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	<title>Chiune Sugihara - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T23:39:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chiune_Sugihara&amp;diff=595732&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2026-01-26T17:27:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Sugihara b.jpg|mini|Chiune Sugihara, vor 1945]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chiune Sugihara&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Japanische Schrift|japanisch]] {{lang|ja|杉原 千畝}}, &amp;#039;&amp;#039;Sugihara Chiune&amp;#039;&amp;#039;, * [[1. Januar]] [[1900]] in Kōzuchi, [[Mugi-gun (Gifu)|Landkreis Mugi]] (heute: [[Mino (Gifu)|Mino]]), [[Präfektur Gifu]]; † [[31. Juli]] [[1986]] in [[Kamakura]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=conVistaAlMar.com.ar |url=http://www.raoulwallenberg.net/saviors/others/sempo-quot-chiune-quot-914/ |titel=Sempo ”Chiune” Sugihara, Japanese Savior |werk=The International Raoul Wallenberg Foundation |sprache=en-US |abruf=2019-07-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein [[japan]]ischer [[Diplomat]], der als [[Konsul]] des [[Japanisches Kaiserreich|japanischen Kaiserreiches]] in [[Litauen]] während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] ca. 6000 Juden rettete. Er wurde als „Japanischer [[Oskar Schindler|Schindler]]“ bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nytimes.com/2018/10/15/opinion/sugihara-moral-heroism-refugees.html The Japanese Man Who Saved 6,000 Jews With His Handwriting]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Kindheit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Screen Shot Shussei todoke.png|mini|Chiune Sugiharas Geburtsregister, das seinen Geburtsort als Kōzuchi, Landkreis Mugi anzeigt.]]&lt;br /&gt;
Chiune Sugihara wurde dem Eintrag im Geburtsregister zufolge in Kōzuchi (heute Mino) im Kreis Mugi in der Präfektur Gifu geboren. Die japanische Stadt [[Yaotsu]] behauptet demgegenüber, dass sie der Geburtsort von Chiune Sugihara sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite news |url=https://www.dailyshincho.jp/article/2016/11130558/?all=1 |title=世界記憶遺産に申請、杉原千畝「命のビザ」手記に改竄疑惑　四男が語る |newspaper=Weekly Shincho |date=2016-11-02 |access-date=2017-06-29 |language=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vater Sugihara Yoshimizu gehörte zur Mittelklasse, seine Mutter Sugihara Yatsu stammte aus einer [[Samurai]]-Familie. Er war der zweite Sohn neben vier Brüdern und einer Schwester.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erziehung ===&lt;br /&gt;
1912 schloss er die Furuwatari-Grundschule (heute: Heiwa-Grundschule [[Nagoya]]) mit höchsten Auszeichnungen ab und begann an der 5. Präfekturmittelschule (heute: Zuiryō-Oberschule) in Nagoya zu lernen. Sein Vater wünschte, dass er wie er selbst Arzt werden sollte, aber er bestand die Aufnahmeprüfung absichtlich nicht, indem er nur seinen Namen auf das Papier schrieb. Stattdessen trat er 1918 in die renommierte [[Waseda-Universität]] ein und wählte [[Englische Literatur]] als Hauptstudienfach. 1919 bestand er die Aufnahmeprüfung des Außenministeriums. Das [[Außenministerium (Japan)|japanische Außenministerium]] stellte ihn an und schickte ihn nach [[Harbin]] in der [[Republik China (1912–1949)|Republik China]], wo er auch die [[Russische Sprache|russische]] und [[deutsche Sprache]] lernte und später ein Experte für russische Angelegenheiten wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandschurisches Auslandsbüro ===&lt;br /&gt;
