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	<title>Chorasan - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chorasan&amp;diff=35470&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler am 28. Oktober 2025 um 16:45 Uhr</title>
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		<updated>2025-10-28T16:45:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}[[Datei:Karte Map Chorasan-Transoxanien-Choresmien.png|mini|300px|Chorasan und die Nachbarregionen [[Transoxanien]] und [[Choresmien]] in Zentralasien]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chorasan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Churasan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{faS|خراسان|w=Chorāsān|d=Ḫurāsān}}, manchmal auch &amp;#039;&amp;#039;Chorassan&amp;#039;&amp;#039;, im Englischen meist &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|Khorassan}}&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|Khorasan}}&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|Khurasan}}&amp;#039;&amp;#039; geschrieben), mit nördlicheren Regionen zusammengefasst als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chorasan und [[Transoxanien]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Arabische Sprache|arabisch]]-{{faS|خراسان و ما وراء النهر|d=Ḫurāsān wa Mā warāʾ an-nahr}}),&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtliche Übersetzung, eine weitere Bezeichnung für diese Region ist {{faS|خراسان بزرگ|d=Ḫorāsān-e bozorg}} (vgl. [[:fa:خراسان|pers. Wikipedia-Artikel]]) bzw. {{arS|خراسان الكبرى|d=Ḫurāsān al-kubrā|b=Groß-Chorasan}} (vgl. [[:ar:خراسان الكبرى|arab. Wikipedia-Artikel]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; ist eine historische Region in [[Zentralasien]] im Gebiet der heutigen Staaten [[Afghanistan]], [[Iran]] und [[Turkmenistan]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherkunft ==&lt;br /&gt;
Der Name &amp;#039;&amp;#039;Chorasan&amp;#039;&amp;#039; ist [[Mittelpersische Sprache|mittelpersischen]] Ursprungs und bedeutet „[[Orient]]“, „Morgenland“, „Land der aufgehenden Sonne“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Jakob Egli]]: &amp;#039;&amp;#039;Nomina geographica. Sprach- und Sacherklärung von 42000 geographischen Namen aller Erdräume.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Leipzig 1893; Neudruck Hildesheim / New York 1973, S. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [https://www.britannica.com/place/Khorasan-historical-region-Asia Encyclopædia Britannica] und [https://www.parsi.wiki/fa/wiki/472394/خراسان Online-Dehkhoda-Wörterbuch].&amp;lt;/ref&amp;gt; Genauer erklärt ist er bei [[Antoine Ghilain|A. Ghilain]] (1939)&amp;lt;ref&amp;gt;Antoine Ghilain: &amp;#039;&amp;#039;Essai sur la langue parthe: son système verbal d’après les textes manichéens du Turkestan oriental.&amp;#039;&amp;#039; Bureaux du Muséon, Louvain 1939, S. 49.&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Henrik Samuel Nyberg|H. S. Nyberg]]: Chorasan (mittelpersisch &amp;#039;&amp;#039;xwarāsān&amp;#039;&amp;#039;) ist demnach auf das mittelpersische Wort &amp;#039;&amp;#039;xwar&amp;#039;&amp;#039; („Sonne“) und das [[Parthische Sprache|parthische]] Verb &amp;#039;&amp;#039;ās&amp;#039;&amp;#039; („kommen“) zurückzuführen&amp;lt;ref&amp;gt;H. S. Nyberg: &amp;#039;&amp;#039;A Manual of Pahlavi II.&amp;#039;&amp;#039; Harrassowitz, Wiesbaden 1974, S. 220.&amp;lt;/ref&amp;gt; und bedeutet wörtlich „die kommende Sonne“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Die nordostiranische Region grenzt im Westen an das [[Kaspisches Meer|Kaspische Meer]], im Osten an den [[Hindukusch]] und im Norden an die beiden ebenfalls historischen Gebiete [[Transoxanien]] sowie [[Choresmien]]. Der nördliche Teil Chorasans befindet sich in [[Turkestan]], die südlichen Teile gehören zur Wüstenregion [[Sistan]] und gehen in die [[Dascht-e Kawir|Wüste Kawir]] über. Im Südwesten stellten die beiden Oasen [[Tabas]] und Kurain in der ehemaligen iranischen Provinz [[Chorasan (Provinz)|Chorasan]] die Grenze der historischen Region dar. [[Al-Balādhurī]] bezeichnet sie in seinem Buch über die „Eroberung der Länder“ als die „beiden Tore Chorasans“ (&amp;#039;&amp;#039;bābā Ḫurāsān&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;al-Balāḏurī: &amp;#039;&amp;#039;Kitāb Futūḥ al-Buldān.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von [[Michael Jan de Goeje]]. Brill, Leiden 1866, S. 403, Zeile 3. ([https://archive.org/stream/liberexpugnatio00goejgoog#page/n286/mode/1up Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende Städte Chorasans sind: [[Merw]], [[Buxoro|Buchara]], [[Samarkand]], [[Balch]], [[Kabul]], [[Ghazni]], [[Herat]], [[Maschhad]], [[Tūs|Tus]] und [[Nischapur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Vorislamische Zeit ===&lt;br /&gt;
