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	<title>Christian Zais - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Christian_Zais&amp;diff=143500&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2026-04-01T07:02:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Christian-Zais.jpg|mini|hochkant|Christian Zais (1770–1820)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:ZaisPortrait.jpg|mini|hochkant|Christian Zais (Öl auf Leinwand, unbekannter Künstler, um 1815)]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;float-right&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Grabmal Zais.jpg|Grabmal von Christian Zais auf dem alten Friedhof in Wiesbaden&lt;br /&gt;
 Grabmal Christian Zais Alter Friedhof Wiesbaden.jpg|Nachbildung des Grabpfeilers, differierende Geburtsdaten&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Christian Zais&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. März]] [[1770]] in [[Stuttgart-Bad Cannstatt|Cannstatt]]; † [[26. April]] [[1820]] in [[Wiesbaden]]) war ein deutscher [[Architekt]], nassauischer [[Baubeamter]] und [[Stadtplanung|Stadtplaner]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zais studierte nach einer Steinmetzlehre vier Jahre Architektur an der [[Hohe Karlsschule|Stuttgarter Karlsschule]]. Er wurde unterrichtet von [[Karl August Friedrich von Duttenhofer]] und [[Johann Jakob Atzel]]. Anschließend bildet er sich bei [[Friedrich Weinbrenner]] fort.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Weinbrenner: Denkwürdigkeiten aus seinem Leben, von ihm selbst geschrieben, Herausgegeben und mit einem Anhange begleitet von Dr. Aloys Schreiber, Heidelberg, Druck und Verlag von Georg Reichard 1829&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Frühjahr 1805 wurde er von Cannstatt als Landbaumeister nach [[Hofheim am Taunus|Hofheim]] und bereits im Juli als Bauinspektor von [[Herzogtum Nassau|Nassau]] nach Wiesbaden&amp;lt;ref&amp;gt;Sigrid Russ, Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kulturdenkmäler in Hessen, Band II – Die Villengebiete.&amp;#039;&amp;#039; S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt; durch die Förderung des nassauischen Staatsministers [[Ernst Franz Ludwig Freiherr Marschall von Bieberstein]] berufen, der ebenfalls [[Württemberg]]er und Absolvent der [[Hohe Karlsschule]] war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Christian Zais war mit [[Maria Sybilla Josepha Zais]] geborene Schalch (* 3. Mai 1770 in [[Schelklingen]]; † 13. Juni 1844 in Wiesbaden), der Tochter des Ober[[amtmann]]s [[Thaddäus Petrus Julius Schalch]] verheiratet. Sein Sohn [[Wilhelm Zais (Politiker, 1798)|Wilhelm Zais]] studierte und promovierte in Medizin, betätigte sich als liberaler Politiker und nassauischer Landtagsabgeordneter, er führte das Hotel „Vier Jahreszeiten“ mit seiner Mutter weiter. Sohn [[Eduard Zais]] wurde Königlicher Baurat, Sohn [[Friedrich Wilhelm Zais]] Bau-Inspector in Nassau, außerdem hatte er zwei Töchter, Emilie und Mathilde. Sohn Ludwig Zais&amp;lt;ref&amp;gt;Staats- und Adress-Handbuch des Herzogthums Nassau für das Jahr 1840, Schellenberg’sche Hofbuchdruckerei, Wiesbaden 1840, S. 140. [https://books.google.de/books?id=R55jAAAAcAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PR1#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false]&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde Bezirkstierarzt in [[Bad Schwalbach|Langenschwalbach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken in Wiesbaden ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Tombleson Wiesbaden Kurhaus.jpg|mini|Das 1808 bis 1811 von Zais erbaute [[Altes Kurhaus Wiesbaden|Alte Kurhaus in Wiesbaden]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilhelmstrasse Hotel Vier Jahreszeiten.jpg|mini|Das ehemalige