Als Sugihara im mandschurischen Auslandsbüro arbeitete, nahm er an den Verhandlungen mit der [[Sowjetunion]] über die Nordmandschurische Eisenbahn teil. Er verließ seinen Posten als stellvertretender Außenminister im japanischen [[Marionettenregierung|Marionettenstaat]] [[Mandschukuo]] aus Protest über japanische Misshandlungen der örtlichen chinesischen Bevölkerung. In Harbin heiratete er mit 24&amp;amp;nbsp;Jahren Klaudia Semjonowa Apollonow (&amp;#039;&amp;#039;{{RuS|Клавдия Семёновна Аполлоновая}}&amp;#039;&amp;#039;), Tochter eines weißrussischen Offiziers, und trat zum [[Griechisch-orthodoxe Kirche|griechisch-orthodoxen]] Glauben über. 1935 ließ er sich vor seiner Rückkehr nach Japan scheiden.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Eberhard Maul, &amp;#039;&amp;#039;Japan und die Juden – Studie über die Judenpolitik des Kaiserreiches Japan während der Zeit des Nationalsozialismus 1933 - 1945&amp;#039;&amp;#039;, Dissertation Bonn 2000, S. 157. [http://d-nb.info/968360084/34 Digitalisat]. Abgerufen am 18. Mai 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Japan heiratete er &amp;#039;&amp;#039;Kikuchi Yukiko&amp;#039;&amp;#039;, die mit der Heirat &amp;#039;&amp;#039;Yukiko Sugihara&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|ja|杉原 幸子}}, &amp;#039;&amp;#039;Sugihara Yukiko&amp;#039;&amp;#039;) wurde. Sugihara Chiune diente auch in der Informationsabteilung des Außenministeriums und in der japanischen Gesandtschaft in [[Helsinki]], [[Finnland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Litauen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Sugihara-konsulat w Kownie.JPG|250px|mini|Das ehemalige japanische Konsulat in Kaunas]]&lt;br /&gt;
1939 wurde er Vizekonsul des japanischen Konsulates in [[Kaunas]] in [[Litauen]]. Seine zweite Aufgabe war die Berichterstattung über sowjetische und deutsche Truppenbewegungen, während der er mit polnischen Geheimdiensten im Rahmen einer größeren japanisch-polnischen Zusammenarbeit kooperierte.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv |url=http://www.tiu.ac.jp/~bduell/ASJ/3-95_lecture_summary.html |wayback=20110716023152 |text=Dr. Ewa Palasz-Rutkowska}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Transit visa.jpg|mini|Transitvisum nach Japan für Susan Bluman, durch Sugihara ausgestellt]]&lt;br /&gt;
Als die Sowjetunion 1940 infolge des [[Deutsch-Sowjetischer Grenz- und Freundschaftsvertrag|Hitler-Stalin-Pakts]] [[Geschichte Litauens|Litauen besetzte]], versuchten viele dort lebende jüdische Flüchtlinge aus [[Polen]], Ausreisevisa zu bekommen. Ohne Visum war die Reise gefährlich, aber es war schier unmöglich, Länder zu finden, die diese ausstellten. Hunderte Flüchtlinge kamen in das japanische Konsulat, um Visa nach Japan zu bekommen. Der [[Niederlande|niederländische]] Konsul [[Jan Zwartendijk]] hatte einige von ihnen mit Papieren für das offizielle Zielland [[Curaçao]], eine karibische Insel, die kein Einreisevisum forderte, oder für [[Niederländisch-Guayana]] (heute [[Suriname]]) versehen. Zu dieser Zeit verfolgte die japanische Regierung offiziell eine Neutralitätspolitik gegenüber den [[Jude]]n. Allerdings forderte sie, dass Visa nach Durchlaufen der Immigrationsformalitäten nur an Personen mit ausreichenden Mitteln erteilt werden sollten. Die meisten Flüchtlinge erfüllten diese Kriterien nicht. Sugihara konsultierte pflichtgemäß drei Mal das japanische Außenministerium bezüglich Instruktionen. Jedes Mal antwortete das Ministerium, dass ausnahmslos jeder, der ein Visum bekommen sollte, ein Visum eines Drittlandes zur Ausreise nach Japan besitzen müsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 29. Juli 1940 begann Sugihara nach Konsultation mit seiner Frau, in Eigeninitiative [[Visum|Visa]] auszugeben. Dabei ignorierte er viele Male die Vergabevoraussetzungen und versorgte die Juden – unter Bruch der ihm gegebenen Anweisungen – mit einem 10 Tage gültigen Transitvisum für Japan. Im Hinblick auf seinen Posten und die Kultur im japanischen Außendienst war dies eine außergewöhnliche Aktion ohne Präzedenzfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er trug dem stellvertretenden [[Volkskommissar]] für Auswärtige Beziehungen, [[Wladimir Georgijewitsch Dekanosow|Wladimir Dekanosow]], der als Beauftragter der Moskauer