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	<title>Chlemoutsi - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chlemoutsi&amp;diff=1347955&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2024-11-08T15:55:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Chlemoutsi1.JPG|mini|300 px|Burg Chlemoutsi]]&lt;br /&gt;
Die Burg &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chlemoutsi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{elS|Χλεμούτσι}} {{N.Sg.}}, {{ItS|&amp;#039;&amp;#039;Castel Tornese&amp;#039;&amp;#039;}}, {{FrS|&amp;#039;&amp;#039;Clairmont&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Clermont&amp;#039;&amp;#039;}}, {{TrS|&amp;#039;&amp;#039;Holomuç&amp;#039;&amp;#039;}}, dt. auch &amp;#039;&amp;#039;Chlemutzi&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Mittelalter|hochmittelalterliche]] [[Kreuzfahrerburg]] im äußersten Westen der [[Griechenland|griechischen]] Halbinsel [[Peloponnes]], in der Präfektur [[Elis]]. Die heutige Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Kastro Chlemoutsi&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Gräzisierung|gräzisierte]] Form des [[Slawische Sprachen|slawischen]] Namens des Berges und bedeutet „kleiner Berg“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Lambert Schneider (Archäologe)|Lambert Schneider]]: &amp;#039;&amp;#039;Peloponnes,&amp;#039;&amp;#039; Köln (DuMont Kunstreiseführer) 2001, ISBN 3-7701-4599-2; vgl. [[Olmütz#Geschichte]]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Chlemoutsi ist eine der größten und am besten erhaltenen Burgen in [[Griechenland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Die Burg Chlemoutsi steht in beherrschender Lage auf dem Gipfel eines etwa 250 m hohen Hügels auf der Halbinsel Kyllini in der Nähe der Ortschaft [[Kastro-Kyllini|Kastro]], 80 km südwestlich von [[Patras]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Nachdem die „lateinischen“ [[Kreuzzug|Kreuzfahrer]] im Verlauf des [[Vierter Kreuzzug|Vierten Kreuzzugs]] [[Konstantinopel]] eroberten hatten, besetzten die französischen Ritter den [[Byzantinisches Reich|byzantinischen]] Peloponnes. 1205 errichteten [[Wilhelm I. von Champlitte]] und [[Gottfried I. von Villehardouin]] in der [[Morea]] das [[Fürstentum Achaia]]. Zwischen 1220 und 1230 ließ Gottfried I. von Villehardouin&amp;lt;ref&amp;gt;Traquair R.: &amp;#039;&amp;#039;Laconia; I. Medieval Fortress&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[The Annual of the British School at Athens]]&amp;#039;&amp;#039;. Band 12, 1906, S. 272–276.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wallace D., Boase T. S. R.: &amp;#039;&amp;#039;The Arts in Frankish Greece and Rhodes, A History of the Crusades.&amp;#039;&amp;#039; (Hrsg.) Setton K. M., Band IV, The Art and Architecture of the Crusader States (Hrsg.) Hazard, H. W. Madison 1977, 218.&amp;lt;/ref&amp;gt; (nach anderen Quellen [[Gottfried II. von Villehardouin]])&amp;lt;ref&amp;gt;Bon A.: &amp;#039;&amp;#039;La Morée franque.&amp;#039;&amp;#039; Paris 1969 in P. Hetherington: &amp;#039;&amp;#039;Byzantine and Medieval Greece. Churches, castles and art of the mainland and Peloponnese.&amp;#039;&amp;#039; London 1991.&amp;lt;/ref&amp;gt; zur Verteidigung des benachbarten Hafens von [[Glarentza]] und von [[Andravida|Andrèville]], der Hauptstadt des Fürstentums Achaia, aus dem Erlös beschlagnahmter Kirchengüter die Burg Chlemoutsi erbauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende des 13. Jahrhunderts kam die Burg in den Besitz des [[Königreich Neapel|neapolitanischen]] Königshauses [[Liste der Grafen und Herzöge von Anjou|Anjou]]. [[Karl II. (Neapel)|Karl II.]] ließ hier Margaretha von Villehardouin, die jüngste Tochter des Fürsten [[Wilhelm II. von Villehardouin]], gefangen halten. Ihr wurde vorgeworfen, dass sie mit der Verheiratung ihrer Tochter Isabel de Sabran mit Ferdinand von Mallorca den Anspruch der [[Katalanische Kompanie|Katalanischen Kompanie]] auf das Fürstentum begründet hatte. Margaretha von Villehardouin starb auf Clermont im März 1315.