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	<title>Christbaumschmuck - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-12-28T20:35:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;bsp.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Natal - 2 (5311973947) (2).jpg|mini|Christbaumschmuck ]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Christbaumschmuck&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weihnachtsbaumschmuck&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; umfasst alle dekorativen Elemente, mit denen der [[Weihnachtsbaum]] geschmückt wird, im weiteren Sinne auch die [[Kerze]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Nach [[Arthur Haberlandt]] hat sich die Gestaltung des Weihnachtsbaums aus dem &amp;#039;&amp;#039;Paradiesbaum&amp;#039;&amp;#039; entwickelt, der bei den [[Paradiesspiel|Paradiesspielen]] am 24. Dezember verwendet wurde, und ist das Ergebnis der Entwicklung des Wintergrüns (frühere Bezeichnung für Pflanzen, die im Winter grüne Blätter behalten) im volkhaften Winterfestbrauch seit dem ausgehenden Mittelalter, vor allem in Südwestdeutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Oberdeutsche Zeitschrift für Volkskunde |Verlag=Konkordia |Datum=1935 |Seiten=158-162 |Online=https://books.google.de/books?id=_U7YAAAAMAAJ&amp;amp;pg=RA1-PA158&amp;amp;dq=Paradiesbaum&amp;amp;hl=de&amp;amp;newbks=1&amp;amp;newbks_redir=0&amp;amp;source=gb_mobile_search&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwiEja3o9_SQAxUr1AIHHd1cJvo4ChDoAXoECAsQAw#v=onepage&amp;amp;q=Paradiesbaum&amp;amp;f=false |Abruf=2025-11-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Paradiesbaum wurde vor allem mit [[Winterapfel|Äpfeln]] und Bändern geschmückt, dann auch mit Backwaren und bunten Blüten aus Papier. Nach den vorliegenden Quellen waren die ersten bekannten Weihnachtsbäume im [[Elsass]] auch mit diesen Elementen geschmückt. Anfang des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts gehörten [[Adam und Eva]] sowie eine Schlange zum traditionellen Christbaumschmuck in [[Norddeutschland]], da der 24.&amp;amp;nbsp;Dezember in der [[Liturgie]] der [[Gedenktag]] Adam und Evas war. In der Paradieserzählung der [[Bibel]] ({{B|Gen|3}}) verleitete eine Schlange Eva und Adam dazu, entgegen der Weisung Gottes von der verbotenen Frucht des [[Baum der Erkenntnis|„Baums der Erkenntnis“]]&amp;amp;nbsp;– meist als Apfel dargestellt&amp;amp;nbsp;– zu essen. Dieser Sündenfall durch &amp;#039;&amp;#039;Ungehorsam&amp;#039;&amp;#039; des &amp;#039;&amp;#039;ersten Adam&amp;#039;&amp;#039; wurde nach christlichem Verständnis durch die Geburt des &amp;#039;&amp;#039;zweiten Adam&amp;#039;&amp;#039; [[Jesus Christus]] an Weihnachten, sein Leben und seinen &amp;#039;&amp;#039;Gehorsam&amp;#039;&amp;#039; „bis zum Tod am Kreuz“ gesühnt ({{B|Röm|5|12–21}}; {{B|Phil|2|8}}). &lt;br /&gt;
[[Datei:BZN 1895 12 24 16 Christbaumschmuck.png|mini|Werbeschaltung für Christbaumschmuck in den &amp;#039;&amp;#039;[[Bozner Nachrichten]]&amp;#039;&amp;#039; vom 24. Dezember 1895]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Christbaumgold Nuss.jpg|mini|[[Rauschgold]] zur Verzierung von Walnüssen]]&lt;br /&gt;
