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	<title>Chorempore - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T17:45:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chorempore&amp;diff=2764407&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: BKL aufgelöst</title>
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		<updated>2025-09-27T11:59:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BKL aufgelöst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Lüneburg - Sankt Johannis in 20 ies.jpg|mini|Renaissanceempore in einer gotischen Kirche ([[St. Johannis (Lüneburg)|St. Johannis]], [[Lüneburg]])]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chorempore&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Musikempore&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orgelempore&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orgelchor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orgelfuß&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chortribüne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orgelbühne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Organistrum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sängerchor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (kurz &amp;#039;&amp;#039;Chor&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Empore&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet man in der Architektur über dem [[Kirchenraum]] erhöht angebrachte [[Empore]]n zum Musizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name Chor stammt sowohl vom [[Gesangschor]] als auch dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Chor&amp;#039;&amp;#039; für das [[Chor (Architektur)|Presbyterium]], den Altarraum der Kirche. Letzterer war, solange es die [[Chorschranke]] gab (und in &lt;br /&gt;
[[Orthodoxe Kirchen|orthodoxen]] Kirchengebäuden noch gibt), dem [[Klerus]] vorbehalten. Bis in die frühe Neuzeit wurde auch der Kirchenchor aus dessen Reihen gestellt, es wurde also &amp;#039;&amp;#039;im Chor&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;im Presbyterium) gesungen und musiziert. Mit dem Aufkommen der [[Laie (Religion)|Laienchöre]] ab der [[Renaissance]] musste aber ein neuer Platz gefunden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Orgelchor: Der {{&amp;quot;|für die Vocal- und Instrumentalmusik bestimmte Chor.}} &amp;#039;&amp;#039;Orgel.&amp;#039;&amp;#039; In: C.-F. von Ehrenberg, Eduard Knoblauch, Ludwig Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Baulexikon. Erklärung der im gesammten Bauwesen am häufigsten vorkommenden technischen- und Kunstausdrücke.&amp;#039;&amp;#039; 2. Aufl. Fortges. von Ed. Knoblauch und L.&amp;amp;nbsp;Hoffmann. J.&amp;amp;nbsp;D. Sauerländer, 1843, S. 491 ({{Google Buch|BuchID=pJ5SAAAAcAAJ |Seite=491 |KeinText=ja |Linktext=Google eBook, vollständige Ansicht }})&amp;lt;/ref&amp;gt; Der &amp;#039;&amp;#039;Chor&amp;#039;&amp;#039; „wanderte“ vom Presbyterium auf die oft als &amp;#039;&amp;#039;Volksempore&amp;#039;&amp;#039; genutzte (hintere) Empore, was in der Architektur zu einer begrifflich disparaten Situation führte: Chor = Presbyterium und Chor = Musikempore.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Entwicklung der [[Emporenbasilika]], die über den [[Seitenschiff]]en am [[Obergaden]] als zweiten Stock ein [[Hochschiff]] erlaubten und mit gotischen [[Triforium|Triforien]] ausgestattet waren, wurden auch als [[Empore]]n bezeichnete räumliche Bereiche geschaffen, die ebenfalls von dem für die Laiengemeinde vorgesehenen Kirchenraum, dem [[Kirchenschiff|Schiff]], separiert waren. Sie dienten – wie die [[Balkon (Zuschauerraum)|Balkone]] und [[Loge (Zuschauerraum)|Logen]] im modernen Theater – in [[Klosterkirche|Kloster-]] und [[Schlosskirche]]n mit gewissem öffentlichen Zutritt den Ordensleuten, als Bischofsgang in den Kathedralen (Bischofskirchen) dem hohen Klerus oder waren den Adeligen vorbehalten, oft auch mit völlig getrenntem Kircheneingang aus Nebengebäuden (etwa als Teil der [[Klausur (Kloster)|Klausur]], der Bischofsresidenz, dem Wohntrakt des Fürsten). Diese befanden sich auch im oberen Teil des Presbyteriums selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel hielt die [[Orgel]] als Hauptliturgieinstrument Einzug und entwickelte einen attraktiven Pfeifensatz, den [[Orgelprospekt]], anfangs gerne etwa als „[[Schwalbennestorgel|Schwalbennest]]“ sichtig angebracht. Daher „übersiedelten“ Chor und Orgel dann in die Emporen auf einen extra dafür geschaffenen [[Balkon]], indem man meist die beiden Seitenemporen an der West-(Eingangs-)Seite der Kirche verband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch nach Abkommen der gotischen Großkirchen behielt man diesen Orgelchor bei, der Aufgang verlagerte sich dann endgültig meist auf Treppen an den hinteren Wänden, in den [[Kirchturm|Westturm]], oder die [[Vorkirche]], ab dann spricht man auch explizit von &amp;#039;&amp;#039;Westempore&amp;#039;&amp;#039;. Dabei passte sich diese zunehmend den Ansprüchen der Orgelbaukunde an, da diese Instrumente zahlreiche spezielle Anforderungen haben, so das zunehmende Gewicht, die Zugänglichkeit des Innenraums, Balgkammer, Licht für den Organisten und raumklimatische Verhältnisse, der nötige Freiraum zur Decke für die Ausbildung und Sichtbarkeit des Prospekts und insbesondere die Akustik.