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	<title>Chojnów - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Altsprachenfreund: /* Verkehr */</title>
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		<updated>2026-03-23T22:37:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Verkehr&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ort in Polen&lt;br /&gt;
| Ort                = Chojnów&lt;br /&gt;
| Wappen             = [[Datei:POL Chojnów COA.svg|111px|Wappen von Chojnów]]&lt;br /&gt;
| Woiwodschaft       = Niederschlesien&lt;br /&gt;
| Powiat             = Legnicki&lt;br /&gt;
| PowiatLink         = Legnicki&lt;br /&gt;
| Breitengrad        = 51.27162&lt;br /&gt;
| Längengrad         = 15.93463&lt;br /&gt;
| OrtFläche          = 5.32&lt;br /&gt;
| Höhe               = 170&lt;br /&gt;
| Postleitzahl       = 59-225&lt;br /&gt;
| Telefonvorwahl     = 76&lt;br /&gt;
| KFZ-Kennzeichen    = DLE&lt;br /&gt;
| Straße1            = [[Droga krajowa 94|DK94]] [[Legnica]]–[[Bolesławiec]]&lt;br /&gt;
| Schienen1          = [[Bahnstrecke Miłkowice–Jasień|Legnica–Zgorzelec]]&lt;br /&gt;
| Flughafen1         = [[Flughafen Breslau|Breslau]]&lt;br /&gt;
| GemeindeTyp        = Stadtgemeinde&lt;br /&gt;
| GemeindeGliederung = &lt;br /&gt;
| TERYT              = 0209011&lt;br /&gt;
| Bürgermeister      = Jan Serkies&lt;br /&gt;
| BürgermeisterDatum = 2011&lt;br /&gt;
| AnschriftStraße    = Plac Zamkowy 1&lt;br /&gt;
| AnschriftOrt       = 59 - 225 Chojnów&lt;br /&gt;
| Webpräsenz         = www.chojnow.eu&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:SM Chojnów kościół św Piotra i św Pawła (4) ID 593384.jpg|mini|St.-Peter-und-Paul-Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Datei:SM Chojnów Baszta Tkaczy (1) ID 593387.jpg|mini|160px|Weberturm]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss Vorhaus Sammlung Duncker.jpg|mini|Schloss Vorhaus um 1860, Sammlung [[Alexander Duncker]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chojnów&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (deutsch &amp;#039;&amp;#039;Haynau&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Stadt im [[Powiat Legnicki]] der [[Woiwodschaft Niederschlesien]] in Polen. Von 1248 bis 1453 war sie Residenzstadt des [[Herzogtum Haynau|Herzogtums Haynau]], das ein Teilherzogtum des [[Schlesische Piasten|piastischen]] [[Herzogtum Liegnitz|Herzogtums Liegnitz]] war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Chojnów liegt am linken Ufer der [[Skora (Fluss)|Skora]] (&amp;#039;&amp;#039;Schnelle Deichsa&amp;#039;&amp;#039;), einem Nebenfluss der [[Schwarzwasser (Schweidnitzer Weistritz)|Schwarzwasser]] ({{plS|Czarna Woda}}) etwa 18 Kilometer nordwestlich von [[Legnica|Liegnitz]] und 17 Kilometer nördlich von [[Złotoryja|Goldberg]]. Sie ist damit am Übergang zwischen der Mittelschlesischen Ebene (&amp;#039;&amp;#039;Równina Chojnowska&amp;#039;&amp;#039;) und dem [[Bober-Katzbach-Gebirge]] und grenzt an die [[Niederschlesische Heide]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Haynau, das wegen seiner verkehrsgünstigen Lage am nördlichen Zweig der [[Via Regia|Hohen Straße]] angelegt wurde, stammt wie Goldberg aus der Zeit des Herzogs [[Heinrich I. (Polen)|Heinrich I. des Frommen]]. Obwohl Haynau vor 1241 gegründet wurde, ist es erst 1288 als [[civitas]] belegt. Ein [[Kastellan]] ist für das Jahr 1292 nachgewiesen. Von 1291 bis 1297 hielt der [[Herzogtum Glogau|Glogauer]] Herzog [[Heinrich III. (Glogau)|Heinrich III.]] das [[Weichbild]] um Haynau besetzt. 