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	<title>Chlorakne - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chlorakne&amp;diff=180847&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-55677-7: /* Behandlung */</title>
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		<updated>2025-09-08T21:04:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Behandlung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| BREITE = &lt;br /&gt;
| 01-CODE = L24.2&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Toxische Kontaktdermatitis durch Lösungsmittel&amp;lt;br /&amp;gt;Chlorverbindung &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Viktor Yuschenko.jpg|mini|Beispiel: [[Wiktor Juschtschenko]], der 2004 Opfer eines Giftanschlags wurde.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chlorakne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Chlorarylakne&amp;#039;&amp;#039;) ist ein Subtyp der [[Acne venenata]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen ==&lt;br /&gt;
Chlorakne ist [[Symptom]] einer Vergiftung durch [[Chlororganische Verbindungen|chlorierte Kohlenwasserstoffe]], wie etwa [[Polychlorierte Naphthaline|Chlornaphthaline]], [[Chlorphenol]] / [[Pentachlorphenol]] oder [[polychlorierte Dibenzodioxine und Dibenzofurane]]. Nach direktem Hautkontakt, oral zugeführt oder als Dampf inhaliert, kann es zur Bildung aknetypischer [[Läsion]]en kommen. Die Hautveränderungen treten besonders im Gesicht und an Körperregionen auf, die mit den Chlorverbindungen in Kontakt kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Chlorakne tritt vorwiegend bei Arbeitern der [[Elektroindustrie|Elektro-]] und [[Chemieindustrie]] auf (die durch perchlorierte Naphthaline verursachte sogenannte [[Pernakrankheit]]), beim Umgang mit [[Holzschutzmittel]]n, die [[Pentachlorphenol]] enthalten, und nach technischen Störfällen. Auch Chemieunfälle können Auslöser für eine Chlorakne sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome und Beschwerden ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Chloracne-in-herbicide-worker.png|mini|200px|Chlorakne am Nacken eines Arbeiters in der Herbizid-Produktion]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Symptomatik ist gekennzeichnet durch [[Haarfollikel|follikuläre]] [[Hyperkeratose]]n, also Verdickungen der Hornschicht in den Haarbälgen, [[Komedo]]nen oder auch [[Effloreszenz|Knoten]], [[Abszess]]e oder [[Zyste (Medizin)|Zysten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen und Komplikationen ==&lt;br /&gt;
Größere entzündliche [[Läsion]]en wie Knoten, Abszesse und Zysten können nach Abheilung [[Narbe (Wundheilung)|Narben]] hinterlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergiftungstypische Veränderungen an den inneren Organen und am zentralen Nervensystem können körperliche Funktionen beeinträchtigen und ggf. zum Tod führen, z.&amp;amp;nbsp;B. durch [[Krebs (Medizin)|Krebs]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandlung ==&lt;br /&gt;
Eine Chlorakne muss als chronische Erkrankung angesehen werden, da sie, wenn überhaupt, oft erst nach Jahren geheilt ist. Die Behandlung der Chlorakne ähnelt der Therapie bei einer normalen [[Akne]], u.&amp;amp;nbsp;a. mit der Gabe von [[Retinoide]]n, bei entzündlichen Prozessen mit antientzündlichen Mitteln und später mit einer [[Kältetherapie]]. Auch plastische Verfahren, wie eine [[Dermabrasion]] (Hautabtragung) oder ein [[Peeling]], werden zur Behandlung verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Chlorakne&amp;#039;&amp;#039; wurde durch [[Karl Herxheimer]] in Anlehnung an die schon bekannte Brom- oder [[Iodunverträglichkeit|Iodakne]] geprägt.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Herxheimer: &amp;#039;&amp;#039;Über Chlorakne&amp;#039;&amp;#039;. [[Münchner Medizinische Wochenschrift|Münchner Medicinische Wochenschrift]] 46, S. 278, 1899, zitiert nach Böschen: &amp;#039;&amp;#039;Risikogenese - Prozesse gesellschaftlicher Gefahrenwahrnehmung&amp;#039;&amp;#039;, 2000, S. 196–197&amp;lt;/ref&amp;gt; Er hatte Arbeiter untersucht, die bei [[Chemische Fabrik Griesheim-Elektron|Griesheim-Elektron]] in der [[Chloralkali-Elektrolyse]] beschäftigt und an einer starken Akne erkrankt waren. Dort war 1890 ein neues Verfahren eingeführt worden, bei dem sich [[Chlor]] an Kohlen-[[Anode]]n abschied. Wie heute bekannt ist, entstanden dabei auch polychlorierte Dibenzodioxine und Dibenzofurane. Herxheimer ging davon aus, dass Chlor selbst der Auslöser dieser Krankheit sei. Bald gerieten aber gechlorte [[Teer]]derivate in den Verdacht, Chlorakne zu verursachen. Als Aufnahmeweg wurde das Verdauungssystem erkannt, allerdings führte das Verfüttern von gechlorten Teerderivaten an Versuchstiere nicht zu Chlorakne, sondern