |Datum=2018 |ISBN= |Seiten=159-160}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem scheint auch Martin Luther selbst beide Gabenbringer noch akzeptiert zu haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wahle, Stephan |Titel=Die stillste Nach. Das Fest der Geburt Jesu von den Anfängen bis heute |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Herder |Ort=Freiburg i.&amp;amp;nbsp;Br. |Datum=2018 |ISBN= |Seiten=160}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Andernorts – wie in der reformierten [[Schweiz]] – fand die Bescherung bis ins 19. Jahrhundert am [[Neujahrstag]] statt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Idiotikon-688&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Chlaus |Sammelwerk=[[Schweizerisches Idiotikon]] |Band=III |Ort=Frauenfeld |Datum=1893 |Spalten=687–697 |Online=https://digital.idiotikon.ch/p/lem/249656 |Kommentar= mit weiteren Angaben}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Kotsch: &amp;#039;&amp;#039;Weihnachten – Herkunft, Sinn und Unsinn von Weihnachtsbräuchen&amp;#039;&amp;#039;, S. 108: „Damit sollte einerseits der Dank für die guten Gaben nicht einem Menschen sondern Jesus Christus selbst gebrachte werden. Anderseits wurden die Geschenke nun noch stärker als Abbilder des großen Geschenkes Gottes für die Menschheit gesehen. Gott schickt seinen Sohn Jesus Christus, um den Menschen echte Freude, tiefen Frieden und wirkliche Vergebung ihrer Schuld zu ermöglichen. Deshalb beschenken sich die Menschen auch untereinander. Damit folgen sie dem Vorbild Gottes, sie drücken ihm ihren Dank aus, sie wollen andere an ihrer Freude Anteil geben und sie weisen damit zeichenhaft auf Gottes Geschenk hin.“&amp;lt;/ref&amp;gt; Über die Jahre entwickelte sich die Bezeichnung „Christkind“ und die Vorstellung als engelsgleiche Erscheinung.&amp;lt;ref&amp;gt;Ingeborg Weber-Kellermann: &amp;#039;&amp;#039;Das Weihnachtsfest&amp;#039;&amp;#039;, S. 98: „[…] da Luther den populären Kirchenheiligen Sankt Nikolaus mit seinem Kulturbereich zurückdrängen und durch den ‚Heiligen Christ‘ zu ersetzen suchte. Solch blutloser und gesichtsloser Anonymos konnte freilich die Volksphantasie kaum befriedigen, sie schuf sich im Luther-Land sogleich eine Verkörperung des ‚Heiligen Christ‘ in Gestalt des lichten, erschleierten Christkindes.“&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Christkind verselbständigte sich zusehends, und die Verbindung zu Jesus Christus wurde immer unklarer.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Kotsch: &amp;#039;&amp;#039;Weihnachten – Herkunft, Sinn und Unsinn von Weihnachtsbräuchen&amp;#039;&amp;#039;, S. 128&amp;lt;/ref&amp;gt; In der reformierten Schweiz wurde es – entsprechend dem hier (früher) gültigen Bescherungstag – denn auch zum &amp;#039;&amp;#039;Neujahrskind&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Idiotikon3_346&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Neu-Jâr-Chindli |Sammelwerk=[[Schweizerisches Idiotikon]] |Band=III |Ort=Frauenfeld |Datum=1893 |Spalten=346 |Online=https://digital.idiotikon.ch/p/lem/159145 |Abruf=2018-12-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die engelsgleiche Darstellung hat ihren Ursprung vermutlich in weihnachtlichen Umzugsbräuchen und [[Krippenspiel]]en, bei denen häufig eine Engelsschar von einem „Christkind“ angeführt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Ingeborg Weber-Kellermann: &amp;#039;&amp;#039;Das Weihnachtsfest&amp;#039;&amp;#039;, S. 98: „Das gabenbringende Christkind […] scheint jenen vielfältigen Umzugsbräuchen zu entstammen, in denen außer Maria und Joseph mit dem Jesuskind als Herolde und Begleiter engelhafte Gestalten mitgingen, weißgewandete Mädchen mit offenem Haar, deren Anführerin das häufig verschleierte ‚Christkind‘ war.“&amp;lt;br /&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.g-geschichte.de/pdf/plus/christkind_lucia_und_befana_die_gabenbringer_in_aller_welt.pdf |titel=Christkind, Lucia und Befana – Die Gabenbringer in aller Welt |werk=[[G/Geschichte]] |datum=2008-01-08 |format=pdf, 252&amp;amp;nbsp;kB |archiv-url= https://web.archive.org/web/20091229090734/http://www.g-geschichte.de/pdf/plus/christkind_lucia_und_befana_die_gabenbringer_in_aller_welt.pdf |archiv-datum=2009-12-29 |abruf=2018-12-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Christkind verbreitete sich zunächst im evangelischen Deutschland. Später breitete sich der [[Brauch]] ins Rheinland, dann zusammen mit [[Adventskranz]] und [[Weihnachtsbaum]] nach [[Bayern]] und [[Österreich]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen|1=Weihnachtsmann bei Protestanten in Deutschland|2=Der nachfolgende Abschnitt}}&lt;br /&gt;