Parteiführung für die [[Sowjetisierung]] Litauens zuständig war, den Plan vor, die jüdischen Antragsteller mit der [[Transsibirische Eisenbahn|Transsibirischen Eisenbahn]] bis an die Pazifikküste zu schicken und von dort nach Japan ausreisen zu lassen. [[Stalin]] und Volkskommissar [[Wjatscheslaw Molotow|Molotow]] genehmigten den Plan; am 12. Dezember 1940 fasste das [[Politbüro]] einen entsprechenden Beschluss, der sich zunächst auf 1991 Personen erstreckte. Nach den sowjetischen Akten reisten bis August 1941 rund 3500 Menschen von Litauen über Sibirien aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Gennadij Kostyrčenko: &amp;#039;&amp;#039;Tajnaja politika Stalina. Vlast&amp;#039; i antisemitizm. Novaja versija.&amp;#039;&amp;#039; Čast&amp;#039; I. Moskau 2015, S. 304–306.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das für Ausländer zuständige staatliche Reisebüro [[Intourist]] verlangte fünfmal höhere Preise als üblich für die Fahrkarten, insgesamt beliefen sich die Einnahmen für die sowjetische Seite auf rund 1.000.000 Rubel (180.000 US-Dollar). Auf diese Weise konnten nur Personen mit den entsprechenden Mitteln ausreisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ilja Alexandrowitsch Altman|Il&amp;#039;ja Al&amp;#039;tman]]: &amp;#039;&amp;#039;Žertvy nenavisti: Cholokost v SSSR 1941-1945 gg.&amp;#039;&amp;#039; Moskau 2002, S. 300–302.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sugihara stellte weiter handgeschriebene Visa aus (angeblich verbrachte er täglich 18–20 Stunden damit) und erstellte täglich die Menge Visa, die sonst in einem Monat üblich war. Am 4. September musste er seinen Posten verlassen, da das Konsulat geschlossen wurde. Zu dieser Zeit hatte er bereits Tausende von Visa an Juden vergeben, viele davon an Familienoberhäupter, die die gesamte Familie mitnehmen konnten. Zeugen sagten aus, dass er noch im Zug Visa ausstellte und sie aus dem Zugfenster warf, während der Zug bereits den [[Bahnhof Kaunas]] Richtung Berlin verließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl der erstellten Visa ist umstritten und reicht von 2.139 bis 10.000, wahrscheinlich ist eher der untere Bereich, obwohl auch Familienvisa für mehrere Personen ausgegeben wurden, die für die höheren Zahlen eine Erklärung liefern können. Allerdings produzierten polnische Widerstandsgruppen auch gefälschte Visa. Eine Gruppe von 30 Personen „Jakub Goldberg“ kam an einem Tag in [[Tsuruga]] an, von wo aus sie nach [[Nachodka]] zurückgeschickt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Flüchtlinge nutzten ihre Visa, um durch die Sowjetunion nach [[Kōbe]] in Japan zu reisen, wo es eine russisch-jüdische Gemeinde gab. Von hier reisten etwa 1000 an andere Zielorte, wie die [[Vereinigte Staaten|USA]] und das britische Mandatsgebiet in [[Völkerbundsmandat für Palästina|Palästina]]. Der Rest musste in Japan bleiben, bis sie in das von den Japanern besetzte [[Shanghai]], wo es auch eine große jüdische Flüchtlingsgemeinde gab, deportiert wurden. Hier blieben sie bis zur [[Kapitulation Japans]] im September 1945. 20.000 Juden lebten damals im [[Shanghaier Ghetto|Ghetto von Shanghai]], davon viele, die mit Hilfe von Sugihara und Zwartendijk überlebt hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz deutschen Drucks auf die japanische Regierung, die jüdischen Flüchtlinge entweder auszuliefern oder zu töten, schützte die Regierung die Gruppe. Warum dies so war, ist strittig:&lt;br /&gt;
