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	<title>Chorumgang - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T06:14:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chorumgang&amp;diff=520665&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: https, deutsch</title>
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		<updated>2023-11-24T21:10:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;https, deutsch&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Chorumgang.svg|hochkant=1.2|mini|Chorumgang (rot)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:F08.St.-Nectaire.0139.jpg|mini|hochkant=1.2|[[Prioratskirche Saint-Nectaire (Puy-de-Dôme)|St-Nectaire]], Chorapsis und Umgang]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bois-Sainte-Marie 02.jpg|mini|hochkant=1.2|[[Notre-Dame-de-la-Nativité (Bois-Sainte-Marie)|Église Bois-Sainte-Marie]], Chorumgang]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pieter Jansz. Saenredam 006.jpg|hochkant|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Blick in den Chorumgang von St. Bavo in Haarlem]]&amp;#039;&amp;#039;, Gemälde von Pieter Jansz. Saenredam, 1635]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Spandau Nikolaikirche Seitenschiff.jpg|mini|hochkant|In [[St. Nikolai (Spandau)]] setzen sich die Seitenschiffe der [[Hallenkirche]] in gleicher Höhe in den Hallenumgangschor fort.]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chorumgang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;(De-)Ambulatorium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[latein]]isch &amp;#039;&amp;#039;ambulare&amp;#039;&amp;#039; „gehen“) wird der Bauteil eines traditionellen Kirchenbauwerks im [[Abendland|christlichen Abendland]] bezeichnet, der in Weiterführung der [[Seitenschiff]]e über die [[Kirchenschiff|Querschiffarme]] hinweg (sofern vorhanden) um den [[Chor (Architektur)|Chor]] herum angeordnet ist. Der Umgang erscheint als eine um die Chorapsis und die [[Joch (Architektur)|Chorjoche]] herumlaufende [[Galerie (Architektur)|Galerie]] aus meist schlanken gestelzten Bögen (mit nach unten verlängerten Enden) auf [[Pfeiler]]n. Chorumgänge waren vor allem beliebt bei Pilgerkirchen, so als Stationen auf dem [[Jakobsweg]] nach [[Santiago de Compostela]]. In den Kirchen des Mittelalters erzielte jeder Altar und jede [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapelle]] eigene Einnahmen durch [[Seelgerät|Altarstiftungen]] und [[Messstipendium|Messstipendien]]. Die Vermehrung der Kapellen ermöglichte es einer Kirche, durch mehr [[Stifter]] so ihre Einnahmen zu vergrößern.&lt;br /&gt;
Kirchen mit einem Chorumgang werden auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Umgangskirchen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionen ==&lt;br /&gt;
Chorumgänge besaßen üblicherweise [[Liturgie|liturgische]] Funktionen, bei denen sie als [[Prozession]]sgang der [[Klerus|Kleriker]] und [[Ministrant]]en genutzt wurden. In historischen Pilgerkirchen dienten sie darüber hinaus den Prozessionen der im Mittelalter oft zahlreichen Pilger, die über eines der Seitenschiffe einzogen, dann um den Chor herum und über das gegenüber liegende Seitenschiff wieder hinausziehen zu können. Dabei führte ihr Weg oft an zahlreichen auf Altären in Kapellen ausgestellten [[Reliquie]]n vorbei, zu deren Verehrung sie gekommen waren. Nicht zuletzt haben diese zur Spendenbereitschaft der Pilger beigetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chorumgänge sind fast immer in baulicher Einheit mit einer [[Radius|radialen]] Reihung (entlang des Radius) von [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapellen]] anzutreffen, die auch als [[Kapellenkranz]] bezeichnet werden. Die Anzahl der Kapellen ist unterschiedlich und abhängig von der Größe des [[Chor (Architektur)|Chorhauptes]]. Sie halten oft untereinander mehr oder minder breite Abstände, in denen die äußere Umgangswand stückweise sichtbar wird und in denen meist einzelne Fenster ausgespart sind. In andern Fällen stoßen sie unmittelbar gegeneinander, wie etwa am [[Kölner Dom]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Architektur ==&lt;br /&gt;