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1315 besetzte Ferdinand von Mallorca für kurze Zeit Clarentza und die Burg Clermont, um die Herrschaftsanspruch seines Sohnes [[Jakob III. (Mallorca)|Jakob III.]] durchzusetzen. Er wurde am 5. Juli 1316 von Ludwig von Burgund, dem Ehemann von [[Älteres Haus Burgund|Mathilde von Hennegau]], der Erbin des Fürstentums Achaia und des [[Despotat Morea|Despotats Morea]], in der Schlacht besiegt und getötet. Als Ludwig von Burgund im Sommer 1316 starb, war Mathilde auf Burg Clermont für kurze Zeit die Regentin des Fürstentums. Noch im selben Jahr ließ König [[Robert von Anjou]] Matilda nach [[Neapel]] kommen, verheiratete sie unter Zwang mit seinem Bruder Johann von Durazzo (1294–1336), setzte sie ab und warf sie ins Kastell dell’Ovo.&amp;lt;ref&amp;gt;{{PGDW|gregorov/athen/athen|Geschichte der Stadt Athen im Mittelalter|Ferdinand Gregorovius}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 15. Jahrhunderts kam die Burg in den Besitz von [[Carlo I. Tocco]], dem [[Pfalzgrafschaft Kefalonia und Zakynthos|Pfalzgrafen von Kefalonia]] und [[Despotat Epirus|Despoten von Epiros]]. Im März 1428 heiratete [[Konstantin XI.]], der spätere letzte Kaiser des [[Byzantinisches Reich|Byzantinischen Reichs]], die Nichte des [[Carlo I. Tocco|Carlo Tocco]] und erhielt als Mitgift die Besitzungen der Tocco auf dem Peloponnes. Eine Inschrift am Eingang der Burg besagt, dass Konstantin hier von 1428 bis 1432 als Despot von Morea residierte.&lt;br /&gt;
[[Datei:Guillaume II de Villehardouin coin.jpg|200px|mini|Fürstentum Achaia, Turnose +:G:PRINCEACh, +:CLARENTIA]]&lt;br /&gt;
Nach der [[Eroberung von Konstantinopel (1453)]] nahmen die [[Osmanisches Reich|Türken]] im Jahr 1460 Chlemoutsi ein. Sie führten kleinere bauliche Veränderungen durch, um den effizienteren Einsatz ihrer Artillerie zu gewährleisten. Während der Türkisch-Venezianischen Kriege kam die Burg wiederholt in die Hand der jeweils anderen Seite. Von 1687 bis 1715 hatten die [[Venedig|Venezianer]] Chlemoutsi in ihrem Besitz. In dieser Zeit wurde die Burg &amp;#039;&amp;#039;Castel Tornese&amp;#039;&amp;#039;, genannt, in der falschen Annahme, das die Kreuzritter hier die [[Turnose|&amp;#039;&amp;#039;gros tournois&amp;#039;&amp;#039;]] mit dem Bild der [[Tours|Basilika Saint-Martin]] des [[Martin von Tours]] und der Inschrift &amp;lt;small&amp;gt;G.PRINCEACh&amp;lt;/small&amp;gt; und &amp;lt;small&amp;gt;CLARENTIA&amp;lt;/small&amp;gt; geprägt hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;Sotiriou G.: &amp;#039;&amp;#039;Le Château-fort de Chlemoutsi et son Atelier Monetaire de Tournois de Clarentia&amp;#039;&amp;#039;, Journal International d’ Archeologie Numismatique, XIX, 1916–1917, 273–279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref group=&amp;quot;A&amp;quot;&amp;gt;Wie die Inschrift vermuten lässt, wurden die Münzen wahrscheinlich in Glarentza hergestellt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1715 bis 1821 waren wieder die Osmanen Herren der Burg, die jedoch ihre strategische Bedeutung durch die Einführung neuer Waffentechniken nach und nach verlor. In der [[Griechische Revolution|Griechischen Revolution]] wurde sie am 10. November 1825 von den in die Burg geflohenen Einwohnern gegen die Belagerung durch die Truppen des ägyptischen Generals [[Ibrahim Pascha]] verteidigt, der Chlemoutsi einnahm, nachdem seine Kanonen besonders an der Südseite der äußeren Befestigungsmauer große Schäden verursacht hatten. Ibrahim Pascha ließ die Befestigungen teilweise schleifen. Er blieb bis Oktober 1828 auf dem Peloponnes, bis er von den westlichen Mächten zur Kapitulation gezwungen wurde und die Halbinsel Bestandteil des unabhängigen Griechenland wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anlage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Chlemoutsi Castle Walls.jpg|mini|200 px|Chlemoutsi – Befestigungsmauern]]&lt;br /&gt;
