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	<title>Christine Touaillon - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T16:28:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Christine_Touaillon&amp;diff=2179743&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo, form</title>
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		<updated>2024-03-16T09:52:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo, form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Christine Touaillon&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, geborene Auspitz (* [[27. Februar]] [[1878]] in [[Jihlava|Iglau (Jihlava)]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[15. April]] [[1928]] in [[Graz]]), war eine [[österreich]]ische [[Literarhistoriker]]in, [[Schriftsteller]]in und [[Feministin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Touaillon kam als Tochter des [[k.k.]] [[Generalmajor]]s und [[Schriftsteller]]s [[Leopold Auspitz]] (1838–1907) und dessen Ehefrau Henriette Eggenberg (* um 1846; † 1895) zur Welt. Ihr Bruder war der k.u.k. [[Offizier]] und [[Genealoge]] [[Walther Heydendorff|Walther Ernst Auspitz]] (1888–1974), welcher nach 1920 den Namen seiner Ur-Urgroßmutter, einer Conrad von Heydendorff, annahm (auch: Auspitz-Heydendorff).&amp;lt;ref&amp;gt;Erika Weinzierl, Rudolf G. Ardelt, Wolfgang Huber, Anton Staudinger: &amp;#039;&amp;#039;Unterdrückung und Emanzipation: Festschrift für Erika Weinzierl zum 60. Geburtstag,&amp;#039;&amp;#039; Geyer-Edition 1985, ISBN 3-8509-0119-X, S. 69ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Touaillon die [[Volksschule]] und [[Bürgerschule]] in [[St. Pölten]] absolviert hatte, begann sie eine Ausbildung an einer [[Höhere Töchterschule|höheren Töchterschule]] in Wien. Zu dieser Zeit starb ihre 49-jährige Mutter, ihr Bruder war erst sieben Jahre alt. Trotzdem durfte sie sich an der [[Lehrerbildungsanstalt|Lehrerinnenbildungsanstalt]] des [[K.k. Civil-Mädchen-Pensionat Wien|k.u.k. Zivilmädchenpensionates]] zur [[Volksschullehrer]]in ausbilden lassen und erwarb im Jahre 1897 die Lehrbefugnis zum Unterricht an öffentlichen Volksschulen. Ihren Kindheitstraum, [[Literaturgeschichte]] zu studieren, konnte sie verwirklichen, da im selben Jahr durch eine [[Verordnung]] des [[Kultusministerium|Kultus-]] und [[Unterrichtsministerium]]s Frauen der Zugang zur Universität teilweise gestattet wurde. Sie [[Inskription|inskribierte]] im Winter[[semester]] 1897/1898 an der Universität Wien als außerordentliche Hörerin neben ihrer Unterrichtstätigkeit. Zeitgleich nahm sie Privatunterricht, um ihr Gymnasialstudium nachzuholen. Im Sommer 1902 [[Matura|maturierte]] sie am Staatsgymnasium in [[Salzburg]] und wurde im Herbst als ordentliche Hörerin immatrikuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1904 ehelichte sie den [[Notar]] Heinrich Touaillon und zog mit ihm zunächst nach [[Graz]], dann nach [[Vorau]] in der [[Steiermark]]. Die Ehe blieb kinderlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie war Mitarbeiterin der von [[Auguste Fickert]] begründeten und herausgegebenen [[Zeitschrift]] &amp;#039;&amp;#039;Neues Frauenleben&amp;#039;&amp;#039; (1902–1918) und übernahm nach dem Tod der Gründerin im Jahre 1910 zusammen mit [[Leopoldine Kulka]] und [[Emil Fickert]] die Herausgeberschaft. In der Zeitschrift veröffentlichte sie unter anderem [[Rezension]]en, beispielsweise zu den Werken der Schriftstellerin [[Elisabeth Siewert#Touaillon|Elisabeth Siewert]].&amp;lt;ref&amp;gt;Christine Touaillon: &amp;#039;&amp;#039;[[Elisabeth Siewert]]&amp;#039;&amp;#039;. In: Neues Frauenleben, 16. Jg., Nr.&amp;amp;nbsp;1/2, Wien 1914, S.&amp;amp;nbsp;41–46. ([http://www.literature.at/viewer.alo?objid=10305&amp;amp;viewmode=fullscreen&amp;amp;rotate=&amp;amp;scale=3.33&amp;amp;page=51 Volltext bei ALO] = [[Austrian Literature Online]].)