1333 erhielt Haynau das [[Stadtrecht]]. Für das Jahr 1335 ist die lateinische Ortsbezeichnung „Haynovia“ belegt. Vor der Stadtmauer lagen die Liegnitzer Vorstadt und die Bunzlauer Vorstadt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen an Alt-Haynau&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Goldberg-Haynauer Heimatnachrichten]]&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 9 (1958), Nr. 5 vom 20. Mai 1958, S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit dem Herzogtum Liegnitz gelangte Haynau 1329 als ein [[Lehen]] an die [[Krone Böhmen]]. 1332 ist die [[Zunft]] der [[Weber]] belegt. Da der damalige Bürgermeister &amp;#039;&amp;#039;Albert von Ypra&amp;#039;&amp;#039; hieß, wird angenommen, dass er aus der Tuchmacherstadt [[Ypern]] in [[Flandern]] stammte. Seit 1353 wurden drei der vier bzw. fünf [[Ratsherr]]en der Stadt von den [[Zunft|Zünften]] gestellt. 1372 entstand vor dem Liegnitzer Tor das [[Hospital]] St. Nikolaus. 1387 erwarb die Stadt die [[Erbvogt]]ei, später auch die Landvogtei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Hussitenkriege]]n fielen 1428 fielen die [[Hussiten]] in Haynau ein und zerstörten Teile der Stadt. Im 16. Jahrhundert erlebten die Tuchmacher ihre größte Blüte. Sie hatten schon seit 1469 an der Pfarrkirche eine eigene Kapelle, die den hl. [[Andreas (Apostel)|Andreas]] und [[Katharina von Alexandrien|Katharina]] geweiht war, sowie ein Hospital und ein Zunfthaus. Während der [[Reformation]] hatte sich seit 1535 in Haynau die evangelische Konfession durchgesetzt. 1553 befanden sich innerhalb der Stadtmauern 251 Häuser. Zu einem Niedergang kam es im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]]. 1642 waren 120 Häuser innerhalb der Stadtmauern durch Verwüstung und Brand unbewohnbar. 1645 wirkten in der Stadt nur noch 23 Tuchmacher und sechs Leineweber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des letzten Liegnitzer Herzogs [[Georg Wilhelm I. (Liegnitz-Brieg-Wohlau)|Georg Wilhelm I.]], mit dem Geschlecht der [[Schlesische Piasten|Schlesischen Piasten]] 1675 erlosch, fiel Haynau als erledigtes Lehen durch [[Heimfall]] an die Krone Böhmen. Nachfolgend wanderten einige der evangelischen Bewohner nach [[Brandenburg]] und [[Sachsen]] aus. Durch die [[Altranstädter Konvention]] von 1707 wurden den Evangelischen die ihnen 1701 weggenommenen Kirchen wieder zurückgegeben. Zugleich wurde für die Katholiken im damals unbewohnten Ostflügel des Schlosses eine &amp;#039;&amp;#039;Marienkapelle&amp;#039;&amp;#039; eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Erster Schlesischer Krieg|Ersten Schlesischen Krieg]] 1742 fiel Haynau mit dem größten Teil [[Schlesien]]s an [[Preußen]]. Da bei einem Brand des Schlosses auch die katholische &amp;#039;&amp;#039;Marienkapelle&amp;#039;&amp;#039; zerstört worden war, wurde auf Kosten des preußischen Königs [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrich II.]] 1770–1774 die schlichte [[Maria (Mutter Jesu)|Maria]]-und-[[Josef von Nazaret|Joseph]] geweihte Kirche an der Nordwestecke der Altstadt errichtet sowie die ebenfalls zerstörten Häuser an der Südseite des Marktplatzes, in denen u. a. Zuwanderer aus der [[Oberlausitz]] eine Unterkunft fanden. Durch die Förderung der Tuchmacherei und Leineweberei kam es zu einem neuerlichen wirtschaftlichen Aufschwung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Befreiungskriege]] besiegte im [[Gefecht bei Haynau]] am 26. Mai 1813 ein preußischer Reiterverband unter Generalmajor [[Gebhard Leberecht von Blücher]] das französische Korps [[Nicolas-Joseph Maison|Maison]].