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Julius Seidel: &amp;#039;&amp;#039;Die Orgel und ihr Bau&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Bibliotheca organologica.&amp;#039;&amp;#039; Ausgabe 2, Band 2). F.&amp;amp;nbsp;A. Knuf, 1843, Sechster Abschnitt, Erstes Capitel. &amp;#039;&amp;#039;Was hat man bei dem Bau einer Orgel zu berücksichtigen?&amp;#039;&amp;#039; 2) &amp;#039;&amp;#039;Der Raum, wo die Orgel aufgestellt werden soll.&amp;#039;&amp;#039; S. 150 ff. ({{Google Buch|BuchID=TuMsAAAAYAAJ |Seite=150 |KeinText=ja |Linktext=Google eBook, vollständige Ansicht }})&amp;lt;/ref&amp;gt; Daher spricht man auch allgemein von &amp;#039;&amp;#039;Orgelempore&amp;#039;&amp;#039; für dieses Bauelement.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Dorfkirche oft nur ein zweckdienliches hölzernes Gestühl, wurde die Orgelempore in den Prachtkirchen zu einem wichtigen architektonischen Element der Gesamtkonzeption. Für kleinere Zweitorgeln ([[Chororgel]]), wie auch dem Aufkommen der [[Venezianische Mehrchörigkeit|Mehrchörigkeit]] in der Kirchenmusik (für Gesangstimmen ebenso wie etwa als Bläserchor) entwickelten sich parallel weitere Balkone, an akustisch geeigneten Stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Besonderen das zunehmende Gewicht der Orgeln stellt die Kirchenbaumeister vor neue Probleme; die Basis der Seitenwände des Westbereichs, die die Decke stützen muss, eignet sich nicht dafür, ein zusätzliches [[Gewölbe]] einzuziehen – sofern dort nicht schon der massive Unterbau des Westturmes selbst ist. Dem kam ab dem Barock der Trend zur [[Rotunde]] als Kirchengrundriß entgegen, ab dem Klassizismus der Trend zur [[Säule]], womit der Orgelchor zunehmend zur [[Tribüne (Architektur)|Tribüne]] im eigentlichen Sinne wurde. Erst die [[Beton]]bauweise des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts erlaubte dann wieder freitragende Orgelchöre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der orthodoxe Kirchenbau kennt den Orgelchor nicht, da in den [[Byzantinischer Ritus|griechisch-byzantinischen Riten]] der mehrstimmige Gesang das tragende musikalische Element geblieben ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Alt: &amp;#039;&amp;#039;Der christliche Cultus nach seinen verschiedenen Entwickelungsformen und seinen einzelnen Theilen historisch dargestellt.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Müller, 1843, VII. &amp;#039;&amp;#039;Das Gotteshaus und seine innere Einrichtung.&amp;#039;&amp;#039; S. 73 f. ({{Google Buch|BuchID=TbREAAAAcAAJ|Seite=75 |KeinText=ja |Linktext=Google eBook, vollständige Ansicht }})&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
SeDSC00141.JPG|[[Hochbarock]]er baufester Orgelchor in Gesamtkonzeption ([[Stift Engelszell#Stiftskirche|Stiftskirche Engelszell]]&amp;amp;nbsp;AT)&lt;br /&gt;
Paroisse d&amp;#039;Yverdon-Temple 06.jpg|Chor[[balustrade]] in Holz einer [[Barockklassizismus|klassizistisch-barocken]] Kirche, mit Orgel und Aufgang seitlich ([[Reformierte Kirche Yverdon|Notre-Dame]], Yverdon&amp;amp;nbsp;CH)&lt;br /&gt;
Ref Stadtk Ost 1.jpg|[[Klassizismus|Klassizistische]] Empore ([[Reformierte Stadtkirche (Wien)|Ref.&amp;amp;nbsp;Stadtkirche Wien]]&amp;amp;nbsp;AT, 1784)&lt;br /&gt;
UergelBeetebuerg.jpg|Orgelchor einer [[Neoromanik|neuromanischen]] Kirche mit [[Orgelprospekt|Prospekt]] der 1930er Jahre (St. Mariä Himmelfahrt, [[Bettemburg]]&amp;amp;nbsp;LU)&lt;br /&gt;
Sacred Heart church in Sanok empora.jpg|[[Moderne (Architektur)|Modernistische]] Empore (1930er) einer [[Neogotik|neugotischen]] Kirche (Serca Pana Jezusa, Sanok&amp;amp;nbsp;PL)&lt;br /&gt;
St. Ignatius Church 02.jpg|Orgelchor der [[Postmoderne]] ([[St. Ignatius (Tokio)|St.&amp;amp;nbsp;Ignatius Tokyo]]&amp;amp;nbsp;JP)&lt;br /&gt;
Stephansdom - 07.jpg|[[Orgelfuß des Stephansdoms|Orgelfuß, Stephansdom]] (Wien&amp;amp;nbsp;AT)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Choir gallery|Chorempore}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirche (Architektur)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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