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	<title>Chomutov - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;ChickSR: /* Vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis zur Gegenwart */ Rotlink</title>
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		<updated>2026-03-20T07:45:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis zur Gegenwart: &lt;/span&gt; Rotlink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die tschechische Stadt; für den Eishockeyspieler siehe [[Andrei Walentinowitsch Chomutow|Andrei Chomutow]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ort in Tschechien&lt;br /&gt;
| Ort                = Chomutov&lt;br /&gt;
| Wappen             = [[Datei:ChomutovCoA.PNG|111px|Wappen von Chomutov]]&lt;br /&gt;
| Kraj               = Ústecký kraj&lt;br /&gt;
| Kraj_link          = &lt;br /&gt;
| Lageplan = Chomutov CV CZ.png&lt;br /&gt;
| Lageplanbeschreibung = &lt;br /&gt;
| Okres              = Chomutov&lt;br /&gt;
| Fläche             = 2925,3174&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.uir.cz/obec/562971/Chomutov uir.cz]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe               = 340&lt;br /&gt;
| Gemeindenummer     = 562971&lt;br /&gt;
| Postleitzahl       = 430 01 – 431 01&lt;br /&gt;
| KFZ-Kennzeichen    = U&lt;br /&gt;
| Straßen            = [[Silnice I/7|I/7]]&lt;br /&gt;
| Schienen           = [[Bahnstrecke Praha–Chomutov|Praha–Chomutov]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Bahnstrecke Ústí nad Labem–Chomutov|Ústí nad Labem–Chomutov]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Bahnstrecke Chomutov–Cheb|Chomutov–Cheb]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Bahnstrecke Chomutov–Vejprty/Reitzenhain|Chomutov–Vejprty]]&lt;br /&gt;
| Flughafen          = &lt;br /&gt;
| GemeindeArt        = [[Statutarstadt (Tschechien)|Statutarstadt]]&lt;br /&gt;
| BürgermeisterArt   = Oberbürgermeister&lt;br /&gt;
| Ortsteile          = 1&lt;br /&gt;
| Bürgermeister      = [[Milan Märc]]&lt;br /&gt;
| BürgermeisterDatum = 2025&lt;br /&gt;
| AnschriftStraße    = Zborovská 4602&lt;br /&gt;
| AnschriftOrt       = 430 28 Chomutov&lt;br /&gt;
| Website            = www.chomutov-mesto.cz&lt;br /&gt;
| Breitengrad        = 50/27/48/N&lt;br /&gt;
| Längengrad         = 13/24/44/E&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Komotau10.jpg|mini|300px|Innenstadt mit Katharinenkirche]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chomutov&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; {{Audio|Cs-Chomutov.ogg|anhören}} (deutsch &amp;#039;&amp;#039;Komotau&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Stadt im [[Okres Chomutov]] in [[Tschechien]]. Die Industriestadt war eine Kreisstadt des Verwaltungsbezirks [[Ústecký kraj]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Chomutov 2016-05-30 Celkový pohled.jpg|mini|Panorama der Stadt und ihrer Umgebung (2016)]]&lt;br /&gt;
Die Stadt liegt in [[Nordböhmen]], an der Kreuzung bedeutender Eisenbahnlinien und Straßenverbindungen. Sie befindet sich im Westen des [[Nordböhmisches Becken|Nordböhmischen Beckens]] am südlichen Fuß des [[Erzgebirge]]s. Durch den Ort fließt die [[Chomutovka]] (&amp;#039;&amp;#039;Kometau&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Komotau&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
[[Datei:Chomutov square.jpg|mini|300px|Marktplatz]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sousoší nejsvětější trojice na náměstí v Chomutově.jpg|mini|300px|Häuser am Marktplatz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtgliederung ==&lt;br /&gt;
Für die Stadt Chomutov sind keine Ortsteile ausgewiesen. Grundsiedlungseinheiten sind Březenecká, Černý vrch, Chomutov-historické jádro, Domovina, Kamenná, Mostecká, Nádraží, Nemocnice, Nové Spořice (&amp;#039;&amp;#039;Neusporitz&amp;#039;&amp;#039;), Písečná, Pod Březeneckou, Pod Černým vrchem, Pražské pole, Průmyslový obvod, Sady Březenecká, Strážiště, Střed, Šípková, U jezera, U Jitřenky, U Klikara, U Luny, U Michanického rybníka, U nemocnice, U parku, U rasovny, U Severky, U soudu, Za nádražím, Zadní Vinohrady, Zahradní und Zátiší.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.uir.cz/zsj-obec/562971/Obec-Chomutov uir.cz]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gemeindegebiet gliedert sich in die Katastralbezirke Chomutov I und Chomutov II.