Diese Entwicklungslinie wurde aber von zwei entgegenlaufenden gekreuzt: Einerseits wurde das Christkind in Nord- und in Teilen von Mitteldeutschland bei den Protestanten immer mehr vom [[Weihnachtsmann]] abgelöst, anderseits verdrängte das Christkind in der Schweiz immer mehr den [[Nikolaus]] &amp;#039;&amp;#039;(Chlaus)&amp;#039;&amp;#039;. So war es nicht nur in der katholischen, sondern auch in Teilen der reformierten Schweiz im 18. und 19. Jahrhundert der &amp;#039;&amp;#039;Chlaus&amp;#039;&amp;#039;, der in den Tagen um Weihnachten oder an Silvester die Geschenke brachte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Idiotikon-688&amp;quot; /&amp;gt; Noch Ende des 19. Jahrhunderts wurde in der reformierten Schweiz das Christkind an manchen Orten als „katholisch“ bzw. als Import aus dem katholischen Süddeutschland empfunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Idiotikon3_346&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Christ-Chindli |Sammelwerk=[[Schweizerisches Idiotikon]] |Band=III |Ort=Frauenfeld |Datum=1893 |Spalten=346–347 |Online=https://digital.idiotikon.ch/p/lem/145692 |Abruf=2018-12-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im 20. Jahrhundert wurde der Nikolaus jedoch auch hier vom Christkind verdrängt. Somit ist das Christkind als Gabenbringer hauptsächlich einerseits in mehrheitlich katholischen Gebieten wie Österreich, Bayern, dem [[Saarland]], den katholischen Teilen [[Baden-Württemberg]]s, [[Westfalen]] und dem [[Rheinland]], anderseits aber auch in den traditionell evangelischen Regionen [[Franken (Region)|Frankens]], Baden-Württembergs, der [[Pfalz (Region)|Pfalz]] und [[Hessen]]s sowie in der [[Deutschschweiz]] überhaupt verbreitet. Die weltweit verbreitete und durch populäre Darstellungen etwa in der Werbung oder auf Weihnachtsmärkten bekannte Figur des Weihnachtsmanns gewinnt aber auch in diesen Gebieten immer mehr an Boden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Christkind als Gabenbringer ist laut dem Weihnachtsforscher [[Manfred Becker-Huberti]] geschlechtslos.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.diversity-institut.de/infothek/diversity-news/detail/8d7dabd488c21fcfafcbafe95a3128bb/duuuuu-ist-das-christkind-ein-junge-oder-ein-maedchen-119/ |titel=Duuuuu? Ist das Christkind ein Junge oder ein Mädchen? |werk=Institut für Diversity Management |datum=2018-12-18 |abruf=2020-12-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kinderpost ans Christkind ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Weihnachtspostamt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Kinder schicken in der Vorweihnachtszeit Briefe mit Wünschen an das Christkind. Diese werden besonders im oberösterreichischen [[Christkindl]], einem [[Steyr]]er Stadtteil, seit 1950 gesammelt und meist auch beantwortet. Dieses [[Postamt Christkindl]] ist jedes Jahr geöffnet und versieht die Briefsendungen, die darüber verschickt werden, mit einem [[Sonderstempel]]. Pro Jahr erhalten etwa zwei Millionen Sendungen diesen Stempel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://pfarre-steyr-christkindl.dioezese-linz.at/postamt.html |titel=Postamt Christkindl: 60 Jahre Weihnachtspostamt Christkindl |werk=Website der Pfarre Steyr-Christkindl |archiv-url=https://web.archive.org/web/20131208094335/http://pfarre-steyr-christkindl.dioezese-linz.at/postamt.html |archiv-datum=2013-12-08 |abruf=2018-12-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das höchste Christkindl-Postamt Österreichs steht am [[Pitztal]]er Gletscher in Tirol auf 3.440&amp;amp;nbsp;m Höhe. Jedes Jahr vom 20. bis 23.