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	<title>Christian Ludwig Liscow - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Eriosw am 13. April 2026 um 11:41 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Christian Ludwig Liscow.jpg|mini|Christian Ludwig Liscow; Kupferstich von Pfenninger, 1789.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Christian Ludwig Liscow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. April]] [[1701]] in [[Wittenburg]]; † [[30. Oktober]] [[1760]] auf [[Gut Berg]] vor [[Eilenburg]]) war ein deutscher Diplomat und satirischer [[Schriftsteller]] in der Zeit der [[Aufklärung]]. Seine vornehmlich auf die „Thorheiten“ zeitgenössischer, noch lebender Personen gezielten Polemiken waren umstritten, zumal er sich nie an große Geister wagte und sie zudem anonym vortrug.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grimm&amp;quot;&amp;gt;[http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-5411/Liscow.pdf Gunter E. Grimm 1986.] (PDF; 17&amp;amp;nbsp;kB) uni-duisburg-essen.de; abgerufen am 2. Januar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Liscow von seinem Vater, dem Wittenburger Pastor Joachim Friedrich Liscow (1675–1721), unterrichtet worden war, besuchte er nach Angaben von [[Carl Henrich Dreyer]] das [[Katharineum zu Lübeck]].&amp;lt;ref&amp;gt;Nach [[Georg Christian Friedrich Lisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Liscows Leben.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde&amp;#039;&amp;#039; 10 (1845), S. 97–179, hier S. 109 ([https://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00000693 Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt; 1718 schrieb er sich an der [[Universität Rostock]] ein,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://purl.uni-rostock.de/matrikel/100021007 Immatrikulation von Christian Ludwig Liscow] im [[Rostocker Matrikelportal]]&amp;lt;/ref&amp;gt; vermutlich um [[Theologie]] zu studieren. Einige Zeit später wechselte er nach [[Jena]] und zur [[Rechtswissenschaft]]. Ein weiterer Wechsel an die [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Universität Halle]] ist noch nicht belegbar, gilt aber als wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1729 bis 1734 hatte Liscow eine Anstellung als Hauslehrer bei dem Domdechanten [[Hans von Thienen]] in [[Lübeck]]. 1734 wurde er Privatsekretär beim Geheimen Rat [[Clausenheim (Adelsgeschlecht)|von Clausenheim]] in Hamburg, der im mecklenburgischen [[Körchow]] begütert war. Im Herbst des darauffolgenden Jahres trat er als Geheimer Legationssekretär in den Dienst von Herzog [[Karl Leopold (Mecklenburg)|Karl Leopold von Mecklenburg]]. Der Herzog war um eine Anerkennung durch die europäischen Großmächte bemüht, welche ihm durch eine von Kaiser [[Karl VI. (HRR)|Karl&amp;amp;nbsp;VI.]] verhängte [[Reichsexekution]] (1717–1728) entzogen worden war. Liscow reiste im April 1736 von [[Wismar]] aus, dem Ort der Exilregierung Karl Leopolds, als Unterhändler nach [[Paris]], um Frankreich für Herzog Karl Leopold zu interessieren. Da Liscow mit diesem Auftrag scheiterte, überließ der Herzog seinen Diplomaten dem Schicksal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liscow kam nur durch die Hilfe von Freunden über [[Rotterdam]] nach [[Hamburg]]. Dort wohnte er einige Zeit bei [[Friedrich von Hagedorn]]. 1738 bekam er eine Stelle als Privatsekretär beim Propst des Klosters [[Preetz]] in Holstein. 1740 warb ihn der preußische Gesandte Freiherr [[Karl Ludolf von Danckelmann]] als Privatsekretär nach Frankfurt am Main ab. Im Juli 1741 wurde Liscow Privatsekretär beim sächsischen Minister Graf [[Heinrich von Brühl]]. Dieser beförderte ihn zum &amp;#039;&amp;#039;Königl. Kabinettssekretär&amp;#039;&amp;#039; und 1745 zum Kriegsrat. In diesem Jahr heiratete Liscow die Witwe Johanna Buch, geb. Mylius. Mit ihr hatte er zwei Töchter und drei Söhne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1749 wurde Liscow der Verschwörung gegen den Grafen von Brühl bezichtigt, seiner Ämter enthoben, vorübergehend eingekerkert und im April 1750 aus Dresden ausgewiesen. Er verbrachte seinen Lebensabend auf dem Landgut Berg bei [[Eilenburg]], das seiner Ehefrau gehörte und wo er 1760 auch starb. Liscow wurde in der [[Marienkirche (Eilenburg)|Marienkirche]] unweit seines