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	<title>Chris Gueffroy - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T12:46:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chris_Gueffroy&amp;diff=85442&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bkm99: /* Gedenken */ Chris-Gueffroy-brücke</title>
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		<updated>2025-11-28T14:57:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Gedenken: &lt;/span&gt; Chris-Gueffroy-brücke&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Window chrisgueffroy.jpg|mini|Chris Gueffroy im &amp;#039;&amp;#039;Fenster des Gedenkens&amp;#039;&amp;#039; der [[Gedenkstätte Berliner Mauer]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Chris Gueffroy.jpg|mini|Gedenkkreuz für Chris Gueffroy in der Nähe des [[Reichstagsgebäude]]s. Im Hintergrund die schon teilweise zerstörte Mauer. Winter 1989/90.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstätte Chris Gueffroy Friedhof Baumschulenweg.jpg|mini|Urnengrab auf dem Friedhof Baumschulenweg in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Chris Gueffroy Stele Berlin.jpg|mini|Stele am Britzer Verbindungskanal]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Chris Gueffroey Gedenktafel Berlin.jpg|mini|Gedenktafel an der Chris-Gueffroy-Allee]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Suedostallee218berlin fromright.jpg|mini|Südostallee 218, letzter Wohnsitz von Chris Gueffroy]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chris Gueffroy&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. Juni]] [[1968]] in [[Pasewalk]]; † [[5. Februar]] [[1989]] in [[Ost-Berlin]]) war das letzte [[Todesopfer an der Berliner Mauer]], das durch den Einsatz von Schusswaffen ums Leben kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Chris Gueffroy lebte bis 1970 in [[Viereck (Vorpommern)|Viereck]], dann bis 1973 in [[Schwedt/Oder|Schwedt]] und ab 1973 in [[Ost-Berlin]]. Bis 1978 besuchte er die 9.&amp;amp;nbsp;[[Polytechnische Oberschule]] „[[Herta Geffke]]“ in [[Berlin-Johannisthal|Johannisthal]] und von 1978 bis 1980 die [[Kinder- und Jugendsportschule]] „Heinrich Rau“ des [[SC Dynamo Berlin]], wo er [[Turnen]] als [[Leistungssport]] betrieb. Von der 6. bis zur 10. Klasse war er Schüler der 20. Polytechnischen Oberschule „[[Otto Buchwitz]]“ in Johannisthal.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.chronik-der-mauer.de/todesopfer/171676/chris-gueffroy-handschriftlicher-lebenslauf &amp;#039;&amp;#039;Chris Gueffroy: handschriftlicher Lebenslauf&amp;#039;&amp;#039;] auf www.chronik-der-mauer.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[MITROPA|Mitropa]]-Hotel am [[Flughafen Berlin-Schönefeld]] wurde er von 1985 bis 1987 zum Kellner ausgebildet. Hier kam es aufgrund der politischen Situation in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] zu Konfrontationen mit Vorgesetzten. Sein Wunsch, das Land zu verlassen, wurde durch mehrere Ausreisen in seinem Freundeskreis bestärkt. Hinzu kam die vorgesehene Einberufung zum [[Wehrdienst#Deutsche Demokratische Republik|Grundwehrdienst]] bei der [[Nationale Volksarmee|Nationalen Volksarmee]], die zunächst im Herbst 1988 erfolgen sollte, aber auf Mai 1989 verschoben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gueffroy und sein Freund Christian Gaudian planten einen Fluchtversuch über die [[Berliner Mauer]]. Sie glaubten, dass der [[Schießbefehl]] während des Staatsbesuchs des [[Schweden|schwedischen]] Ministerpräsidenten [[Ingvar Carlsson]] in der DDR ausgesetzt sei. Beide versuchten, in der Nacht vom 5. zum 6. Februar 1989 in der Nähe der Kleingartenkolonie „Harmonie“ über den [[Britzer Verbindungskanal]] nach [[West-Berlin]] zu flüchten, der hier die Grenze zwischen [[Berlin-Baumschulenweg|Baumschulenweg]] (Ost-Berlin) und [[Berlin-Neukölln|Neukölln]] (West-Berlin) bildet. Die vorgesehene Stelle war ca. 2&amp;amp;nbsp;km von seinem Wohnsitz in der Südostallee 218 in Johannisthal