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	<title>Chip-RAM und Fast-RAM - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-18T01:51:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chip-RAM_und_Fast-RAM&amp;diff=745893&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;KenzoMogi: Navigationsleiste Commodore ergänzt</title>
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		<updated>2022-02-17T09:37:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Navigationsleiste Commodore ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chip-RAM&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fast-RAM&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind bestimmte [[Random Access Memory|RAM]]-Bereiche im [[Amiga]]-[[Computer]]system von [[Commodore International|Commodore]]. Der [[Chipsatz]] des Amigas kann nur auf das Chip-RAM zugreifen, um daraus unter anderem Video-&amp;amp;nbsp;und Sounddaten zu holen. Für Details siehe [[Original Chip Set]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chip-RAM ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Amiga Original Chipset diagram.svg|mini|400px|Amiga-Hardwarestruktur mit dem speziellen Chipsatz, Chip-RAM und Fast-RAM]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf das Chip-RAM kann neben dem Amiga-Chipsatz ebenfalls der [[Mikroprozessor|Hauptprozessor]] des Amigas zugreifen. Dort können daher auch normale Programme oder Daten gespeichert und abgearbeitet werden. Zum Zugriff werden Prozessorbus und Chipsatzbus synchronisiert und zusammengeschaltet. Daher muss Prozessorseitig beim Zugriff auf den Chipsatz gewartet werden, während beim Zugriff des Prozessors auf andere Speicherbereiche beide Bussysteme getrennt werden, diese Zugriffe daher ungebremst vom Chipsatz erfolgen können (siehe unten). Daher nennt man diese anderen Speicherbereiche auch &amp;#039;&amp;#039;Fast-RAM.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mischfunktion des Chip-RAMs für Programm- und Videodaten ähnelt dem [[Unified Memory Architecture|UMA]]-Prinzip im [[Personal Computer|PC]]-Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hardware]]mäßig ist das Chip-RAM mit [[Dynamisches RAM|dynamischem RAM]] ausgeführt. Die notwendigen Refresh-Zyklen werden –&amp;amp;nbsp;im Gegensatz zu denen des ([[#„Ranger Memory“|echten]]) Fast-RAMs&amp;amp;nbsp;– ebenfalls vom Chipsatz ausgeführt.&lt;br /&gt;
Das Chip-RAM ist bei vielen Amiga-Modellen fest auf der Amiga-Hauptplatine eingelötet, dort also auch nicht steckbar ausgeführt. (Ausnahmen: beim [[Amiga 1000]] sind 256&amp;amp;nbsp;KB eingebaut und weitere 256&amp;amp;nbsp;KB als Speichererweiterung an der Frontklappe einsteckbar; beim [[Amiga 500]] werden 512 KB über eine Steckkarte hinzugefügt; beim [[Amiga 3000]] ist 1 MB gesockelt und beim [[Amiga 4000]] ist es als 72-poliges [[PS/2-SIMM|SIMM]] ausgeführt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Chip-RAM liegt immer ganz am Anfang des Adressbereichs, also ab Speicheradresse $00000000. Zum [[Booten|Boot-Zeitpunkt]] muss beim 68xxx-Prozessor dort das Boot-[[Festwertspeicher|ROM]] liegen, welches daher durch den [[Reset]] dort eingeblendet („gespiegelt“) wird. Es erfolgt allerdings sofort ein Sprung an die eigentlich für das ROM vorgesehene Adresse, wo dann im Zuge der Initialisierung des Systems die Spiegelung des ROMs ab Adresse $00000000 deaktiviert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Größe des adressierbaren Chip-RAMs ist durch den [[Agnus (Amiga)|Agnus-Chip]] des Amiga-Chipsatzes bestimmt:&lt;br /&gt;