Hotel und Badhaus „Vier Jahreszeiten“ (links) und das Zais’sche Wohnhaus (rechts), am ehemaligen Theaterplatz (heute: Kaiser-Friedrich-Platz) erbaut von Christian Zais. Ansichtskarte um 1900]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christian Zais prägt mit seinem gesamtplanerischen Stadtentwurf bis heute die Innenstadt von Wiesbaden. Darüber hinaus entwarf und errichtete Zais eine Reihe bedeutender Bauten in der Kurstadt, namentlich zwischen 1808 und 1811 das frühere [[Altes Kurhaus Wiesbaden]] (das in der wilhelminischen Zeit durch das heutige Gebäude ersetzt wurde), 1813 das [[Erbprinzenpalais]] an der [[Wilhelmstraße (Wiesbaden)|Wilhelmstraße]] (heute Industrie- und Handelskammer) sowie das durch alliierte Bomber im Februar 1945 zerstörte [[Badhaus und Hotel &amp;quot;Vier Jahreszeiten&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1806 machte Christian Zais den Versuch, das Bauen durch Verwendung mit [[Stampflehm|Pisésteinen]] preiswert zu gestalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Heinz Striedter: &amp;#039;&amp;#039;Lehmarchitektur in Weilbgurg an der Lahn.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Fritsche: &amp;#039;&amp;#039;Hausbau und obrigkeitliches Handeln in den nassauischen Landesteilen von 1465 bis 1866.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation. Verlag VDG, Weimar 1997, ISBN 3-932124-24-3.&amp;lt;/ref&amp;gt; So entstand nach seinen Plänen der Gassenbacher Hof zu Idstein in dieser Bauart. Zu diesem Bau zog er auch [[Wilhelm Jakob Wimpf]] hinzu, der wie er Schüler von Weinbrenner war.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Schick: &amp;#039;&amp;#039;Der Pisébau zu Weilburg an der Lahn.&amp;#039;&amp;#039; 2. überarbeitete Auflage. Bürgerinitiative „Alt Weilburg“ e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch 1813 findet sich eine Bekanntmachung zur Ausschreibung solcher Bauten im Herzoglich Nassauischen Intelligenzblatt, die zeigt, dass diese Art preiswert zu bauen, auch weiterhin gefördert wurde. In Niederelbert wurden mehrere Häuser im Pisé-Verfahren erstellt und sind heute noch anzusehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schick, s. dort&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1806 zeichnete Zais auch Entwürfe für einen Schwefelbrunnen in [[Weilbach]], heute Flörsheim.&amp;lt;ref&amp;gt; Hessisches Hauptstaatsarchiv 3011/1, 2773 H &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1818 entwickelte Zais für die wachsende Hauptstadt einen Generalbebauungsplan, der den bereits 1806 von [[Carl Florian Goetz]] vorgelegten „Generalplan über die Vergrößerung und Verschönerung der Stadt“ erweiterte. Zais umschloss den [[Historischer Stadtkern|historischen Stadtkern]] mit neuen Straßenzügen in Form eines Fünfecks (heute [[Historisches Fünfeck]] genannt) und bestimmte damit die städtebauliche Entwicklung in Wiesbaden bis fast zum Ende des Herzogtums Nassau im Jahre 1866.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Wiesbadenern der damaligen Zeit war Zais alles andere als beliebt. Als er 1805 nach Wiesbaden kam, gab es zwar bereits ein bescheidenes Kurwesen, das auf mittelalterlichen und sogar römischen Traditionen beruhte, jedoch war die Stadt weit von ihrem späteren Ruf als „Weltkurstadt“ entfernt. Wiesbaden hatte zu dieser Zeit kaum 3.000 Einwohner und war – abgesehen vom Kurbetrieb – vor allem landwirtschaftlich geprägt. Auf Grund des gerade entstehenden nassauischen Verwaltungssitzes betrieb der Herzog von Nassau aus seiner Residenz in Biebrich ([[Schloss Biebrich|Biebricher Schloss]]) den Ausbau zu einer Residenzstadt, wobei man sich vielfach über die alten Rechte der Stadt und ihrer Bürger einfach hinwegsetze. Es gab erbitterte Streitigkeiten zwischen dem mit einflussreichen Bürgern besetzten Stadtrat und dem [[Haus Nassau|Fürstenhaus]], die sich vor allem an der für verfehlt gehaltenen Stadtplanung entzündeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits mit seiner ersten Maßnahme, dem Bau des Kurhauses, verärgerte Zais vor allem die Wiesbadener Bade- und Gastwirte. Denn er plante das Gebäude bewusst außerhalb der damaligen Stadt und des Kurzentrums, um eine Distanz zur als schmutzig und veraltet empfundenen Stadt herzustellen. Das neue Kurzentrum wurde durch eine breite Allee, der heutigen [[Wilhelmstraße (Wiesbaden)|Wilhelmstraße]], abgetrennt. Ursprünglich sollte der Bau des Kurhauses durch den Verkauf von Aktien finanziert werden – indessen kaufte kein einziger Wiesbadener auch nur einen der Anteilsscheine. Die „Actien“ des Kurhauses übernahm schließlich mehrheitlich das Herrscherhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders verärgerte er die Wiesbadener Gast- und Badewirte durch Pläne für ein eigenes, geradezu gigantisches und repräsentatives Badehaus für höchste Ansprüche an der heutigen Wilhelmstraße, wobei er dies schon bei dem Bau des Kurhauses vorgesehen hatte. Die Realisierung dieses ursprünglichen Großprojektes scheiterte an der Aufhebung staatlicher Zuschüsse für Neubauten durch die nassauische Ständeversammlung 1818. Jedoch errichtete er dann selbst, unterstützt von Oberfinanzrat [[Julius Simon von Nördlinger]] in Stuttgart und seinem Bruder, dem Fabrikanten [[Wilhelm Zais (Politiker, 1772)|Wilhelm Zais]] aus Cannstatt, das 1821 fertiggestellte, luxuriöse Hotel und Badehaus „Vier Jahreszeiten“ mit immerhin 140 Zimmern. Der Bau riss die Familie Zais nahezu in den Ruin. Sieben Jahre nach der Eröffnung hatte die Familie noch Schulden in Höhe von über 210.000 [[Gulden]], die mit 10.485 Gulden zu verzinsen waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolf Heino Struck: &amp;#039;&amp;#039;Wiesbadener Biedermeier.&amp;#039;&amp;#039; Franz Steiner Verlag, Wiesbaden 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Wiesbadener legten dem Baumeister alle denkbaren Hindernisse in den Weg. Als er eine bis dahin kaum genutzte Quelle seinem neuen Badehaus zuführen wollte, wurden in der Nacht vom 13. auf den 14. August 1818 die bisherigen Leitungen der Heilquelle in einem Aufstand zerstört. Die Streitigkeiten eskalierten zunehmend. Als Zais später eine andere Quelle erschließen wollte, kam es zu offenen Drohungen mit blanker Gewalt, wobei schließlich auch das [[Hofgericht Dillenburg|Dillenburger Hofgericht]] eingeschaltet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Badewirte manipulierten sogar ihre eigenen Quellen so, dass sie zu versiegen schienen, und behaupteten, die Grabungen von Zais seien dafür verantwortlich. Es kam darüber schließlich zu einem Aufruhr, über den Details nicht bekannt sind, der jedoch mit der Zerstörung der bisherigen Arbeiten an der Quellfassung endete und die Familie Zais in Gefahr brachte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Treue Darstellung der Fabel einer Verschwindung der heißen Quellen zu Wiesbaden.&amp;#039;&amp;#039; Beilage zu Nro. 134 der &amp;#039;&amp;#039;Mainzer Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; 7. November 1820.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zais erkrankte unterdessen schwer und verstarb noch vor der Fertigstellung der „Vier Jahreszeiten“, wenige Tage nach der Zerstörung seiner Kanalanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christian Zais wurde zunächst auf dem [[Friedhof an der Heidenmauer|&amp;#039;&amp;#039;Kirchhof an der Heidenmauer&amp;#039;&amp;#039;]] beigesetzt, nach dessen Schließung wurde sein Leichnam 1832 auf den [[Alter Friedhof (Wiesbaden)|&amp;#039;&amp;#039;Friedhof an der Platter Straße&amp;#039;&amp;#039;]] überführt. Sein Grab existiert nicht mehr, nur in der Mauer neben dem Eingang findet sich noch seine Grabplatte als Replik.