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.uir.cz/katastralni-uzemi-obec/562971/Obec-Chomutov uir.cz]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Bereits um 800 befand sich auf dem Gebiet des späteren Komotau eine kleine Kirche. Am 29. März 1252 wurde die Stadt „Comotau“ von Friedrich von Komotau dem [[Deutscher Orden|Deutschen Ritterorden]] geschenkt. Am 1. Februar 1261 verlieh der böhmische König [[Ottokar II. Přemysl]] dem Orden die Gerichtsbarkeit. Damals wurde noch die Bezeichnung „Villa Forensis“ benutzt. Daraus schließt man, dass Chomutov zu dem Zeitpunkt noch ein Dorf war. Durch eine Schenkung der Familie Kothobor von Retschitz erhielt der Orden 1281 &amp;#039;&amp;#039;[[Křimov|Krimove]]&amp;#039;&amp;#039;. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch schon am Ordensschloss gebaut. Bis Ende des Jahrhunderts erhielten die Ritter durch Schenkungen und Kauf das &amp;#039;&amp;#039;Gut zu [[Pesvice|Beßwitz]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Otvice|Otwitz]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1335 wurde der Komotauer Markt durch ein [[Privileg]] des Königs [[Johann von Böhmen|Johann von Luxemburg]] von Zöllen und Abgaben befreit. Außerdem erhielt die Stadt das Recht, Bier zu brauen und Wochen- und Jahrmärkte abzuhalten. Am 28. Oktober 1396 verlieh der Deutsche Orden die Stadtrechte von Komotau an Albrecht von Duben und Nikolaus von Komotau. Die Stadt erhielt ein [[Rathaus]] und das Recht zum [[Salzhandel]], eine Stadtwaage sowie [[Siegel]] und Stadt[[wappen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. Oktober 1407 bestätigte König [[Wenzel (HRR)|Wenzel IV.]] den Komotauern das Recht der [[Bannmeile]] und beendete damit den Streit zwischen [[Adel]] und [[Bürgertum]] wegen des [[Gewerbe]]rechts zugunsten der Städte. Am 21. September 1411 musste der [[Komtur (Amt)|Komtur]] des Ordens, Ulrich von Ausk, die [[Herrschaft Komotau]] an den königlichen Günstling Stephan von Kobersheim, der auch Harnischmeister genannt wurde, abtreten. 1415 ging Komotau endgültig bis 1420 an die Krone Böhmen, danach wurde sie von Kaiser [[Sigismund (HRR)|Sigismund von Luxemburg]] an den [[Liste der Markgrafen von Meißen|Markgrafen von Meißen]] verpfändet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Hussiten]] nahmen am 16. März 1421 die Stadt ein, die Bevölkerung wurde anschließend massakriert. Der hussitische Feldherr [[Jan Žižka]] ordnete an, nur so viele Bürger am Leben zu lassen, wie nötig waren, um die übrigen zu beerdigen. Die Hussiten stellten die Juden in Komotau vor die Alternative, sich taufen zu lassen oder hingerichtet zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Toch: &amp;#039;&amp;#039;Spätmittelalterliche Rahmenbedingungen jüdischer Existenz: Die Verfolgungen.&amp;#039;&amp;#039; In: Sabine Hödl, Peter Rauscher, Barbara Staudinger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hofjuden und Landjuden. Jüdisches Leben in der Frühen Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; Philo, Wien 2004, ISBN 3-8257-0352-5, S. 19–64, hier S. 37.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die allermeisten blieben ihrem Glauben treu, viele Familien wählten den Freitod.&amp;lt;ref&amp;gt;Artikel &amp;#039;&amp;#039;Komotau.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Germania Judaica.&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;1350–1519&amp;#039;&amp;#039;, herausgegeben von Arye Maimon. Teilband 1: &amp;#039;&amp;#039;Ortschaftsartikel Aach – Lychen&amp;#039;&amp;#039;. Mohr, Tübingen 1987, S. 663–664.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den Kämpfen und danach starben etwa 2500 – nach einer anderen Quelle genau 1363 – Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1424 wurde die Stadt an [[Lobkowitz (Adelsgeschlecht)#Einzelne Familienmitglieder|Nikolaus I. von Lobkowicz]] &amp;#039;&amp;#039;(Mikuláš Chudý)&amp;#039;&amp;#039; verpfändet und ihm später geschenkt. Nach dessen Tod gehörte sie Jakob [[Wrschowitz (Name)|von Wrschowitz]]. 1456 wurde [[Johann Czalta von Kamena Hora]] auf Anweisung des Königs [[Ladislaus Postumus]] der neue Herr von Komotau. Vier Jahre später starb er, und sein Schwiegersohn [[Benedikt von Weitmühl]] wurde neuer Besitzer. Außerdem erhielt die Stadt von [[Georg von Podiebrad]] weitere Privilegien. Benedikt von Weitmühl starb 1560, und [[Ladislaus von Weitmühl]] und seine Vettern wurden die neuen Herren der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Neuzeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wenceslas Hollar - Bohemian views 2.jpg|mini|Stadtansicht im 17. Jahrhundert nach [[Wenzel Hollar]] (1607–1677)]]&lt;br /&gt;
