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	<title>Christian Mergenthaler - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Magipulus: HC: Entferne Kategorie:Gymnasiallehrer; Ergänze Kategorie:Gymnasiallehrer (Deutschland)</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Gymnasiallehrer&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Gymnasiallehrer (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Gymnasiallehrer&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Gymnasiallehrer_(Deutschland)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Gymnasiallehrer (Deutschland) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Gymnasiallehrer (Deutschland)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Porträtfoto Christian Mergenthaler.jpg|mini|hochkant|Christian Mergenthaler, fotografiert von [[Otto Eisenschink]], um 1933]]&lt;br /&gt;
[[Datei:ChristianMergenthaler.jpg|mini|hochkant|Christian Mergenthaler als Abgeordneter der [[Nationalsozialistische Freiheitspartei|NSFP]] im Reichstag 1924]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Christian Julius Mergenthaler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. November]] [[1884]] in [[Waiblingen]]; † [[11. September]] [[1980]] in [[Bad Dürrheim]]) war ein deutscher Politiker ([[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]), Mitglied des [[Volksstaat Württemberg|württembergischen]] [[Landtag des freien Volksstaates Württemberg|Landtags]], des [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstags]] sowie württembergischer [[Ministerpräsident]] und [[Kultusministerium|Kultusminister]]&amp;lt;!--sic!--&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Christian Mergenthaler wurde in Waiblingen als Sohn eines Bäckermeisters geboren, besuchte von 1894 bis 1898 die [[Latein]]schule und die Realschule in Waiblingen, ab 1898 die Realschule in [[Cannstatt]], die er 1902 abschloss. Er studierte in [[Stuttgart]], [[Tübingen]] und [[Göttingen]] und wurde Mitglied der [[Christliche Studentenverbindung|christlichen]] [[Studentenverbindung]]en Stuttgarter Wingolf, [[Tübinger Wingolf]] und [[Göttinger Wingolf]],&amp;lt;ref&amp;gt;August Winkler: &amp;#039;&amp;#039;Vademekum Wingolfitikum&amp;#039;&amp;#039;, Wingolfsverlag, Wolfratshausen 1925, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt; trat aber 1928 aus allen drei Verbindungen wieder aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Gesamtverzeichnis des Wingolf 1991&amp;lt;/ref&amp;gt; 1907 legte er die erste Dienstprüfung für das höhere Lehramt ab, leistete von 1908 bis 1909 Militärdienst als [[Einjährig-Freiwilliger]] und wurde nach der zweiten Dienstprüfung 1911 Oberlehrer in der Latein- und Realschule [[Leonberg]]. Er nahm als Offizier einer Artillerieeinheit am gesamten [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] teil, die meiste Zeit davon an der Front.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Zwischenspiel in Stuttgart wurde er 1920 Gymnasialprofessor in [[Schwäbisch Hall]]. Eine konservativ-deutschnationale, antisemitische Prägung, das radikalisierende Kriegserlebnis sowie sein angebliches Empfinden für soziale Fragen führten Mergenthaler politisch in die extreme Rechte. In Schwäbisch Hall war er 1922 Mitbegründer der NSDAP-Ortsgruppe, für die er sich als Redner stark engagierte. Nach dem Verbot der NSDAP wirkte er ab 1923 als Mitglied der [[Nationalsozialistische Freiheitspartei|Nationalsozialistischen Freiheitsbewegung]]. Für sie saß er ab 1924 im Württembergischen Landtag; im selben Jahr kurzzeitig sogar im Reichstag. Zum 27. Juli 1927 trat er nach dem Niedergang der NSFB erneut in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 70.178),&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/28350601&amp;lt;/ref&amp;gt; weil er die Alleinherrschaft [[Adolf Hitler]]s in der Partei für schädlich hielt. Im Kampf um den Posten des Gauleiters der NSDAP musste er sich seinem Rivalen [[Wilhelm Murr]] geschlagen geben, woraus massive Spannungen bis zu Murrs Tod 1945 resultierten. Ein Amt in der NSDAP bekleidete Mergenthaler nicht. In der [[Sturmabteilung|SA]] war er [[Obergruppenführer (SA)|Obergruppenführer]] und trug bei öffentlichen Anlässen stets diese Uniform. Von 1928 bis 1932 vertrat er als einziger Abgeordneter der NSDAP die Ziele seiner Partei im Württembergischen Landtag und zeigte sich hierbei – wie schon während seiner Zeit in Schwäbisch Hall – als aggressiver [[Antisemitismus (bis 1945)|Antisemit]]. 