<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Chorbischof</id>
	<title>Chorbischof - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Chorbischof"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chorbischof&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-28T04:50:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chorbischof&amp;diff=765048&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Altsprachenfreund: /* Literatur */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chorbischof&amp;diff=765048&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-24T08:48:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chorbischof&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chorepiskopos&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{grcS|Χωρεπίσκοπος|chorepískopos}} ‚Landbischof‘) war ursprünglich ein Landbischof ohne [[Diözese|Diözesansprengel]], meist mit der Verwaltung eines Bistumsteils (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Archidiakonat]]) betraut. Etwa ab dem 9. Jahrhundert wurde das Amt zum reinen Ehrentitel der [[Archidiakon]]e, ohne [[Weihesakrament#Episkopat|Bischofsweihe]]. In den [[Altorientalische Kirchen|altorientalischen Kirchen]] gibt es die ursprüngliche Form von [[Erzpriester]]n mit bischöflicher Weihe weiterhin. In der [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholischen]] Kirche entspricht dem Chorbischof hinsichtlich seiner Aufgaben der heutige [[Weihbischof]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alte Kirche ==&lt;br /&gt;
Chorbischof war eine Bezeichnung für den [[Bischof]] des Landes ({{grcS|χωρα}}) im Gegensatz zum Bischof einer Stadtgemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im 3. Jahrhundert hatte der Chorepiskopos eine Funktion als Landbischof (Bischof auf dem Land)&amp;lt;ref&amp;gt;[[Carl Andresen]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kirchen der alten Christenheit.&amp;#039;&amp;#039; Band 1 (= &amp;#039;&amp;#039;[[Die Religionen der Menschheit]].&amp;#039;&amp;#039; Band 29). Kohlhammer, Stuttgart 1971, S. 122.&amp;lt;/ref&amp;gt; für die Weihe der Lektoren und für die Entscheidung der Rechtsfragen inne;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rabo&amp;quot; /&amp;gt; er war dem jeweiligen Stadt- und Metropolitanbischof unterstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;J. G. Nehr: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Pabstthums. In 2 Theilen.&amp;#039;&amp;#039; Weygand, Leipzig 1801–1802, S. 25.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Otto Seeck]]: &amp;#039;&amp;#039;Entwicklungsgeschichte des Christentums.&amp;#039;&amp;#039; Metzler, Stuttgart 1921, S. 391.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff Chorbischof wurde zuerst in den Synodalkanones des 4. Jahrhunderts erwähnt; dort wollte man dieses Amt zurückdrängen und seine Abhängigkeit von den Stadtbischöfen betonen. Der Kanon 6 der [[Synode von Serdica]] verbietet es, Bischöfe einzusetzen, wenn Priester in kleinen Städten und Dörfern ausreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lateinische Kirche ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Anselmus-van-Hulle-Hommes-illustres MG 0496.tif|mini|Porträtstich des Trierer Chorbischofs &amp;#039;&amp;#039;Hugo Friedrich [[Eltz (rheinländisches Adelsgeschlecht)|von und zu Eltz]]&amp;#039;&amp;#039; (1597–1658). In der Textkartusche u.&amp;amp;nbsp;a. der Titel &amp;#039;&amp;#039;Chori Episcopus&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus vielen Quellen ist vom 6. bis zum 18. Jahrhundert der Titel „Chorbischof“ u.&amp;amp;nbsp;a. in bayerischen Diözesen, in [[Erzbistum Trier|Trier]], [[Bistum Langres|Langres]] usw. bezeugt. Unter einem Chorbischof ({{laS|episcopus [[missus]]}}) verstand man bis etwa zum 9. Jahrhundert einen untergeordneten Bischof ohne festen Amtssitz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Christian Rohr]] |Titel=Zwischen Bayern und Byzanz&lt;br /&gt;