Die Komotauer erhielten 1517 von ihren Erbherren einen Freiheitsbrief, in dem den [[Juden]] das Wohnen, Betreiben eines Handwerks oder des Handels in der Stadt, den Vorstädten und der ganzen Herrschaft verboten wurde. Dieses [[Privileg]] gegen die Juden blieb bis [[Revolution von 1848/1849 im Kaisertum Österreich|1848]] in Kraft. Am 2. August 1525 brannte ein großer Teil der Stadt einschließlich des Schlosses ab. Daneben verbrannten 70 große Bücher aus der Bibliothek von [[Bohuslaus Lobkowicz von Hassenstein]], darunter Originalschriften von [[Platon|Plato]]. 1529 übernahm [[Sebastian von Weitmühl]] die Ländereien von Komotau. 1547 wurde die Stadt während des [[Schmalkaldischer Krieg|Schmalkaldischen Krieges]] von den Armeen des [[Kurfürstentum Sachsen|Kurfürstentums Sachsen]] unter Führung des sächsischen Oberst [[Wilhelm von Thumbshirn|Thumbshirn]] überfallen und gebrandschatzt. Acht Jahre später brach die [[Pest]] aus und forderte 2300 Tote; dreizehn Jahre später kehrte sie zurück, und weitere 2500 Personen starben. [[Alaun]]vorkommen wurden 1556 entdeckt, und ab 1558 begann man mit dem Abbau. 1571 wurde die Stadt an die Herrn von Lobkowitz und Hassenstein verkauft. In folgenden Jahren kauften die Herren Dörfer zurück und neue hinzu, u. a. [[Červený Hrádek (Jirkov)|Rothenhaus]], Stadt [[Hora Svaté Kateřiny|Katharinaberg]] sowie Grüntal, [[Brandov|Brandau]], [[Kleinhan]], [[Rudolice v Horách|Rudelsdorf]] und [[Burg Hasištejn]]. 1585 wurde die [[Zunft]] der [[Küfer|Faßbinder]] errichtet. Im Jahr 1589 vertrieben [[Jesuiten]] die [[Evangelisch-lutherische Kirchen|Lutheraner]] und bauten in den Folgejahren ein [[Kolleg]]ium als Pflegestätte katholischer Bildung. Am 2. Juli 1591 kam es in der Stadt zu Tumulten zwischen [[Protestanten]] und [[Römisch-katholische Kirche|Katholiken]]. Das Kolleg wurde erstürmt und geplündert. Die Haupträdelsführer wurden in Rothenhaus zum Tod verurteilt und am 20. August hingerichtet. Der Stadt wurden von Popel von Lobkowitz alle Privilegien genommen, aber bereits zwei Jahre später, nachdem [[Georg Popel von Lobkowitz]] beim Kaiser [[Rudolf II. (HRR)|Rudolf II.]] in Ungnade gefallen und sein Vermögen konfisziert worden war, wieder verliehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Eine umfassende Darstellung dieser Ereignisse findet sich in [[Siegfried Kapper]]s historischem Roman &amp;#039;&amp;#039;Die Glockenstürmer von Komotau&amp;#039;&amp;#039; (3 Bde., Prag 1869/70; Inhaltsangabe und Einschätzung des Werkes in: Oskar Donath: &amp;#039;&amp;#039;Siegfried Kapper.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik.&amp;#039;&amp;#039; 6, 1934, S. 379 ff. [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/periodical/pageview/2647140?query=Glockenstürmer sammlungen.ub.uni-frankfurt.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komotau erkaufte sich die Freiheit und wurde 1606 eine [[Freie Königliche Stadt]]. Ab dem Jahr 1607 hatte die Stadt einen eigenen [[Magistrat]]. Während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] waren Plünderungen, [[Kontribution]]en, Einquartierungen, Überfälle und Vergewaltigungen an der Tagesordnung. 1620 wurden die Jesuiten aus Komotau wieder vertrieben. Kollegium und Seminar wurden an die Stadt verkauft. Nach der [[Schlacht am Weißen Berg]] wurde am 10. November 1620 die Stadt von den [[Kaiserliche Armee (HRR)|Kaiserlichen]] eingenommen und gezwungen, dem Kaiser den Huldigungseid zu leisten und den Jesuiten das Kolleg und das Seminar zurückzugeben. 1621 verließen immer mehr Protestanten die Stadt Richtung [[Sachsen]] und [[Meißen]]. 2500 Menschen starben 1625 durch die Pest, die fünfzehn Jahre später wiederkehrte und weitere 1000 Opfer forderte. Am 12. November 1631 wurde die Stadt von [[Hans Caspar von Klitzing|Kaspar von Klitzing]], Hauptmann des [[Johanniterorden]]s, eingenommen und gebrandschatzt. Am 3. März 1662 wurde der Grundstein der Ignatiuskirche gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Kardinal [[Fabrizio Savelli]]den Jesuiten 1725 geschenkten [[Gebeine]] des heiligen [[Viktor I.|Viktor]] wurden unter großen Feierlichkeiten in einem [[Mausoleum]] in der Ignatiuskirche beigesetzt. Die Stadt kaufte in den folgenden Jahren weitere Güter auf, so u. a. [[Hrušovany u Chomutova|Hruschowan]]. Während des [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieges]] zogen amn 14. Oktober 1763 Soldaten in das Kloster ein. 1780 übernahmen die [[Dominikaner]] das Komotauer [[Gymnasium]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom 19. Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Während der [[Koalitionskriege|Napoleonischen Kriege]] brachten bayerische und französische [[Kriegsgefangene]] 1805 das [[Fleckfieber|Faulfieber]] in die Stadt, das über 700 Todesopfer forderte. Vom 21. bis 24. August 1813, während der Napoleonischen Kriege fand in Komotau das &amp;#039;&amp;#039;Drei-Kaiser-Treffen&amp;#039;&amp;#039; statt, an dem [[Alexander I. (Russland)|Zar Alexander I]], der preußische König [[Friedrich Wilhelm III. (Preußen)|Friedrich Wilhelm III.]] und  Kaiser [[Franz II. (HRR)|Franz I.]] teilnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Mitte des Jahrhunderts erfolgten Gründungen im Handel und Gewerbe, vor allem in der Industrie, so zum Beispiel die Komotauer Sparkasse und die älteste Firma des graphischen Gewerbes, die Buchdruckerei Gebrüder Butter. Die Eisenbahnstrecke Komotau-[[Duchcov|Dux]]-[[Osek|Ossegg]] wurde eröffnet, später auch die Strecke nach [[Eger (Böhmen)|Eger]] sowie die Strecken der [[Buschtěhrader Eisenbahn]] nach [[Prag]], [[Vejprty|Weipert]] bzw. [[Reitzenhain (Marienberg)|Reitzenhain]] ([[Sachsen]]) und [[Prunéřov|Brunnersdorf]] bei [[Kadaň|Kaaden]]. Die Maschinentechnische [[Fachschule]] wurde eingeweiht. 