Da vor dem 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert vor allem Äpfel (meist [[Weihnachtsapfel|Weihnachtsäpfel]]), Nüsse, [[Gebäck]] und Zuckerzeug an den Baum gehängt wurden, hieß der Weihnachtsbaum regional auch &amp;#039;&amp;#039;Zuckerbaum&amp;#039;&amp;#039;. So nennt ihn auch der Dichter [[Jean Paul]] in seinem 1797 erschienenen Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Der Jubelsenior]]&amp;#039;&amp;#039;: „In einigen der nächsten Häuser waren schon die Frucht- oder Zuckerbäume angezündet und die (…) Kinder hüpften um die brennenden Zweige und um das versilberte Obst.“ Bei [[E.&amp;amp;thinsp;T.&amp;amp;thinsp;A. Hoffmann]] heißt es in seinem Märchen [[Nussknacker und Mausekönig]]: „Der große Tannenbaum in der Mitte trug viele goldne und silberne Äpfel, und wie Knospen und Blüten keimten Zuckermandeln und bunte Bonbons und was es sonst noch für schönes Naschwerk gibt, aus allen Ästen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Süßigkeiten spielten sehr früh auch vergoldete und versilberte Elemente eine wichtige Rolle, vor allem Äpfel und Nüsse. Es gab zunächst keinen gewerblich hergestellten Christbaumschmuck, sondern er wurde vollständig von den Familien hergestellt, in der Regel für jedes Weihnachtsfest neu. Hierfür erschienen etliche Bücher mit entsprechenden Bastelanleitungen und Dekorationsvorschlägen. Dieser Brauch hielt sich bis ins 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, wurde aber allmählich durch den neu eingeführten Glasschmuck und das industriell gefertigte [[Lametta]] weitgehend verdrängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Sonderstellung nimmt der für die Zeit der beiden [[Weltkrieg]]e hergestellte Christbaumschmuck ein. Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] wurden Christbaumkugeln in Form von Bomben und Granaten produziert, auch Christbaumschmuck in Form von Kriegsschiffen und Flugzeugen wurde an den Weihnachtsbaum gehängt. Zudem gab es Christbaumkugeln mit dem Motiv des [[Eisernes Kreuz|Eisernen Kreuzes]]. Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] schmückten [[Nationalsozialismus|NS-Angehörige]] ihre Weihnachtsbäume mit Christbaumkugeln, an denen NS-Symbole (vorzugsweise das [[Swastika|Hakenkreuz]]) aufschienen. Auch der Kopf von [[Adolf Hitler]] wurde als Christbaumschmuck nachgebildet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Werfring]]: &amp;#039;&amp;#039;Weihnachtsbäume in den Weltkriegen.&amp;#039;&amp;#039; In: [https://raiffeisenzeitung.at Raiffeisenzeitung], 14. Dezember 2017, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
=== Gebäck und Süßigkeiten ===&lt;br /&gt;
Die ältesten Berichte über geschmückte Weihnachtsbäume erwähnen fast ausschließlich essbaren Baumbehang. Seit dem 18. Jahrhundert sehr beliebt waren so genannte [[Model (Form)|Model]]-Gebäcke aus einem [[Teig]], der im [[Franken (Region)|fränkischen Raum]] [[Eierzucker]] und in [[Schwaben]] sowie [[Bayern]] [[Springerle]] genannt wurde. Bereits im [[Mittelalter]] wurden Model für Festgebäcke verwendet. Viele Motive, die als Baumschmuck fungierten, hatten mit [[Weihnachten]] nichts zu tun, sondern entsprachen dem jeweiligen Zeitgeist. Häufig wurden Tiere oder [[Spielzeug]] gemodelt. Das fertige Gebäck wurde in den Familien bunt verziert. Im 19. Jahrhundert wurden häufig [[Lebkuchen]] mit [[Glanzbild|Oblaten]] – auch &amp;#039;&amp;#039;Glanzbilder&amp;#039;&amp;#039; genannt – beklebt, die auch für Sammelalben bestimmt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Gebäck war sogenanntes Zuckerzeug als Schmuck üblich. Im 18. Jahrhundert wurden &amp;#039;&amp;#039;[[Zuckerpuppe (Christbaumschmuck)|Zuckerpuppen]]&amp;#039;&amp;#039; aus Zuckermasse mit Hilfe von Formen hergestellt. Der Zucker wurde in der Folgezeit durch eine Masse ersetzt, die teilweise aus [[Tragant]] als Bindemittel bestand und daher so genannt wurde. Auch diese Masse wurde für Modelfiguren benutzt und dann bemalt. Die [[Konditorei|Zuckerbäcker]] fertigten solche Figuren vor Weihnachten in großen Mengen. Im 19. Jahrhundert kamen Figuren aus [[Marzipan]] hinzu, die meist in kleinen Körben oder Netzen an den Baum gehängt wurden. Als Motive waren Früchte oder Tiere populär. Außerdem kamen [[Zuckerstange]]n als Baumschmuck in Mode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Papier, Stroh und verwandte Materialien ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Baum Fröbelsterne.jpg|mini|Sterne aus verschiedenen Materialien]]&lt;br /&gt;
