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	<title>Chott el Djerid - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-04-30T20:23:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox See&lt;br /&gt;
|BILD = Chott Djerid 007.jpg&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG = Das Chott el Djerid an der Dammstraße von Tozeur nach Kebili&lt;br /&gt;
|LAGE = im Süden von&amp;lt;br /&amp;gt;{{TUN}}&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD=33/43/29.82/N&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD=8/21/32.75/E&lt;br /&gt;
|REGION-ISO=TN&lt;br /&gt;
|SEELÄNGE=250&lt;br /&gt;
|FLÄCHE = 5360&lt;br /&gt;
|NACHWEIS-FLÄCHE = &amp;amp;nbsp;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bryant_1999&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|MAX-TIEFE = &lt;br /&gt;
|MED-TIEFE = &lt;br /&gt;
|ZUFLUSS = Wasserläufe aus den nördlichen Bergen&lt;br /&gt;
|ABFLUSS = keine&lt;br /&gt;
|HÖHE = 15&lt;br /&gt;
|UFERORT = [[Tozeur]], [[Nefta]]&lt;br /&gt;
|EINZUGSGEBIET = 10500&lt;br /&gt;
|NACHWEIS-EINZUGSGEBIET = &amp;amp;nbsp;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bryant_1999&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|BESONDERHEITEN = größtes Salzseengebiet der [[Sahara]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Chott el Djerid.JPG|mini|hochkant=1.3|Bakteriengefärbte Salzlaken am Chott el Djerid]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Chott el djerid01.JPG|mini|hochkant=1.3|[[Fata Morgana]] am Chott el Djerid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chott el Djerid&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{arS|شط الجريد&amp;amp;lrm;|d=Šaṭṭ al-Ǧarīd}}, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schott el Dscherid&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist ein [[Sedimentbecken]] innerhalb einer [[Senke (Geomorphologie)|Depression]] mit [[Salzsee]] im Süden [[Tunesien]]s.&lt;br /&gt;
Der See selbst wird in der Regel allein als &amp;#039;&amp;#039;Chott el Djerid&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. In der Antike wurde das Gebiet [[Tritonsee]] (&amp;#039;&amp;#039;Tritonis Lacus&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Tritonis Palus&amp;#039;&amp;#039;) nach dem Fluss &amp;#039;&amp;#039;Triton&amp;#039;&amp;#039;, der See bzw. Sumpf speiste, später auch {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;Salinarum Lacus&amp;#039;&amp;#039;|de=Salzsee}} genannt. Die geographische Zuordnung ist allerdings nicht ganz sicher.&amp;lt;ref&amp;gt;{{DNP|12/1|834||Triton (2)|[[Werner Huß]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Zusammen mit seinen Fortsetzungen [[Chott el Fedjadj]] (östlich liegend) und [[Chott el Gharsa]] (westlich liegend) hat die Depression eine Fläche von 7.700&amp;amp;nbsp;km² und eine West-Ost-Ausdehnung von ca. 200&amp;amp;nbsp;km von der [[Algerien|algerischen]] Grenze bis fast zum [[Mittelmeer]]. Die größte Breite der Region liegt bei etwa 70 Kilometern. Damit handelt es sich um das größte Salzseengebiet der [[Sahara]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Chott el Djerid bildet eine abflusslose Senke, die im späten [[Tertiär (Geologie)|Tertiär]] ihre heutige Gestalt erhielt. In der Kontaktzone zwischen dem starren &amp;#039;&amp;#039;Sahara-Tafelland&amp;#039;&amp;#039; und dem nordafrikanischen [[Atlas (Gebirge)|Atlasraum]] entstanden durch tektonische Vorgänge [[Flexur]]en, [[Antiklinale]]n, [[Verwerfung (Geologie)|Verwerfungen]] und leichte Geländewellen. [[Erosion (Geologie)|Erosionen]] und weitere Geländehebungen erzeugten im südlichen Tunesien eine [[Schichtstufe#Schichtkamm|Schichtkammlandschaft]], die das Chott el Djerid umgibt. Seine südliche Einfassung bildet der sichelförmig gebogene [[Djebel Tebaga]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oberflächen des Chott el Djerid liegen bei etwa 15&amp;amp;nbsp;m über dem [[Meeresspiegel]] und die des östlichen Chott el Fedjadj steigen bis auf 25&amp;amp;nbsp;m an. Das westliche Chott el Gharsa befindet sich bereits unter dem Meeresspiegel. Die sich nach Algerien hinein erstreckende Depression vertieft sich in westlicher Richtung und senkt sich im dortigen [[Schott Melghir|Chott Melghir]] auf −26&amp;amp;nbsp;m ab. Das Gebiet befindet sich aber immer noch in der Phase der tektonischen Hebung, wobei man mit einer &amp;#039;&amp;#039;uplift rate&amp;#039;&amp;#039; von 1 bis 3&amp;amp;nbsp;mm pro Jahr ausgehen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.geo.fu-berlin.de/geol/institutsleben/exkursionen/sued-tunesien/08_Chott_El_Djerid/08_01_intro2/index.html geo.fu-berlin.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Salzsee wird durch Wasserläufe aus den nördlichen Bergen, die herausgespülte [[Salze]] mit sich führen, gespeist. Aufgrund der extremen klimatischen Bedingungen (Jahresniederschlag 100&amp;amp;nbsp;mm, Höchsttemperaturen bis 50&amp;amp;nbsp;°C) [[Verdunstung|verdunstet]] das Wasser und die Salze kristallisieren zu einer trockenen Kruste, unter der sich tiefer Schlick befindet. Im Sommer trocknet das Chott fast völlig aus und wird zu einer [[Salztonebene]]. Es handelt sich weitgehend um [[Lamina (Geologie)|feinlaminare]] [[Gips]]schichten mit [[Tonminerale]]inlagerungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier werden [[Sandrose]]n abgebaut, aus Tiefen bis zu 50&amp;amp;nbsp;m. Dabei werden Exemplare mit einem Gewicht bis zu 6 t gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Geologisches%20Portrait/Konkretionen%20und%20Knollen mineralienatlas.