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Bremme: &amp;#039;&amp;#039;Später Triumph.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Allgemeine Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; 27. Mai 1995, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicht so bekannt ist, dass [[Johann Heinrich Dannecker]], der Meister der bekannten Schillerbüste und einer der berühmtesten Bildhauer Süddeutschlands, eine Büste von Christian Zais geschaffen hatte. Sie war im Innern des Badhauses vor dem Balkon aufgestellt, ist aber bei dem Luftangriff, der das Bad- und Gasthaus „Zu den Vier Jahreszeiten“ am 2. Februar 1945 zerstörte, mit einem Foto vernichtet worden. Christian Zais und Dannecker kannten sich von der [[Hohe Karlsschule]] in Stuttgart.&amp;lt;ref&amp;gt; Nassauische Annalen 1981, Band 91; Wolf Heino Struck: Christian Zais an seinen Sohn Wilhelm - der Architekt des Klassizismus zu Wiesbaden in seiner Familie&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zais war an der Begründung Wiesbadens als Kurstadt mit Weltruf maßgeblich beteiligt. Die Konflikte zwischen ihm und der Bürgerschaft spiegeln auch die Gegensätze zwischen den Anhängern des alten Rechts und denjenigen des aufgeklärten, modernen Prinzips des Rationalen, das Zais im Sinne des [[Klassizismus]] und als Karlsschüler umsetzen wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* Vom 1904 abgebrochenen alten [[Altes Kurhaus Wiesbaden|Kurhaus in Wiesbaden]] sind nur zwei Säulen erhalten, die sich auf dem „Nizzaplätzchen“{{Coordinate|NS=50.083954|EW=8.248522|type=landmark|region=DE-HE|name=Nizzaplätzchen im Kurpark Wiesbaden|text=ICON1}} im [[Kurpark Wiesbaden|Kurpark]] befinden. Ein Zais zugeschriebener Kristallkronleuchter aus dem alten Kurhaus befindet sich heute am Choreingang der [[Unionskirche (Idstein)|Unionskirche]] in [[Idstein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Zais&amp;#039; Werken sind erhalten:&lt;br /&gt;
* die [[Münster (Kelkheim)#Kirche St. Dionysius|Kirche St. Dionysius]] in (Kelkheim-)[[Münster (Kelkheim)|Münster]], die der erste klassizistische Kirchenbau Nassaus war und 1808 bis 1811 erbaut wurde,&lt;br /&gt;
* der [[Hofgut Gassenbach|Gassenbacher Hof]] in Idstein, der in Pisé-Bauweise errichtet wurde, den Christian Zais mit [[Wilhelm Jacob Wimpf]] aus Weilburg förderte,&lt;br /&gt;
* das [[Erbprinzenpalais]] und&lt;br /&gt;
* das [[Schenksches Haus|Schenk’sche Haus]] in Wiesbaden, das Zais zugeschrieben wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Sigrid Russ, Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kulturdenkmäler in Hessen, Band I.1 – Historische Fünfeck.&amp;#039;&amp;#039; S. 391.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* der neugotische Turm („Freiheitsturm“) am [[Steinsches Schloss (Nassau)|Steinschen Schloss]] in [[Nassau (Lahn)|Nassau]], den sich der Freiherr zum Gedächtnis an die erfolgreich verlaufenen Befreiungskriege &amp;lt;!-- nach Plänen von Christian Zais --&amp;gt;bauen ließ. Wegen der dauernden Änderungswünsche des Bauherrn war dies ein nervenaufreibendes Unterfangen, weshalb man sich 1818 trennte.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Eimer: &amp;#039;&amp;#039;Quellen zur politischen Ikonographie der Romantik: Steins Turmbau in Nassau, Frankfurter Fundamente der Kunstgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Kunstgeschichtliches Institut der Johann Wolfgang Goethe Universität; Sulpiz Boisserée, Tagebücher, Eduard Roether Verlag, Darmstadt, 1978.