1899 begann bei [[Bečov (Blatno)|Petsch]], acht Kilometer nordwestlich der Stadt, der Bau der [[Talsperre Komotau|Komotauer Talsperre]] für die Trinkwasserversorgung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 146-2006-0019, Anschluss sudetendeutscher Gebiete, Komotau.jpg|mini|Begrüßung der einmarschierenden deutschen Truppen am 9. Oktober 1938]]&lt;br /&gt;
1900 erfolgte die Einweihung der neuen im Stil der [[Neutgotik]] erbauten [[Gustav-Adolf-Kirche (Chomutov)|evangelischen Kirche]] am Eingang zum Stadtpark. Im Laufe der Jahrzehnte wurde die Industrie weiter ausgebaut, und Kommunikationsanlagen wurden angelegt, so begann man zum Beispiel 1901 mit dem Bau der neuen Wasserleitungsanlage. Hinzu kamen ein Bezirkskrankenhaus, ein Siechenhaus, ein Gymnasium und eine Turnhalle. Nach dem 28. Oktober 1918 wurde Komotau in die neu gegründete [[Tschechoslowakei|Tschechoslowakische Republik]] integriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwanzig Jahre später, am 1. Oktober 1938, erfolgte nach dem [[Münchner Abkommen]] der Anschluss des [[Sudetenland]]es an das [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutsche Reich]] und die Besetzung durch deutsche Truppen. Komotau gehörte nunmehr zum [[Landkreis Komotau]], [[Regierungsbezirk Aussig]], im [[Reichsgau Sudetenland]]. Die tschechische Minderheit von Komotau war daraufhin gezwungen, die Stadt zu verlassen. Die Evakuation wurde am 10. Oktober 1938 beendet. Die Kommotauer [[Synagoge (Chomutov)|Synagoge]] wurde bei den [[Novemberpogrome 1938|Novemberpogromen 1938]] niedergebrannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis zur Gegenwart ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Deutschneudorf Gedenkstein 9.Juni1945 (03).JPG|mini|[[Deutschneudorf]]: Gedenkstätte für die Opfer des Todesmarsches vom 9. Juni 1945 von Komotau nach Maltheuern]]&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] kam die Gemeinde am 8. Mai 1945 wieder zur Tschechoslowakei zurück. Am 9. Mai 1945 marschierten mit der [[Rote Armee|Roten Armee]] zugleich tschechische [[Revolutionsgarde (Tschechoslowakei)|Revolutionsgarden]] und Teile der Svoboda-Armee in die Stadt ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus der Tschechoslowakei.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Weltbild Verlag, 1994, ISBN 3-89350-560-1, S. 110.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 9. Juni 1945 mussten sich alle 8000 [[Deutschböhmen und Deutschmährer|deutschböhmischen]] Männer zwischen 13 und 65 Jahren aus Komotau und den umliegenden Dörfern auf dem Jahnsportplatz sammeln. Dort wurden nach Augenzeugenberichten zwischen 12 und 20 von ihnen erschossen, darunter einige Angehörige der [[Waffen-SS]]. Auf dem folgenden Marsch von Komotau nach Maltheuern wurden über 70 Männer erschossen, weil sie dem Zug nicht folgen konnten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.egerer-landtag.de/Geschichte/Todesmaersche.htm |titel=Der Todesmarsch von Komotau (Chomutov) nach Deutsch-Neudorf in Deutschland |werk=egerer-landtag.de |abruf=2024-03-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Marsch ging entlang der Strecke: Komotau – [[Görkau]] – [[Červený Hrádek (Jirkov)|Schloss Rothenhaus]] – [[Kundratice (Vysoká Pec)|Kunnersdorf]] – [[Dřínov u Komořan|Bartelsdorf]] – [[Jezeří|Eisenberg]] – [[Gebirgsneudorf]] – [[Deutschneudorf]] (Sachsen) – [[Mikulovice (Nová Ves v Horách)|Nickelsdorf]] – [[Obergeorgenthal]] – [[Dolní Jiřetín|Niedergeorgenthal]] – [[Záluží (Litvínov)|Maltheuern]].&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus der Tschechoslowakei.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Weltbild Verlag, 1994, ISBN 3-89350-560-1.&amp;lt;!