* Es sei die Gegenleistung gewesen für einen Kredit über 196 Millionen Dollar eines jüdischen Bankiers aus New York, [[Jacob Schiff]], an Japan. Diese Mittel hätten beim Sieg im [[Russisch-Japanischer Krieg|Russisch-Japanischen Krieg]] von 1905 geholfen.&amp;lt;ref&amp;gt;Marvin Tokayer, Mary Swartz: &amp;#039;&amp;#039;The Fugu Plan: The Untold Story Of The Japanese And The Jews During World War II &amp;#039;&amp;#039; ISBN 965-229-329-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Einige japanische Führer hätten [[Geschichte des Antisemitismus bis 1945|antisemitische]] Traktate gelesen, die den Juden Reichtum und Macht zuschrieben, Züge, die dem japanischen Kaiserreich wünschenswert erschienen. Diese Erwägungen waren Teil des sogenannten [[Fugu-Plan]]es, der allerdings nie offiziell von Japan umgesetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Japan hat 2015 bei der UNESCO beantragt, dass an die 250 Originaldokumente aus Sugiharas Tätigkeit, die das Überleben tausender Juden im Holocaust ermöglichten, als [[Weltdokumentenerbe]] durch die [[UNESCO]] anerkannt werden (was 2017 erfolgen sollte, aber letztlich 2018 wegen zumindest teilweise verfälschter Dokumente abgelehnt wurde&amp;lt;ref&amp;gt;[http://desispeaks.com/chiune-sugihara Chiune Sugihara – Japan’s ‘Schindler’: A genuine hero tangled in a web of myth]&amp;lt;/ref&amp;gt;). Darunter befinden sich zahlreiche durch Chiune ausgestellte Visadokumente. An der Echtheit einzelner handschriftlicher Dokumente Sugiharas wurden Zweifel angemeldet. Der Streit soll von der UNESCO geklärt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite news |url=https://www.dailyshincho.jp/article/2016/11130558/?all=1 |title=世界記憶遺産に申請、杉原千畝「命のビザ」手記に改竄疑惑　四男が語る |newspaper=Weekly Shincho |date=2016-11-02 |access-date=2017-06-29 |language=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rücktritt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1940 issued visa by consul Sugihara in Lithuania.jpg|mini|Tschechoslowakischer Pass mit Visum, der 1940 vom Diplomaten Sugihara ausgestellt wurde.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das japanische Außenministerium benötigte Sugiharas Sprach- und Organisationstalente weiter und beschloss, Disziplinarmaßnahmen gegen ihn aufzuschieben, bis er nicht länger benötigt würde. Sugihara diente als Generalkonsul in [[Prag]] in der [[Tschechoslowakei]], 1941 in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]] und der Gesandtschaft in [[Bukarest]]. Als Truppen der [[Rote Armee|Roten Armee]] in Rumänien einmarschierten, wurden Sugihara und seine Familie 18 Monate in einem Kriegsgefangenenlager interniert. 1946 wurden sie entlassen und kehrten über die Transsibirische Eisenbahn und den Hafen [[Nachodka]] nach Japan zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1947 bat ihn das japanische Außenministerium zurückzutreten, nominell wegen eines gewünschten Personalabbaus der Behörde. Es wurde aber auch spekuliert, dass dies wegen seiner Aktionen in Litauen gefordert wurde. Einige Quellen geben an, das Außenministerium habe gegenüber Sugihara gesagt, er werde wegen „dieses Vorfalles in Litauen“ entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1991 teilte das Ministerium Sugiharas Familie mit, dass sein Rücktritt Teil einer Neustrukturierung des Personals kurz nach Kriegsende gewesen sei. Das Außenministerium gab am 24. März 2006 ein Positionspapier heraus, wonach es keine Beweise dafür gebe, dass das Ministerium disziplinarisch gegen Sugihara vorgegangen sei. Das Ministerium sagte, dass Sugihara einer von vielen Diplomaten gewesen sei, die freiwillig zurücktraten, dass jedoch die individuellen Gründe für seinen Rücktritt „schwierig zu bestätigen“ seien. Das Ministerium lobte Sugiharas Verhalten als „mutige und humanitäre Entscheidung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Späteres Leben ===&lt;br /&gt;