Alterssitzes beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein literarisches Debüt gab Liscow 1726 mit einer Satire gegen den Rostocker Juristen Professor [[Ernst Johann Friedrich Mantzel (der Ältere)|Johann Manzel]]. Seine ersten Texte waren von Hamburger Kaufleuten bestellt und bezahlt worden, für ihre Veröffentlichung sorgte Liscows Bruder, der Redakteur beim &amp;#039;&amp;#039;[[Hamburgischer Correspondent|Hamburgischen Correspondenten]]&amp;#039;&amp;#039; war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz&amp;quot;&amp;gt;Benno Schirrmeister: [https://taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=ku&amp;amp;dig=2009%2F07%2F01%2Fa0166&amp;amp;cHash=cfdc9a4b68 &amp;#039;&amp;#039;taz&amp;#039;&amp;#039;, 1. Juli 2009.] taz.de; abgerufen am 2. Januar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Liscows bekannteste Schrift &amp;#039;&amp;#039;Die Vortrefflichkeit und Nothwendigkeit der elenden Scribenten gründlich erwiesen&amp;#039;&amp;#039; von 1736 stellte den Höhe- und auch schon Schlusspunkt seines literarischen Wirkens dar. Es war umstritten, allerdings schon zu seinen Lebzeiten nahezu vergessen. „In die Annalen der Literaturgeschichte ist Liscow als der Vertreter der Personalsatire eingegangen, als der erste deutsche Satiriker, der seinen Vernichtungswillen nicht nur an fiktiven Typen (wie sein Zeitgenosse [[Gottlieb Wilhelm Rabener]], der Repräsentant der allgemeinen Satire), sondern ungehemmt an lebenden Opfern ausließ.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grimm&amp;quot; /&amp;gt; Diese kritische Warte nahm bereits das zwischen 1854 und 1857 erschienene [[Herders Conversations-Lexikon]] ein, das Liscow immerhin beträchtlichen Witz und das „unstreitig schönste Deutsch vor [[Gotthold Ephraim Lessing|Lessing]]“ bescheinigte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Herder-1854 |Lemma=Liscow |Band=4 |Seite=6 |SeiteBis=7 |zenoID=20003416569}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch [[Meyers Konversations-Lexikon]] hebt (im Band 12 von 1908) Liscos stilistische Brillanz hervor, die nicht zu Unrecht in Lessings Nähe gerückt werde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Meyers-1905 |Lemma=Liscow |Band=12 |Seite=602 |SeiteBis=603 |zenoID=20007007973}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Tat regte Liscow Lessing an, außerdem [[Georg Christoph Lichtenberg|Lichtenberg]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Brockhaus Enzyklopädie&amp;#039;&amp;#039;. 19. Ausgabe. Band 13. 1990.&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Jean Paul]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liscows 1732 einsetzender Feldzug gegen den „zum Pathos neigenden“ Hallenser Rhetorikprofessor [[Johann Ernst Philippi]], einem Gegner [[Johann Christoph Gottsched|Gottscheds]] und der [[Christian Wolff (Aufklärer)|Wolffschen]] Schulphilosophie, endet für den Verspotteten in der Irrenanstalt. Der Fall veranschaulicht den Gegensatz zwischen Liscows beißender „Personalsatire“ und den vergleichsweise „moderaten“ Attacken Rabeners, der sich persönlicher Verunglimpfungen stets enthielt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.litde.com/fabel-erzahlung-roman/satire-und-erzhlung-von-gottsched-bis-wieland/grundmuster-der-aufklrungssatire.php litde], abgerufen am 2. Januar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1998 bis 2011 war das Christian-Ludwig-Liscow-Gymnasium in [[Wittenburg]] im [[Landkreis Ludwigslust-Parchim]] in [[Mecklenburg-Vorpommern]] nach Liscow benannt. Mit Gründung des [[Schulzentrum Wittenburg|Gymnasialen Schulzentrums]] wurde der Name nach anfänglichen Erhaltungsbestreben abgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Briontes der jüngere, oder Lob-Rede, auf den Hoch-Edelgebohrnen und Hoch-Gelahrten Herrn, Hrn. D. Johann Ernst Philippi&amp;#039;&amp;#039;. 1732 ([https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/30906/13/ Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sammlung satirischer und ernsthafter Schriften&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt/Main und Leipzig 1739 ({{DTAW|liscow_samlung_1739}}), Neuausgabe (Hrsg. [[Carl Müchler]]) in drei Bänden Berlin 1806, neuerdings Frankfurt am Main 1972&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Vortrefflichkeit und Nothwendigkeit der elenden Scribenten gründlich erwiesen&amp;#039;&amp;#039;. 1734; {{archive.org |bub_gb_mCFNAAAAcAAJ |Blatt=}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vortrefflichkeit und Nothwendigkeit der elenden Scribenten und andere Schriften&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg.: [[Jürgen Manthey]]. Frankfurt am Main 1968.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Carl Gustav Helbig]]: &amp;#039;&amp;#039;Christian Ludwig Liscow&amp;#039;&amp;#039;. Arnold, Dresden 1844.&lt;br /&gt;