Der Christbaumschmuck wurde vor dem 19. Jahrhundert in den Familien vor allem selbst hergestellt, auch wenn es auf den [[Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmärkten]] bereits einige Schmuckelemente zu kaufen gab. Zum Beispiel wurden farbige Ketten aus Papier gebastelt, die um die Zweige geschlungen wurden. Aus festem farbigem Kartonpapier wurden allerlei Gegenstände ausgeschnitten und aufgehängt, es gab auch Anleitungen für dreidimensionale Objekte. Nach dem Aufkommen der Bilderbogen, die vor allem in [[Neuruppin]] hergestellt wurden, kamen diese als Baumschmuck in Mode. Christbaumschmuck aus Pappe wurde im 19. Jahrhundert auch massenweise industriell gefertigt, teilweise auch als Bastelsätze, aus denen zu Hause dann die Einzelelemente angefertigt wurden. Besonders attraktiv war der Pappschmuck als Metall-Imitat, die sogenannte [[Dresdner Pappe]]. Oft waren die Motive gar nicht weihnachtlich. Beliebt waren zum Beispiel Kutschen und Spielzeug, aber auch technische Gegenstände wie [[Lokomotive]]n oder [[Heißluftballon]]s, und Anfang des 20. Jahrhunderts dann vor allem [[Zeppelin]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert wurden auch häufig kleine Figuren aus Papier und [[Watte]] gefertigt, vor allem von [[Heimarbeit]]ern in [[Sachsen]] und [[Thüringen]]. 1901 bot ein [[Breslau]]er Katalog zu Weihnachten 30 verschiedene Wattefiguren an. Von 1870 bis etwa 1910 war Sebnitz ein Zentrum handgefertigten Baumschmucks ([[Sebnitzer Christbaumschmuck]]). Auch Artikel aus [[Pappmaché]] wurden zu Weihnachten gewerblich hergestellt. Die traditionelle Anfertigung von Baumschmuck aus verschiedenen Materialien wie Papier, Stroh und Watte hat sich in einigen Familien bis ins 21. Jahrhundert gehalten und wird in der Vorweihnachtszeit auch in Kindertagesstätten und Grundschulen gepflegt. Ein besonders häufiges Motiv sind die [[Weihnachtsstern (Symbol)|Sterne]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glasschmuck ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Christbaumschmuck.JPG|miniatur|Christbaumschmuck aus Glas]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Baumschmuck IWWK.jpg|miniatur|Christbaumschmuck aus dem Ersten Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
Der gläserne Christbaumschmuck wurde seit der Mitte des 19. Jahrhunderts vor allem durch Heimarbeiter in [[Thüringen]] angefertigt. Einer [[Legende]] zufolge stammt die Idee, farbige Kugeln aus Glas für den Christbaum herzustellen, von einem armen [[Lauscha]]er [[Glasbläser]], der sich im Jahr 1847 die teuren [[Echte Walnuss|Walnüsse]] und [[Kulturapfel|Äpfel]] nicht leisten konnte (ähnliches wird aus den Nordvogesen berichtet). Er soll deshalb [[Olität]]enfläschchen zu Glasschmuck für den Weihnachtsbaum aufgeblasen haben. Belegen lässt sich diese Geschichte nicht; das Rohmaterial musste in jedem Fall von einer [[Glashütte]] bezogen werden und war jedenfalls nicht umsonst. Erhalten ist das Auftragsbuch eines Glasbläsers, in dem 1848 zum ersten Mal ein Auftrag über sechs Dutzend „Weihnachtskugeln“ in verschiedenen Größen vermerkt ist; sie wurden also nicht für den eigenen Baum hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Anfängen der Herstellung nutzten die Glasbläser eine gesundheitsschädliche [[Legierung]] aus [[Zinn]] und [[Blei]] zur Verspiegelung der Glasoberflächen. Ab 1870 bekamen die Kugeln ihren Glanz durch [[Silbernitrat]], das auch heute noch bei der Spiegelherstellung benutzt wird. Den