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	<title>Christian Luerssen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T07:11:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Christian_Luerssen&amp;diff=1955617&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-11-25T19:40:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Christian Luerssen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[6. Mai]] [[1843]] in [[Bremen]]; † [[28. Juni]] [[1916]] in [[Berlin-Charlottenburg|Charlottenburg]]) war ein deutscher [[Botaniker]]. Sein offizielles [[Autorenkürzel der Botaniker und Mykologen|botanisches Autorenkürzel]] lautet „{{Person|Luerss.}}“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
=== Jugend und Ausbildung ===&lt;br /&gt;
Luerssen wurde als Sohn eines Zigarrenfabrikanten in Bremen geboren. Mit dem Wunsch, Lehrer zu werden, trat er 1858, nach dem Abschluss der besseren Volksschule in das neu gegründete [[Bremer Lehrerseminare|&amp;#039;&amp;#039;Bremer Lehrerseminar&amp;#039;&amp;#039;]], geleitet vom Reformpädagogen und Lehrbuchautor [[August Lüben]], ein. Nach dem Abschluss war er in Bremen als Lehrer tätig, bevor er mit Unterstützung des [[Senat der Freien Hansestadt Bremen|Bremer Senats]] ein Studium der Naturwissenschaften in [[Friedrich-Schiller-Universität Jena|Jena]] aufnehmen konnte, wo er neben [[Zoologie]] und [[Botanik]] auch Physik bei [[Ernst Abbe]] hörte. 1868 wurde er hier mit einer botanischen Arbeit [[Promotion (Doktor)|promoviert]] und kehrte nach Bremen zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kustos und Autor ===&lt;br /&gt;
1869 erhielt er eine Assistentenstelle in [[Universität Leipzig|Leipzig]] bei [[August Schenk]], der ihm später auch die Stelle als [[Kurator (Museum)|Kustos]] des Universitäts[[herbarium]]s vermittelte. 1872 [[Habilitation|habilitierte]] sich Luerssen hier mit einer Arbeit über die &amp;#039;&amp;#039;Entwicklungsgeschichte der Farn-[[Sporangium|Sporangien]]&amp;#039;&amp;#039;. Gemeinsam mit Schenk gab Luerssen gab er die &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen aus dem Gesamtgebiet der Botanik&amp;#039;&amp;#039; (Leipz., 1871–75) heraus, während sich seine eigenen Forschungen in dieser Zeit vor allem mit den [[Farne|Farnpflanzen]] Australiens und Ozeaniens befassten. Um seine Familie zu ernähren, war der seit Beginn seiner Leipziger Tätigkeit verheiratete Luerssen gezwungen, eine Nebentätigkeit als Autor aufzunehmen. Neben Rezensionen für wissenschaftliche Zeitschriften verfasste er Lehr- und Handbücher. Seine &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Botanik&amp;#039;&amp;#039; und seine &amp;#039;&amp;#039;Medizinisch-pharmaceutische Botanik&amp;#039;&amp;#039; zeichneten sich durch die anschauliche methodische Aufarbeitung aus und erreichten den Status von Standardwerken. Zeitgenössische Botaniker schätzten Luerssen als einen {{&amp;quot;|der ersten jetzt lebenden botanischen Schriftsteller, seine Lehr- und Handbücher sind die besten, die es zur Zeit gibt}}.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Oscar Brefeld]] 1884, vgl. Thomas Marin: &amp;#039;&amp;#039;Christian Luerssen (1843–1916). Farnforscher und Botanikprofessor in Eberswalde und Königsberg i. Pr.&amp;#039;&amp;#039; In: Thomas Marin (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ruheplatz im Grünen. Pflanzenwelt, Gartengestaltung und Naturforscher auf dem Südwestkirchhof in Stahnsdorf.&amp;#039;&amp;#039; Books on Demand, Norderstedt 2009, ISBN 978-3-8370-6716-3, S. 92.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Professor in Eberswalde ===&lt;br /&gt;
1884 wurde er als [[Forstbotanik]]er an die [[Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde#Geschichte|Königliche Forstakademie]] in [[Eberswalde]] berufen. Hier blieben die [[Kryptogamen]] sein Forschungsschwerpunkt. Als Autor trat er mit dem forstwissenschaftlichen Teil in [[Tuisko Lorey]]s &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Forstwissenschaft&amp;#039;&amp;#039; und mit der Neubearbeitung des Farnpflanzenbandes von [[Ludwig Rabenhorst]]s &amp;#039;&amp;#039;Kryptogamen-Flora&amp;#039;&amp;#039; in Erscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Botaniker in Königsberg ===&lt;br /&gt;
1888 wurde Luerssen an die [[Albertus-Universität Königsberg|Universität Königsberg]] berufen, wo er bis 1910 Direktor des Botanischen Instituts und des [[Botanischer Garten|Botanischen Gartens]] war. Während dieser Zeit und weiter bis zu seinem Tod war er Herausgeber der [[Bibliotheca Botanica]], einer Reihe botanischer Forschungsbeiträge, die bis heute existiert. Seine eigenen wissenschaftlichen Arbeiten beschränkten sich fast ausschließlich auf das Gebiet der [[Taxonomie|Systematischen Botanik]], während seine eigentliche Stärke in der Lehre und in der Erarbeitung methodisch durchdachter Lehrmaterialien lag. 1910 ging Luerssen aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand, den er in Danzig und Berlin-Charlottenburg verbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Luerssen wurde auf dem [[Südwestkirchhof Stahnsdorf]] beigesetzt, wo sein Grab bis heute erhalten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Nach Luerssen wurden die Pflanzengattungen &amp;#039;&amp;#039;[[Luerssenia]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Kuhn ex Luerss.}} aus der Familie der [[Wurmfarngewächse]] (Dryopteridaceae) und &amp;#039;&amp;#039;[[Luerssenidendron]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Domin}} aus der Familie der [[Rautengewächse]] (Rutaceae) benannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Burkhardt2018&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über den Einfluß des rothen und blauen Lichtes auf die Strömung des Protoplasma in den Brennhaaren von Urtica und den Staubfadenhaaren der Tradescantia virginica.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation, Jena 1868.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Entwicklungsgeschichte der Farn-Sporangien.&amp;#039;&amp;#039; Habilitation. In: [[August Schenk]], Christian Luerssen: &amp;#039;&amp;#039;Mittheilungen aus dem Gesammtgebiete der Botanik.