Als historische Landschaft, die sich in der Antike vom [[Kaspisches Meer|Kaspischen Meer]] bis über das heutige Zentral- und Nordafghanistan hinaus ausdehnte, gehörte die Region seit dem 6.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. unter [[Kyros II.|Kyros dem Großen]] zum [[Perserreich]] und wurde in die [[Satrap]]ien [[Baktrien]], [[Sogdien]], [[Choresmien]] und [[Parther|Parthien]] unterteilt. Mit dem Sieg [[Alexander der Große|Alexanders des Großen]] über das [[Achämenidenreich]] wurde Chorasan eine makedonische Kolonie. Bei der Aufteilung des Alexanderreichs fiel es den [[Seleukidenreich|Seleukiden]] zu. Nach der Eroberung durch [[Arsakes I.]] (247 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) war Chorasan Ursprungs- und Kerngebiet des [[Partherreich]]s, welches 227 n.&amp;amp;nbsp;Chr. unter Ardaschir I. an die persische Dynastie der [[Sassanidenreich|Sassaniden]] fiel und als eines der vier Teile des Neupersischen Reiches den Namen „Land der aufgehenden Sonne“ (= &amp;#039;&amp;#039;Chorasan&amp;#039;&amp;#039;) erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Teil des antiken Baktriens gilt es auch als die Region, aus welcher der Religionsgründer [[Zarathustra]] stammen soll. Nach der Eroberung Baktriens durch die [[Kuschana]] verschmolzen diese kulturell, religiös und sprachlich mit der bereits ansässigen Bevölkerung unter den Sassaniden. Der Kuschana-Herrscher [[Kanischka I.]] zeigte sich den in seinem Reich vorherrschenden traditionellen Religionen gegenüber tolerant, wie der Fund eines zoroastrischen Feuertempels in Baghlan belegt, der auf eine Stiftung Kanischkas zurückgeht. Später konvertierten aber auch einige Herrscher zum [[Buddhismus]]. Speziell Chorasan wurde in dieser Epoche zum Zentrum buddhistisch-hinduistischer Theologie wie Naturphilosophie und erlangte auch wirtschaftlich überregionale Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Islamische Periode ===&lt;br /&gt;
Die ersten arabischen Vorstöße auf das Gebiet von Chorasan erfolgten während des [[Kalifat]]s von [[ʿUthmān ibn ʿAffān]] durch den Statthalter von [[Basra]], ʿAbdallāh ibn ʿĀmir. Er rückte im Jahre 30 der Hidschra (= 650/651 n.&amp;amp;nbsp;Chr.) nach Chorasan vor, bezwang die [[Hephthaliten]] und besetzte das gesamte Gebiet von Merw, Balch und Herat.&amp;lt;ref&amp;gt;Artikel: ʿAbd Allāh: &amp;#039;&amp;#039;ʿĀmir.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[The Encyclopaedia of Islam. New Edition]].&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;A–B.&amp;#039;&amp;#039; Blill, Leiden 1986, ISBN 978-90-04-08114-7, S. 43b.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Umayyaden]] entsandten eigene Statthalter nach Chorasan, von denen einige, wie zum Beispiel [[Yazīd ibn al-Muhallab]], der von 702 bis 704 amtierte, und [[Qutaiba ibn Muslim]] Berühmtheit erlangten. Während der Statthalterschaft von [[Nasr ibn Saiyār]] konnte die Propaganda der [[Abbasiden-Kalifat|Abbasiden]] in Chorasan großen Einfluss erringen. Am 15. Juni 747 hisste [[Abū Muslim]] in Merw das „Schwarze Banner“ der Abbasiden und begann den Aufstand gegen die Umayyaden. Sein General Qahtaba ibn Schabib verfolgte die umayyadischen Streitkräfte in westlicher Richtung und drängte sie aus Iran zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Abbasiden 749 an die Macht gekommen waren, blieb Abū Muslim noch bis zu seinem Tod im Jahre 755 Statthalter von Chorasan. Viele Bewohner Chorasans, so zum Beispiel die [[Barmakiden]], wanderten in der nachfolgenden Zeit in Richtung Westen aus und stellten sich in den Dienst der vom Irak aus regierenden Abbasiden. [[Al-Balādhurī]] berichtet, dass Soldaten aus Chorasan in den Jahren 141/142 der [[Hidschra]] (= 758/759) mit ihrem Kommandeur Maslam ibn Yahyā in [[Kilikien]] kampierten und dort die Stadt [[Adana]] gründeten.&amp;lt;ref&amp;gt;Al-Balāḏurī: &amp;#039;&amp;#039;Kitāb Futūḥ al-Buldān.