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref group=&amp;quot;*&amp;quot;&amp;gt;[[Sulpiz Boisserée|Boisserée]] notiert am 6. August 1815 in seinem Tagebuch: &amp;#039;&amp;#039;Den ganzen Morgen hat mich Zais mit dem Turm geplagt, den er für Stein in Nassau baut. Das muss ich sagen, Gott behüte einen, daß man kein Haus-Baumeister wird – da muss der Beste zum Pfuscher werden vor allen Forderungen, die die Menschen machen. Aber was soll ich von einem Herrn denken, der einen achteckigen Turm massig aufbauen, zwischen zwei moderne Gebäude einklemmen läßt als Verbindung und wieder Abschluß des Wohnhauses und der Wirtschaftsgebäude; und nun sollen unten in den Turm, der 22&amp;amp;nbsp;m Licht hat, 2&amp;amp;nbsp;Bäder und ein kleiner Saal angebracht werden. Der Saal soll zum Essen dienen können, es soll darin Wellington und Blücher und der alliierten Büsten aufgestellt werden von Marmor, und im Winter soll es als Orangerie dienen! Auch ein Archiv wird noch gefordert, weiß aber keines Rat zu schaffen in dem Raum. Dann oben folgt ein Studierzimmer, das kann hübsch werden und darüber noch ein achteckiges, welches allenfalls das Archiv werden, auch zu Schlafkabinetten dienen soll, wenn viele Fremden kommen – die Frau vom Haus möchte es gern haben – usw.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Koblenzer Architekt [[Johann Claudius Lassaulx]] stellte den Bau fertig.&lt;br /&gt;
* der Westturm der evangelischen Andreaskirche in [[Weisel (Rhein-Lahn-Kreis)|Weisel]] und&lt;br /&gt;
* die 1817–1818 erbaute Kirche [[St. Bartholomäus (Frankfurt-Zeilsheim)|St. Bartholomäus]] in (Frankfurt-)[[Frankfurt-Zeilsheim|Zeilsheim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Zais&amp;#039; Ingenieurbauten zählt ferner:&lt;br /&gt;
* die Quellfassung des „Großen Kisselborns“, die 2009 zwischen [[Jagdschloss Platte|Platte]] und [[Rabengrund von Wiesbaden|Rabengrund]] wiederentdeckt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Lauth: &amp;#039;&amp;#039;Nassauische Annalen 2011, Wiesbaden – Stadt des Wassers.&amp;#039;&amp;#039; S. 29–30.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Lauth: [https://www.naturkunde-online.de/media/sum134.pdf#page=118 &amp;#039;&amp;#039;Zu den Ursprüngen der nassauischen Wasserversorgung der Stadt Wiesbaden&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbücher des [[Nassauischer Verein für Naturkunde|Nassauischen Vereins für Naturkunde]]&amp;#039;&amp;#039; 134, Wiesbaden 2013, S. 117–136.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist ein Teil der von Zais 1812 vorgelegten Planung für die Wiesbadener Wasserversorgung, die ursprünglich für den Speisung einer von ihm geplanten Fontäne auf dem [[Bowling Green (Wiesbaden)|Bowling Green]] begonnen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kelkheim Münster katholische Kirche.JPG|Katholische Kirche St. Dionysius in Kelkheim-Münster (1808–1811)&lt;br /&gt;
Wiesbaden Kurhaus.jpg|Das alte Wies&amp;amp;shy;badener Kurhaus mit dem [[Bowling Green (Wiesbaden)|Bowling Green]] (1808–1811)&lt;br /&gt;
Luthmer_V_-_219_-_Wiesbaden_alter_Kursaal_nach_dem_Stich_von_Schönfeld.jpg|Ehemaliger zentraler Kursaal im ersten Kurhaus Wiesbadens (1810)...&lt;br /&gt;
Wiesbaden Kurhaus Zeis-Saal.JPG|...der im Nachfolgebau des Wiesbadener Kurhauses von [[Friedrich von Thiersch]] nachgebildet wurde.&lt;br /&gt;
Crystal_chandelier_at_choir_bay_Unionskirche_Idstein.jpg|Über&amp;amp;shy;bleib&amp;amp;shy;sel aus dem alten Kurhaus: Der Kristall&amp;amp;shy;kron&amp;amp;shy;leuchter in der Unions&amp;amp;shy;kirche in Idstein&lt;br /&gt;
Hofgut Gassenbach 008.JPG|Hofhaus des Hofguts Gassenbach in Idstein als Pisébau (1811–1812)&lt;br /&gt;
Schenksches haus.jpg|Schenk’sches Haus in Wiesbaden (1813), vor der Instandsetzung im Sommer 2012...&lt;br /&gt;
Schenksches Haus Okt 2012.jpg|… und nach Abschluss der Arbeiten im Oktober 2012&lt;br /&gt;
Erbprinzenpalais-wiesbaden-1a.JPG|Erbprinzenpalais in Wiesbaden (1813–1817)&lt;br /&gt;
Nassau (Lahn). Schloßstraße. - geograph.org.uk - 7508.jpg|Steinsches Schloss in Nassau (Lahn) mit dem neugotischen Turm (1814–1816)&lt;br /&gt;