-- Seite ??? --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; 2003 wurde in Deutschneudorf ein erster Gedenkstein, am 22. September 2007 auf dem Hauptfriedhof in Chomutov ein zweiter Gedenkstein in Erinnerung an diesen [[Todesmarsch]] eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine juristische Aufbereitung des Geschehens hat nicht stattgefunden. Aufgrund des „Amnestie-Gesetzes“ Nr. 115 vom 8. Mai 1946 blieben derlei bis 28. Oktober 1945 begangene Straftaten straffrei. Die Überlebenden mussten das zerbombte [[Hydrierwerk]] in Maltheuern, nunmehr [[Záluží (Litvínov)|Záluží]], wieder aufbauen. Aufgrund des [[Beneš-Dekrete]]s 108 vom Oktober 1945 wurde das Vermögen der deutschböhmischen Bevölkerung [[Konfiskation|konfisziert]] und unter nationale Verwaltung gestellt. Die deutsche Bevölkerung wurde [[Vertreibung der Deutschen aus der Tschechoslowakei|vertrieben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Neubürger aus Mittelböhmen, der Slowakei, [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950#Tschechoslowakei|Repatrianten]] und [[Roma in Tschechien und der Slowakei|Roma]] siedelten sich in der Nachkriegszeit in Chomutov an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
Bis 1945 war Komotau überwiegend von [[Deutschböhmen und Deutschmährer|Deutschböhmen]] besiedelt, die vertrieben wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bevölkerungsentwicklung bis 1945&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
! Anmerkungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1830 ||style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| {{0}}3573 || in 547 Häusern&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Jahrbücher des böhmischen Museums für Natur- und Länderkunde, Geschichte, Kunst und Literatur&amp;#039;&amp;#039;. Band 2, Prag 1831, S. 198, Ziffer 2) unten ([https://books.google.de/books?id=SEtFAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA198 books.google.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1845 ||style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| {{0}}4014 || in 554 Häusern&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Gottfried Sommer]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Königreich Böhmen.&amp;#039;&amp;#039; Band 14: &amp;#039;&amp;#039;Saazer Kreis.&amp;#039;&amp;#039; Prag 1846, S. 147 ([https://books.google.it/books?id=Sgs5AQAAMAAJ&amp;amp;pg=PA147 books.google.it]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| 1862 ||style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| {{0}}4232 || davon 42 Evangelische und 4.190 Katholiken&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Selner: &amp;#039;&amp;#039;Statistische Tafeln des Komotauer Bezirkes (Saazer Kreises, im Königreiche Böhmen)&amp;#039;&amp;#039;. Prag 1863, S. 22 ([https://books.google.de/books?id=AVO7lTRtVPwC&amp;amp;pg=PA22 books.google.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1890 ||style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| 13.050 || davon 12.233 deutsche Einwohner&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Hrsg=K. K. Statistische Central-Commission |Titel=Special-Orts-Repertorium von Böhmen |Ort=Wien |Datum=1893 |Seiten=294}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1900 ||style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| 15.896 || meist deutsche Einwohner&amp;lt;ref&amp;gt;{{Meyers-1905 |Lemma=Komotau |Band=11 |Seite=339 |zenoID=20006918565}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1930 ||style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| 33.297 || davon 4442 Tschechen&amp;lt;ref name=&amp;quot;MR&amp;quot;&amp;gt;{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=sud_komotau.html#ew39komokomotau|name=Landkreis Komotau}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Rudolf Hemmerle]] |Hrsg=Adam Kraft Verlag |Titel=Sudetenland Lexikon |Band=4 |Auflage=2. Auflage |Ort= |Datum=1985 |ISBN=3-8083-1163-0 |Seiten=245}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1939 ||style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| 31.317 || davon 2033 Evangelische, 27.889 Katholiken, 45 sonstige Christen und 17 Juden&amp;lt;ref name=&amp;quot;MR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bevölkerungsentwicklung nach Ende des Zweiten Weltkriegs&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.czso.cz/documents/10180/86441891/VybranaMesta.xlsx/027bda31-bf21-4970-9c12-2a7e2e31a00d?version=1.11 |titel=Database of Demographic Indicators for Selected Towns of the Czech Republic. Tab. 65 |werk=www.czso.cz |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20230925002840/https://www.czso.cz/documents/10180/86441891/VybranaMesta.xlsx/027bda31-bf21-4970-9c12-2a7e2e31a00d?version=1.11 |archiv-datum=2023-09-25 |archiv-bot=2024-11-15 09:42:43 InternetArchiveBot |abruf=2023-10-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Stand: 31.12. des jeweiligen