1929 versetzte man ihn von Schwäbisch Hall nach [[Stuttgart-Cannstatt]] an das dortige Gymnasium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem „Erdrutschsieg“ der NSDAP 1932 wurde er Landtagspräsident, 1933 [[Württemberg zur Zeit des Nationalsozialismus|württembergischer]] Ministerpräsident und &amp;#039;&amp;#039;Kultminister&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Die offizielle Bezeichnung für den heutigen Begriff &amp;#039;&amp;#039;[[Kultusministerium|Kultusminister]]&amp;#039;&amp;#039; lautete in Württemberg bis etwa 1950 &amp;#039;&amp;#039;Kultminister.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Da das erstere Amt aufgrund der Gleichschaltung der Länder gegenüber dem Gauleiter und Reichsstatthalter Murr erheblich an Bedeutung verlor, spielte die Funktion als Kultminister die wichtigere Rolle. In seine Zeit als Minister fallen die Abschaffung der [[Konfessionsschule|Bekenntnisschulen]], die Gründung einer Lehrerhochschule für die [[Volksschule|Volksschullehrerausbildung]], die Einführung von Aufbauschulen für begabte Volksschüler auf dem Land sowie die Erweiterung des schulischen Angebots im Bereich der [[Berufsbildung]]. Begleitet wurden diese Reformen durch eine strikte Durchsetzung [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] Gedankenguts in der Schulverwaltung. Mergenthaler griff im Sinne der NS-Ideologie rücksichtslos gegen missliebige Lehrer und Schulleiter durch, die er versetzte oder aus ihren Ämtern entfernte. Junge Lehrer wurden unter massiven Druck gesetzt, in die NSDAP einzutreten und sich darin aktiv zu betätigen. Heftige Auseinandersetzungen führte Mergenthaler mit den Kirchen, insbesondere der [[Evangelische Landeskirche in Württemberg|Evangelischen Landeskirche in Württemberg]] und deren Landesbischof [[Theophil Wurm]]. Hierbei nutzte er die Schulverwaltung gezielt als Waffe im „[[Weltanschauung|weltanschaulichen]] Kampf“. Mergenthaler, der selbst 1941 aus der Kirche austrat, griff massiv in die [[Lehrplan|Lehrpläne]] des [[Religionsunterricht]]s ein, verbot die Behandlung bestimmter Teile der Bibel, da sie dem „sittlichen Empfinden der germanischen Rasse“ widersprächen, kürzte Staatsbeiträge an die Kirchen, verbot Pfarrern, die das Treuegelöbnis auf Hitler nicht ablegten, die Erteilung des Religionsunterrichts und ordnete schließlich 1939 die Einführung eines nationalsozialistisch gefärbten „Weltanschaulichen Unterrichts“ an Stelle des Religionsunterrichts an. Mit seinem harten Vorgehen gegen die Kirchen schadete er seiner Sache mehr, als er nutzte, und stiftete Verwirrung und Unfrieden, so dass er teilweise durch den Gauleiter und die NS-Reichsregierung gebremst wurde. Auf lokaler Ebene führten seine Maßnahmen oft zu bitteren Konflikten zwischen den Vertretern der Kirche und denjenigen der NSDAP und der Schulbürokratie, die in der kirchlich stark gebundenen Bevölkerung Württembergs teilweise eine erkennbare Entfremdung gegenüber Partei und Behörden bewirkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1945 bis 1949 war Mergenthaler im [[Internierungslager Balingen]] in Haft, in seinem [[Entnazifizierung|Spruchkammerverfahren]] wurde er 1948 als „Hauptschuldiger“ verurteilt, wogegen er keinen Widerspruch einlegte. Nach seiner Entlassung aus dem Lager lebte er zurückgezogen in seinem ihm belassenen Haus in [[Korntal-Münchingen]] und trat öffentlich nicht mehr auf. Ab 1951 erhielt er eine Unterhaltsbeihilfe, ab 1953 auf dem [[Gnadenbefugnis|Gnadenweg]] die Pension eines [[Studienrat (Deutschland)|Studienrats]]. 1980 starb er in [[Bad Dürrheim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Rudolf Kieß: &amp;#039;&amp;#039;Christian Mergenthaler. Württembergischer Kultminister 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; 54. 1995, S. 281–332.&lt;br /&gt;
* Rudolf Kieß: &amp;#039;&amp;#039;Mergenthaler, Christian Julius, Physik- und Mathematiklehrer an höheren Schulen, MdL, MdR - NSDAP, Württembergischer Ministerpräsident und Kultminister.&amp;#039;&amp;#039; In: Bernd Ottnad (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Baden-Württembergische Biographien.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2, Stuttgart 1999, S. 317–320.&lt;br /&gt;