Weisel-3.jpg|Westturm der evangelischen Andreaskirche in Weisel (1815)&lt;br /&gt;
St-Bartholomaeus-Zeilsheim-1.jpg|St. Bartholomäus, Zeilsheim (1817–1818)&lt;br /&gt;
Die Vier Jahreszeiten zu Wiesbaden 1830.jpg|Hotel und Badehaus „Vier Jahreszeiten“ in Wiesbaden, im Zweiten Weltkrieg zerstört (1821)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|44|674|676|Zais, Christian|Wilhelm Sauer|ADB:Zais, Christian}}&lt;br /&gt;
* Berthold Bubner: &amp;#039;&amp;#039;Christian Zais in seiner Zeit (1770–1820).&amp;#039;&amp;#039; Wiesbaden 1993, {{OCLC|180659333}}.&lt;br /&gt;
* Clemens Weiler: &amp;#039;&amp;#039;Johann Christian Zais 1770–1820.&amp;#039;&amp;#039; In: Karl Wolf (Hrsg. im Auftrag der Historischen Kommission Nassau): &amp;#039;&amp;#039;Nassauische Lebensbilder.&amp;#039;&amp;#039; 1955.&lt;br /&gt;
* Thomas Weichel: &amp;#039;&amp;#039;Eine neue Stadt auf festem Boden. Christian Zais – Der Reformer des Wiesbadener Stadtbildes&amp;#039;&amp;#039;, in: Gerhard Honekamp (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Wiesbaden – Hinterhof und Kurkonzert&amp;#039;&amp;#039;, Gudensberg-Gleichen 1996, S. 9–11, ISBN 3-86134-350-9.&lt;br /&gt;
* Heinz Hildner: &amp;#039;&amp;#039;Wiesbadener Wohnbauten der klassischen Zeit, mit einer vergleichenden Betrachtung der Modellbauten in südwestdeutschen Residenzstädten 17.–19. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation. L. Schellenberg’sche Hofdruckerei, Wiesbaden 1931.&lt;br /&gt;
* Ulrich Coenen: &amp;#039;&amp;#039;Die Kurhäuser in Baden-Baden und Wiesbaden – Ein neuer klassizistischer Bautyp innerhalb der Bäder- und Kurarchitektur und seine Einbindung in die Landschaft&amp;#039;&amp;#039;. In: Die Ortenau – Jahrbuch des Historischen Vereins für Mittelbaden, Bd. 101 (2021), S. 231–260.&lt;br /&gt;
* Dr. Udo Zais: &amp;quot;ZAIS-Beiträge zur Familiengeschichte&amp;quot; 2012, Stadtarchiv Wiesbaden.&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{HessBib|PPN=195591828}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=129601608|titel=Zais, Johann Christian| datum=2020-02-28}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bildindex.de/document/obj20044535#|home Fotos des Steinsches Schlosses] in Nassau (Lahn), mit dem neugotischen Turm von Zais; &amp;#039;&amp;#039;Bildindex der Kunst und Architektur&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.bildindex.de/document/obj05219034#|home Fotos (von 1957) des ehemaligen Erbprinzenpalais&amp;#039;] in Wiesbaden, mit vollständig erhaltenen Fensterläden; &amp;#039;&amp;#039;Bildindex der Kunst und Architektur&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.wiesbaden.de/microsite/stadtlexikon/a-z/Zais__Christian.php Christian Zais im Stadtlexikon Wiesbaden]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;*&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=129601608|VIAF=40460108}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Zais, Christian}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt des Klassizismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Wiesbaden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1770]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1820]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Zais, Christian&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Architekt, nassauischer Baubeamter und Stadtplaner&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. März 1770&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Stuttgart-Bad Cannstatt|Cannstatt]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. April 1820&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wiesbaden]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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