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	<title>Christian Kelch - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Juliuseberhard: /* Weblinks */</title>
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		<updated>2022-07-05T14:15:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Christian Kelch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. Dezember]] [[1657]] in [[Gryfino|Greifenhagen]]; † [[2. Dezember]] [[1710]] in [[Tallinn|Reval]]) war ein [[Deutsch-Balten|deutschbaltischer]] [[Pastor]] und [[Chronik|Chronist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühe Jahre ==&lt;br /&gt;
Christian Kelch wurde als Sohn des Geistlichen Gottfried Kelch und der Elisabeth Brauer in [[Gryfino|Greifenhagen]] in [[Schwedisch-Pommern]] geboren. Er besuchte von 1668 bis 1675 die Ratsschule in [[Stettin]]. Kurz nach Ausbruch des [[Schwedisch-Brandenburgischer Krieg|Schwedisch-Brandenburgischen Kriegs]] wechselte er an das [[Joachimsthalsches Gymnasium|Joachimsthalsche Gymnasium]] nach [[Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1678 studierte Christian Kelch an der [[Brandenburgische Universität Frankfurt|Universität Frankfurt (Oder)]] hauptsächlich [[Geschichte]]. 1679 ging er an die [[Universität Rostock]], wo er Vorlesungen in [[Theologie]], unter anderem bei [[August Varenius]] (1620–1684) und [[Michael Cobabus]] (1610–1686), belegte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://purl.uni-rostock.de/matrikel/100034810 Eintrag von Christian Kelch] im [[Rostocker Matrikelportal]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pastor ==&lt;br /&gt;
Wegen finanzieller Schwierigkeiten musste Kelch sein Studium abbrechen. Er zog im Mai 1680 ins damals [[Schweden|schwedische]] [[Livland]] und [[Estland]], um dort sein Auskommen zu suchen. Zwei Jahre lang arbeitete er beim [[Pastor]] von [[Põltsamaa (Stadt)|Oberpahlen]], A. Forselius, und bei Reiner Brockmann jun., der die Pastorenstelle in [[Laiuse|Lais]] innehatte. Dort erlernte er auch sehr gut [[Estnische Sprache|Estnisch]]. Wie sein Vorbild [[Reiner Brockmann]] sen. (1609–1647) trat Kelch dafür ein, in der Kirchenarbeit so viel wie möglich die estnische Sprache zu verwenden und den Bildungsstand der ländlichen Bevölkerung zu verbessern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1682 wurde Christian Kelch Pastor von [[Järva-Jaani|St. Johannis]]. Er gründete dort eine der ersten öffentlichen Schulen für die bäuerliche Bevölkerung. Während der Hunger- und [[Pest]]epidemie Ende des 17. Jahrhunderts widmete er sich stark [[Karitas|karitativen]] Maßnahmen. 1697 wurde er zum Pastor von [[Viru-Jaagupi|St. Jakobi]] (heute Gemeinde [[Vinni]]) ernannt. Er kritisierte die schlechte Behandlung der livländischen und estnischen Landbevölkerung durch die herrschende [[Deutsch-Balten|deutschbaltische]] Oberschicht vehement.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Ausbruch des [[Großer Nordischer Krieg|Großen Nordischen Kriegs]] (1700–1721) wurde seine Gemeinde von den Kämpfen heimgesucht. Kelch soll damals unerschrocken gegen die [[Kaiserlich Russische Armee|russischen Soldaten]] für das Schicksal der Landbevölkerung in den Kriegswirren eingetreten sein. 1706 wurde Kelch zum [[Propst]] ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1710 wurde Christian Kelch die Stelle eines Oberpastors an der renommierten [[Niguliste kirik|Nikolaikirche]] in Reval angetragen. Bevor er mit seiner neuen Aufgabe beginnen konnte, verstarb er im Dezember desselben Jahres in Reval an der [[Große Pest von 1708 bis 1714|Pest]]. Seine Beisetzung soll zu Füßen der [[Kelch-Linde]] an der Südseite der Nikolaikirche erfolgt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Christian Kelch war zweimal verheiratet. In erster Ehe 1683 mit Sophie Helene Ludwig, verw. Raupitzer, († 1695) und in zweiter Ehe 1696 mit Euphrosina Coster aus [[Hageri|Haggers]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &amp;#039;&amp;#039;Liefländische Historia&amp;#039;&amp;#039; ==&lt;br /&gt;
Zwischen 1688 und 1691 verfasste Christian Kelch sein historisches Hauptwerk, die &amp;#039;&amp;#039;Liefländische Historia&amp;#039;&amp;#039;. Sie erschien 1695 bei Johann Mehner in Reval im Druck. Darin schildert er die Geschichte [[Estland]]s, [[Livland]]s und [[Lettland]]s von der Frühzeit bis 1690. Besonders bedeutsam ist seine in gedruckter Form erst 1875 erschienene Fortsetzung, die &amp;#039;&amp;#039;Continuation&amp;#039;&amp;#039;, die die Jahre 1690 bis 1707 umfasst und bis heute eine der besten Quellen der Zeit geblieben ist. Insbesondere die Jahre der großen Hungersnot von 1695 bis 1698 und die ersten Jahre des Großen Nordischen Krieges werden darin eindrucksvoll von Kelch als Zeitzeugen geschildert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Liefländische Historia, oder Kurtze Beschreibung der Denkwürdigsten Kriegs- und Friedens-Geschichte Esth- Lief- und Lettlandes; Vornehmlich in sich begreiffend einen kurtzen Bericht von den Nahmen, Entheilung und Beschaffenheit der Provintz Liefland, ... Theils aus Ein- und Ausländischen Geschicht-Schreibern, ... zusammen getragen und in fünff Büchern abgefasset, Von Christiano Kelchen, Pastore zu St. Johannis in Jerwen. Verlegts Johann Mehner, Buchhändler in Revall, im Jahr 1695.&amp;#039;&amp;#039; (gedruckt in Rudolphstadt von Heinrich Urban), [http://hdl.handle.net/10062/8832 UB Tartu]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Liefländische Historia. Continuation 1690 bis 1707. Nach der Originalhandschrift zum Druck gegeben. Mit Vorwort, Nachweisen und Personenregister versehen von Johannes Lossius. Dorpat: Schnakenburg&amp;#039;s litho- und typogr. Anstalt, 1875&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Christian Kelch. Liivimaa Ajalugu. Tõlkinud Ivar Leimus. Tartu: Eesti Ajalooarhiiv 2004&lt;br /&gt;
* {{ADB|15|555|556|Kelch, Christian|Richard Hausmann|ADB:Kelch, Christian}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{BBLD|0000000108998942|NAME=Kelch, Christian}}&lt;br /&gt;
* [http://purl.uni-rostock.de/matrikel/100034810 Christian Kelch] im [[Rostocker Matrikelportal]]&lt;br /&gt;
* {{VerzDtDrucke|VD=17|PPN=005006953}}&lt;br /&gt;
* [http://www.ekspress.ee/viewdoc/96ECC41558A917D9C2256FAB00428675 &amp;#039;&amp;#039;Sõdade ajalugu eestlaste maal&amp;#039;&amp;#039;] (Eesti Ekspress, 17. Februar 2005)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=12452494X|VIAF=50163052}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kelch, Christian}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsch-Balte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (estnische Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Geistlicher (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Estland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1657]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1710]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kelch, Christian&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kelchen, Christian&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsch-baltischer Pfarrer und Chronist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. Dezember 1657&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Gryfino|Greifenhagen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. Dezember 1710&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Tallinn|Reval]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Juliuseberhard</name></author>
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