&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Bauer: &amp;#039;&amp;#039;Haynau 26. Mai 1813&amp;#039;&amp;#039; (Kleine Reihe Geschichte der Befreiungskriege, H. 35), Potsdam 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den frühen Anschluss an das Eisenbahnnetz mit dem [[Bahnstrecke Miłkowice–Jasień|Streckenabschnitt Liegnitz–Bunzlau]] entstanden ab 1845 neue Industriebetriebe. Von großer wirtschaftlicher Bedeutung waren danach Gerbereien und Lederfärbereien, die „Wirbelsche Handschuhfabrik“ sowie Produktionsstätten für Zucker, Papier, Ziegel- und Tonwaren, Eisen- und Blechwaren, Möbel, Maschinen u. a. 1885 wurde der Stadtpark nach Entwurf des Gartengestalters [[Eduard Petzold]] angelegt. Bei der Reichstagswahl vom 6. Juni 1920 siegte die SPD mit 1672 Stimmen. Bei den Märzwahlen von 1933 siegte die NSDAP deutlich mit 3340 Stimmen; Bürgermeister [[Hermann Kranold]] (SPD) wurde verhaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] erlitt Haynau beträchtliche Zerstörungen. Am 10. Februar 1945 wurde Haynau von der [[Rote Armee|Roten Armee]] eingenommen. Als Folge des Kriegs fiel es mit dem größten Teil Schlesiens an Polen. Nachfolgend wurde es von den polnischen Behörden in „Gajewicko“ und 1946 in „Chojnów“ umbenannt. Die deutschen Bewohner wurden, soweit sie nicht vorher geflohen waren, größtenteils [[Flucht und Vertreibung aus den deutschen Ostgebieten|vertrieben]]. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise [[Zwangsumsiedlung von Polen aus den ehemaligen polnischen Ostgebieten 1944–1946|Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen]], das an die [[Sowjetunion]] gefallen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fabriken vor Ort wurden 1945 schwer beschädigt; der Wiederaufbau dauerte teils bis in die 1950er Jahre. 1946 wurde die Maschinenbaufabrik „DOLZAMET“ gegründet, die sich nach 1986 auf die Produktion von Industrieketten spezialisierte und bis heute besteht. Im Januar 1950 wurden in Chojnów rund 20 Bürgerkriegs-Flüchtlingsfamilien aus Griechenland angesiedelt, von denen einige bis heute in der Stadt leben. 1958 wurde im Piastenschloss ein Regionalmuseum eröffnet. n den 1960er Jahren wurden Teile der zerstörten Altstadt im Stil der sozialistischen Nachkriegsarchitektur neu errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Landgemeinde Chojnów ==&lt;br /&gt;
In der Stadt befindet sich auch der Verwaltungssitz der Gmina Chojnów, der die Stadt jedoch nicht angehört.&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Gmina Chojnów}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[St. Peter und Paul (Chojnów)|St.