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Regenfällen im Winter und Frühjahr werden große Teile des Chotts überflutet oder verschlammt. Vor allem im Sommer treten bei hochstehender Sonne Luftspiegelungen ([[Fata Morgana]]s) auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seinen Namen erhielt der Salzsee von der nördlich gelegenen Oasenregion [[Bled el Djerid]] (arab.: {{ar|بلاد الجريد&amp;amp;lrm;}} „Land der Dattelpalmen“). Die Hauptorte dieser Region sind die Oasenstädte und früheren Karawanenstationen [[Tozeur]] und [[Nefta]]. Südlich des Chott el Djerid beginnt die Vollwüste mit dem östlichen Ausläufern des [[Östlicher Großer Erg|Östlichen Großen Erg]]. Südöstlich des Salzsees befindet sich das Oasengebiet [[Gouvernement Kebili#Nefzaoua|Nefzaoua]] mit den Hauptorten [[Kebili]] und [[Douz]]. Während der [[Frankreich|französischen]] [[Kolonie|Kolonialzeit]] wurde eine dammartige Piste aufgeschüttet, die Tozeur mit Kebili verbindet. Diese war zeitweilig unpassierbar geworden, 1979 wurde jedoch eine ganzjährig passierbare asphaltierte Dammstraße angelegt. Neben der Straße sieht man heute noch die ursprünglich in die Salzkruste gesteckten [[Palmwedel]], an denen sich jahrhundertelang Wanderer, Kameltreiber und seit dem 20. Jahrhundert auch die Autofahrer orientierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende des 19. Jahrhunderts gab es Pläne, das Chott el Djerid durch einen Kanal mit dem Meer zu verbinden und somit einen riesigen See zu erzeugen. Der Plan scheiterte jedoch, weil sich herausstellte, dass die Oberfläche des Chott geringfügig über dem Meeresspiegel liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Bau der Dammstraße war die Überquerung des Chott el Djerid aufgrund der tückischen Salzkruste oft gefährlich, auch wenn diese an einigen Stellen fest genug ist, um Lastwagen auf ihr fahren zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem 14. Jahrhundert ist hier das spurlose Verschwinden einer [[Karawane]] mit 1000 Kamelen und ihren Treibern überliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption in Literatur und Film ==&lt;br /&gt;
[[Karl May]] beschreibt im ersten Band seines Abenteuerromans &amp;#039;&amp;#039;Durch Wüste und Harem&amp;#039;&amp;#039; (später &amp;#039;&amp;#039;Durch die Wüste&amp;#039;&amp;#039;) des [[Orientzyklus]] &amp;#039;&amp;#039;Im Schatten des Padishah&amp;#039;&amp;#039; die Gefahren beim Durchqueren des Chott el Djerid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Chott el Djerid diente unter anderem als Drehort der ersten beiden [[Star Wars|Star-Wars]]-Trilogien (Episode 1–6). In Episode 9 kommt der fiktive Planet Tatooine zwar vor, jedoch sind die Szenen hier in Jordanien gedreht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Horst Mensching]]: &amp;#039;&amp;#039;Tunesien&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftliche Länderkunden.&amp;#039;&amp;#039; Band 1). Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1974.&lt;br /&gt;
* Peter H. Kemp: &amp;#039;&amp;#039;Chemismus tunesischer Gewässer &amp;amp; Landklassifikation der Steppentestzone Oglat Merteba in S-Tunesien&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Berliner Geowissenschaftliche Abhandlungen.&amp;#039;&amp;#039; Reihe A/Band 58). Reimer, Berlin 1985, ISBN 3-496-00244-1.&lt;br /&gt;
* Peter H. Kemp: &amp;#039;&amp;#039;Modellversuch: Calciumcarbonat- und Gipsneubildungen in kapillarporösen Medien unter simulierten Sebkha-ähnlichen Bedingungen in der Klimakammer&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Berliner Geowissenschaftliche Abhandlungen.&amp;#039;&amp;#039; Reihe A/Band 80). Reimer, Berlin 1986, ISBN 3-496-00337-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.geo.fu-berlin.de/geol/institutsleben/exkursionen/sued-tunesien/08_Chott_El_Djerid/index.html Bericht über eine Exkursion der FU Berlin]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bryant_1999&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor=Robert G. Bryant&lt;br /&gt;
 |Hrsg=&lt;br /&gt;
 |Titel=Application of AVHRR to monitoring a climatically sensitive playa. Case study: Chott el Djerid, southern Tunisia&lt;br /&gt;
 |Sammelwerk=Earth Surface Processes and Landforms&lt;br /&gt;
 |Band=24&lt;br /&gt;
 |Verlag=&lt;br /&gt;
 |Ort=&lt;br /&gt;
 |Datum=1999&lt;br /&gt;
 |Seiten=382–302&lt;br /&gt;
 |Online=[http://citeseerx.ist.psu.edu/viewdoc/download?doi=10.1.1.23.2927&amp;amp;rep=rep1&amp;amp;type=pdf citeseerx.ist.psu.edu]&lt;br /&gt;
 |Format=PDF&lt;br /&gt;
 |KBytes=&lt;br /&gt;
 |Abruf=2013-09-17}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Djerid}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzsee]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzpfanne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gouvernement Kebili|Chott el Djerid]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gouvernement Tozeur|Chott el Djerid]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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