Sugihara verlegte seinen Wohnsitz nach Fujisawa in der [[Präfektur Kanagawa]]. Er begann, für eine Exportfirma als Generalmanager für den US-Militärpostdienst zu arbeiten. Später lebte er zwei Jahrzehnte in der Sowjetunion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1968 machte Jehoshua Nishri, Wirtschafts[[attaché]] der Israelischen Botschaft in Tokio und einer der dank Sugihara Überlebenden, ihn ausfindig und nahm Kontakt zu ihm auf. 1969 besuchte Sugihara [[Israel]] und wurde von der Israelischen Regierung empfangen. Sugihara-Überlebende begannen Lobbyarbeit, damit er als &amp;#039;&amp;#039;[[Gerechter unter den Völkern]]&amp;#039;&amp;#039; geehrt werden möge, was schließlich 1984 gelang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1985, 45 Jahre nach der sowjetischen Invasion in Litauen, wurde er gefragt, warum er so gehandelt habe. Sugihara nannte zwei Gründe: dass diese Flüchtlinge menschliche Wesen gewesen seien und dass sie einfach Hilfe brauchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chiune Sugihara starb am 31.&amp;amp;nbsp;Juli 1986.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* Im Jahre 1984 ehrte die israelische Holocaustgedenkstätte [[Yad Vashem]] Sugihara als [[Gerechter unter den Völkern|Gerechten unter den Völkern]]. Sugihara war zu krank, um nach Israel zu reisen; seine Frau und seine Tochter nahmen die Ehrung für ihn entgegen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.yadvashem.org/de/righteous/stories/sugihara.html Chiune Sugihara] auf der [[Yad Vashem]] Webseite (abgerufen am 18. November 2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* In dem Haus des Konsulates in Kaunas, in dem Sugihara arbeitete und wohnte, ist ein Museum eingerichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.jewish-heritage-lithuania.org/lt/memorialai-ir-muziejai/ciune-sugiharos-namai-muziejus-kaune/ &amp;#039;&amp;#039;Čiune Sugiharos namai-muziejus&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 16. November 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die Sugihara-Straßen in [[Netanja]] (Israel), Kaunas und [[Vilnius]] (Litauen) sowie der [[Asteroid]] [[(25893) Sugihara]] sind nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
* Die Chiune-Sugihara-Gedenkstätte in seinem (umstrit&amp;amp;shy;tenen&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite news |url=https://www.dailyshincho.jp/article/2016/11130558/?all=1 |title=世界記憶遺産に申請、杉原千畝「命のビザ」手記に改竄疑惑　四男が語る |newspaper=Weekly Shincho |date=2016-11-02 |access-date=2017-06-29 |language=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) Geburtsort Yaotsu wurde von Einwohnern der Stadt zu seinen Ehren errichtet.&lt;br /&gt;
* Seit 2018 zeigt ihn in Nagoya eine Bronzestatue, Visa an eine Flüchtlingsfamilie aushändigend.&amp;lt;ref&amp;gt;nytimes.com vom 15. Oktober 2018: [https://www.nytimes.com/2018/10/15/opinion/sugihara-moral-heroism-refugees.html &amp;#039;&amp;#039;The Japanese Man Who Saved 6,000 Jews With His Handwriting&amp;#039;&amp;#039;] (Gastbeitrag von Rabbi David Wolpe nach einer Rede in Nagoya)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2019 wurde Sugihara zum Jahrestag des Beginns der Visa-Ausstellung von der Suchmaschine Google mit einem [[Google Doodle|Doodle]] in Form eines Reisepasses geehrt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jens Minor |url=https://www.googlewatchblog.de/2019/07/chiune-sugihara-google-doodle/ |titel=Chiune Sugihara: Google ehrt &amp;#039;Japanischen Schindler&amp;#039; mit einem Reisepass-Doodle (Entwürfe &amp;amp; Interview) - GWB |werk=GoogleWatchBlog |datum=2019-07-28 |sprache=de-DE |abruf=2019-07-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2020 enthüllte der Staatspräsident [[Litauen]]s, [[Gitanas Nausėda]], ein Denkmal für Sugihara in Kaunas.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.juedische-allgemeine.de/juedische-welt/denkmal-fuer-japanischen-judenretter-in-litauen-errichtet/ Litauen ehrt japanischen Judenretter], Jüdische Allgemeine, 19. Oktober 2020. Abgerufen am 20. Oktober 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2002 wurde in [[Los Angeles]] eine Bronzeskulptur aufgestellt, die Sugihara zeigt, wie er ein Dokument überreicht. Neben Vertretern der Stadt waren bei der Einweihung die Konsuln von Litauen, Israel und Japan anwesend, sowie Sugiharas Sohn Sugihara Chiaki.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |last=Kyodo News International, Inc. |url=https://www.thefreelibrary.com/Sugihara+statue+dedicated+in+L.A.&amp;#039;s+Little+Tokyo.-a095463043 |title=Sugihara statue dedicated in L.A.&amp;#039;s Little Tokyo |website=The Free Library |access-date=2020-03-05 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jindounooka monument0006.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Hill of Humanity&amp;#039;&amp;#039; (Hügel der Mensch&amp;amp;shy;lich&amp;amp;shy;keit), Denkmal zu Ehren Chiune Sugiharas in Yaotsu, Japan&lt;br /&gt;