-Peter-und-Paul-Kirche]] (&amp;#039;&amp;#039;Kościół par. pw. św. Piotra i Pawła&amp;#039;&amp;#039;): Die Kirche ist seit dem Jahr 1299 nachweisbar. Die ältesten Teile der [[Kirchenschiff|dreischiffigen]] [[Basilika (Bautyp)|Basilika]] stammen aus der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts. Um 1400 wurde sie um- und ausgebaut und nach einem Brand im Jahre 1651 bis 1659 wiederaufgebaut. Die Kirche war von Anbeginn als Pfarrkirche „Unserer Lieben Frau“ geweiht. Von 1535 bis 1701 und von 1707 bis 1945 war sie evangelisch. Danach erhielt sie das heutige [[Patrozinium]]. Das spätgotische [[Triptychon]] mit der von Heiligen umgebenen Madonna (um 1500), eine ganzfigurige Renaissance-[[Grabplatte]] des Wolf von Busewoy (1543) sowie einen barocken [[Taufstein]] von 1660. Der Hauptaltar mit der Auferstehungsszene des Malers Ostermeyer von 1678 ist das Geschenk eines ehemaligen Haynauer [[Patrizier]]s aus [[Augsburg]]; dazu kommt unter anderem die barocke Kanzel von 1671.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Dehio-Handbuch]] der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Kunstverlag, München u. a. 2005, ISBN 3-422-03109-X, S. 221 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die katholische &amp;#039;&amp;#039;Pfarrkirche St. Maria und St. Joseph&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Kościół Niepokalanego Poczęcia Najświętszej Maryi Panny&amp;#039;&amp;#039;)  wurde 1909–1911 nach Entwurf des Architekten [[Oskar Hossfeld]] im Stil der [[Neuromanik]] errichtet. Die stilgleiche Innenausstattung (Hauptaltar, Kapelle und Taufbecken) schuf der Bildhauer Joseph Hugo Bürger (1872–1958). Die Deckengemälde des Mittelschiffs stammen von den Frankfurter Glas- und Dekorationsmalern [[Otto Linnemann]] und [[Rudolf Linnemann]], die auch die Entwürfe für die [[Bleiglasfenster]] des [[Chor (Architektur)|Chors]] schufen.&lt;br /&gt;
* Die Haynauser [[Synagoge]] wurde ab 1893 errichtet. Nach dem Ersten Weltkrieg errichteten Mitglieder des [[Reichsbund jüdischer Frontsoldaten|Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten]] in der Synagoge eine Gedenktafel zum Gedenken an 8 während des Krieges gefallene Kameraden. Die Synagoge wurde während der [[Novemberpogrome 1938]] von deutschen Nationalsozialisten zerstört. Heute ist nur die Frontwand des Gebäudes teilweise erhalten, sie wurde für eine benachbarte Schule zu einer Turnhalle umgebaut. Eine Gruppe von etwa 100 Juden ließ sich nach dem Zweiten Weltkrieg in Chojnów nieder, die jedoch bald in den neu gegründeten Staat Israel auswanderten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://sztetl.org.pl/pl/miejscowosci/c/646-chojnow/112-synagogi-domy-modlitwy-mykwy/83506-synagoga-w-chojnowie-ul-malachowskiego-4 Fakten auf sztetl.org] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Das ehemalige &amp;#039;&amp;#039;Pfarrhaus&amp;#039;&amp;#039; ist ein gotischer Backsteinbau aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, der 1533 als „Priesterhaus“ erwähnt wurde. Nach Bränden 1717 und 1820 wurde er 1960–1962 für die Städtische Bibliothek wieder aufgebaut.&lt;br /&gt;
* Das [[Schloss Haynau|Piastenschloss]] war zunächst Stadtburg, die nach der Zerstörung in den [[Hussitenkriege]]n  1546/1547 Liegnitzer Herzog [[Friedrich III. (Liegnitz)|Friedrich III.]] unter der Leitung des Architekten Franziskus Parr (auch &amp;#039;&amp;#039;Pahr&amp;#039;&amp;#039;, bzw. &amp;#039;&amp;#039;Bahr&amp;#039;&amp;#039;, gest. ca. 1580) zu einem Renaissanceschloss aufgebaut wurde. Aus dieser Zeit stammt das [[Sandstein]]portal, dessen [[Fries]] den Herzog und seine Gattin zeigt. Ab 1558 diente das Schloss als Residenz für die herzoglichen Witwen. Brände und Umbauten verwischten den Renaissancecharakter des Baus. Heute beherbergt es ein Regionalmuseum mit Ausstellungsgegenständen zur Stadtgeschichte, zur Schlosserei- und Schmiedekunst, den Haynauer [[Zunft|Zünften]], Blank- und Feuerwaffen und einem [[Lapidarium]].&lt;br /&gt;