Chorumgänge wurden bei ihrer Errichtung mit den jeweils zeitüblichen [[Gewölbe]]n überdeckt. Es gibt sie bereits in den aus dem natürlichen Felsen herausgehauenen [[Chaitya]]-Hallen der [[Buddhismus|frühbuddhistischen]] [[Höhlenkloster|Höhlenklöster]] [[Indien|Nordindiens]] des 2. bis 6. Jahrhunderts (z. B. in den [[Karla Caves|Karla-Höhlen]] oder den [[Aurangabad-Höhlen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Romanik ===&lt;br /&gt;
In der [[Romanik]] war es zunächst das durchgehend umlaufende [[Tonnengewölbe]]. An die Öffnungen der Arkaden des Chors, der Kapellen und eventuell der Fenster in den Kapellenzwischenräumen schlossen in radialer Anordnung kurze Quertonnen an, die sogenannten [[Gewölbe|Stichkappen]]. Diese Stichkappen verschneiden sich mit dem Hauptgewölbe des Umgangs in [[Parabel (Mathematik)|parabelförmigen]] Graten (Beispiel: [[Notre-Dame (Châtel-Montagne)|Notre-Dame de Châtel-Montagne]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichfalls in die Romanik einzuordnen sind umlaufende [[Kreuzgratgewölbe]]. Die rechteckigen Gewölbefelder gegenüber den Chorjochen werden durch diagonale Grate in gleichschenklige Dreiecke geteilt. Die Felder gegenüber der Rundung der Chorapsis weisen polygonale Umrisse auf, mit diagonalen Graten mit stark verzerrten Dreiecken. Die Gewölbefelder werden durch parallele Grate, auch von [[Gurtbogen|Gurtbögen]], aber auch gar nicht getrennt, wie etwa bei [[St-Étienne (Nevers)|St-Étienne de Nevers]] oder [[Notre-Dame-du-Port de Clermont-Ferrand]].&lt;br /&gt;
=== Gotik ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Soissons (02), cathédrale, collatéral nord du chœur, vue vers l&amp;#039;est 4.jpg|mini|hochkant|In der [[Kathedrale von Soissons]] wurden schon 1197–1216 die Joche des Chorumgangs mit den Kapellen verschmolzen.]]&lt;br /&gt;
Die in der [[Gotik|gotischen Epoche]] vor allem bei [[Kathedrale]]n stark vertretenen Chorumgänge werden von [[Kreuzrippengewölbe]]n überdeckt. Die ersten gotische Umgangschöre in Deutschland gehören noch der [[Frühgotik]] an, am [[Limburger Dom]] und am [[Magdeburger Dom]]. Bei jenem haben zwar die zuvor errichteten Kapellen Rippengewölbe und alle Pfeiler die vorbereitenden [[Dienst (Architektur)|Dienste]], aber einige [[Joch (Architektur)|Joche]] des Umgangs wurden dann doch ohne Rippen eingewölbt. Ebenso wie bei [[Notre-Dame de Paris]] und dem Magdeburger Dom sind auch beim [[Hochgotik|hochgotischen]] Umgangschor des [[Kölner Dom]]s die angeschlossenen Kapellen durch [[Scheidbogen|Scheidbögen]] vom Chorumgang getrennt. In der [[Kathedrale von Soissons]], der [[Marienkirche (Lübeck)|Lübecker Marienkirche]] und vor allem späteren Kirchen wurde der Grundriss vereinfacht, hier ist der polygonale Binnenchor von sechseckigen Jochen umgeben, die jeweils gleichermaßen als Teil des Umgangs und als Kapelle dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Renaissance, Barock ===&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des [[Mittelalter]]s wurden keine neuen Chorumgänge mehr errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Altarschranke]]&lt;br /&gt;
* [[Chorschranke]]&lt;br /&gt;
* [[Romanische und frühgotische Chorumgänge]]&lt;br /&gt;
* [[Hallenumgangschor]]&lt;br /&gt;
* [[Chorgestühl]]&lt;br /&gt;
* [[Lettner]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Ambulatories (church)}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.rdklabor.de/wiki/Chorumgang &amp;#039;&amp;#039;Chorumgang – RDK-Artikel&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4147914-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirche (Architektur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Prozessionswesen (Katholizismus)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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