&amp;lt;/ref&amp;gt; 1905 promovierte sie bei [[Jakob Minor]] in Wien über [[Zacharias Werner]]s &amp;#039;&amp;#039;Attila König der Hunnen&amp;#039;&amp;#039;. Zu dieser Zeit beschäftigte sie sich mit damaliger [[Gegenwartsliteratur]], mit der Geschichte der deutschen [[Kinderliteratur]] und schrieb für weitere Zeitschriften Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie ihren Wohnsitz nach [[Stainz]] verlegt hatte, begann sie im Herbst 1910 an der ersten Gesamtdarstellung des deutschen [[Frauenroman]]s des 18. Jahrhunderts zu arbeiten, dazu stellten ihr sechzehn deutsche [[Bibliothek]]en Bücher zur Verfügung. Um die [[Drucklegung]] am Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] 1918 zu realisieren, benötigte sie einen [[Verleger]]. Diesen fand sie in [[Wilhelm Braumüller Universitäts-Verlagsbuchhandlung|Wilhelm Braumüller]], es stand jedoch kein Papier für das 664 Seiten starke Buch zur Verfügung. Die Grazer [[Papierfabrik]] war schließlich bereit, ihr 2000 [[Kilogramm]] Papier gegen 300 Kilogramm [[Schwein]]e abzugeben. [[Rosa Mayreder]] notierte am 19. März 1918 in ihrem Tagebuch: &amp;quot;Mit Hilfe befreundeter Bauern werde sie also in die Lage gesetzt, das Buch, von dessen Erscheinung ihre Dozentur an der Grazer Universität abhängt, herauszubringen&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kernbauer_Schmidlechner-Lienhart_214&amp;quot;&amp;gt;Alois Kernbauer, Karin Schmidlechner-Lienhart: Frauenstudium und Frauenkarrieren an der Universität Graz (= Publikationen aus dem Archiv der Universität Graz, Band 33), Akademische Druck- u. Verlagsanstalt 1996, ISBN 3-2010-1660-8, S. 214&amp;lt;/ref&amp;gt; Braumüller veröffentlichte ihr Werk im Jahre 1919. Am 11. Juli des Jahres stellte sie das Buch der [[Philosophie|philosophischen]] [[Fakultät (Hochschule)|Fakultät]] in Graz als [[Habilitationsschrift]] vor. Dort verschleppte man das Verfahren bewusst, zweifelte die [[Kompetenz (Pädagogik)|Kompetenz]] einer Frau an: &amp;quot;Das Kollegium trägt starke Bedenken, ob Frauen überhaupt im Stande sind, auf junge Männer im Alter von 18 bis 25 Jahren, in dem bestimmte spezifisch männliche Eigenschaften am stärksten hervortreten, den erforderlichen pädagogischen Einfluss zu nehmen. Mittelschüler der oberen Klassen durch Frauen unterrichten zu lassen, hat man bisher nicht gewagt. Ob das bei Hochschülern ersprießlich, ja überhaupt möglich sein wird, ist als recht fraglich anzusehen. Umso mehr muss das zweite in Betracht kommende Moment einer über die gewohnten Anforderungen hinaus festgestellten Fachbeherrschung betont werden.&amp;quot; Eine Kommission der philosophischen Fakultät Graz legte in der Vollzugsanweisung vom 20. September 1920 fest, die Anforderungen an die weiblichen Habilitationsbewerberinnen deutlich höher zu setzen als für die männlichen Bewerber.&amp;lt;ref&amp;gt;Alois Kernbauer, Karin Schmidlechner-Lienhart: Frauenstudium und Frauenkarrieren an der Universität Graz (= Publikationen aus dem Archiv der Universität Graz, Band 33), Akademische Druck- u. Verlagsanstalt 1996, ISBN 3-2010-1660-8, S. 219&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Oktober 1920 zog sie ihren Antrag zurück und reichte ihr Gesuch in Wien ein. Sie [[Habilitation|habilitierte]] am 10. Juli 1921 als zweite weibliche akademische Lehrkraft an der [[Universität Wien]]. Von nun ab war sie [[Privatdozent]]in für [[deutsche Literatur]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kernbauer_Schmidlechner-Lienhart_214&amp;quot; /&amp;gt; und hielt Vorträge für den Wiener [[Volksheim Ottakring|Verein Volksheim]] und an der [[Österreichische Urania für Steiermark|Grazer Urania]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schrieb nebenbei Bücher, war Vorstandsmitglied in der [[Ethik|Ethischen]] Gesellschaft und der [[Women’s International League for Peace and Freedom|Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit]], dem Allgemeinen Österreichischen Frauenverein und im Verband der akademischen Frauen Österreichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1928 erkrankte sie und wurde als am &amp;#039;&amp;#039;[[Klimakterium]]&amp;#039;&amp;#039; erkrankt in die [[Psychiatrie|psychiatrische]] Abteilung der &amp;#039;&amp;#039;Irrenanstalt Am Feldhof&amp;#039;&amp;#039; in [[Straßgang]] eingeliefert. Die [[Obduktion]] ergab jedoch eine [[Endokarditis|Entzündung]] der [[Endokard|Herzinnenwand]], in deren Folge eine [[Hypertrophie]] des Herzens sowie [[Embolie]]n im [[Gehirn]] auftraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2012 wurde in Wien-[[Donaustadt]] (22. Bezirk) die &amp;#039;&amp;#039;Christine-Touaillon-Straße&amp;#039;&amp;#039; nach ihr benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