Zur Missionsgeschichte Osteuropas im Früh- und Hochmittelalter |Sammelwerk=Ringvorlesung der Salzburger Mittelalter-Studien, WS 2003/04 „Das Bild und die Geschichte Osteuropas im Mittelalter“ |Ort=Salzburg |Datum=2003-10-20 |Seiten=2 |Online=https://www.plus.ac.at/wp-content/uploads/2021/02/544327.pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das lateinische Wort &amp;#039;&amp;#039;missus&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet dabei dessen Stellung als Beauftragter. Von der Bezeichnung seines Auftrags ({{laS|missio}}) leitet sich das Wort &amp;#039;&amp;#039;Mission&amp;#039;&amp;#039; ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Karantanen]]mission am Ende des 8. und zu Beginn des 9. Jahrhunderts scheinen Chorbischöfe als [[Missionar]]e eine wichtige Rolle gespielt zu haben. Schon im Jahre 798 erteilte der König dem Salzburger Erzbischof [[Arn von Salzburg|Arno]] die Weisung, zu den Karantanen und zu den [[Awaren]] Missionare zu senden. Die Salzburger „Bekehrungsgeschichte“ berichtet, dass Unterpannonien – das Gebiet zwischen der Raab, Donau und Drau – dem [[Erzdiözese Salzburg|Salzburger Bistum]] als Missionsland übertragen wurde. Um 799 sandte Erzbischof Arno den Chorbischof Deoderich nach Karantanien ([[Kärnten]]) mit dem Auftrag, auch [[Pannonien]] als Sprengel des Erzbistums zu missionieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Greszl: &amp;#039;&amp;#039;Tausend Jahre deutsches Leben im Karpatenraum.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1971, S. 11–15 ([http://www.ungarndeutsche.de/de/cms/uploads/Germanen%20in%20Pannonien.pdf Online] (PDF; 140&amp;amp;nbsp;kB)).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Frankenreich]] wurde der Titel Chorbischof etwa ab dem 9. Jahrhundert nur noch für die Inhaber der Archidiakonate einer Diözese verwendet, ohne dass sie eine Bischofsweihe besaßen. Es war ein allmählicher Prozess, sodass es anfangs Chorbischöfe alter Ordnung (mit Bischofsweihe) und solche neuer Ordnung (ohne Bischofsweihe) nebeneinander gab. Die Trierer [[Partikularkonzil#Provinzialkonzil|Provinzialsynode]] vom 1. Mai 888 in [[Metz]], bestätigte einen älteren Beschluss, wonach Kirchen, die von Chorbischöfen geweiht worden waren, noch einmal vom Ortsbischof konsekriert werden müssten, um eine rechtsgültige Weihe sicherzustellen. Daraus lässt sich schließen, dass die Chorbischöfe der Trierer [[Kirchenprovinz]] damals bereits regelmäßig keine [[Bischofsweihe]] mehr besaßen, landläufig jedoch noch als (Unter)-Bischöfe angesehen wurden und auch entsprechend auftraten. Das [[Erzbistum Mainz]] war mit dieser Regelung nicht einverstanden und rief 888 Papst [[Stephan V. (Papst)|Stephan V.]] um Unterstützung an. Allerdings gab es auch hier ab dem 10. Jahrhundert keine Chorbischöfe älterer Ordnung mehr.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Walter Herrmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die alte Diözese Metz&amp;#039;&amp;#039;, Veröffentlichungen der Kommission für Saarländische Landesgeschichte und Volksforschung, Band 19, Saarbrücken, 1993, ISBN 3-925036-75-X, S. 87 u. 88 [http://digital.sulb.uni-saarland.de/viewer/fulltext/428527493/87/ (Digitalansicht)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ehrentitel des Chorbischofs für einen Archidiakon hielt sich in vielen Bistümern bis zur Säkularisation, Anfang des 19. Jahrhunderts. Aus dem 18. Jahrhundert stammt folgender Beleg: [[Heinrich Ferdinand von der Leyen zu Nickenich]] († 8. Mai 1714) ist im [[Dom zu Mainz]] beigesetzt, in seiner Grabinschrift findet sich der Titel „Chorbischof“.&amp;lt;ref&amp;gt;Carl Wilkes: &amp;#039;&amp;#039;Nickenich in der Pellenz.&amp;#039;&amp;#039; Verlag der Gemeinde Nickenich, Andernach am Rhein 1925, S. 46–50 ({{Webarchiv |url=http://www.st-arnulf.de/Material/Nickenich-Buch-1925/Nickenicher_Buch_S46.shtml |wayback=20201025221249 |text=Online}})&amp;lt;/ref&amp;gt; 1807 starb in [[Bruchsal]] der Freiherr [[Christian Franz von Hacke]] als letzter Ober-Chorbischof des alten [[Bistum Trier|Erzbistums Trier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Syrisch-Orthodoxe Kirche ==&lt;br /&gt;