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1, S. 313–344, Bd. 2, S. 1–42,  Leipzig, 1872/1874, {{ZDB|842581-4}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Pflanzengruppe der Farne&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Sammlung gemeinverständlicher wissenschaftlicher Vorträge.&amp;#039;&amp;#039; Serie IX, Heft 197). Lüderitz, Berlin 1874.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Botanik. Repetitorium für Studirende der Naturwissenschaften und Medicin und Lehrbuch für polytechnische land- und forstwirthschaftliche Lehranstalten.&amp;#039;&amp;#039; [[Hermann Adolf Haessel|Hermann Haessel]], Leipzig 1877 (5. durchgesehene und theilweise umgearbeitete Auflage. ebenda 1893).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der systematischen Botanik mit besonderer Berücksichtigung der Arzneipflanzen.&amp;#039;&amp;#039; = &amp;#039;&amp;#039;Medicinisch-pharmaceutische Botanik, zugleich als Handbuch der systematischen Botanik für Botaniker, Ärzte und Apotheker.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. Haessel, Leipzig 1879–1882 Band I [https://archive.org/details/medicinischphar00luergoog (Digitalisat)] Band II [https://archive.org/details/medicinischphar01luergoog (Digitalisat)]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Pflanzen der Pharmacopoea Germanica.&amp;#039;&amp;#039; Haessel, Leipzig 1883.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Einführung japanischer Waldbäume in deutschen Forsten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für das Forst- und Jagdwesen.&amp;#039;&amp;#039; 18. Jg., {{ZDB|395073-6}}, 1886, S. 121–143, 251–273, 313–336, 442–448, 545–580.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Forstbotanik – Grundriß der speziellen Morphologie der deutschen Bäume und Sträucher, der wichtigsten Arten der Waldbodenflora sowie der baumverderbenden Pilze.&amp;#039;&amp;#039; In: Tuisko Lorey (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Forstwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1, 1: &amp;#039;&amp;#039;Forstliche Produktionslehre I.&amp;#039;&amp;#039; Laupp, Tübingen 1888, S. 321–514.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Farnpflanzen oder Gefässbündelkryptogamen (Pteridophyta)&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Dr. Ludwig Rabenhorst&amp;#039;s Kryptogamen-Flora von Deutschland, Oesterreich und der Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 3). 2. Auflage. Kummer, Leipzig 1889.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Kenntniss der Flora West- und Ostpreussens. Mittheilungen aus dem Königlichen botanischen Institute der Universität zu Königsberg i. Pr. I – III&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Bibliotheca Botanica.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 6, Heft 28, {{ISSN|0067-7892}}). Nägele, Stuttgart 1894, [https://www.biodiversitylibrary.org/item/27870#page/15/mode/1up online].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Thomas Marin (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ruheplatz im Grünen. Pflanzenwelt, Gartengestaltung und Naturforscher auf dem Südwestkirchhof in Stahnsdorf.&amp;#039;&amp;#039; Books on Demand, Norderstedt 2009, ISBN 978-3-8370-6716-3, S. 88–114 (Bibliographie S. 125–132).&lt;br /&gt;
* Frans A. Stafleu, Richard S. Cowan: &amp;#039;&amp;#039;Taxonomic literature. A selective Guide to botanical Publications and Collections with Dates, Commentaries and Types&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Regnum Vegetabile&amp;#039;&amp;#039; 105). 2nd edition. Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Lh – O.&amp;#039;&amp;#039; Bohn, Scheltema &amp;amp; Holkema u. a., Utrecht 1981, ISBN 90-313-0444-1, S. 186–189.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Altpreußische Biographie.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Abegg – Malten.&amp;#039;&amp;#039; Gräfe &amp;amp; Unzer, Königsberg (Pr.) 1941, S. 411f.&lt;br /&gt;
* Toepffer: &amp;#039;&amp;#039;Christian Luerssen&amp;#039;&amp;#039; (Nachruf). In: &amp;#039;&amp;#039;Berichte der Bayerischen Botanischen Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band 16, {{ISSN|0373-7640}}, 1917, S. 12f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Burkhardt2018&amp;quot;&amp;gt; Lotte Burkhardt: &amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen&amp;#039;&amp;#039;. Erweiterte Edition. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018. [https://www.bgbm.org/de/other-publications/verzeichnis-eponymischer-pflanzennamen-erweiterte-edition] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;		&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{IPNI|Luerss.}}&lt;br /&gt;
* [http://www.nrm.se/en/menu/researchandcollections/departments/phanerogamicbotany/botanicalhistory/christianluerssensherbarium.9035_en.html Christian Luerssens Herbarium im Schwedischen Naturhistorischen Museum]&lt;br /&gt;
* {{HistVV|luerssen_c|W|1872|W|1884}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117298093|LCCN=no2023022447|VIAF=54542124}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Luerssen, Christian}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Botaniker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Botaniker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Albertus-Universität Königsberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Eberswalde)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bremen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 4. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1843]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1916]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Luerssen, Christian&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Botaniker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. Mai 1843&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bremen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Juni 1916&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin-Charlottenburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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