&amp;amp;nbsp;Dezember können Kinder im dortigen Café 3440 ihre Post an das Christkind aufgeben und in den Briefkasten einwerfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland werden Briefe ans Christkind an eines der [[Weihnachtspostamt|Weihnachtspostämter]] der [[Deutsche Post AG|Deutschen Post AG]] gerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Schweiz beantwortet die Schweizerische Post im Rahmen der &amp;#039;&amp;#039;Aktion Christkind&amp;#039;&amp;#039; alljährlich über 17.000 Kinderbriefe, die ans Christkind oder den Nikolaus geschickt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Junge Frauen als Darstellerinnen des Nürnberger Christkinds ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Christkindlesmarkt prolog 2009.jpg|mini|Eröffnung des Nürnberger Christkindlesmarktes 2009 mit Prolog durch das Christkind]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des [[Nürnberger Christkindlesmarkt]]es gibt es seit 1933 alljährlich ein sichtbares Christkind, das bis 1968 von Schauspielerinnen gespielt wurde. Seit 1969 wird alle zwei Jahre eine junge Frau aus der Stadt, die mindestens sechzehn Jahre alt sein muss, zum Christkind gewählt. Im Kostüm eröffnet sie den Christkindlesmarkt in der Stadt und reist anschließend durch Franken, um Weihnachts- und Adventsveranstaltungen zu besuchen. In der Nürnberger Kostümdarstellung ist das Christkind eine junge Frau mit blondgelockten Haaren, einer Krone und einem weiß-goldenen engelsgleichen Kleid. Das Nürnberger Christkind eröffnet auch den Christkindlesmarkt in [[Chicago]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Nürnberger Christkindlesmarkt#Nürnberger Christkind}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Christkind als figürliche Darstellung des Knaben Jesus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bornkinnel Scheibenberg.jpg|mini|Das &amp;#039;&amp;#039;Bornkinnel&amp;#039;&amp;#039; in der [[Johanniskirche (Scheibenberg)]]]]&lt;br /&gt;
In der Kunstgeschichte wird als Christkind das isolierte Bild des kleinen [[Jesuskind|Jesusknaben]] bezeichnet; weitere Begriffe dafür sind heiliges Kind, Kindli, Jesulein, Jesusknäblein, [[Bornkinnel]] oder Bornkindl. Es wird in der Regel ohne Beifiguren und außerhalb jedes szenischen Zusammenhangs dargestellt oder aber als Wickel- und Wiegenkind, gegebenenfalls in der Krippe oder Wiege liegend ([[Fatschenkind]]). Generell werden figürliche Darstellungen des neugeborenen Jesus von Nazareth auch als „Darstellung des Christkinds“ bezeichnet. In diesem Zusammenhang erscheint das Christkind immer als männliche Person.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mancherorts ist es Brauch, dass die Figur des Christkinds zu Beginn der [[Christmette]] in einer [[Prozession]] zur Weihnachtskrippe in der Kirche getragen und dort vom Priester in die Krippe gelegt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die älteste und verbreitetste Form des Christkinds ist die des stehenden, nackten, etwa einjährigen Jesusknaben. Die frühesten bekannten bzw. erhaltenen Bildnisse stammen aus der Zeit um 1300.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RDK&amp;quot; /&amp;gt; Besonders in der Weihnachtszeit wurden solche Figuren in Klöstern und Kirchen zu den Gottesdiensten am Altar aufgestellt und in spirituelle Wiegenspiele einbezogen, als wären sie lebendige Wesen. Ordensfrauen nähten für die Figuren Gewänder und bestickten sie.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Julia Ricker |url=https://www.monumente-online.de/de/ausgaben/2013/6/goettliche-gewebe.php |titel=Göttliche Gewebe: Christkind-Figuren und ihre Ornate |werk=[[Monumente]] |datum=2013-12 |abruf=2018-12-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bedeutsam wurden auch stehende Jesuskindfiguren mit segnender Hand und [[Reichsapfel]]. Zum Kreis dieser Figuren gehörten der Bambino in der römischen Kirche [[Santa Maria in Aracoeli]] und das [[Prager Jesuskind]], die oft kopiert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Bedeutungen ==&lt;br /&gt;