* Reste der mittelalterlichen &amp;#039;&amp;#039;Burg&amp;#039;&amp;#039; sind vor der Hauptfassade des Piastenschlosses zu sehen: Die Fundamente eines freistehenden Rundturms und des Brunnens.&lt;br /&gt;
* Das &amp;#039;&amp;#039;Neue Rathaus&amp;#039;&amp;#039; im Stil der [[Neorenaissance]] wurde 1878–1891 neben dem Piastenschloss mit zweifarbigem [[Backstein]] errichtet. Der Mittelteil ist von einem kleinen [[Giebel]] mit einer Uhr verziert. Das erstmals 1336 erwähnte &amp;#039;&amp;#039;Rathaus&amp;#039;&amp;#039; am Marktplatz wurde 1875 abgebrochen.&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;Bahnhof Haynau&amp;#039;&amp;#039; wurde ab 1908 errichtet. Er besteht aus dem Raum des Bahnhofsvorstehers, zwei Kontrollräumen sowie den hölzernen Überdachungen der beiden Bahnsteige.&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;Weber-Brunnen&amp;#039;&amp;#039; am Marktplatz erinnert an die Tuchmacher- und Webtraditionen der Stadt und wurde im Zuge der Neugestaltung des Marktes 2010 bis 2012 errichtet. Die 2,5 Meter hohe Bronzeskulptur eines Webers mit Stoff über der Schulter wurde vom Bildhauer Michał Jackowski aus Białystok geschaffen. Sie steht in der Mitte des Brunnenbeckens mit den Jahreszahlen 1333 (&amp;#039;&amp;#039;Erteilung der Stadtrechte&amp;#039;&amp;#039;) und 2012 (&amp;#039;&amp;#039;Abschluss der Neugestaltung des Marktplatzes&amp;#039;&amp;#039;) hängen. Einmal im Jahr wird hier das Weber- und Kunsthandwerksfest veranstaltet. Am Marktplatz stand vor 1945 der Hohenzollern-Jubiläumsbrunnen.&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;Piastenpark&amp;#039;&amp;#039; liegt am früheren &amp;#039;&amp;#039;Hopfenberg&amp;#039;&amp;#039; und ist einer von zwei Stadtparks in Chojnów. Die Parkanlage entstand 1885 auf Initiative des Bürgermeisters Richard Müller nach dem Entwurf von [[Eduard Petzold]]. Es ist das größte mit Bäumen bepflanzte Erholungsgebiet in der Stadt. Am höchsten Punkt steht der 1915 errichtete &amp;#039;&amp;#039;Wasserturm&amp;#039;&amp;#039;, ein monumentaler Bau auf quadratischem Grundriss, der modernistische und klassizistische Elemente vereint. Der Wasserturm war das erste Gebäude in Haynau, das mit der damals modernen Stahlbetontechnik errichtet wurde.&lt;br /&gt;
* Fragmente der vormaligen Stadtmauer. Der um 1400 errichtete ursprünglich gotische &amp;#039;&amp;#039;Weberturm&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Wehrturm]] aus der mittelalterlichen Stadtbefestigung und nur zur Hälfte der einstigen Höhe erhalten. Die [[Attika (Architektur)|Attika]] im Stil der [[Renaissance]] stammt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts ebenso die [[Oktogon (Architektur)|achteckige]] [[Fachwerkhaus|Fachwerk]]-[[Bekrönung]]. Später diente der Turm als städtisches Gefängnis. 1905 wurde er zu einem Museum umgebaut und 1967 renoviert.&lt;br /&gt;
* Der Haynauer [[Ring (Marktplatz)|&amp;#039;&amp;#039;Ring&amp;#039;&amp;#039;]] ist durch die Verlängerung der Haupthandelsstraße entstanden. Seine Form ähnelt einem gestreckten Dreieck von 60 mal 300 Metern, an dessen einem Ende sich die St-Peter-und-Paul-Kirche steht. Sehenswert ist auch das Bürgerhaus des &amp;#039;&amp;#039;Hans von Schram&amp;#039;&amp;#039; mit Renaissancedekor am Ring 20. Es wurde laut Inschriftentafel in der Diele 1544 errichtet; umgebaut wurde es im 17. und 18. Jahrhundert. Bemerkenswert sind weiter die Häuser am Rynek 29 zuerst von 1768, das Haus datiert aus dem späten 19. Jahrhundert; außerdem das Haus am Rynek 31, ursprünglich aus dem 18. Jahrhundert (das derzeitige Gebäude stammt vom Ende des 19. Jahrhunderts).&lt;br /&gt;
