<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Chlorpromazin</id>
	<title>Chlorpromazin - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Chlorpromazin"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chlorpromazin&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-08T03:44:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chlorpromazin&amp;diff=354812&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Handelsnamen */ Tippfehler entfernt, typografische Anführungszeichen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chlorpromazin&amp;diff=354812&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-31T06:58:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Handelsnamen: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, typografische Anführungszeichen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Chemikalie&lt;br /&gt;
| Strukturformel       = [[Datei:Chlorpromazin.svg|200px|alt=|Struktur von Chlorpromazin]]&lt;br /&gt;
| Freiname             = Chlorpromazin&lt;br /&gt;
| Andere Namen         = &lt;br /&gt;
* 2-Chlor-10-(3-dimethylaminopropyl)&amp;amp;shy;phenothiazin ([[IUPAC-Nomenklatur|IUPAC]])&lt;br /&gt;
* Chlorpromazinum ([[Latein]])&lt;br /&gt;
* CPZ&lt;br /&gt;
| Summenformel         = C&amp;lt;sub&amp;gt;17&amp;lt;/sub&amp;gt;H&amp;lt;sub&amp;gt;19&amp;lt;/sub&amp;gt;ClN&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;S&lt;br /&gt;
| CAS                  = &lt;br /&gt;
* {{CASRN|50-53-3}}&lt;br /&gt;
* {{CASRN|69-09-0|Q27106159}} ([[Hydrochlorid]])&lt;br /&gt;
| EG-Nummer            = 200-045-8&lt;br /&gt;
| ECHA-ID              = 100.000.042&lt;br /&gt;
| PubChem              = 2726&lt;br /&gt;
| ChemSpider           = 2625&lt;br /&gt;
| ATC-Code             = {{ATC|N05|AA01}}&lt;br /&gt;
| DrugBank             = DB00477&lt;br /&gt;
| Wirkstoffgruppe      = [[Neuroleptikum|Neuroleptika]]&lt;br /&gt;
| Wirkmechanismus      = &lt;br /&gt;
| Beschreibung         = ölige Flüssigkeit&amp;lt;ref name=&amp;quot;roempp&amp;quot;&amp;gt;{{RömppOnline |ID=RD-03-01558 |Name=Chlorpromazin |Abruf=2014-05-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Molare Masse         = 318,86 [[Gramm|g]]·[[mol]]&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Dichte               = &lt;br /&gt;
| Schmelzpunkt         = &amp;lt; 25 [[Grad Celsius|°C]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;ChemIDplus&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Siedepunkt           = 200–205&amp;amp;nbsp;°C (107 [[Pascal (Einheit)|Pa]])&amp;lt;ref name=&amp;quot;roempp&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Dampfdruck           = &lt;br /&gt;
| pKs                  = 9,3 (25&amp;amp;nbsp;°C)&amp;lt;ref name=&amp;quot;ChemIDplus&amp;quot;&amp;gt;{{ChemID |CAS=50-53-3 |Name=Chlorpromazine |Abruf=2021-08-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Löslichkeit          = Wasser: 2,55 mg·l&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt; (24&amp;amp;nbsp;°C)&amp;lt;ref name=&amp;quot;ChemIDplus&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Quelle GHS-Kz        = &amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot;&amp;gt;{{GESTIS|Name=2-Chlor-10-(3-(dimethylamino)propyl)phenothiazin|ZVG=531314|CAS=50-53-3|Abruf=2022-01-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| GHS-Piktogramme      = {{GHS-Piktogramme-klein|06|09}}&lt;br /&gt;
| GHS-Signalwort       = Gefahr&lt;br /&gt;
| H                    = {{H-Sätze|301|317|331|362|410}}&lt;br /&gt;
| EUH                  = {{EUH-Sätze|-}}&lt;br /&gt;
| P                    = {{P-Sätze|260|280|263|273|308+313|403+233|391|501}}&lt;br /&gt;
| Quelle P             = &amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| ToxDaten             = {{ToxDaten |Typ=LD50 |Organismus=Ratte |Applikationsart=oral |Wert=142 mg·kg&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt; |Bezeichnung= |Quelle=&amp;lt;ref name=&amp;quot;ChemIDplus&amp;quot; /&amp;gt; }}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chlorpromazin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Phenothiazine|Phenothiazin]]-[[Derivat (Chemie)|Derivat]] und ein [[Neuroleptikum]] von mittlerer Potenz. Chlorpromazin war der erste [[Arzneistoff]] aus der Gruppe der [[Neuroleptikum|Neuroleptika]] und gilt als Grundstein der modernen [[Psychopharmaka]]-[[Therapie]]. Wie die später entwickelten Neuroleptika kann Chlorpromazin [[Extrapyramidales