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von [[Michael Jan de Goeje]]. Brill, Leiden 1866, S. 168, Zeile 11 f. ([https://archive.org/stream/liberexpugnatio00goejgoog#page/n521/mode/1up Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Herrschaft der nachfolgenden Dynastien – den [[Tahiriden]] (820–872), [[Saffariden]] (867–1221 und später) und [[Samaniden]] (874–999)&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilfried Seipel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;7000 Jahre persische Kunst. Meisterwerke aus dem Iranischen Nationalmuseum in Teheran: Eine Ausstellung des Kunsthistorischen Museums Wien und des Iranischen Nationalmuseums in Teheran&amp;#039;&amp;#039; (Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH, Bonn. Skira editore, Milano, Kunsthistorisches Museum Wien). Kunsthistorisches Museum, Wien 2001, S. 328.&amp;lt;/ref&amp;gt; – entwickelte sich Chorasan zu einem der Zentren [[Perser (Volk)|persischer]] und islamischer Kultur. Diese Tradition wurde von den nachfolgenden turko-persischen Dynastien ([[Ghaznawiden]] und ab 1038&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilfried Seipel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;7000 Jahre persische Kunst. Meisterwerke aus dem Iranischen Nationalmuseum in Teheran: Eine Ausstellung des Kunsthistorischen Museums Wien und des Iranischen Nationalmuseums in Teheran&amp;#039;&amp;#039; (Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH, Bonn. Skira editore, Milano, Kunsthistorisches Museum Wien). Kunsthistorisches Museum, Wien 2001, S. 328.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Seldschuken]]), die nach und nach die lokalen Dynastien ablösten, fortgesetzt. 1220 wurde Chorasan von den [[Mongolen]] unter [[Dschingis Khan]] überrannt und erobert; weite Teile und insbesondere die Städte wurden zerstört&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Paul: &amp;#039;&amp;#039;Zentralasien.&amp;#039;&amp;#039; 2012, S. 287.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den nachfolgenden Herrschern – den [[Ilchane]]n, [[Timuriden]] und [[Mogulreich|Mogulen]] – erlebte Chorasan eine erneute Blütezeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten und bekanntesten Gelehrten und [[Sufismus|Sufis]] (islamische Mystiker) der [[Perser (Volk)|persisch]]-[[islam]]ischen Welt lebten und wirkten hier, unter anderen der Arzt [[Avicenna]], der Erfinder der Algebra [[al-Chwarizmi]], der Theologe [[al-Ghazālī]], die Dichter [[Rumi (Dichter)|Rumi]], [[Fariduddin Attar|Attar]] und [[Firdausi]], die Mathematiker [[Ulugh Beg]] und [[Omar Chayyām]] und der Universalgelehrte [[al-Bīrūnī]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1510 war Chorasan für längere Zeit zwischen den [[Safawiden]] und den [[Usbeken]] umkämpft; die Usbeken konnten sich dort aber immer nur für kurze Zeit halten.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Paul: &amp;#039;&amp;#039;Zentralasien.&amp;#039;&amp;#039; 2012, S. 275.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1598 kam der größte Teil Chorasans endgültig unter iranische Oberhoheit, als die [[Safawiden]] den größten Teil Ostirans eroberten. Zeitweise waren kleinere Teile im Nordwesten und Südwesten unter [[Usbeken|usbekischer]] oder indischer Herrschaft. 1748 wurde in Chorasan die [[Paschtunen|paschtunische]] Dynastie der [[Durrani]] gegründet, deren Emire als „Herrscher von Chorasan“ zu den Vorläufern des heutigen Staates [[Afghanistan]] wurden. 1863 fiel [[Herat]] endgültig an Afghanistan, [[Merw]] 1884 an Russland. Heute sieht sich Afghanistan bzw. die persische (tadschikische) Bevölkerung Afghanistans als rechtmäßiger Nachfolger des mittelalterlichen Chorasan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Chorasan vermischten sich viele Völker, ihr Wissen und ihre Kulturen mit der einheimischen iranischen Zivilisation. Durch diese lange und wichtige Geschichte hat die Region eine besondere Bedeutung nicht nur für die [[Iranische Völker|iranische Bevölkerung]], sondern auch für [[Turkvölker|Türken]] und [[Araber]]. Dies zeigt sich noch heute in der Zusammensetzung der Bevölkerung Chorasans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