* Das [[Schloss Haynau]] ist ein zweistöckiger Barockbau auf rechteckigem Grundriss mit Walmdach: es wurde um 1730 für die Familie Eysenmeyer gebaut und im 19. und 20. Jahrhundert restauriert. In der [[Kartusche (Kunst)|Wappenkartusche]] über dem Portal befinden sich Wappenfelder.&lt;br /&gt;
* Das Ensemble der &amp;#039;&amp;#039;Zuckerfabrik&amp;#039;&amp;#039; stammt von 1882 und der Zeit von 1910 bis 1935. Es besteht unter anderem aus dem Produktionsgebäude, dem Wasserturm, der Turbinenhalle, dem Zuckerlager und der Direktorenvilla.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Chojnów, Ratusz (1).jpg|Neues Rathaus&lt;br /&gt;
SM Chojnów Zamek(2) ID 593385.jpg|Piastenschloss&lt;br /&gt;
SM Chojnów Rynek (0) ID 593382.jpg|Haynauer Ring&lt;br /&gt;
Chojnów, Dworzec kolejowy (1).jpg|Bahnhof&lt;br /&gt;
Chojnów, Ab-004.JPG|Bahnsteig mit hölzerner Überdachung&lt;br /&gt;
SM Chojnów kościół Niepokalanego Poczęcia NMP (5) ID 593383.jpg|Pfarrkirche St. Maria und St. Joseph (bis 1945)&lt;br /&gt;
Posąg Tkacza.jpg|Weberbrunnen&lt;br /&gt;
Chojnów, Wieża Ciśnień 02.jpg|Wasserturm&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerungsentwicklung ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
! Anmerkungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1890 ||align=center|  8115  ||  davon 6929 Evangelische, 1053 Katholiken und 123 Juden&amp;lt;ref name=&amp;quot;MR&amp;quot;&amp;gt;{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=goldberg.html#ew39goldhaynau}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 1825 || align=center | 10.227 || davon  8591 Evangelische, 1270 Katholiken, 33 sonstige Christen und 93 Juden&amp;lt;ref name=&amp;quot;MR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 1933 || align=center | 11.433  || davon 9489 Evangelische, 1255 Katholiken, keine sonstigen Christen und 66 Juden&amp;lt;ref name=&amp;quot;MR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 1939 || align=center | 11.114    || davon  9386 Evangelische, 1176 Katholiken, 14 sonstige Christen und 14 Juden&amp;lt;ref name=&amp;quot;MR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|1946 || align=center | 5435&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1985 || align=center | 12.926&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2005 || align=center | 14.510&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2018 || align=center | 13.573 &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
* Chojnów liegt fünf Kilometer von der [[Autostrada A4 (Polen)|Autobahn A4]] entfernt, aus der Stadt führt die [[Droga wojewódzka 328]] zur Autobahnzufahrt. Durch Chojnów führt die [[Droga krajowa 94]] (Korczowa – Kraków – Wrocław – Legnica – Zgorzelec).&lt;br /&gt;
* Der Bahnhof von Chojnów an der [[Bahnstrecke Miłkowice–Jasień]] und der [[Bahnstrecke Złotoryja–Rokitki]] ist Halt von einzelnen Fernverkehrszügen.&lt;br /&gt;
* Busbahnhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Söhne und Töchter der Stadt ==&lt;br /&gt;
