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	<title>Christel Guillaume - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T15:25:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Christel_Guillaume&amp;diff=718746&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Koschi73: Wikilink zur Hauptverwaltung A des MfS hinzugefügt</title>
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		<updated>2026-04-29T09:49:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikilink zur &lt;a href=&quot;/index.php/Hauptverwaltung_A&quot; title=&quot;Hauptverwaltung A&quot;&gt;Hauptverwaltung A&lt;/a&gt; des MfS hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Christel Margarete Ingeborg Guillaume&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[6. Oktober]] [[1927]] als &amp;#039;&amp;#039;Christel Meerrettig&amp;#039;&amp;#039; in [[Allenstein]];&amp;lt;ref&amp;gt;Eckard Michels: &amp;#039;&amp;#039;Guillaume, der Spion&amp;#039;&amp;#039;. Links-Verlag, Berlin 2013, Seite 27 (vollständiger Geburtsname: Christel Margarete Ingeborg Meerrettig).&amp;lt;/ref&amp;gt; † [[20. März]] [[2004]] in [[Berlin]] als &amp;#039;&amp;#039;Christel Boom&amp;#039;&amp;#039;) war eine [[Agent (Nachrichtendienst)|Agentin]] der [[Hauptverwaltung A]] des [[Ministerium für Staatssicherheit|Ministeriums für Staatssicherheit]] (MfS) der [[DDR]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Ihre 1905 geborene Mutter Erna Meerrettig war Landarbeiterin und heiratete Anfang der 1930er-Jahre den Niederländer Tobias Boom, der die [[nichtehelich]] geborene Christel adoptierte. Nach neunjähriger Schulzeit ab 1934 (vier Jahre Volksschule und fünf Jahre Oberschule, die sie im März 1943 verließ) leistete Christel Boom das [[Pflichtjahr]] ab und begann eine Ausbildung zur medizinisch-technischen Assistentin, konnte diese aber infolge des Kriegsendes nicht beenden. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] nahm sie Privatstunden im Schreibmaschinenschreiben sowie in Stenografie und arbeitete danach beim [[Sonderbaustab Berlin]] und ab September 1950 in Ost-Berlin als Sekretärin für das Groß-Berliner „[[Komitee der Kämpfer für den Frieden]]“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christel Boom heiratete am 12. Mai 1951 in [[Leisnig]] [[Günter Guillaume]]. Aus der Ehe ging der Sohn Pierre Guillaume (* 1957), später [[Pierre Boom]], hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1956 siedelten die Eheleute im Auftrag des MfS in die [[Bundesrepublik Deutschland]] über, wo sie sich als Flüchtlinge ausgaben. Günter und Christel Guillaume ließen sich in [[Frankfurt am Main]] nieder und traten im September 1957 der [[SPD]] bei.&amp;lt;ref&amp;gt;Eckard Michels: &amp;#039;&amp;#039;Guillaume, der Spion.&amp;#039;&amp;#039; Ch. Links Verlag, Berlin 2013, S. 73.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der eheliche Zusammenhalt des Paars wurde in der Folgezeit durch amouröse Sonderwege ihres Mannes zunehmend brüchig. Eine Trennung kam jedoch wegen ihrer Spionagetätigkeit nicht in Betracht, aber auch um Sohn Pierre gegenüber, der diese Zerrüttung bis zur Verhaftung seiner Eltern nicht bemerkte, den Anschein zu wahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Günter Guillaume lange Jahre nicht über ein Angestelltenverhältnis beim SPD-Unterbezirk in Frankfurt herauskam, machte seine Frau beruflich schnell Karriere. Anfang der sechziger Jahre wurde sie [[Büroleiter]]in bei [[Willi Birkelbach]], einem einflussreichen SPD-Politiker in Hessen. Birkelbach gehörte dem [[Parteivorstand der SPD]] an, saß als Abgeordneter in wichtigen Ausschüssen des [[Deutscher Bundestag|Bundestages]] und amtierte eine Zeitlang als [[Staatssekretär]] in der [[Hessische Landesregierung|hessischen Landesregierung]]. Somit gingen Strategiepapiere der SPD und geheime [[NATO]]-Unterlagen über ihren Tisch und landeten bei der Stasi in Ost-Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Andreas Förster |url=https://www.berliner-zeitung.de/archiv/christel-guillaume-ist-in-berlin-gestorben-sie-war-eine-erfolgreiche-agentin-der-stasi-im-westen-vor-allem-aber-war-sie-die-ehefrau-des-kanzleramtsspions-frau-im-schatten-li.1275787 |titel=Frau im Schatten |werk=berliner-zeitung.de |datum=2004-03-25 |abruf=2024-04-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der [[Bundestagswahl 1969]] kandidierte sie erfolglos auf der hessischen SPD-Landesliste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann machte ihr Mann in [[Bonn]] Karriere und gelangte unter [[Willy Brandt]] ins [[Bundeskanzleramt (Deutschland)|Bundeskanzleramt]]. Auch ihre Aussichten waren gut: Sie stand kurz vor der Berufung auf die [[Hardthöhe]], in das Sekretariat von [[Bundesverteidigungsminister]] [[Georg