Vertrieb übernahmen die Verlagshäuser aus [[Sonneberg]]. Die Massenfertigung dieses neuen Baumschmucks wurde durch den Bau einer Gasanstalt im Jahr 1867 in Lauscha ermöglicht, denn nur eine sehr heiße Gasflamme ermöglichte das Blasen großer und dünnwandiger Kugeln. Vorher waren die [[Bunsenbrenner]] mit [[Rüböl]] und [[Paraffin]] betrieben worden. Die verspiegelten Kugeln wurden danach von den Familienangehörigen in Farbe getaucht und teilweise auch noch mit Glimmerpartikeln versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1870 gelang es [[Justus von Liebig]], Glaskörper mit einer Silberlösung zu beschichten und zum Glänzen zu bringen. Allerdings ging es Liebig bei seiner Erfindung nicht um Weihnachtsschmuck (Christbaumkugel), sondern um naturwissenschaftliches Gerät.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.rhein-main.net/a/rmn01.c.9412498.de/justus-von-liebig-und-die-weihnachtskugel.html |hrsg=Rhein-Main.Net |titel=Internetagentur Frankfurt – Online Agentur seit 20 Jahren – Ihre Digital Agentur Rhein-Main.Net |werk=rhein-main.net |archiv-url=https://web.archive.org/web/20150924090740/http://www.rhein-main.net/a/rmn01.c.9412498.de/justus-von-liebig-und-die-weihnachtskugel.html |archiv-datum=2015-09-24 |zugriff=2017-03-27 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.brauchtum.de/winter/advent.html |hrsg= |titel=Brauchtum |werk=brauchtum.de |sprache=de |offline= |zugriff=2017-03-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Jahr 1880 importierte der US-Amerikaner [[Frank Winfield Woolworth]] die ersten &amp;#039;&amp;#039;Christbaumkugeln&amp;#039;&amp;#039; in die Vereinigten Staaten. Dadurch wurde die Produktion stark ausgeweitet. Bis 1939 wurden Kugeln und anderen figürlichen Christbaumschmuck in verschiedene Formen hineingeblasen. Mit der Gründung der Glasbläser-[[Genossenschaft]] des Meininger Oberlandes e.G. 1907 erhielt die Produktion nochmals einen Auftrieb und die Gewinnmargen für die Glasbläser stiegen. Mit ihrem Erfolg beim [[Export]] ihrer Glaswaren konnte auch die Auswirkungen von [[Inflation]] und [[Wirtschaftskrise]] in Deutschland gemildert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Feldpost-Weihnachtsbaum1914.jpg|mini|[[Deutsche Feldpost bis 1918|Feldpost]]-Päckchen aus dem Ersten Weltkrieg von [[Worms]] nach [[Virton]]. Inhalt eine Weihnachtsbaumspitze.]]&lt;br /&gt;
Zunächst waren die Thüringer Hersteller fast konkurrenzlos, nur in [[Jablonec nad Nisou|Gablonz]] im damaligen [[Böhmen]] wurde schon früh ein eigenständiger, neben Hohlglasperlen vor allem dünne Glasröhrchen verarbeitender Christbaumschmuck hergestellt, der mit dem Thüringischen etwa von Lauscha nur wenig gemeinsam hatte. Noch vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] stieg auch eine [[Wien]]er Firma in das Geschäft ein, und ab den 1930er Jahren gab es weitere Hersteller von Glasschmuck in [[Polen]] und auch in den Vereinigten Staaten, bis dahin der wichtigste Importeur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Weihnachts Gurke.jpg|miniatur|„Weihnachtsgurke“]]&lt;br /&gt;
Zwei Jahre nach Beendigung des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] nahmen die Familienbetriebe die Fertigung wieder auf. Später, in der [[DDR]], übernahmen die [[Volkseigener Betrieb|Volkseigenen Betriebe (VEB)]] Glaskunst und Glasschmuck die Herstellung durch maschinelle Massenproduktion. In der [[Bundesrepublik Deutschland]] kamen seit den 1950er Jahren zunehmend Kugeln aus [[Kunststoff]] in Mode, die weniger zerbrechlich waren. In der Glasbläserstadt [[Lauscha]] wird heute noch in traditioneller Handwerkskunst der gläserne Christbaumschmuck hergestellt. Heute bieten alle großen [[Einzelhandel|Einzelhändler]] sowie die [[Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmärkte]] eine große Auswahl von Christbaumschmuck in unterschiedlichstem Design an, darunter auch Kuriositäten wie [[Weihnachtsgurke]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Herstellung von mundgeblasenen Glaskugeln wird der Glasrohling langsam erwärmt, um die Spannung und das Risiko des Springens beim Aufblasen zu reduzieren. Anschließend wird das rohe Glasrohr in einer Flamme eines [[Gasbrenner]]s auf etwa 800 °C erhitzt. Die Form beziehungsweise Figur wird nach ständigem gleichmäßigen Drehen durch Einblasen in Formen erzeugt. Der [[Glasbläser]] verwendet dafür aus einer speziellen Keramikmasse gefertigte Formen. In der Massenproduktion wird die Form, hier sind die Werkzeuge meist aus Graphit oder Metall, durch Maschinen hergestellt. Hier ist die Vielfalt aus technischen Gründen allerdings nicht so groß wie bei in Handarbeit hergestellten Artikeln. Bei schlichten, glatten Kugeln und anderen Grundformen wie etwa Oliven, Zwiebeln oder Baumspitzen werden die Artikel ohne Formen geblasen. Nach dem Entnehmen aus der Blasform werden die Kugeln nochmals kurz durch die Flamme geführt, um die durch das plötzliche Abkühlen entstandenen Spannungen abzubauen. Hierdurch wird das Risiko eines späteren Springens verringert. Zum Auskühlen werden die Kugeln dann auf ein sogenanntes Nagelbrett gesteckt; im maschinellen Verfahren werden die Kugeln auf eine Kühlstrecke gelegt, welche die Spannungen durch nochmaliges Aufheizen und langsames Abkühlen ebenso vermindert. Als Nächstes folgt die Beschichtung mit einer Silbernitratlösung im Inneren der Glaskugeln oder Figuren. Anschließend werden die Kugeln lackiert, verziert und der Anhänger wird angebracht, nachdem die Handhabe, bei mundgeblasenem Baumschmuck „Spieß“ genannt, entfernt worden ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.weihnachtskugeln.org/weihnachtskugeln-herstellung/#Die-Kunst-des-Glasblsers|titel=Herstellung von Weihnachtskugeln|autor=|hrsg=|werk=|datum=|sprache=|zugriff=2017-03-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Hausdoerfer |url=https://www.glas-ambiente.de/service/fertigung-baumschmuck.htm |titel=Fertigung von Christbaumschmuck, Herstellung Weihnachtskugeln aus Lauscha in Handarbeit |zugriff=2018-05-01 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kerzen ===&lt;br /&gt;
Die ersten Weihnachtsbäume waren noch nicht beleuchtet. Im 17. Jahrhundert kam in adligen Familien der Brauch auf, den Baum auch mit Kerzen zu schmücken; diese Mode wurde vom gehobenen Bürgertum aufgegriffen und setzte sich schließlich allgemein durch. Da [[Bienenwachs]] teuer war, wurde vor dem 19. Jahrhundert häufig [[Talg]] benutzt, der in Walnusshälften gegossen wurde. Erst die Erfindung von [[Stearin]] (1818) und [[Paraffin]] (1837) erlaubte die Herstellung preisgünstiger Kerzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Befestigung der Kerzen oder Talglämpchen erwies sich zunächst als schwierig, da es noch keine speziellen Kerzenhalter gab. Die oberen Schichten wickelten Wachsstöcke um die Zweige oder befestigten die Kerzen mit Hilfe von heißem Wachs direkt an den Zweigen, andere benutzten Nadeln zum Feststecken. 