In der [[Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien|Syrisch-Orthodoxen Kirche]] hat die [[Heilige Synode]] 1998 festgelegt, das in einigen Diözesen seit einem Jahrzehnt außer Kraft getretene Gesetz über die Ordination eines Chorepiskopats wieder einzuführen. Dabei soll ihm kein Amt angetragen werden; ebenso wenig erfolgt damit eine Ernennung zu einem Bischof, gleichwohl eine begrenzte Verleihung einer bischöflichen Würde.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Bibliothek der Kirchenväter.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 6. S. 57.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Chorepiskopos soll lediglich ranghöchster Priester seiner Stadt, vornehmlich ländlichen Region, sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rabo&amp;quot;&amp;gt;Gabriel Rabo: {{Webarchiv|url=http://www.suryoyo.uni-goettingen.de/news/synode98.html#7 |wayback=20080316105704 |text=&amp;#039;&amp;#039;Die Heilige Synode der Syrisch-Orthodoxen Kirche tagte in Damaskus&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2023-12-04 12:54:43 InternetArchiveBot }}. Suryoyo Online&amp;#039;s News, 12. Dezember 1998. Abgerufen am 29. August 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Oftmals erfolgt die Ernennung mit der Bestellung zu einem [[Patriarchalvikar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die äußeren Insignien sind ein Brustkreuz und ein Taillenbund in Lila. Das während eines Gottesdienstes angelegte Gebetsgewand („Gulto“) hat innenseitig die Farbe Lila.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rabo&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Armenisch-Apostolische Kirche ==&lt;br /&gt;
Der Chorepiskopos wird in der [[Armenische Apostolische Kirche|Armenisch Apostolischen Kirche]] als „Aufseher der Eparchie“ angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Werner Diem]], [[Abdoldjavad Falaturi]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;XXIV. Deutscher Orientalistentag vom 26. bis 30. September 1988 in Köln. Ausgewählte Vorträge&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Supplement 8). Steiner, Stuttgart 1990, S. 119.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Griechisch-Orthodoxe Kirche ==&lt;br /&gt;
In den orthodoxen Kirchen mit byzantinischem Ritus ([[Orthodoxe Kirchen in Griechenland|griechisch-orthodoxe Kirche]], [[Russisch-Orthodoxe Kirche|russisch-orthodoxe Kirche]] usw.) ist &amp;#039;&amp;#039;Chorbischof&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Χωρεπίσκοπος&amp;#039;&amp;#039;) oder &amp;#039;&amp;#039;[[Koadjutor]]&amp;#039;&amp;#039; die Bezeichnung für das höchste Amt in einem Teilbereich (&amp;#039;&amp;#039;[[Vikariat (orthodox)|Vikariat]]&amp;#039;&amp;#039;, o.&amp;amp;nbsp;ä.) einer [[Eparchie]] (Bistum).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chorbischof als Ehrentitel ==&lt;br /&gt;
Der Titel „Chorbischof“ wird heute durch verschiedene Ostkirchen verdienten [[Priester]]n des eigenen oder eines fremden Ritus ehrenhalber verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Titularbischof]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* J. Parisot: &amp;#039;&amp;#039;Les chorévêques.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Revue de l’Orient Chrétien.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 6, 1901, 157–171. 419–443.&lt;br /&gt;
* F. Gillmann: &amp;#039;&amp;#039;Das Institut der Chorbischöfe im Orient.&amp;#039;&amp;#039; München 1903.&lt;br /&gt;
* R. Amadou: &amp;#039;&amp;#039;Choréveques et Periodeutes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;L’Orient Syrien.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 4, 1959, 233–241.&lt;br /&gt;
* E. Kirsten: Art. &amp;#039;&amp;#039;Chorbischof&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Reallexikon für Antike und Christentum]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2, 1954, 1105–1114.&lt;br /&gt;
*{{Literatur |Autor=Theodor Gottlob |Titel=Der abendländische Chorepiskopat |Verlag=Grüner |Ort=Amsterdam |Datum=1963 |Reihe=Kanonistische Studien und Texte |NummerReihe=1 |Kommentar=Nachdruck der Ausgabe Bonn, 1928}}&lt;br /&gt;
* Clemens Scholten: &amp;#039;&amp;#039;Der Chorbischof bei Basilius.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Kirchengeschichte]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 103, 1992, 149ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bischöfliches Amt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientalische Orthodoxie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alte Kirche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Altsprachenfreund</name></author>
	</entry>
</feed>