Leber]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Hanne Reinhardt |url=https://www.welt.de/print-welt/article304460/Guenters-Frau.html |titel=Günters Frau |werk=welt.de |datum=2004-04-03 |abruf=2024-04-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch so weit kam es nicht: Am 24. April 1974 wurden Günter und Christel Guillaume in Bonn im Zuge der „[[Guillaume-Affäre]]“ verhaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurde unter anderem wegen [[Landesverrat]]s und [[Spionage]] zu acht Jahren [[Freiheitsstrafe (Deutschland)|Freiheitsstrafe]] und fünf Jahren Verlust der Amtsfähigkeit und der Aberkennung des aktiven Wahlrechts verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Monate vor ihrem Mann kehrte Christel Guillaume im März 1981 im Rahmen eines [[Agentenaustausch]]s zurück in die DDR, wo das Ehepaar als „[[Kundschafter des Friedens]]“ offiziell gefeiert wurde. Christel Guillaume erhielt den [[Karl-Marx-Orden]] und wurde [[Oberstleutnant]] der Stasi. Seitdem lebte sie zurückgezogen in [[Hohen Neuendorf]] bei Berlin in einem bis zur Wende extra für sie gesicherten Haus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 16. Dezember 1981 ließ sie sich von ihrem Mann scheiden und nahm erneut ihren vorherigen Nachnamen Boom an. Sie starb am 20. März 2004 in Berlin an einem Herzleiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Udo Kollatz]] |Titel=Kreuzwege – Wegkreuzungen: Jugenderinnerungen eines alten Mannes |Verlag=Fischer |Ort=Aachen |Datum=2007}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor= [[Eckard Michels]]|Titel= Guillaume, der Spion: Eine deutsch-deutsche Karriere|Verlag= Ch. Links Verlag|Ort= Berlin|Datum= 2013|ISBN= 978-3-86153-708-3}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor= [[Pierre Boom]], [[Gerhard Haase-Hindenberg]] |Titel=Der fremde Vater: Der Sohn des Kanzlerspions Guillaume erinnert sich |Verlag= Aufbau Taschenbuch Verlag |Ort= Berlin |Datum= 2005 |ISBN= 3-7466-2146-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Ernst Berghoff|Hendrik van Bergh]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://web.archive.org/web/20210103070625/https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-dok5-spione/audio-geheimagenten-im-kalten-krieg---guenter-guillaume---anatomie-eines-spions--100.html Geheimagenten im Kalten Krieg – Günter Guillaume – Anatomie eines Spions]&amp;#039;&amp;#039;, auf wdr1.de, 26. Juli 2020 (im [[Internet Archive]]).&lt;br /&gt;
* Anne Worst: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.hoerspielundfeature.de/featurearchiv-kaempfen-3-3-genossen-ihr-werdet-nicht-oft-100.html Genossen, ihr werdet nicht oft besungen...]&amp;#039;&amp;#039;, auf hoerspielundfeature.de, April 2021, abgerufen am 26. Dezember 2025&lt;br /&gt;
* Marius Möller: [https://www.youtube.com/watch?v=ZQr5AHbwvBY &amp;#039;&amp;#039;Das Doppelleben der Spionin Christel Guillaume | Die Spioninnen – im Auftrag der DDR&amp;#039;&amp;#039;]. [[Westdeutscher Rundfunk Köln|WDR]]-Dokumentation (auf [[YouTube]])&lt;br /&gt;
* [[Andreas Förster (Journalist)|Andreas Förster]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.berliner-zeitung.de/archiv/christel-guillaume-ist-in-berlin-gestorben-sie-war-eine-erfolgreiche-agentin-der-stasi-im-westen-vor-allem-aber-war-sie-die-ehefrau-des-kanzleramtsspions-frau-im-schatten-li.1275787 Frau im Schatten]&amp;#039;&amp;#039; (2004), auf [[berliner-zeitung.de]]&lt;br /&gt;
* [[Hanns Reinhardt|Hanne Reinhardt]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.welt.de/print-welt/article304460/Guenters-Frau.html Günters Frau]&amp;#039;&amp;#039; (2004), auf [[welt.de]]&lt;br /&gt;
* {{IMDb}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=128906065|VIAF=1076871}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Guillaume, Christel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Karl-Marx-Ordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberstleutnant des Ministeriums für Staatssicherheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agent für das Ministerium für Staatssicherheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1927]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2004]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Guillaume, Christel&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Boom, Christel; Meerrettig, Christel Ingeborg Margarete (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Stasiagentin und Spionin der DDR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. Oktober 1927&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Allenstein]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. März 2004&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Koschi73</name></author>
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