Jahres)&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jahr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1947&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1950&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1960&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1970&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1980&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1990&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2000&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2010&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2020&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2022&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 26.786 || 28.429 || 35.045 || 40.105 || 52.553 || 55.502 || 51.154 || 50.441 || 48.349 || 46.940&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- weitere Amtsträger bitte mit Amtszeit und Partei nachtragen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste |liste=&lt;br /&gt;
* 177?–1779 Johann Andreas Fahrenschon&lt;br /&gt;
* 1779–1779 Johann Georg Schlinger&lt;br /&gt;
*1779–178? Franz Joseph Grönert&lt;br /&gt;
* um 1783 Leopold Franz Pohl&lt;br /&gt;
* 1786–1798 Peter Ullrich&lt;br /&gt;
* 1798–1806 Franz Grönert&lt;br /&gt;
* 1807–1838 Jakob Dobrauer von Treuenwald&lt;br /&gt;
* 1838–1851 Rudolf Grünwald&lt;br /&gt;
* 1851–1859 Johann Georg Löw&lt;br /&gt;
* 1860–1872 Josef John&lt;br /&gt;
* 1872–1877 Heinrich Schmatz&lt;br /&gt;
* 1877–1881 Franz Tschörner&lt;br /&gt;
* 1881–1897/8? Franz Schreiter&lt;br /&gt;
* 1897/8–1907/10? Anton Schiefer&lt;br /&gt;
* 1910–1933 [[Ernst Storch]] ([[Deutsche Nationalpartei (Tschechoslowakei)|DNP]])&lt;br /&gt;
* 1933–1937 Verwaltungskommission/Karl Junkmann&lt;br /&gt;
* 1937–1938 [[Viktor Herbrich]] ([[Deutsche sozialdemokratische Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik|DSAP]])&lt;br /&gt;
* 1938–1945 [[Eduard Fiedler]] ([[Sudetendeutsche Partei]], [[NSDAP]])&lt;br /&gt;
* 1946–1947 Václav Strejc&lt;br /&gt;
* 1947–1948 Jaroslav Dosoudil&lt;br /&gt;
* 1948–1949 Bohumil Dobiáš&lt;br /&gt;
* 1949–1950 František Aubrecht&lt;br /&gt;
* 1950–1952 Jaroslav Albrecht&lt;br /&gt;
* 1952–1953 Jaroslav Třešňák&lt;br /&gt;
* 1953–1954 Josef Jakl&lt;br /&gt;
* 1954–1956 Bohumil Voldřich&lt;br /&gt;
* 1956–1957 František Aubrecht&lt;br /&gt;
* 1957–1960 Josef Kincl&lt;br /&gt;
* 1960–1970 Jaroslav Chuchel&lt;br /&gt;
* 1970–1971 Josef Pavlík&lt;br /&gt;
* 1971–1981 Jaromír Franče&lt;br /&gt;
* 1981–1989 Václav Šedivý&lt;br /&gt;
* 1990–1992 Karel Mrázek ([[Občanské fórum|OF]])&lt;br /&gt;
* 1993–1998 Bohumil Bocian (nezávislý, později [[Česká strana sociálně demokratická|ČSSD]])&lt;br /&gt;
* 1998–2002 Alexandr Novák ([[Občanská demokratická strana|ODS]])&lt;br /&gt;
* 2002–2010 Ivana Řápková (ODS)&lt;br /&gt;
* 2010–2014 Jan Mareš ([[Česká strana sociálně demokratická|ČSSD]])&lt;br /&gt;
* 2014–2016 Daniel Černý (Pro Chomutov)&lt;br /&gt;
* 2016–2025 Marek Hrabáč ([[ANO 2011]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lidovky.cz/puc-na-chomutovske-radnici-novym-primatorem-je-marek-hrabac-z-ano-py0-/zpravy-domov.aspx?c=A161214_171204_ln_domov_ele |titel=‚Puč‘ na chomutovské radnici. Novým primátorem je Marek Hrabáč z ANO |hrsg=www.lidovky.cz |datum=2016-12-14 |sprache=cs |abruf=2018-01-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bis August 2024&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Till Janzer |url=https://deutsch.radio.cz/partei-ano-schliesst-oberbuergermeister-von-chomutov-wegen-8825591 |titel=Partei Ano schließt Oberbürgermeister von Chomutov wegen Korruptionsermittlungen aus |werk=[[Radio Praha International]] |hrsg=[[Český rozhlas]] |datum=2024-08-14 |abruf=2024-08-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* seit 2025 [[Milan Märc]] (Nový Sever)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Komotau unterhält [[Städtepartnerschaft]]en mit folgenden Städten:&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |title=Partnerská města|url=http://www.chomutov-mesto.cz/cz/partnerska-mesta|publisher=Statutární město Chomutov|language=cs|access-date=11. November 2021}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{DEU|#}} [[Annaberg-Buchholz]], Deutschland, seit 1999&lt;br /&gt;
* {{ITA|#}} [[Arenzano]], Italien, seit 2005&lt;br /&gt;
* {{DEU|#}} [[Bernburg]], Deutschland, seit 1995&lt;br /&gt;
* {{SVK|#}} [[Trnava]], Slowakei, seit 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten und Kultur ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der denkmalgeschützten Objekte in Chomutov}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten kulturhistorischen Bauten befinden sich am Ringplatz.&lt;br /&gt;
* Ringplatz (Markt, Náměstí 1. máje) mit spätgotischen Bürgerhäusern und Arkaden.&lt;br /&gt;
