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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Chondrit</id>
	<title>Chondrit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T16:43:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chondrit&amp;diff=42249&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;MTK75: korrekter Begriff</title>
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		<updated>2026-03-08T14:20:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;korrekter Begriff&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Allende meteorite.jpg|mini|[[Allende (Meteorit)]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Holbrook meteorite.jpg|mini|L6-Chondrit Holbrook, Höhe 5 cm, Schnittfläche, die hellen Körner sind Metall]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Chondres vus au microscope.jpg|mini|[[Dünnschliff]] eines gewöhnlichen Chondrit-NWA 17172 unter polarisiertem Licht beobachtet/analysiert.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chondrite&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bilden mit einem Anteil von etwa 86 Prozent die größte Klasse der [[Meteorit]]en. Ihr Name rührt von eingeschlossenen kleinen [[Silikat]]kügelchen her, den [[Chondren]], die in eine feinkörnige [[Grundmasse]] eingebettet sind. Die mineralogische Zusammensetzung der Chondrite wird von den [[Mineral]]en [[Olivin]], [[Pyroxen]] und [[Feldspat|Plagioklas]] dominiert. Sie enthalten aber auch (mit wenigen Ausnahmen bei den [[kohliger Chondrit|kohligen Chondriten]]) stets metallisches Nickeleisen (siehe Bild Chondrit Holbrook) und [[Eisen(II)-sulfid|Eisensulfid]] ([[Troilit]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chondrite können als kosmische [[Sedimentgestein]]e aufgefasst werden. Oft werden sie auch undifferenzierte Meteoriten genannt, da ihre chemische Zusammensetzung, mit Ausnahme gasförmiger und leichtflüchtiger [[Chemisches Element|Elemente]] wie [[Natrium]] und [[Kalium]] oder der [[Edelgase]], der Zusammensetzung der [[Photosphäre]] der [[Sonne]], und damit der des ursprünglichen [[Sonnennebel|solaren Nebels]], entspricht. Altersbestimmungen durch Messungen radioaktiver [[Isotop]]e haben ergeben, dass Chondrite bereits in der Frühzeit des [[Sonnensystem]]s vor 4,5 Milliarden Jahren entstanden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Mineralienatlas|Abruf=2018-08-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Chondritenfall von Lucé in Frankreich 1768 wurde durch den französischen Chemiker [[Antoine Laurent de Lavoisier]] untersucht. Damals wurde allerdings die Existenz von Meteoriten nicht allgemein anerkannt, und Lavoisier erklärte den Stein für eine Art Eisenkies. Die auffälligen Chondren, die in Steinen von den verschiedensten Fundplätzen beobachtet wurden, führten jedoch schließlich dazu, ihre außerirdische Herkunft anzuerkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13. Oktober 1819 fiel bei dichtem Nebel auf einem Acker zwischen [[Pohlitz (Bad Köstritz)]] und [[Langenberg (Gera)]] im Gebiet des heutigen Chemiewerks Bad Köstritz ein rund drei Kilogramm schwerer [[Steinmeteorit]] vom Typ Chondrit L5 vom Himmel. Der Meteorit wurde unter dem offiziellen Namen „Pohlitz“ registriert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lpi.usra.edu/meteor/metbull.php?code=18853| titel=Pohlitz| hrsg=Meteoritical Bulletin |datum= |zugriff=2020-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.mindat.org/loc-264528.html| titel=Pohlitz meteorite| hrsg=mindat.org | datum= |zugriff=2020-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Ereignis interessierte auch [[Johann Wolfgang von Goethe]] und er erhielt drei kleine Stücke des Pohlitzer Meteoriten für seine Sammlung in Weimar. Weitere Teilstücke sind mittlerweile in Sammlungen der ganzen Welt verteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.otz.de/regionen/gera/article227353303/Meteorit-macht-Pohlitz-weithin-bekannt.html www.otz.de: Meteorit macht Pohlitz weithin bekannt]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der französische Chemiker [[Louis Pasteur]] untersuchte im Jahr 1864 ebenfalls einen Meteoriten, der den kohligen Chondriten zugeordnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klassifikation ==&lt;br /&gt;
[[Datei:NWA 3118 meteorite.jpg|mini|NWA 3118, kohliger Chondrit, CV3]]&lt;br /&gt;
Chondrite können nochmals in Unterklassen eingeteilt werden. Nach Häufigkeit an erster Stelle stehen die gewöhnlichen Chondrite. Die kohligen Chondrite werden so genannt, weil sie größere Mengen [[Kohlenstoff]] (auch als [[organische Verbindungen]]) enthalten. Ihre Bruchfläche sieht daher mehr oder weniger kohlschwarz aus. Neben Chondren sind in ihrer feinkörnigen Matrix auch noch [[präsolare Minerale]] und [[Calcium-Aluminium-reiche Einschlüsse]] zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihrer chemischen Zusammensetzung werden die Chondrite in folgende Unterklassen eingeteilt:&amp;lt;ref&amp;gt;F. Heide, F. Wlotzka, Kleine Meteoritenkunde, 3. Auflage, Springer-Verlag 1988.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Gewöhnlicher Chondrit|Gewöhnliche Chondrite]]. Sie werden nach dem Gesamteisengehalt und dem Gehalt an Nickeleisen eingeteilt in:&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;H&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;-Chondrite (für &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;H&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;igh iron), mit 22–30 % Gesamteisen und 17–23 % Metall,&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;-Chondrite (für &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ow iron), mit 20–24 % Gesamteisen und 4–9 % Metall,&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;-Chondrite (für &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ow iron, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ow metal), mit 19–22 % Gesamteisen und 0,3–3 % Metall.&lt;br /&gt;