Syndrom|extrapyramidal-motorische Störungen]] verursachen. Um die antipsychotische Wirkungsstärke der Neuroleptika miteinander zu vergleichen, wurde die [[neuroleptische Potenz]] eingeführt. Die neuroleptische Potenz ist ein Maß für die antipsychotische Wirksamkeit eines Neuroleptikums. Als Vergleichswert wurde der Potenz von Chlorpromazin der Wert&amp;amp;nbsp;1 zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt der Entwicklung der „Neuroleptika“ vom Phenothiazintyp war die deutsche Farbstoffindustrie um 1900. Die „Badische Anilin und Sodafabrik“ [[BASF]] stellte chemische Farbstoffe her, die bald auch in der Histologie Verwendung fanden. Bald stellte man auch eine antibiotische Wirksamkeit von bestimmten Farbstoffen fest.&lt;br /&gt;
Einige historische Beispiele sind:&lt;br /&gt;
* [[Trypanrot]] gegen [[Trypanosomen]] (Schlafkrankheit)&lt;br /&gt;
* [[Arsphenamin]] gegen [[Syphilis]] (P. Ehrlich „Salvarsan“)&lt;br /&gt;
* [[Methylenblau]], ein Phenothiazin-Derivat, getestet gegen [[Malaria]].&lt;br /&gt;
Vor allem Malariamedikamente waren im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] knapp, da der einzige wirksame Stoff [[Chinin]] noch aus dem [[Chinarindenbaum]] gewonnen werden musste. Bei Anwendung der Phenothiazinderivate wie [[Promethazin]] (1948; als Atosil bis heute im Handel) stellte man rasch eine [[Sedierung|sedierende]] und [[Antihistaminikum|antihistaminerge]] Wirkung fest. Dies sollte bei kriegsbedingten Schock- und Stressreaktionen und bei Operationen von Vorteil sein. Die zusätzlichen vegetativen ([[Sympatholytikum|sympathiko]]- und [[Anticholinergikum|vagolytischen]]) Eigenschaften wurden als „künstlicher Winterschlaf“ bezeichnet und sollten bei größeren Operationen hilfreich sein. Zusammen mit Opiaten wurde damals von „Neuroleptanästhesie“ gesprochen. Bald wurde festgestellt, dass die Substanzen eine deutlich antipsychotische Wirksamkeit hatten. Die ersten klinischen Erfahrungen wurden vor allem in Frankreich, Belgien und der Schweiz gemacht. In den USA erfolgte die Ausbreitung nur langsam durch die damalige starke Verbreitung der Psychoanalyse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pmid16433053&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=F. López-Muñoz, C. Alamo, E. Cuenca, W. W. Shen, P. Clervoy, G. Rubio |Titel=History of the discovery and clinical introduction of chlorpromazine |Sammelwerk=Annals of Clinical Psychiatry: Official Journal of the American Academy of Clinical Psychiatrists |Band=17 |Nummer=3 |Datum=2005 |Seiten=113–135 |PMID=16433053}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chlorpromazin wurde 1950 von dem Chemiker [[Paul Charpentier]] bei der Firma [[Rhône-Poulenc]] synthetisiert. Es zeigte sich, dass Chlorpromazin neben einem [[Antihistaminikum|antihistaminischen]] Effekt eine stark sedierende Wirkung hat. Zwischen April 1951 und März 1952 wurden 4000 Proben an über 100 Forscher in 9 Länder verschickt. Am 13. Oktober 1951 erschien der erste Artikel, in dem Chlorpromazin öffentlich erwähnt wurde. [[Henri Marie Laborit]] berichtete über Erfolge mit der neuen Substanz bei der Anästhesie. Die beiden französischen Psychiater [[Jean Delay (Mediziner)|Jean Delay]] und [[Pierre Deniker]] gaben am 26. Mai 1952 bekannt, dass sie eine beruhigende Wirkung bei Patienten mit [[Manie]] gesehen hätten. Während Chlorpromazin am Anfang noch gegen viele verschiedene Störungen eingesetzt wurde, zeigte sich später als wichtigste Indikation die [[Schizophrenie]]. Von einigen Forschern wurde sogar eine spezifische Wirkung gegen diese Erkrankung angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1953 wurde das Chlorpromazin als Megaphen (Deutschland 1. Juli 1953) oder Largactil in Europa vermarktet, 1955 kam es in den USA unter dem Namen „Thorazine“ auf den Markt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Einführung von Chlorpromazin kam es zu einer deutlichen Abnahme von Betten in psychiatrischen Krankenhäusern. In den USA war die Zahl bis 1955 kontinuierlich angestiegen, danach sank sie innerhalb weniger Jahre auf die Hälfte. In welchem Maß die Neuroleptika zu dieser Entwicklung beigetragen haben, ist jedoch schwer zu beurteilen, da in den 1950er und 1960er Jahren auch die Psycho- und Soziotherapie stark verbessert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans C. Bangen: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der medikamentösen Therapie der Schizophrenie.