* St. Katharinenkirche, historisches Denkmal in Chomutov und eine der ältesten [[Gotik|frühgotischen]] Bauten in Europa. Die Kirche wurde im Jahre 1281 als Ordenskirche des Deutschen Ordens fertiggestellt und war Bestandteil der Burg. Bis 1990 diente der Bau als Lagerhaus. Seit November 2000 ist die Kirche nach mehr als 200 Jahren wieder der Öffentlichkeit zugänglich, sie wird jetzt als Konzertsaal und für Ausstellungen des Regionalmuseums genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.chomutov-mesto.cz/de/sehenswurdigkeiten chomutov-mesto.cz]&amp;lt;/ref&amp;gt; Einmal im Jahr dient sie als katholische Wallfahrtskirche. Direkt daneben befindet sich die ehemalige Komturei (später die Burg), seit 1607 das Rathaus der Stadt.&lt;br /&gt;
* Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt (spätgotische [[Hallenkirche]], 1518–1542 erbaut) &lt;br /&gt;
* Stadtturm, 53&amp;amp;nbsp;m hoch, errichtet nach dem großen Brand von 1525 und in der Sommersaison als Aussichtsturm genutzt&lt;br /&gt;
* [[Dreifaltigkeitssäule]] vom Bildhauer Ambroise Laurentis errichtet (1697), umgeben von sieben Heiligenstatuen (1725–1732).&lt;br /&gt;
* St. Ignatiuskirche ([[Jesuitenkirche]]), früher [[Barock]]bau des [[Basilika (Bautyp)|Basilikentyps]] mit zweitürmiger Nordfassade, vom Italiener [[Carlo Lurago]] in den Jahren 1663–1668 erbaut&lt;br /&gt;
* „Speichar“, vor dem Bau der St. Ignatiuskirche ursprünglich eine Jesuitenkirche (1611), dient heute als Galerie&lt;br /&gt;
* Ehemaliges Jesuitengymnasium (Jesuitenkolleg südlich der St. Ignatiuskirche), heute Bezirksmuseum (Okresni muzeum v Chomutove), existiert seit 1911. Gezeigt werden u. a. Ausstellungen zur Stadt- und Regionalgeschichte sowie zur Geschichte der Juden in Nordwestböhmen.&lt;br /&gt;
* Heiliggeistkirche&lt;br /&gt;
* Barbarakapelle im Oberdorf&lt;br /&gt;
* Gymnasiumsturm&lt;br /&gt;
* Aussichtsturm (früher Hutbergwarte, 1931 von Architekt Kugler erbaut) auf dem Hutberg (Vrch Strážiště, 511&amp;amp;nbsp;m) am nördlichen Stadtrand in Richtung Platten ([[Blatno]])&lt;br /&gt;
* Zoopark Chomutov, größter Wildpark in Tschechien&lt;br /&gt;
* Alaunsee ([[Kamencové jezero]]) nördlich des Stadtzentrums am Fuße des Erzgebirges. Der See ist ca. 16&amp;amp;nbsp;ha groß und bis zu 4&amp;amp;nbsp;Meter tief. Das Besondere ist sein Gehalt von ca. 1 % [[Alaune|Alaun-Salz]]. Daneben liegt der [[Stausee Otvice]].&lt;br /&gt;
* [[Chomutovka|Assigbach-Grundtal]] (Bezručovo údolí), 13&amp;amp;nbsp;km langes und bis zu 200&amp;amp;nbsp;m tiefes bewaldetes Tal, das vom Assigbach (Chomutovka) durchflossen wird, befindet sich nordwestlich der Stadt. Im Jahr 2002 wurde es zum Naturpark erklärt.&lt;br /&gt;
* [[Talsperre Komotau|Komotauer Talsperre]] (vodní nádrž Kamenička) im Tal des Neuhauser Flößbachs (Kamenička) bei Blatno&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Theater und Museen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Stadttheater, Boženy Němcové 552/3&lt;br /&gt;
* Kino Svět, Mostecká 5786&lt;br /&gt;
* Regionalmuseum, Palackého 86&lt;br /&gt;
* Eisenbahnausstellung des [[Technisches Nationalmuseum in Prag|Technischen Nationalmuseums in Prag]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://muzeum-chomutov.cz/?page_id=233&amp;amp;lang=de Internetseite über das NTM-Depot Chomutov]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Eisenbahnmuseum Křimov&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Unternehmen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Chomutov eg-str.jpg|mini|Bahnhofshauptgebäude, 2007]]&lt;br /&gt;
Traditionelle Industrien waren der Braunkohlebergbau und die Schwerindustrie, aber auch die Holzverarbeitung, die Keramikindustrie und die Textilindustrie. In den [[Mannesmannröhren-Werke]]n wurden 1890 die ersten nahtlosen Rohre der Welt hergestellt. Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurde vor allem Schwerindustrie angesiedelt, die zum Ende des 20. Jahrhunderts durch Leichtindustrie ersetzt wurde. In Chomutov gab es Firmen der Metallverarbeitung, eine Uhrenfabrik, eine [[Zichorienfabrik]] und die Glockengießerei Herold.&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Herold: Die Glockengießerei und Metallwarenfabrik HEROLD in Komotau, Cuvillier Verlag, Göttingen, 2003, 69 S.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es waren einmal bis zu 52 Großbetriebe in der Stadt ansässig. Am Assigbach gab es die Papierfabrik Gelinek. In Komotau gab es eine Niederlassung der [[Poldi (Unternehmen)|Firma Poldi]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