Auf einem nach allen Seiten stark abfallenden Felsen umschließt eine niedrigere äußere Mauer auf drei Seiten das Gelände der Burg. Innerhalb davon sichert eine zweite hohe Mauer die sechseckige Kernburg, die noch mit dem Dach erhalten ist. Auf der südwestlichen Seite bilden Außen- und Innenring eine gemeinsame Bastion. Der Durchmesser der Anlage beträgt etwa 60 m. Sie war früher durch einen umlaufenden Graben zusätzlich befestigt, der im Nordwesten durch eine hölzerne Zugbrücke überquert werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Gelände der Vorburg sind noch die Grundmauern von zahlreichen Bauten zu erkennen, deren eine Mauer auf das 13. Jahrhundert datiert werden konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrews, K.: &amp;#039;&amp;#039;Castles of the Morea&amp;#039;&amp;#039; Princeton 1953, Reprint Amsterdam 1978&amp;lt;/ref&amp;gt; Der schmale [[Wehrgang]] &amp;#039;&amp;#039;chemin de ronde&amp;#039;&amp;#039; ist noch an verschiedenen Stellen der Außenmauer erhalten. Das Mauerwerk besteht vorwiegend aus [[Mauerwerk|Bruchsteinmauerwerk]] aus [[Kalkstein]], gebrannte Mauerziegel wurden nur für einige wenige Bauteile verwendet. Alle Innenräume weisen Fensteröffnungen zum Innenhof auf. Der große Saal im Westen war 70 m lang. Die Haupthalle befindet sich an der südöstlichen Ecke gegenüber dem Eingang. Die polygonale Form des Innenhofes ist auch beim [[Krak des Chevaliers]], beim [[Boulogne-sur-Mer|Château de Boulogne-sur-Mer]] und in seiner vollkommensten Ausführung beim [[Castel del Monte]] zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bon A.: &amp;#039;&amp;#039;A propos des châteaux de plan polygonal&amp;#039;&amp;#039;, [[Revue archéologique]], Paris 1947, Ser.6 XXVIII 177–179.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der größte Teil der Burg Chlemoutsi ist in seiner Originalstruktur erhalten. Sie ist ein bedeutendes Beispiel der französischen Festungsbaukunst des 12. Jahrhunderts; deutlich erkennbar ist jedoch auch der Einfluss der byzantinischen Architektur, den man auf die Beteiligung ortsansässiger Handwerker und die Verwendung einheimischer Baumaterialien zurückführen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:GreeceIlia.png|Chlemoutsi auf der Peloponnes in der Präfektur Elis&lt;br /&gt;
Bild:Glarentza1.png|Lage der Burg Chlemoutsi (Χλεμούτσι)&lt;br /&gt;
Bild:Chlemoutsi plan.png|Plan der Burg Chlemoutsi&lt;br /&gt;
Bild:Chlemoutsi2.JPG|Innerer Burgteil&lt;br /&gt;
Bild:Chlemoutsi and the Pelopponese Coast.jpg|Ansicht der Burg vom Meer&lt;br /&gt;
Bild:Chlemoutsi-03.jpg|Der Vorhof der Burg mit Blick zum Meer&lt;br /&gt;
Bild:Chlemoutsi-09.jpg|Das Kassenhäuschen der Burg Chlemoutsi&lt;br /&gt;
Bild:Chlemoutsi-04.jpg|Ein zerstörter Gang in der Burg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Chronik der Morea&amp;#039;&amp;#039;, anonymes mittelalterliches Dokument, herausgegeben vom Fürstentum Achaia im frühen 14. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
* Christian Ottersbach: &amp;#039;&amp;#039;Chlemoutsi – ein Höhepunkt hochmittelalterlichen Burgenbaus in Griechenland.&amp;#039;&amp;#039; Marburger Correspondenzblatt zur Burgenforschung Heft 2, 1999/2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Chlemoutsi castle}}&lt;br /&gt;
* [http://www.greekartcamara.com/location.swf Kunstmuseum Greek Art Camara in Kastro Kyllini: &amp;#039;&amp;#039;The Castle of Chlemoutsi&amp;#039;&amp;#039;] ([[Adobe Flash|Flash]]; 165&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;A&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burgruine in Griechenland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz auf dem Peloponnes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk auf dem Peloponnes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Andravida-Kyllini]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreuzfahrerburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burg in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gotisches Bauwerk in Griechenland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1220er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zerstört in den 1820er Jahren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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