Bei der praktischen Bestimmung der Klasse wird der Eisenoxidgehalt im [[Olivingruppe|Olivin]] benutzt; er ist umgekehrt proportional zum Gesamteisen und beträgt: Für H-chondrite 16–19 % Fa (Fayalit oder mol-% Fe/(Fe + Mg)), für L-Chondrite 21–25 % Fa, für LL-Chondrite 26–32 % Fa. In den Olivinen der unequilibrierten Typ 3 Chondrite (siehe unten) ist der Fa-Gehalt variabel zwischen 0 und 50 % Fa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Enstatit-Chondrit]]e. Sie enthalten keinen Olivin, und im Pyroxen (hier Enstatit) ist der Fs-Gehalt (Ferrosilit oder mol-% Fe/(Fe + Mg)) kleiner als 1.&lt;br /&gt;
** EH-Chondrite&lt;br /&gt;
** EL-Chondrite&lt;br /&gt;
* [[Kohliger Chondrit|Kohlige Chondrite]] (Primitive Chondrite)&lt;br /&gt;
** [[CI-Chondrit|CI]] (Ivuna Gruppe)&lt;br /&gt;
** [[CO-Chondrit|CO]] (Ornans Gruppe)&lt;br /&gt;
** [[CV-Chondrit|CV]] (Vigarano Gruppe)&lt;br /&gt;
** [[CM-Chondrit|CM]] (Mighei Gruppe)&lt;br /&gt;
** CK (Karoonda Gruppe)&lt;br /&gt;
** CR (Renazzo Gruppe)&lt;br /&gt;
** CH (Metallreich)&lt;br /&gt;
** CB (Bencubbinite)&lt;br /&gt;
* R-Chondrite ([[Rumuruti-Chondrit]]e)&lt;br /&gt;
* K-Chondrite ([[Kakangari-Chondrit]]e)&lt;br /&gt;
* F-Chondrite ([[Forsterit]]-Chondrite)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Übersicht über die Häufigkeit der Elemente in den verschiedenen Chondritenklassen kann bei Kallemyn et al. („Geochemistry of ordinary chondrites“, Geochimica et Cosmochimica Acta, 1989, Seite 2747) gefunden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der chemischen Klassifizierung werden Chondrite nach einem Schema, das 1967 von den Wissenschaftlern Van Schmus und Wood vorgeschlagen wurde, in die [[Petrologie|petrologischen]] Typen 1 bis 6, manchmal auch 1 bis 7, eingeteilt. Chondrite vom petrologischen Typ 3 werden „unequilibriert“ genannt, weil sie Material repräsentieren, das nach der Entstehung des Mutterkörpers durch Akkumulation aus dem solaren Nebel nahezu unverändert blieb. Im Gegensatz dazu wurden Chondrite vom Typ 4 bis 6 zunehmend thermisch [[Metamorphose (Geologie)|metamorphosiert]]. Diese Chondrite sind dabei rekristallisiert. Als Folge verwischen sich in Typ 6 Chondriten die Grenzen zwischen Chondren und Matrix (siehe das Bild des L6-Chondriten Holbrook). Meteoriten vom Typ 1 und 2 sind zwar nicht thermisch verändert worden, haben aber eine „wässerige“ Metamorphose erfahren und enthalten kristallwasserhaltige Silikate ([[Tonmineral]]e). Während Chondrite vom Typ 3 bis 6 maximal 3 Gewichtsprozent Wasser enthalten, können Typ 2 Chondrite bis zu 18 Gewichtsprozent und Typ 1 Chondrite mehr als 20 Gewichtsprozent Wasser enthalten. Typ CI1 Chondrite enthalten keine Chondren, wobei nicht klar ist, ob sie jemals Chondren hatten, oder ob diese durch die wässrige Alteration zerstört wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei gewöhnlichen Chondriten und Enstatit-Chondriten kommen die petrologischen Typen 3 bis 7 und bei kohligen Chondriten die petrologischen Typen 1 bis 6 (bis CK5/6) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chondrite mit unterschiedlichem petrologischen Typ können durchaus vom gleichen Mutterkörper stammen. So wurde für die H-Chondrite das „Zwiebelschalenmodell“ für den Mutterkörper vorgeschlagen. Nach diesem Modell wäre der Mutterkörper der H-Chondrite ein undifferenzierter [[Asteroid]], der nach seiner Entstehung vor 4,56 Milliarden Jahren durch Zerfall radioaktiver [[Nuklid]]e nochmals erhitzt wurde ohne jedoch zu schmelzen. Dabei wurde er im Kern stark, nach außen hin aber weniger stark erhitzt. H3-Chondrite würden dann von der Oberfläche des Mutterkörpers stammen, während die H4-, H5- und H6-Chondrite aus zunehmend größeren Tiefen stammen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gesteine]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.haberer-meteorite.de/www/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=81%3Astein-meteorite-26&amp;amp;catid=1%3Ainhalt&amp;amp;Itemid=13%E2%8C%A9%3Dde&amp;amp;lang=de &amp;#039;&amp;#039;Chondrite.&amp;#039;&amp;#039;] Website von Haberer-Meteorite&lt;br /&gt;
* [https://www.uni-heidelberg.de/presse/ruca/ruca03-3/planeten.html Kinderstube der Planeten – Geochemische Untersuchungen an H4- und H6-Chondriten (Bedeutung der Chondriten für die Erforschung der Geschichte des Sonnensystems)]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,613597,00.html |titel=Wie ein Deutscher das Himmelsfeuerwerk entschlüsselte |kommentar=Fund eines im Januar 2009 gefallenen kohligen Chondriten in Dänemark |werk=[[Spiegel Online]] |autor=Christoph Seidler |datum=2009-03-16 |abruf=2020-12-06 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meteoritengestein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;MTK75</name></author>
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