Sugihara Chiune Memorial Museum2006-1.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Sugihara Chiune Memorial Museum&amp;#039;&amp;#039; in seinem (umstrit&amp;amp;shy;tenen&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite news |url=https://www.dailyshincho.jp/article/2016/11130558/?all=1 |title=世界記憶遺産に申請、杉原千畝「命のビザ」手記に改竄疑惑　四男が語る |newspaper=Weekly Shincho |date=2016-11-02 |access-date=2017-06-29 |language=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) Geburtsort Yaotsu, Japan&lt;br /&gt;
SugiharaStreetNetanya.jpg|Sugihara&amp;amp;shy;straße in [[Netanja]], Israel. Daneben sind Straßen in  Kaunas und Vilnius (Litauen) nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
Chiune Sugihara monument in Vilnius3.JPG|Denkmal Sugiharas in [[Vilnius]], Litauen, errichtet 1992&lt;br /&gt;
Sugihara-tablica.JPG|Gedenktafel an Sugihara am früheren japanischen Konsulats&amp;amp;shy;gebäude in Kaunas, Litauen&lt;br /&gt;
Stamps of Lithuania, 2004-16.jpg|Brief&amp;amp;shy;marke aus Litauen zu Ehren Sugiharas, 2004&lt;br /&gt;
Jerusalem - YadVashem-SugiharaTree.jpg|Baumpflanzung in der &amp;#039;&amp;#039;Allee der Gerechten unter den Völkern&amp;#039;&amp;#039; zu Ehren Sugiharas in [[Yad Vashem]], Jerusalem, Israel&lt;br /&gt;
Giardino dei Giusti del Mondo di Padova 037.jpg|[[Stele]] und Baum&amp;amp;shy;pflanzung zu Ehren Chiune und Yukiko Sugiharas im &amp;#039;&amp;#039;Garten der Gerechten der Welt&amp;#039;&amp;#039; in [[Padua]], Italien&lt;br /&gt;
Grave of Chiune Sugihara.jpg|Grab Chiune Sugiharas im [[Kamakura]] Friedhof, [[Präfektur Kanagawa]], Japan&lt;br /&gt;
Sugihara street, Jaffa.jpg| Sugihara Straße in Jaffa&lt;br /&gt;
SugiharaChiuneHiroba CompletionCeremony ZuiryoHighSchool 20181012.jpg|Feierliche Einweihung des Ehrenmals Sugiharas, Zuiryo&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aliasse ==&lt;br /&gt;
Sugihara ist auch als &amp;#039;&amp;#039;Sempo Sugiwara&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Chiune Sempo Sugihara&amp;#039;&amp;#039; bekannt. Sugiwara Sempo war ein Pseudonym, das er nutzte, als er von 1960 bis 1975 in der Sowjetunion arbeitete, um zu vermeiden, dass die sowjetischen Behörden ihn als den Diplomaten identifizierten, der sie 1932 an der Nase herumgeführt und außerdem einen guten Deal für Japan abgeschlossen hatte, als Japan die Nordmandschurische Eisenbahn kaufte. &amp;#039;&amp;#039;Sempo&amp;#039;&amp;#039; ist eigentlich kein anderer Name, sondern nur eine andere Lesart, nämlich die [[On-Lesung]] von [[Kanji]] {{lang|ja|千畝}} statt der [[Kun-Lesung]] &amp;#039;&amp;#039;Chiune&amp;#039;&amp;#039;. Ähnlich ist &amp;#039;&amp;#039;Sugiwara&amp;#039;&amp;#039; eine alternative Aussprache seines Familiennamens {{lang|ja|杉原}}. &amp;#039;&amp;#039;Sempo&amp;#039;&amp;#039; war daher nicht sein „[[Zwischenname]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Geschichte der Juden in Japan]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Yukiko Sugihara: &amp;#039;&amp;#039;Visas for Life.&amp;#039;&amp;#039; Edu-Comm Plus, San Francisco 1995, ISBN 0-9649674-0-5 (Übersetzung ins Englische von &amp;#039;&amp;#039;Rokusennin no Inochi no Visa.&amp;#039;&amp;#039; 1990).&lt;br /&gt;
* Yutaka Taniuchi: &amp;#039;&amp;#039;The miraculous visas -- Chiune Sugihara and the story of the 6000 Jews.&amp;#039;&amp;#039; Gefen Books, New York 2001, ISBN 978-4-89798-565-7.&lt;br /&gt;