Der [[Bahnhof Chomutov]] ist ein wichtiger Eisenbahnknoten in Nordböhmen. Die Stadt Chomutov ist durch die Kursbuchstrecken [[Bahnstrecke Praha–Chomutov|120]] mit [[Žatec]], [[Kladno]] und [[Prag|Praha]] (Nahverkehrszüge), [[Bahnstrecke Ústí nad Labem–Chomutov|130]] mit [[Ústí nad Labem]] (Nahverkehrs-, Eil- und Schnellzüge), [[Bahnstrecke Děčín–Chomutov|133]] mit [[Jirkov]], [[Bahnstrecke Chomutov–Vejprty/Reitzenhain|137]] mit [[Vejprty]] (drei Wochenendzugpaare sowie an Feiertagen der Länderbahn im Sommerhalbjahr bis Cranzahl mit Anschluss in und aus Richtung [[Chemnitz]]), [[Bahnstrecke Chomutov–Cheb|140]] mit [[Karlsbad|Karlovy Vary]] und [[Cheb]] (Nahverkehrs- und Schnellzüge) sowie 164 mit [[Kadaň]] předměstí der Staatsbahn [[České dráhy|ČD]] verbunden. Der städtische und regionale [[Öffentlicher Personennahverkehr|Busverkehr]] wird von der [[Dopravní podnik měst Chomutova a Jirkova a.s.|DPCHJ]] betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 3,5&amp;amp;nbsp;km östlich des Zentrums liegt der [[Flugplatz Chomutov]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
* [[Piráti Chomutov]], [[Eishockey]]klub in der [[Extraliga (Tschechien)|Extraliga]]&lt;br /&gt;
* [[FC Chomutov]], [[Fußballverein]], ehemaliger [[Fotbalová národní liga|Zweitligist]]&lt;br /&gt;
* [[NSTG Komotau]], historischer Sportverein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste von Persönlichkeiten der Stadt Chomutov}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Auf Grund der vielen Deutschen, die einst in Komotau lebten, gibt es ein altböhmisches Sprichwort: „Všude lidé – v Chomutově Němci.“ (&amp;#039;&amp;#039;Überall Menschen – in Komotau Deutsche&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;Theodor Schäfer: &amp;#039;&amp;#039;Nord-Böhmen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Meinholds Führer&amp;#039;&amp;#039;), C. C. Meinhold &amp;amp; Söhne, Dresden 1912, S. 341.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{MerianTopo |Titel=Commotau |Band=11 |Seite=21}}&lt;br /&gt;
* [[Ignatius Krahl|Ignaz Krahl]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der königlichen Stadt Komotau.&amp;#039;&amp;#039; Komotau 1914.&lt;br /&gt;
* Max Türp: &amp;#039;&amp;#039;Die Entwicklung des Kohlenbergbaues im Braunkohlenrevier Teplitz-Brüx-Komotau.&amp;#039;&amp;#039; München 1975.&lt;br /&gt;
* Walter Kult: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen und Erzählungen aus Stadt und Landkreis Komotau.&amp;#039;&amp;#039; Eschborn 1988.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus der Tschechoslowakei. Teil 2&amp;#039;&amp;#039;. Weltbild-Verlag, Augsburg 1994, ISBN 978-3-89350-560-9, S. 412 f.&lt;br /&gt;
* Heimatkreis Komotau (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Vertreibungsgeschehen und Sagenwelt des Kreises Komotau.&amp;#039;&amp;#039; Helmut Preußler Verlag, Nürnberg 1996.&lt;br /&gt;
* Heimatkreis Komotau (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Komotauer Jahrbuch.&amp;#039;&amp;#039; erschien von 1996 bis 2015.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte des komotauer Gymnasiums.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Programm des Ober-Gymnasiums zu Komotau veröffentlicht am Schlusse des Schuljahres 1871.&amp;#039;&amp;#039; Brüx 1871, S. 1–45 ([https://books.google.de/books?id=9h1MAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA1 books.google.de]).&lt;br /&gt;
* [[Nikolaus von Urbanstadt]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Komotau unter weltlichen Schutzherrn.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Bezirkshauptmannschafts-Gebiete Komotau, Saaz und Kaaden. Mit besonderer Berücksichtigung der wichtigsten landwirthschaftlichen, industriellen und commerziellen Zweige.&amp;#039;&amp;#039; (Nikolaus von Urbanstadt, Hrsg.). Band 5, Komotau 1873, S. 81–157 ([https://books.google.de/books?id=XYpbBPL1OMEC&amp;amp;pg=PA81 books.google.de]).&lt;br /&gt;
* [[Viktor Karell]]: &amp;#039;&amp;#039;Burgen und Schlösser des Erzgebirges und Egertales.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Vinzenz Uhl Verlagsbuchhandlung, Kaaden 1935. („Schloß Komotau“ S. 61–64, gemeint ist die Burg mit der Burgkirche, heute Rathaus)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.chomutov-mesto.cz/# offizielle Seiten der Stadt Chomutov] (tschechisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.muzeum-cv.net/ Gebietsmuseum – Gebäude des Rathauses] (tschechisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.komotau.de/deutsch-tschechisches-begegnungszentru-komotau.html Deutsch-Tschechisches Begegnungszentrum in Komotau]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Okres Chomutov}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=63291-0|LCCN=n94001704|VIAF=147901213}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chomutov| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Statutarstadt (Tschechien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Erzgebirge]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ChickSR</name></author>
	</entry>
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