* [[Johann Wilhelm Ritter]] (1776–1810), deutscher Physiker&lt;br /&gt;
* [[Otto von Hoffmann (General, 1816)|Otto von Hoffmann]] (1816–1900), preußischer Generalleutnant&lt;br /&gt;
* [[Theodor Bail]] (1833–1922), deutscher Botaniker und Mykologe&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Sander (Mediziner, 1838)|Wilhelm Sander]] (1838–1922), deutscher Psychiater&lt;br /&gt;
* [[Hermann von dem Borne]] (1850–1923), preußischer Offizier, Generalleutnant&lt;br /&gt;
* [[Georg Michaelis]] (1857–1936), deutscher Reichskanzler&lt;br /&gt;
* [[Luise Thiersch-Patzki]] (1870–1937), Kunstmalerin&lt;br /&gt;
* [[Paul Becker (Politiker, 1885)|Paul Becker]] (1885–nach 1938), deutscher Politiker (SPD)&lt;br /&gt;
* [[Edith Jacobson]] (1897–1978), Ärztin und Psychoanalytikerin, Vorsitzende der New York Psychoanalytic Society&lt;br /&gt;
* Hans Krieg (1899–1961), jüdischer Komponist und Dirigent, ab 1933 in den Niederlanden&lt;br /&gt;
* [[Oswald Lange]] (1912–2000), deutscher Raketenforscher&lt;br /&gt;
* [[Hartmut Olejnik]] (* 1930), deutscher Gartenarchitekt&lt;br /&gt;
* [[Horst Mahler]] (1936–2025), deutscher Jurist und politischer Extremist&lt;br /&gt;
* [[Christine Müller-Stosch]] (* 1938), deutsche evangelische Theologin, Malerin und Autorin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Partnerstädte ==&lt;br /&gt;
* [[Egelsbach]], [[Deutschland]] seit 2005&lt;br /&gt;
* [[Commentry]], [[Frankreich]] seit 2006&lt;br /&gt;
* [[Mnichovo Hradiště]], [[Tschechien]] seit 2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hugo Weczerka]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der historischen Stätten]].&amp;#039;&amp;#039; Band: &amp;#039;&amp;#039;Schlesien&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 316). Kröner, Stuttgart 1977, ISBN 3-520-31601-3, S. 178–180.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Dehio-Handbuch]] der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Kunstverlag, München u. a. 2005, ISBN 3-422-03109-X, S. 220–225&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons}}&lt;br /&gt;
* [https://ome-lexikon.uni-oldenburg.de/orte/haynau-chojnow Eintrag auf OME-Lexikon]&lt;br /&gt;
* [https://www.chojnow.eu/ Website der Stadt] (polnisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.muzeum.chojnow.eu/ Website des Regionalmuseums Chojnów] (polnisch)&lt;br /&gt;
* [https://dolny-slask.org.pl/530919,Chojnow,Kosciol_sw_Piotra_i_Pawla_Duzy_Kosciol.html Historische und aktuelle Aufnahmen der St.-Peter-und-Paul-Kirche] (&amp;#039;&amp;#039;polnisch&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [https://dolny-slask.org.pl/512171,Chojnow,Baszta_Tkaczy.html Historische und aktuelle Aufnahmen des Weberturms] (&amp;#039;&amp;#039;polnisch&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [http://gmina-chojnow.pl/ Website der Landgemeinde]&lt;br /&gt;
* [https://chojnow.wordpress.com/ Chojnów damals und heute]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Legnicki}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4096046-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Chojnow}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Niederschlesien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chojnów| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1288]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Altsprachenfreund</name></author>
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