entfernt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grafe1&amp;quot;&amp;gt;Roman Grafe, „Deutsche Gerechtigkeit: Prozesse gegen DDR-Grenzschützer und ihre Befehlsgeber“ (pg 12), September 21, 2004, Siedler, ISBN 978-3-88680-819-9&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor dem Überwinden des letzten Metallgitterzauns wurden die beiden Flüchtlinge von [[Grenztruppen der DDR|Grenzsoldaten der DDR]] entdeckt und unter Beschuss genommen. Gueffroy wurde von zwei Kugeln getroffen, von denen eine sein Herz traf. Er starb noch im Grenzstreifen. Gaudian wurde schwer verletzt festgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gueffroys Mutter wurde am Abend des 7. Februar „zur Klärung eines Sachverhalts“ durch Mitarbeiter der [[Ministerium für Staatssicherheit|Staatssicherheit]] ins Ost-Berliner [[Polizeipräsidium Alexanderplatz (1951–1990)|Polizeipräsidium Keibelstraße]] gebracht. Erst im Verlauf stundenlanger Vernehmungen teilte man ihr mit, ihr Sohn sei bei einem Angriff auf eine „militärische Sicherheitszone“ der DDR schwer verletzt worden und „trotz sofort einsetzender medizinischer Versorgung“ ums Leben gekommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.chronik-der-mauer.de/todesopfer/171315/gueffroy-chris?letter=G&amp;amp;todesopfer-jahre=-1&amp;amp;text-name=&amp;amp;show-all= &amp;#039;&amp;#039;Todesopfer Chris Gueffroy&amp;#039;&amp;#039;] auf www.chronik-der-mauer.de&amp;lt;/ref&amp;gt; Gueffroys Bruder gelang es, in der &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; vom 21. Februar 1989 eine Todesanzeige zu veröffentlichen, in der als Todesursache ein „tragischer Unglücksfall“ am 6.&amp;amp;nbsp;Februar genannt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 21. Februar 1989, S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung fand am 23. Februar auf dem [[Friedhof Baumschulenweg]] (neuer Friedhofsteil) im Feld U 13/531 statt. Unter den Augen der Staatssicherheit gaben ihm weit über einhundert Menschen das letzte Geleit, darunter auch einige westliche Journalisten. Das Grab befindet sich jetzt in der Abteilung 9 des Friedhofs.&amp;lt;ref&amp;gt;[[:Datei:Chris Gueffroy Opfergrab.jpg|Lageplan des Friedhofs mit Angabe zum Opfergrab in der 9. Abteilung]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen in der DDR ==&lt;br /&gt;
Die vier beteiligten Grenzsoldaten wurden vom Chef des Grenzkommandos Mitte, [[Erich Wöllner]], mit dem „[[Leistungsabzeichen der Grenztruppen]]“ und je 150&amp;amp;nbsp;[[Mark (DDR)|Mark]] Prämie ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gueffroys Freund Gaudian wurde drei Monate nach den Schüssen am 24. Mai 1989 vom [[Kreisgericht (DDR)|Stadtbezirksgericht]] Berlin-Pankow wegen „versuchten [[Ungesetzlicher Grenzübertritt|ungesetzlichen Grenzübertritts]] im schweren Fall“ zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt. Gaudian wurde von der Bundesrepublik [[Häftlingsfreikauf|freigekauft]] und am 17. Oktober 1989 nach West-Berlin entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juristische Aufarbeitung nach der Wiedervereinigung ==&lt;br /&gt;
Nach der [[Wiedervereinigung]] erhob die [[Staatsanwaltschaft Berlin]] am 27. Mai 1991 Anklage gegen die vier unmittelbar beteiligten Grenzsoldaten in einem der ersten [[Mauerschützenprozesse]] vor dem [[Landgericht Berlin]]. Das Gericht sprach zwei der Angeklagten im Januar 1992 frei und verhängte gegen einen weiteren eine zur [[Bewährung (Deutschland)|Bewährung]] ausgesetzte Strafe. Ingo H., der den tödlichen Schuss ins Herz abgegeben hatte, erhielt eine dreieinhalbjährige Freiheitsstrafe wegen [[Totschlag (Deutschland)|Totschlags]]. Nach einer erfolgreichen [[Revision (Recht)|Revision]] beim [[Bundesgerichtshof]] wurde das Urteil 1994 auf zwei Jahre mit Bewährung reduziert. Die anderen drei Angeklagten wurden freigesprochen. [[Siegfried Lorenz (Politiker, 1930)|Siegfried Lorenz]], Mitglied des [[Politbüro der SED|Politbüros des Zentralkomitees der SED]], wurde wegen Beihilfe zum Mord an drei [[Flucht aus der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR|Flüchtlingen]], darunter Gueffroy, zu einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten auf Bewährung verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken ==&lt;br /&gt;