Umgangssprachlich bezeichnet man auch Personen als „Christkinder“, die am 24. Dezember Geburtstag haben. In Teilen der Regionen, wo das Christkind die Geschenke bringt, werden auch die Gaben selbst zuweilen als &amp;#039;&amp;#039;Christkind&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im [[Sorbisches Siedlungsgebiet|sorbischen Siedlungsgebiet]] in der [[Lausitz]] bekannte Figur des [[Dźěćetko]] tritt in der Vorweihnachtszeit auf und wird im Deutschen traditionell als Christkind bezeichnet, sie unterscheidet sich aber signifikant von den sonstigen Christkind-Bräuchen und folgt einer davon unabhängigen Tradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Weihnachtsbrauchtum in Deutschland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Angelika Breunig: &amp;#039;&amp;#039;Bring Euch viele Gaben … – Zur Kulturgeschichte des Weihnachtsgeschenkes.&amp;#039;&amp;#039; (= Begleitheft zur gleichnamigen Ausstellung im [[Museum Malerwinkelhaus Marktbreit]], 21. November 2009 bis 17. Januar 2010). Museum Malerwinkelhaus, Marktbreit 2009, {{DNB|1013333926}}, S. 10–12.&lt;br /&gt;
* [[Ingeborg Weber-Kellermann]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Weihnachtsfest. Eine Kultur- und Sozialgeschichte der Weihnachtszeit.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Bucher, München 1987, ISBN 3-7658-0273-5, S. 98–102.&lt;br /&gt;
* [[Michael Kotsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Weihnachten. Herkunft, Sinn und Unsinn von Weihnachtsbräuchen.&amp;#039;&amp;#039; Jota, Hammerbrücke 2003, ISBN 3-935707-15-0, S. 108.&lt;br /&gt;
* [[Alfred Läpple]]: &amp;#039;&amp;#039;Kleines Lexikon des christlichen Brauchtums.&amp;#039;&amp;#039; Pattloch, Augsburg 1996, ISBN 3-629-00679-5, S. 43–44.&lt;br /&gt;
* Thomas Ludewig (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Christkind, Weihnachtsmann &amp;amp; Co. – Kulturgeschichtliches zu den weihnachtlichen Gabenbringern.&amp;#039;&amp;#039; (= Begleitpublikation zur gleichnamigen Sonderausstellung im [[Clemens Sels Museum Neuss]], 29. November 2007 bis 27. Januar 2008). Clemens Sels Museum, Neuss 2007, ISBN 978-3-936542-35-6, S. 55–69.&lt;br /&gt;
* [https://digital.idiotikon.ch/p/lem/159145 &amp;#039;&amp;#039;Neu-Jâr-Chindli&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Schweizerisches Idiotikon]].&amp;#039;&amp;#039; Band 3. Huber, Frauenfeld 1892, Spalte 346.&lt;br /&gt;
* [https://digital.idiotikon.ch/p/lem/145692 &amp;#039;&amp;#039;Christ-Chindli&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Schweizerisches Idiotikon]].&amp;#039;&amp;#039; Band 3. Huber, Frauenfeld 1892, Spalte 346–347.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.weihnachtszeit.net/weihnachten/christkind/ &amp;#039;&amp;#039;Christkind – Symbolfigur des Weihnachtsfestes&amp;#039;&amp;#039;]. In: Weihnachtszeit.net&lt;br /&gt;
* Tobias Glenz: [https://www.katholisch.de/artikel/15915-die-geschichte-vom-christkind &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte vom Christkind&amp;#039;&amp;#039;]. In: [[Katholisch.de]], 22. Dezember 2019&lt;br /&gt;
* Markus Bechtold: [https://www.evangelisch.de/inhalte/113495/06-12-2019/martin-luthers-christkind-verdraengte-den-nikolaus &amp;#039;&amp;#039;Martin Luthers Christkind verdrängte den Nikolaus&amp;#039;&amp;#039;]. In: [[Evangelisch.de]], 6. Dezember 2019&lt;br /&gt;
* [[Christoph Landolt]]: [https://www.idiotikon.ch/wortgeschichten/gabenbringer &amp;#039;&amp;#039;Nikolaus, Christkind, Weihnachtskind, Neujahrkind, Mutti, Pelzer &amp;amp; Santa Claus&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Wortgeschichte&amp;#039;&amp;#039; vom 19. Dezember 2013, hrsg. von der Redaktion des [[Schweizerisches Idiotikon|Schweizerischen Idiotikons]]&lt;br /&gt;
* Alexander Rechsteiner: [https://blog.nationalmuseum.ch/2019/12/christkind-oder-samichlaus/ &amp;#039;&amp;#039;Christkind oder Samichlaus?&amp;#039;&amp;#039;] Im Blog des [[Schweizerisches Nationalmuseum|Schweizerischen Nationalmuseums]] vom 25. Dezember 2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=1026749387}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fiktive Person (Religion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brauchtum (Weihnachten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jesuskind]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Derkoenig</name></author>
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