* [https://fedora.phaidra.univie.ac.at/fedora/objects/o:788004/methods/bdef:Book/view Altwiener Bilderbuch : Zweiundsiebzig Ansichten Nach Alten Stichen], Gottlieb Wien 1909&lt;br /&gt;
* Karoline Auguste Fischer, Wilhelm Braumüller Universitäts-Verlagsbuchhandlung Wien 1915&lt;br /&gt;
* Festschrift für Wilhelm Jerusalem zu seinem 60. Geburtstag (mit einem Beitrag von Christine Touaillon) – Wien, 1915&lt;br /&gt;
* [https://fedora.phaidra.univie.ac.at/fedora/objects/o:810877/methods/bdef:Book/view# Das Katzenbüchlein], (= Konegens Kinderbücher, Band 52), Konegens Jugendschriftenverlag Wien, 1919&lt;br /&gt;
* [https://fedora.phaidra.univie.ac.at/fedora/objects/o:746843/methods/bdef:Book/view Der deutsche Frauenroman des 18. Jahrhunderts], Braumüller Wien 1919 (Neuauflage: P. Lang 1978, ISBN 3-2610-1824-0)&lt;br /&gt;
* Mitarbeiterin am [[Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft|Reallexikon der deutschen Literaturgeschichte]] von [[Paul Merker (Literaturhistoriker)|Merker]]-[[Wolfgang Stammler|Stammler]] (1925/1926)&lt;br /&gt;
* Mitarbeiterin am 3. Band der Deutsch-Österreichischen Literaturgeschichte von Nagl-Zeidler-Castle (1930)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Rainer Leitner: &amp;#039;&amp;#039;Christine Touaillon, 1878–1928. Gelehrte und Feministin. Versuch eines Portraits.&amp;#039;&amp;#039; Ungedruckte Phil. Dipl., Karl-Franzens-Universität Graz, Geisteswissenschaftliche Fakultät, 1992; Buchbeitrag in: [[Alois Kernbauer]], Karin Schmidlechner-Lienhart: &amp;#039;&amp;#039;Frauenstudium und Frauenkarrieren an der Universität Graz&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Publikationen aus dem Archiv der Universität Graz.&amp;#039;&amp;#039; Band 33), Akademische Druck- u. Verlagsanstalt, 1996, ISBN 3-2010-1660-8, S. 210–247.&lt;br /&gt;
* Hanna Schnedl-Bubenicek: &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftlerin auf Umwegen – Christine Touaillon geb Auspitz (1878–1928). Versuch einer Annäherung.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Erika Weinzierl]], [[Rudolf G. Ardelt]], Wolfgang Huber (DDr.), [[Anton Staudinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Unterdrückung und Emanzipation: Festschrift für Erika Weinzierl zum 60. Geburtstag,&amp;#039;&amp;#039; Geyer-Edition 1985, ISBN 3-8509-0119-X, S. 69ff.&lt;br /&gt;
* [[Christoph König (Germanist)|Christoph König]] (Hrsg.), unter Mitarbeit von Birgit Wägenbaur u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;[[Internationales Germanistenlexikon 1800–1950]].&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;R–Z.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin/New York 2003, ISBN 3-11-015485-4, S. 1896–1897.&lt;br /&gt;
* Elisabeth Lebensaft: &amp;#039;&amp;#039;Touaillon, Christine.&amp;#039;&amp;#039; In: Brigitta Keintzel, [[Ilse Korotin]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wissenschafterinnen in und aus Österreich. Leben – Werk – Wirken.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Wien u. a. 2002, ISBN 3-205-99467-1, S. 757–759.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117407933}}&lt;br /&gt;
* {{ARIADNE|1668}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117407933|LCCN=n/80/160223|VIAF=35233322}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Touaillon, Christine}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literaturhistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frauenrechtler (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Familie Auspitz|Christine]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:WILPF-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1878]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1928]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Touaillon, Christine&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Auspitz, Christine&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichische Literarhistorikerin, Schriftstellerin und Feministin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. Februar 1878&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Jihlava|Iglau (Jihlava)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. April 1928&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Graz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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