1867 wurden die ersten Kerzenhalter für Christbäume patentiert, der Klemmhalter kam 1879 in den Vereinigten Staaten erstmals auf den Markt. Neben den Klemmhaltern wurden auch Pendelhalter entwickelt, die lose über die Zweige gehängt und durch ein herabhängendes Gewicht aufrecht gehalten werden. Eine besondere Form sind sogenannte „Berliner Kerzenhalter“, die nicht an den Zweigen befestigt, sondern in den Stamm des Weihnachtsbaumes geschraubt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.manufactum.de/set-berliner-kerzenhalter-p1453353/ |hrsg=manufactum |titel=Set Berliner Kerzenhalter &amp;amp;#124; Manufactum Online Shop |werk=manufactum.de |sprache=de |archiv-url=https://web.archive.org/web/20161223133801/https://www.manufactum.de/set-berliner-kerzenhalter-p1453353/ |archiv-datum=2016-12-23 |zugriff=2017-03-27 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1901 bewarb die [[General Electric|General Electric Company]] mit einer Anzeige die ersten elektrischen Christbaumkerzen. Bereits sechs Jahre zuvor hatte der [[Präsident der Vereinigten Staaten]], [[Grover Cleveland]], seinen Tannenbaum im Weißen Haus mit über hundert bunten elektrischen Kerzen schmücken lassen. Die elektrische [[Lichterkette (Beleuchtung)|Christbaumbeleuchtung]] verbreitete sich seit den 1920er Jahren allmählich. Seit den 1950er-Jahren fanden elektrische Kerzen aus Sicherheitsgründen immer mehr Verwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lametta und Schleifen ===&lt;br /&gt;
Das [[Lametta]] wurde 1878 als Neuerung in Nürnberg entwickelt. Als Christbaumbehang symbolisiert Lametta das Aussehen von Eiszapfen und wurde deshalb ursprünglich ausschließlich in silberner Farbe hergestellt. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts kam auch Goldlametta auf. Statt Lametta werden mancherorts auch Schleifen oder Bänder verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Johann Wanner (Unternehmer)|Johann Wanner]], Hersteller und Händler von handgefertigtem Weihnachtsschmuck&lt;br /&gt;
* [[Käthe Wohlfahrt]], in gleicher Branche &lt;br /&gt;
* [[Berchtesgadener War]], beziehungsweise handgeschnitztes [[Holzspielzeug]] wird seit 1911 im inneren [[Landkreis Berchtesgadener Land]] an den „Berchtesgadener Christbaum“ gehängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Alfred Dünnenberger-Hager: &amp;#039;&amp;#039;O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit.&amp;#039;&amp;#039; Selbstverlag, Baar 2015 (Dokumentation der Sammlung Dünnenberger von historischem Weihnachtsschmuck aus der Zeit zwischen 1850 und 1950), ISBN 978-3-03808-008-4.&lt;br /&gt;
* Manfred Klauda: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte des Weihnachtsbaumes.&amp;#039;&amp;#039; Zentrum für außergewöhnliche Museen, München 1993.&lt;br /&gt;
* Wolfram Metzger, Jutta Tremmel-Endres: &amp;#039;&amp;#039;Bäume leuchtend, Bäume blendend … Historischer Christbaumschmuck.&amp;#039;&amp;#039; Mit Texten von Hinrich Behning und Helmuth Thoma. Info, Karlsruhe 1996, ISBN 3-88190-209-0 (Katalog zur Ausstellung des Badischen Landesmuseums 1996/97).&lt;br /&gt;
* Museum für Volkskunde Berlin (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Christbaumschmuck.&amp;#039;&amp;#039; Katalog, Berlin 1992.&lt;br /&gt;
* Ralf Rossmeissl: &amp;#039;&amp;#039;„Glanz und Glitter“. Lametta – Christbaumschmuck aus Roth &amp;amp; Allersberg.&amp;#039;&amp;#039; Bad Windsheim 2002 (Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung im Fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim), ISBN 3-926834-53-6.&lt;br /&gt;
* Eva Stille, [[Ursula Pfistermeister]]: &amp;#039;&amp;#039;Christbaumschmuck. Ein Buch für Sammler und Liebhaber alter Dinge.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Hans Carl, Nürnberg 1979, ISBN 3-418-00456-3; 2., überarb. Aufl. ebd. 1985, ISBN 3-418-00322-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Christmas tree ornaments|Christbaumschmuck}}&lt;br /&gt;
* [http://www.glasmuseum.lauscha.de/d_ausst_neu_005.php Christbaumschmuck im Glasmuseum Lauscha]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weihnachtsdekoration]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bartleby08</name></author>
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