&amp;#039;&amp;#039; VWB, Berlin 1992, ISBN 3-927408-82-4, S.&amp;amp;nbsp;103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1988 wurde Megaphen vom westdeutschen Markt genommen. Die deutschen Ärzte bevorzugten schon länger [[Perazin]] als Mittel bei Schizophrenie. Hingegen wurde in den USA, wo der Markenname Thorazine als Synonym für ein starkes Beruhigungsmittel in den Wortschatz eingegangen ist, Chlorpromazin weiter häufig angewendet. 1989 erschienen in den Fachzeitschriften ganzseitige Anzeigen mit dem Slogan „Trust 35 Years of Proven Experience – Thorazine“.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Bangen: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der medikamentösen Therapie der Schizophrenie&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1992, ISBN 3-927408-82-4, S. 104.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis heute steht Chlorpromazin auf der [[Liste der unentbehrlichen Arzneimittel der Weltgesundheitsorganisation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pharmakologie ==&lt;br /&gt;
Infolge der Blockade verschiedener [[Neurotransmitter]]-Rezeptoren ist das Wirkungsspektrum von Chlorpromazin sehr breit.&amp;lt;ref&amp;gt;C. E. Adams, G. A. Awad, J. Rathbone, B. Thornley, K. Soares-Weiser: &amp;#039;&amp;#039;Chlorpromazine versus placebo for schizophrenia.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Cochrane database of systematic reviews.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, 2014, S.&amp;amp;nbsp;CD000284, [[doi:10.1002/14651858.CD000284.pub3]]. PMID 24395698.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wirkt antipsychotisch, sedierend, antiemetisch, lokalanästhetisch, ganglienblockierend, anticholinerg, antiadrenerg und antihistaminisch. Die mittlere Tagesdosis beträgt meist deutlich unter 400&amp;amp;nbsp;mg, bei akuten schizophrenen Psychosen werden Dosen von über 400&amp;amp;nbsp;mg eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;X. Liu, S. De Haan: &amp;#039;&amp;#039;Chlorpromazine dose for people with schizophrenia.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Cochrane database of systematic reviews.&amp;#039;&amp;#039; Nummer 2, 2009, S.&amp;amp;nbsp;CD007778; [[doi:10.1002/14651858.CD007778]]. PMID 19370692.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die absolute [[Bioverfügbarkeit]] bei oraler Gabe beträgt 30&amp;amp;nbsp;Prozent, die [[Halbwertszeit]] beträgt 30&amp;amp;nbsp;Stunden. Mehr als 75 [[Metabolit]]e sind bekannt, ein aktiver Metabolit ist 7-Hydroxy-Chlorpromazin, das eine Halbwertszeit von 24&amp;amp;nbsp;Stunden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chlorpromazin wirkt über eine reversible Blockade des D&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;- und D&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Subtyps der [[Dopamin-Rezeptor]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;A. J. Giannini, C. Nageotte, R. H. Loiselle, D. A. Malone, W. A. Price: &amp;#039;&amp;#039;Comparison of chlorpromazine, haloperidol and pimozide in the treatment of phencyclidine psychosis: DA-2 receptor specificity.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of toxicology. Clinical toxicology.&amp;#039;&amp;#039; Band 22, Nummer 6, 1984–1985, S.&amp;amp;nbsp;573–579. PMID 6535849.&amp;lt;/ref&amp;gt; Chlorpromazin wirkt zudem als [[FIASMA]] (funktioneller Hemmer der sauren [[Sphingomyelinase]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;pmid18504571&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=J. Kornhuber, M. Muehlbacher, S. Trapp, S. Pechmann, A. Friedl, M. Reichel, C. Mühle, L. Terfloth, T. Groemer, G. Spitzer, K. Liedl, E. Gulbins, P. Tripal |Titel=Identification of novel functional inhibitors of acid sphingomyelinase |Sammelwerk=[[PLoS ONE]] |Band=6 |Nummer=8 |Datum=2011 |Seiten=e23852 |DOI=10.1371/journal.pone.0023852}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unerwünschte Wirkungen ==&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Nebenwirkungen von Chlorpromazin sind [[Sedation]] und Senkung des Blutdrucks ([[Hypotonie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Beeinflussung des Wärmezentrums wird die Wärmeregulation gestört, wodurch bei niedrigen Temperaturen eine [[Hypothermie]], bei hohen Temperaturen eine [[Maligne Hyperthermie|Hyperthermie]] ausgelöst werden kann. Des Weiteren kann es nach