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	<title>Christian Friedrich Werner - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Dark.paul.green am 5. Dezember 2023 um 07:04 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Christian Friedrich Werner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. Dezember]] [[1759]] in [[Schorndorf]]&amp;lt;ref&amp;gt;Landeskirchliches Archiv Stuttgart, Kirchengemeinde Schorndorf (Dekanat Schorndorf), Band 4 (Mischbuch 1753–1810), S. 91&amp;lt;/ref&amp;gt;; † {{JULGREGDATUM|18|9|1823|Link=1}} in [[Sarata]]&amp;lt;ref&amp;gt;Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Leipzig, 21962 Familiengeschichtliche Sammlungen des Reichssippenamtes, Kirchenbücher, Nr. KB Bessarabien 3526, 29/1831&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher [[Kaufmann]]. Als Anhänger des katholischen Priesters [[Ignaz Lindl]] organisierte er eine Auswanderung deutscher [[Pietismus|Pietisten]] 1820 und 1821 nach [[Bessarabien]], der er 1823 folgte. Werner verstarb wenige Monate nach seiner Ankunft und vermachte sein Vermögen der von Lindl gegründeten [[bessarabiendeutsche]]n Siedlung Sarata. Aus dem Erbe entstand die nach ihm benannte [[Evangelisch-deutsche Lehrerbildungsanstalt Werner]], auch &amp;#039;&amp;#039;Wernerschule&amp;#039;&amp;#039; genannt. Als höhere Schule war sie die einzige deutsche [[Lehrerbildungsanstalt]] in Bessarabien und galt als Eckpfeiler des Deutschtums in [[Neurussland|Südrussland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Werner wuchs in [[Ludwigsburg]] auf, wohin seine Eltern, der [[Arzt]] und [[Entbindungspfleger]] Georg Philipp Werner und Christina Barbara Werner geb. Weiß, 1761 gezogen waren. Als 1763 sein Vater verstarb, kümmerte sich sein älterer Bruder Johann Philipp um ihn. Wie sein Bruder wählte auch Christian Friedrich den Beruf des Kaufmanns. 1779 ging er nach [[Giengen an der Brenz]], wo er ein Textilgeschäft betrieb. Später kam als Teilhaber Gottlieb Veygel hinzu. Nach seiner Heirat mit der wohlhabenden Kaufmannstochter Friederike Veil aus Schorndorf hatte er drei Kinder. Ab 1791 hielt er in seinem Haus [[Pietismus|pietistische]] Bibelstunden ab. In den Jahren 1803 bis 1807 erlitt Werner schwere Schicksalsschläge durch den Tod von mehreren nahestehenden Personen, darunter seine Ehefrau, zwei seiner Töchter, seine Mutter und ein guter Freund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswanderung ==&lt;br /&gt;
1819 kam der katholische Priester und Vertreter der [[Erweckungsbewegung]] [[Ignaz Lindl]] nach [[Gundremmingen]]. Seine Gottesdienste führten zu regelrechten Pilgerfahrten aus der Umgebung. Werner war als Gottesdienstteilnehmer vom Charisma Lindls angetan. Als Lindl seine Pfarrstelle verlor und mit seinen Anhängern Auswanderungspläne nach Russland hegte, unterstützte ihn Werner als wohlhabender Kaufmann. Er organisierte die geplante Auswanderung von seinem Wohnort in Württemberg aus. Lindl mobilisierte vor allem Anhänger im benachbarten Bayern, wo eine Auswanderung unter Strafe stand. Deshalb kam es zu erfolglosen bayerischen Ersuchen an die württembergische Regierung, die Auswanderung zu unterbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1820 und 1821 starteten deutsche Auswanderungszüge aus Württemberg und Bayern mit rund 200 Personen in [[Planwagen]] nach [[Südrussland]]. In [[Odessa]] angekommen, bekamen die Auswanderer 1822 von der russischen Regierung ein Landstück in [[Bessarabien]] zugewiesen. Dort gründeten sie die Siedlung [[Sarata]]. Christian Friedrich Werner und sein Geschäftsteilhaber Gottlieb Veygel folgten den Auswanderern durch Abreise am 2. Mai 1823 in Deutschland. Werner hatte sein gesamtes Vermögen mitgenommen und verteilte großzügig Geldbeträge an bedürftige Siedler. Wenige Monate nach seiner Ankunft in Sarata verstarb Werner am 23. September 1823 im Alter von 63 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vermächtnis ==&lt;br /&gt;
Werner vermachte sein Vermögen in Höhe von 25.000 [[Rubel]] in Silber testamentarisch der Gemeinde [[Sarata]]. Im Sinne des Willens des Erblassers wurden vom Geld 1843 eine Kirche errichtet und 1844 eine Schule gegründet. Zwar strebte Werner eine Missionsschule an, dafür gab es keine behördliche Erlaubnis, da [[Mission (Christentum)|Mission]] im orthodox-gläubigen Russland untersagt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der kostenfreien Schuleinrichtung wurden zunächst männliche Waisenkinder zu Lehrern und Schreibern für die bessarabiendeutschen Siedlungen ausgebildet. Sie wurde nach ihrem Stifter als [[Evangelisch-deutsche Lehrerbildungsanstalt Werner]], im Volksmund &amp;#039;&amp;#039;Wernerschule&amp;#039;&amp;#039;, benannt. Daraus entwickelte sich die einzige deutsche [[Lehrerbildungsanstalt]] in Bessarabien, die das Deutschtum in Südrussland erhielt. Die Gemeinde Sarata verdankt der Schule ihre führende Stellung unter den bessarabiendeutschen Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* J. Becker: Zwei Pioniere der Bessarabiendeutschen [[Ignaz Lindl]] und Christian Friedrich Werner Kaufmann aus Giengen an der Brenz; Anhang: Festschrift zu Chr. Fr. Werners 130. Todesjahr von Karl Knauer, Giengen an der Brenz, Eichorn-Druckerei und Verlag, Ludwigsburg, 1953.&lt;br /&gt;
* [[Ute Schmidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Bessarabien – Deutsche Kolonisten am Schwarzen Meer&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 2008, ISBN 978-3-936168-20-4&lt;br /&gt;
* Albert Kern: &amp;#039;&amp;#039;Heimatbuch der Bessarabiendeutschen&amp;#039;&amp;#039; Ev.-Luth. Kirche, Hannover 1964&lt;br /&gt;
* Hugo Häfner:  &amp;#039;&amp;#039;Bessarabiendeutsche Schulgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Heimatkalender Jahrbuch der Deutschen aus Bessarabien&amp;#039;&amp;#039;. Hannover 1993&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|VIAF=171374529|GND=1012371867}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Werner, Christian Friedrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Schorndorf)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Giengen an der Brenz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bessarabiendeutsche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Württemberger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1759]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1823]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Werner, Christian Friedrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kaufmann, Auswanderer und Schulstifter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. Dezember 1759&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Schorndorf]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. September 1823&lt;br /&gt;
|STERBEORT=Sarata, [[Bessarabien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dark.paul.green</name></author>
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