* [[Georg Christian Friedrich Lisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Liscows Leben.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 10 (1845), S. 97–179 ([http://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00000693 Volltext]).&lt;br /&gt;
* {{ADB|18|755|757|Liscow, Christian Ludwig|[[Erich Schmidt (Literaturwissenschaftler)|Erich Schmidt]]|ADB:Liscow, Christian Ludwig}}&lt;br /&gt;
* [[Berthold Litzmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Christian Ludwig Liscow in seiner litterarischen Laufbahn&amp;#039;&amp;#039;. L. Voss, Hamburg 1883.&lt;br /&gt;
* Paul Richter: &amp;#039;&amp;#039;Rabener und Liscow.&amp;#039;&amp;#039; Lehmann, Dresden 1884.&lt;br /&gt;
* Thomas P. Saine: &amp;#039;&amp;#039;Christian Ludwig Liscow: The First German Swift&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Lessing Yearbook&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 4 (1972), S. 122–156.&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Brummack]]: &amp;#039;&amp;#039;Vernunft und Aggression. Über den Satiriker Liscow&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte&amp;#039;&amp;#039; (DVjs), 1975, Nummer 49, Sonderheft 18. Jahrhundert, S. 118–137.&lt;br /&gt;
* Christian Schwarz: &amp;#039;&amp;#039;Spötter und Scribenten. Untersuchung zu Strategie und Struktur frühaufklärerischer Satire bei Christian Ludwig Liscow&amp;#039;&amp;#039;, Universität Würzburg 1976&lt;br /&gt;
* {{NDB|14|682|684|Liscow, Christian Ludwig|[[Wolfgang Proß]]|118573446}}&lt;br /&gt;
* Alken Bruns: &amp;#039;&amp;#039;Christian Ludwig Liscows Lübecker Satiren&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift des Vereins für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde&amp;#039;&amp;#039; (ZVLGA), Bd. (1981), S. 95–128; [https://vlga.de/file/zvlga_61_1981.pdf vlga.de] (PDF; 38&amp;amp;nbsp;MB).&lt;br /&gt;
* Markus Steinhardt: &amp;#039;&amp;#039;Möglichkeiten der Satire bei Gottlieb Wilhelm Rabener und Christian Ludwig Liscow&amp;#039;&amp;#039;, Universität München 1999.&lt;br /&gt;
* [[Hans-Joachim Böttcher]]: &amp;#039;&amp;#039;Liscow, Christian Ludwig&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Bedeutende historische Persönlichkeiten der Dübener Heide&amp;#039;&amp;#039;. AMF, Kelbra 2012 (Schriftenreihe der AMF; 237), S. 62.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Christian Ludwig Liscow}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118573446}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118573446}}&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|233253262}}&lt;br /&gt;
* [[CERL|Consortium of European Research Libraries]]: Christian Ludwig Liscow [http://thesaurus.cerl.org/record/cnp00919204 Werkeverzeichnis]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118573446|LCCN=no2002058929|VIAF=25394628}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Liscow, Christian Ludwig}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur der Aufklärung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dichterjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Eilenburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Satire]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1701]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1760]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Liscow, Christian Ludwig&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Satiriker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. April 1701&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wittenburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. Oktober 1760&lt;br /&gt;
|STERBEORT=Gut Berg bei [[Eilenburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Eriosw</name></author>
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