<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Chnodomar</id>
	<title>Chnodomar - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Chnodomar"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chnodomar&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-02T13:21:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chnodomar&amp;diff=154295&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tolanor am 22. Juni 2024 um 13:43 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chnodomar&amp;diff=154295&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-06-22T13:43:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chnodomar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lat. &amp;#039;&amp;#039;Chnodomarius&amp;#039;&amp;#039;) war bis 357 [[Alamannen|alamannischer]] [[Kleinkönig]] in der [[Ortenau]]. Er war Bruder des [[Mederich]] und Onkel des [[Agenarich|Agenarich (Serapio)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Römisches Reich|römische]] Historiker [[Ammianus Marcellinus]] berichtet voller Bewunderung und Abscheu von Chnodomar. Er schildert ihn als „.. der ruchlose Anstifter des Kriegssturmes, ... ohne Maß, .. der Hauptantreiber zu gefährlichen Wagnissen, mit seiner stolzen Miene, hochgemut durch seine häufigen Erfolge.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ammian 16,12,4.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Schlacht schildert er ihn, „mit einem flammenden roten Wulst von Haaren auf dem Haupt, furchtlos im Bewusstsein seiner ungeheuren Körperkraft,..., unmenschlich groß auf seinem schäumenden Roß, hoch aufgerichtet mit der Lanze von fürchterlicher Länge, im Glanz sichtbar von den anderen, ein tapferer Kämpfer und als fähiger Heerführer den übrigen überlegen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chnodomar zog 350, ermuntert von Kaiser [[Constantius II.]], gegen den [[Usurpator]] [[Magnentius]] nach [[Gallien]] und besiegte dessen &amp;#039;&amp;#039;[[Caesar (Titel)|Caesar]]&amp;#039;&amp;#039; (Unterkaiser) [[Decentius]]. Nach diesem Sieg setzten die Alamannen unter Chnodomar ihre Expansion gegen die Provinz [[Germania prima]] fort und beanspruchten größere Teile des linksrheinischen Gebiets, die sich auch besetzt hielten. Constantius II., der Magnentius 353 entscheidend schlagen konnte, zog 354, nach dem Selbstmord des Magnentius und des Decentius, von [[Arles]] rhoneaufwärts gegen die Alamannen. Er bekämpfte bei [[Augusta Raurica]] ([[Kaiseraugst]]) aber nicht Chnodomar, sondern die alamannischen Könige [[Gundomad]] und [[Vadomar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaiser Constantius II. ernannte aufgrund der nach wie vor kritischen Lage in den germanischen Provinzen am 6. November 355 seinen Vetter [[Julian (Kaiser)|Julian]] zum Caesaren. Er schickte Julian sowie den [[Magister militum|Heermeister]] [[Barbatio]] 357 nach Augusta Raurica, um die Alamannen zu bezwingen. Aufgrund des [[Laeten|Laeten-Aufstands]] und laut dem Geschichtsschreiber [[Ammianus Marcellinus]] auch durch das Verschulden Barbatios, der Julian angeblich keine Erfolge gönnte, gelang es den Alamannen, das zahlenmäßig überlegene römische Heer in die Flucht zu schlagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ammian 16,11,14–15; 16,12,6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraufhin versammelten die Alamannenkönige [[Hortar]], [[Suomar]], [[Ur (Alamanne)|Ur]], [[Ursicinus (Gaukönig)|Ursicinus]], [[Vestralp]], zehn Unterkönige sowie viele [[Adlige]] unter der Führung von Chnodomar und seinem Neffen [[Agenarich]] (Serapio) ihre Heere und zogen in die [[Schlacht von Argentoratum]], um ihren Anspruch auf die linksrheinischen Gebiete zu bekräftigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Schlacht befehligte Chnodomar den linken Flügel und die Mitte des alamannischen Heeres. Als sich der Sieg des römischen Heeres abzeichnete, versuchten Chnodomar und seine überlebenden Alamannen über den Rhein zu entkommen. Eine römische Kohorte soll ihn aber auf einer bewaldeten Anhöhe gestellt und dort unversehrt mitsamt seiner Gefolgschaft gefangen genommen haben. Chnodomar wurde Caesar Julian vorgeführt und bat ihn um Gnade. Julian sendete ihn zu Kaiser Constantius II., der ihn wiederum nach Rom schicken ließ. Dort wurden er und ein anderer gefangener Alamannenkönig bei einem Triumphzug mitgeführt. Chnodomar wurde danach in einem Fremdenlager auf dem &amp;#039;&amp;#039;[[Caelius|Mons Caelius]]&amp;#039;&amp;#039; interniert, wo er an Altersschwäche gestorben sein soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Schreibweise seines Namens, nämlich &amp;#039;&amp;#039;Knodomar&amp;#039;&amp;#039;, wird z.&amp;amp;nbsp;B. im Drama &amp;#039;&amp;#039;Kaiser und Galiläer&amp;#039;&amp;#039; von [[Henrik Ibsen]] benutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* [[Julian (Kaiser)|Julian]], &amp;#039;&amp;#039;Epistulae ad Athenienses&amp;#039;&amp;#039; 7,57–8,20&lt;br /&gt;
* [[Libanios]], &amp;#039;&amp;#039;Orationes&amp;#039;&amp;#039; 18, 33–35, 43–47, 50–62, 66–70&lt;br /&gt;
* [[Ammianus Marcellinus]], &amp;#039;&amp;#039;Res gestae&amp;#039;&amp;#039; 16,12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sammlung: &amp;#039;&amp;#039;Quellen zur Geschichte der Alamannen.&amp;#039;&amp;#039; Übers. von Camilla Dirlmeier.&lt;br /&gt;
* Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Von Cassius Dio bis Ammianus Marcellinus&amp;#039;&amp;#039;. Thorbecke, Sigmaringen 1976, ISBN 3-7995-6301-6, S. 29–31, 45–55.&lt;br /&gt;
* Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Von Libanios bis Gregor von Tours.&amp;#039;&amp;#039; Sigmaringen 1978, ISBN 3-7995-6303-2, S. 12–18.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Frank Ausbüttel|Frank M. Ausbüttel]]: &amp;#039;&amp;#039;Germanische Herrscher. Von Arminius bis Theoderich.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2007, ISBN 978-3-534-18250-3, S. 52–61.&lt;br /&gt;
* Karlheinz Fuchs, Martin Kempa, Rainer Redies (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Die Alamannen.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage, Lizenzausgabe. Theiß, Stuttgart 1997, ISBN 3-8062-1302-X.&lt;br /&gt;
* [[Dieter Geuenich]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Alemannen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kohlhammer-Urban-Taschenbücher.&amp;#039;&amp;#039; 575). 2., überarbeitete Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 2005, ISBN 3-17-018227-7.&lt;br /&gt;
* {{RGA|4|488|489|Chnodomar|[[Hans Jänichen]], [[Wolfgang Jungandreas]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Alamannische Herrscher}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:König (Alamannen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Germanen der Spätantike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrscher (4. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alamanne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 4. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 4. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Chnodomar&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Chnodomarius (lateinisch)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=alamannischer Gaukönig in der Ortenau&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tolanor</name></author>
	</entry>
</feed>