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* Andreas Neuenkirchen: &amp;#039;&amp;#039;Codename: Sempo : wie ein japanischer Diplomat Tausenden Juden das Leben rettete&amp;#039;&amp;#039;, Europa Verlag, München, 2022, ISBN 978-3-95890-490-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme und Medien ==&lt;br /&gt;
* Am 6. August 2000 hatte der Dokumentarfilm &amp;#039;&amp;#039;Sugihara: Conspiracy of Kindness&amp;#039;&amp;#039; Premiere beim Hollywood Film Festival.&lt;br /&gt;
* Am 11. Oktober 2005 sendete [[Yomiuri TV]] (Osaka) einen zweistündigen Film &amp;#039;&amp;#039;Nihon no Schindler: Sugihara Chiune Monogatari: Rokusen-nin no Inochi no Visa&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|ja|日本のシンドラー杉原千畝物語 六千人の命のビザ}}, dt. „Japans Schindler: Die Geschichte über Chiune Sugihara: Visa des Lebens für 6000 Menschen“) über Sugihara, der auf dem Buch seiner Frau basierte.&lt;br /&gt;
* Chris Donahue drehte 1997 einen Film über Sugihara mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;[[Visas and Virtue]]&amp;#039;&amp;#039;, der 1997 den [[Oscar]] für den „Best Live Action Short Film“ 1998 gewann.&lt;br /&gt;
* Am 5. Dezember 2015 kam die Verfilmung von Sugiharas Leben &amp;#039;&amp;#039;Sugihara Chiune&amp;#039;&amp;#039; (international: &amp;#039;&amp;#039;Persona Non Grata&amp;#039;&amp;#039;) in Japan in die Kinos. Hauptdarsteller ist Toshiaki Karasawa.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www1.cbn.com/cbnnews/world/2016/January/Japanese-Schindlers-Story-told-of-Saving-Thousands-of-Jews-During Filminfo bei cbn news]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons}}&lt;br /&gt;
* [http://www.chiunesugihara100.com/eng/e-top.htm Feier zum 100. Jahrestag von Chiune Sugihara] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/Holocaust/sugihara.html Jewish Virtual Library: Chiune and Yukiko Sugihara] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.visasforlife.org/sugihara.html Visas for Life Foundation] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.tiu.ac.jp/~bduell/ASJ/3-95_lecture_summary.html „Polish-Japanese Secret Cooperation During World War II: Sugihara Chiune and Polish Intelligence“, by Dr. Ewa Palasz-Rutkowska] (englisch)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.uni-hamburg.de/fachbereiche-einrichtungen/japanologie/noag/krebs.pdf |wayback=20051105014156 |text=Die Juden und der Ferne Osten von Gerhard Krebs (deutsch)}}&lt;br /&gt;
* [http://www.hearthasreasons.com/bibliography.php Bibliographie über Retter während des Holocaust] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119508907|LCCN=nr/91/8289|NDL=00417625|VIAF=22953110}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sugihara, Chiune}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gerechter unter den Völkern (Japan)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Japanischer Diplomat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konsul]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Japaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1900]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1986]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Japanisch-litauische Beziehungen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sugihara, Chiune&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=杉原 千畝 (japanisch); Sugiwara Sempo (Pseudonym)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=japanischer Diplomat, der tausende Juden rettete&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Januar 1900&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Yaotsu (Gifu)|Yaotsu]], [[Kamo-gun (Gifu)|Kamo-gun]], [[Präfektur Gifu]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=31. Juli 1986&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Fujisawa (Kanagawa)|Fujisawa]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
	</entry>
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