Gabe von Chlorpromazin zu allergischen Hautreaktionen und Leberfunktionsstörungen kommen. Selten beobachtet wird eine cholestatische [[Hepatose]], die zum Tode führen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner werden [[Wiesengräserdermatitis|Photosensibilität]], [[Thrombose]]n, [[Menstruation]]s- und [[Potenzstörung]]en, [[Leukopenie]] sowie ausgeprägte [[anticholinerg]]e Wirkungen beschrieben. Sehr selten kommt es zu [[Agranulozytose]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Extrapyramidales Syndrom]] wird durch Chlorpromazin im Vergleich zu den hochpotenten Neuroleptika deutlich seltener ausgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biotransformation ==&lt;br /&gt;
[[Phenothiazine]] können eine große Zahl an Metaboliten bilden. Das Ringsystem kann hydroxyliert, die Seitenkette kann zunächst hydroxyliert, dann mit [[Glucuronsäure]] [[Konjugation (Biochemie)|konjugiert]] werden. Das [[Tertiär (Chemie)|tertiäre]] Amin kann &amp;#039;&amp;#039;N&amp;#039;&amp;#039;-desalkyliert und das [[Thioether|sulfidische]] [[Schwefel]]-Atom zum [[Sulfoxid]] oxidiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Synthese ==&lt;br /&gt;
Ausgehend vom 3-Chlordiphenylamin wird durch Erhitzen mit [[Schwefel]] 2-Chlorphenothiazin erhalten. 3-Dimethylaminopropylchlorid alkyliert das Phenothiazin-Derivat im Basischen zu Chlorpromazin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Chlorpromazin Synthese 1.svg|rahmenlos|hochkant=2|zentriert|alt=|Synthese von Chlorpromazin (I)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Chlorpromazin Synthese 2.svg|rahmenlos|hochkant=3|zentriert|alt=|Synthese von Chlorpromazin (II)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Analytik ==&lt;br /&gt;
Durch [[Oxidation]] entsteht aus Chlorpromazin eine farbige Verbindung.&lt;br /&gt;
Die Gehaltsbestimmung kann gegen [[Perchlorsäure]] in [[Eisessig]] erfolgen. Als Endpunkterkennung bietet sich eine potentiometrische Messung ebenso wie [[Kristallviolett]] als [[Indikator (Chemie)|Indikator]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungsverbot ==&lt;br /&gt;
Die Anwendung von Chlorpromazin ist bei Lebensmittel liefernden Tieren gemäß der [[Verordnung (EG) Nr. 470/2009 über Rückstandshöchstmengen pharmakologisch wirksamer Stoffe in Lebensmitteln tierischen Ursprungs|EU-Rückstandshöchstmengen-Verordnung für Lebensmittel tierischen Ursprungs]] in der Europäischen Union generell verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handelsnamen ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Monopräparat]]e&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Largactil (Frankreich), Fenactil (PL), Thorazine (USA, GB). Megaphen war das einzige in Deutschland erhältliche Chlorpromazin-Präparat, wurde jedoch ersatzlos vom Markt genommen. Ausgenommen die Prodrug Levomepromazin mit dem Handelsnamen „Neurocil“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Antipsychotika]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans Bangen: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der medikamentösen Therapie der Schizophrenie.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1992, ISBN 3-927408-82-4.&lt;br /&gt;
* Judith Swazey: &amp;#039;&amp;#039;Chlorpromazine in Psychiatry.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge 1974, ISBN 0-262-19130-X (Eines der ersten und besten Bücher zur Geschichte der modernen Psychopharmaka).&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Khaled Selim, Neil Kaplowitz |Titel=Hepatotoxicity of psychotropic drugs |Sammelwerk=[[Hepatology]] |Band=29 |Nummer=5 |Datum=1999-05 |Seiten=1347–1351 |DOI=10.1002/hep.510290535}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Chlorpromazine|Chlorpromazin}}&lt;br /&gt;
* {{Erowid|pharms/chlorpromazine|Chlorpromazin}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dimethylamin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phenothiazin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chlorbenzol]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arzneistoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antidot]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antipsychotikum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychotroper Wirkstoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Synthetische psychotrope Substanz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
	</entry>
</feed>