* Rudolf Kieß: &amp;#039;&amp;#039;Christian Mergenthaler (1884–1980).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Rainer Lächele]], Jörg Thierfelder (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wir konnten uns nicht entziehen. Dreißig Porträts zu Kirche und Nationalsozialismus in Württemberg.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1998, S. 159–174.&lt;br /&gt;
* Michael Stolle: &amp;#039;&amp;#039;Der schwäbische Schulmeister Christian Mergenthaler, Württembergischer Ministerpräsident, Justiz- und Kulturminister.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Michael Kißener]], [[Joachim Scholtyseck]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Führer der Provinz. NS-Biographien aus Baden und Württemberg.&amp;#039;&amp;#039; Konstanz 1997, S. 445–477.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3770051831}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3887411161}}&lt;br /&gt;
* {{bibISBN|3170166042|Seite=562}}&lt;br /&gt;
* Bernhard Völker: &amp;#039;&amp;#039;Christian Mergenthaler. Kultminister und Überzeugungstäter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Stuttgarter NS-Täter. Vom Mitläufer bis zum Massenmörder.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. [[Hermann Abmayr (Journalist)|Hermann G. Abmayr]], Stuttgart 2009, ISBN 3-89657-136-2, S. 296–301.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Minister- und Staatspräsidenten von Württemberg]]&lt;br /&gt;
* [[Kabinett Mergenthaler]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|116891904}}&lt;br /&gt;
* [https://ns-ministerien-bw.de/2014/12/christian-mergenthaler-ministerpraesident-und-kultminister/ Christian Mergenthaler, Ministerpräsident und Kultminister] Biographie Mergenthalers auf dem Online-Portal [http://ns-ministerien-bw.de/ Geschichte der Landesministerien in Baden und Württemberg in der Zeit des Nationalsozialismus]&lt;br /&gt;
* [[Entnazifizierung]]sakten Christian Mergenthaler als digitale Reproduktion ([https://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=6-441160 Akte 1] und  [https://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=6-453792 Akte 2]) im Online-Angebot des [[Staatsarchiv Sigmaringen|Staatsarchivs Sigmaringen]]&lt;br /&gt;
* [https://www.stadtlexikon-stuttgart.de/article/56441400-8274-4362-bd0f-619f4df96280/Christian_Mergenthaler.html Bernhard Völker: &amp;#039;&amp;#039;Christian Mergenthaler (1884–1980)&amp;#039;&amp;#039;, publiziert am 19. April 2018 in: Stadtarchiv Stuttgart: &amp;#039;&amp;#039;Stadtlexikon Stuttgart&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Württembergs Staatspräsidenten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116891904|LCCN=n/2006/14935|VIAF=59847546}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mergenthaler, Christian}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im Wingolf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Volksstaat Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultminister (Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Justizminister (Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerpräsident (Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSFP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Eberhard Karls Universität Tübingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Antisemitismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (NS-Täter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Kirchheim unter Teck]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Württemberger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1884]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1980]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gymnasiallehrer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Mergenthaler, Christian&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Mergenthaler, Christian Julius (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (NSDAP), MdR, Ministerpräsident von Württemberg&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. November 1884&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Waiblingen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. September 1980&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bad Dürrheim]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Magipulus</name></author>
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