Am 21. Juni 2003, seinem 35. Geburtstag, wurde am Ufer des [[Britzer Verbindungskanal]]s eine [[Stele|Gedenkstele]] für Gueffroy errichtet. Das Mahnmal stammt vom Berliner Künstler [[Karl Biedermann (Bildhauer)|Karl Biedermann]]. Mit dieser [[Stele]] für Gueffroy wird stellvertretend auch an die anderen Opfer des DDR-Unrechts erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Britzer Allee zwischen Baumschulenweg und Neukölln wurde am 13. August 2010 in &amp;#039;&amp;#039;Chris-Gueffroy-Allee&amp;#039;&amp;#039; umbenannt,&amp;lt;ref&amp;gt;Sebastian Scholz: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.tagesspiegel.de/berlin/strasse-erinnert-an-maueropfer-chris-gueffroy/1882050.html Straße erinnert an Maueropfer Chris Gueffroy]&amp;#039;&amp;#039;, Tagesspiegel, 12. Juli 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; die Brücke über den Britzer Verbindungskanal wurde im November 2025 nach ihm benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Umbenennung der Britzer-Allee-Brücke im Zuge der Chris-Gueffroy-Allee&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Amtsblatt für Berlin]]&amp;#039;&amp;#039;, 28. November 2025, S. 3131; [https://www.berlin.de/landesverwaltungsamt/_assets/logistikservice/amtsblatt-fuer-berlin/abl_2025_49_3117_3172_online.pdf online].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kreuz der Gedenkstätte „[[Weiße Kreuze]]“ am [[Reichstag (Gebäude)|Reichstagufer]] erinnert an Gueffroy.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2011 erschien der [[Dokumentarfilm]] &amp;#039;&amp;#039;Das kurze Leben des Chris Gueffroy&amp;#039;&amp;#039; des Filmregisseurs [[Klaus Salge]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/vermitteln/bildung/bildungskatalog/das-kurze-leben-des-chris-gueffroy &amp;#039;&amp;#039;Das kurze Leben des Chris Gueffroy&amp;#039;&amp;#039;] auf www.bundesstiftung-aufarbeitung.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Roman Grafe]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Gerechtigkeit]]. Prozesse gegen DDR-Grenzschützen und ihre Befehlshaber&amp;#039;&amp;#039;. München: Siedler, 2004. ISBN 3-88680-819-X&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=chris-gueffroy|lemma=Gueffroy, Chris|autor=Christoph Links|band=1|idNum=1158}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.chronik-der-mauer.de/todesopfer/171315/gueffroy-chris?letter=G&amp;amp;todesopfer-jahre=-1&amp;amp;text-name=&amp;amp;show-all= Porträt auf &amp;#039;&amp;#039;www.chronik-der-mauer.de&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13490554.html &amp;#039;&amp;#039;Taktisch klug und richtig&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039;, 1. Juli 1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1014621208|VIAF=175210612}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gueffroy, Chris}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer der Berliner Mauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mordopfer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der Diktatur in der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Flüchtling]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1968]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1989]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gueffroy, Chris&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=letztes Todesopfer durch Waffeneinsatz an der Berliner Mauer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. Juni 1968&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Pasewalk]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. Februar 1989 oder 6. Februar 1989&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ost-Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bkm99</name></author>
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