Chorasan ist aufgrund seiner wechselvollen Geschichte eine multi-ethnische Region. Die Bevölkerung Chorasans setzt sich aus Persern, [[Paschtunen]], Arabern, Türken, [[Kurden]], Mongolen und [[Belutschen]] sowie aus kleineren Gruppen von [[Juden]] und [[Luren]] zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;Pierre Oberling: {{EIr|khorasan-1-ethnic-groups}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die größte Bevölkerungsgruppe in Chorasan bilden heute die Sprecher [[Iranische Sprachen|iranischer Sprachen]], hauptsächlich [[Persische Sprache|Persisch]] und [[Paschtunische Sprache|Paschtu]], wobei Persisch sowohl zahlenmäßig als auch historisch und kulturell die dominierende Sprache ist. Eine bedeutende Minderheit bilden die Sprecher zentralasiatischer [[Turksprachen]], von denen [[Usbekische Sprache|Usbekisch]] und [[Turkmenische Sprache|Turkmenisch]] sicherlich die wichtigsten sind. Daneben findet man auch kleinere Gemeinden von Arabern und Kurden. Hinzu kommen im iranischen Teil Chorasans einige verstreut lebende, ehemals nomadisierende Ethnien, zu denen unter anderem die aus Indien stammenden [[Jat (Volk)|Jat]] und die Asheq (vgl. [[Aşık]]) genannten Musiker gezählt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Sekandar Amanolahi: &amp;#039;&amp;#039;The Gypsies of Iran (A Brief Introduction).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Iran &amp;amp; the Caucasus.&amp;#039;&amp;#039; Band 3/4, 1999/2000, {{ISSN|1609-8498}}, Brill, Leiden 1999, S. 109–118, hier S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
99 Prozent der Bevölkerung Chorasans sind [[Islam|muslimisch]], davon die Mehrheit im iranischen Teil [[Schia|schiitisch]] und in den anderen Ländern mehrheitlich [[Sunniten|sunnitisch]] mit bedeutenden schiitischen Minderheiten. Besonders der Westen Chorasans ist ein Zentrum der schiitischen Konfession. Unter anderem befindet sich dort die den Schiiten heilige Stadt [[Maschhad]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Architektur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Radkan Tower, Chenaran 2015-01-26 (cropped).jpg|mini|Radkan-Turm im [[Chenaran (Verwaltungsbezirk)|Bezirk Chenaran]]]]&lt;br /&gt;
Die persische Baukunst wird hier insbesondere in Bauten für berühmte Tote deutlich. Überliefert und von Historikern und Architekten besucht und untersucht sind einige Grabmale mit hoch aufragenden runden Türmen. Der Baustil verwendet gebrannte rote Ziegelsteine, die unverputzt gelassen werden. Die über die Jahrhunderte gut erhaltenen Grabmale sahen die Bauherren vor allem als weithin sichtbares Monument zu Ehren des Verstorbenen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://digital.zlb.de/viewer/image/14688302_1920/390/LOG_0062/ &amp;#039;&amp;#039;Churasanische Baudenkmäler&amp;#039;&amp;#039;], [[Zentralblatt der Bauverwaltung]], 7/1920, S. 374.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Clifford Edmund Bosworth|C. E. Bosworth]]: &amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;u&amp;gt;Kh&amp;lt;/u&amp;gt;urāsān.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Hamilton Alexander Rosskeen Gibb|H. A. R. Gibb]] u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[The Encyclopaedia of Islam. New Edition]].&amp;#039;&amp;#039; Band 5: &amp;#039;&amp;#039;KHE–MAHI.&amp;#039;&amp;#039; Brill, Leiden 1986, ISBN 978-90-04-08114-7, S. 55b–59b.&lt;br /&gt;
* Gerd Gropp: &amp;#039;&amp;#039;Archäologische Forschungen in Khorasan, Iran&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Tübinger Atlas des Vorderen Orients]].&amp;#039;&amp;#039; Beiheft B 84). Ludwig Reichert, Wiesbaden 1995, ISBN 3-88226-775-5.&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Paul (Islamwissenschaftler)|Jürgen Paul]]: &amp;#039;&amp;#039;Zentralasien&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Fischer Weltgeschichte]].&amp;#039;&amp;#039; Band 10). S. Fischer, Frankfurt am Main 2012.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Khorasan (historical region)|Chorasan}}&lt;br /&gt;
{{Internetquelle |url=https://www.britannica.com/place/Khorasan-historical-region-Asia |titel=Khorasan {{!}} Map, Region, &amp;amp; History {{!}} Britannica |sprache=en |abruf=2023-12-21}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chorasan| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Iran)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Afghanistan)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Tadschikistans]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Territorium (Asien)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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