zu unspezifischen Vergiftungen. [[Karl Bernhard Lehmann]] empfahl, nur Arbeiter mit „widerstandsfähiger“ Haut zu beschäftigen. Dazu kamen [[Arbeitsschutz]]maßnahmen wie das Wechseln der Arbeitskleidung, Duschen oder die Belüftung der Arbeitsräume. Nach einer Verfahrensumstellung bei der Chloralkali-Elektrolyse verschwanden die Fälle von Chlorakne 1905 schlagartig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] traten bei zahlreichen Arbeitern, die Filter für [[Gasmaske]]n herstellten, Chlorakne-ähnliche Symptome auf. Das Filtermaterial wurde mit [[Polychlorierte Naphthaline|perchlorierten Naphthalinen]] getränkt, daher der Name &amp;#039;&amp;#039;[[Perna-Krankheit]]&amp;#039;&amp;#039;. Abgase und Stäube bei der Herstellung wurden schließlich durch Absauganlagen ins Freie geleitet, allerdings erkrankte dadurch das Vieh auf den umliegenden Weiden. Nach dem Krieg verwendete man perchlorierte Naphthaline bei der Herstellung von [[Zünder]]n für den Bergbau, auch hier gab es Erkrankungsfälle, zumal die Unternehmen nicht über die Gefahren aufgeklärt worden waren. Der preußische Landesgewerbearzt Ludwig Teleky erkannte 1927, dass die Gefährlichkeit gechlorter Naphthaline mit dem Chlorierungsgrad anstieg und forderte die Aufgabe der Verwendung gechlorter Kohlenwasserstoffe bei der Herstellung von Zündern. Dennoch stieg der Bedarf an gechlorten Naphthalinen weiter an, vor allem bei der Herstellung neuartiger Konsumgüter wie [[Radio]]s wurden sie verwendet. In den USA konnte 1936 nachgewiesen werden, dass die gelbe [[Leber]][[atrophie]] auf diese Stoffe zurückging. Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] verwendete man in den USA perchlorierte Naphthaline, um Schiffe gegen [[Seemine|Magnetminen]] zu schützen. Wegen der Gesundheitsschäden mussten die Werftarbeiter mit Gewalt an ihre Arbeitsplätze gebracht werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Böschen&amp;quot;&amp;gt;Stefan Böschen: &amp;#039;&amp;#039;Risikogenese - Prozesse gesellschaftlicher Gefahrenwahrnehmung: FCKW, DDT, Dioxin und Ökologische Chemie&amp;#039;&amp;#039;. Leske + Budrich, Opladen, 2000, S. 196, ISBN 3-8100-2691-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] gab es einige Unfälle bei der Herstellung von Chlorphenolen, die zu Chlorakne bei den Arbeitern führten. Bei [[Boehringer Ingelheim|Boehringer]] in Hamburg erkrankten 1954 alle Beschäftigten in der [[Trichlorphenol]]-Herstellung an Chlorakne. Kurz vorher war das Herstellungsverfahren auf den sogenannten „Druckphenolprozess“ umgestellt worden. An der Hautklinik des [[Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf|Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf]] versuchte der Assistenzarzt Karl-Heinz Schulz zunächst erfolglos, mit Hilfe des Kaninchenohrtests die verursachende Substanz einzugrenzen. Als 1956 Wilhelm Sandermann, Hans Stockmann und Reinhard Casten am Institut für Holzchemie der [[Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft]] in Reinbek bei Hamburg erstmals [[2,3,7,8-Tetrachlordibenzodioxin]] (TCDD) synthetisierten, trat bei Sandermann und einem Laboranten ebenfalls Chlorakne auf. Durch weitere Versuche von Schulz und Boehringer-Mitarbeitern konnte TCDD eindeutig als Auslöser der Chlorakne bei der Herstellung von Trichlorphenol festgestellt werden. Boehringer stellte die Chlorphenolproduktion 1957 auf das „Niedertemperatur-Verfahren“ um, bei dem deutlich weniger Dioxin entsteht. Diese Erkenntnis wurde zwar nicht veröffentlicht, aber Boehringer wies andere Chemieunternehmen auf die Vorteile des neuen Verfahrens hin.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Böschen&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Sevesounglück]] 1976 erkrankten nach offizieller Zählung 187 Kinder an Chlorakne. Die Erkrankungsfälle traten in mehreren Wellen auf. Es konnte nicht geklärt werden, ob Kinder empfindlicher als Erwachsene auf Dioxine reagieren oder ob es für sie spezifische Aufnahmewege, beispielsweise über Spielplätze, gibt. Die Bevölkerung der betroffenen Gebiete wurde in drei Screenings auf Chlorakne untersucht. Nach etwa zwei Jahren war der Anteil der Chlorakne-Fälle in Seveso nicht mehr auffällig. Bis auch die schweren Fälle von Chlorakne abgeheilt waren, dauerte es zehn Jahre oder länger.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Böschen&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den ukrainischen Politiker [[Wiktor Juschtschenko]] wurde im September 2004 ein Giftanschlag mit 2,3,7,8-Tetrachlordibenzodioxin verübt, was bei ihm eine Chlorakne auslöste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hautkrankheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vergiftung]]&lt;/div&gt;</summary>
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