* beim [[Original Chip Set|OCS]] bis zu 512 KB;&lt;br /&gt;
* beim [[Enhanced Chip Set|ECS]] bis zu 1 bzw. 2 MB (mit &amp;#039;&amp;#039;Fat Agnus&amp;#039;&amp;#039;);&lt;br /&gt;
* bei [[Advanced Graphics Architecture|AGA/AA]] bis zu 2 MB (mit &amp;#039;&amp;#039;Alice&amp;#039;&amp;#039; statt Agnus).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Amiga-Modelle (A500(+), A600, A1200, CDTV, CD32) wurden von Commodore werksseitig ausschließlich mit Chip-RAM ausgestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Timing des Chip-RAMs ist komplett durch die Video-Funktionalität und deren TV-Kompatibilität bestimmt. Damit gibt es auch signifikante Unterschiede der Daten für die [[Phase Alternating Line|PAL]]- und [[National Television Systems Committee|NTSC]]-Versionen der Chips und der mit ihnen ausgestatteten Amiga-Modelle. Insbesondere der [[Agnus (Amiga)|Agnus]]-Chip mit seinen [[Direct Memory Access|DMA]]-Zugriffen auf verschiedene Arten von Daten ist auf ein festes Raster eingerichtet, wie viele Bytes pro Anzeigezeile zu welchem Zeitpunkt für welchen Zweck aus dem Chip-RAM geholt werden müssen. Das führt dazu, dass die Geschwindigkeit nicht einfach durch Takterhöhung des Hauptprozessors gesteigert werden kann, solange dieser auf das Chip-RAM zugreift; dann würde das Video-Timing nicht mehr stimmen. Beschleunigungen wären nur durch komplette, die [[Kompatibilität (Technik)|Rückwärtskompatibilität]] gefährdende Neukonstruktion des Chipsatzes zu erreichen. Entsprechend hat dieser Schritt in der Amiga-Geschichte zu Zeiten von Commodore nicht stattgefunden. Das Chip-RAM wurde so mit der Zeit zu einem ernsthaften [[Performance (Informatik)|Performance]]-Flaschenhals für das ganze Amiga-System. Schon zu Commodore-Zeiten begann aber auch das Zeitalter der einsteckbaren [[Grafikkarte]]n, die solche Beschränkungen nicht kennen und wesentlich mehr Auflösungen und Farbtiefen generieren konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fast-RAM ==&lt;br /&gt;
Neben dem Chip-RAM kann es im Amiga-System außerdem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fast-RAM&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; geben, auf das ausschließlich der Hauptprozessor zugreifen kann, nicht jedoch der Chipsatz. Hier kann der Prozessor seine Geschwindigkeit ungebremst ausspielen. Das Betriebssystem [[AmigaOS]] legt Programme daher bei Vorhandensein von Fast-RAM vorzugsweise in diesen Bereich. Erst wenn das Fast-RAM erschöpft ist, wird auf Chip-RAM als Programm- und Datenspeicher zurückgegriffen. So bleibt der (geringe) Chip-RAM weitgehend für Video- und Sound-Daten frei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt mehrere verschiedene Arten von Fast-RAM (mit absteigender Geschwindigkeit):&lt;br /&gt;
* 32 Bit:&lt;br /&gt;
** Es ist auf einer Prozessor-Steckkarte ([[Turbokarte]]) angeordnet (soweit vorhanden) und direkt und optimal schnell an den lokalen Bus dieses Prozessors angebunden.&lt;br /&gt;
** Es steckt in Sockeln auf der Hauptplatine des Rechners (nur bei den größeren Modellen der [[Amiga 3000|A3000]]- und [[Amiga 4000|A4000]]-Serie). Der RAM-Controller Ramsey bindet den Speicher mit der Geschwindigkeit des ursprünglichen Prozessors an.&lt;br /&gt;
** Beim [[Amiga 1200]] können bis zu 8 MB Fast-RAM über eine Erweiterungskarte im unteren Schacht hinzugefügt werden.&lt;br /&gt;
** Es ist über eine 32-Bit-[[Zorro-Bus|Zorro]]-III-Erweiterungs[[steckkarte]] angebunden (A3000/T, A4000/T), auf die eine 32-Bit-CPU mit voller Busbreite aber evtl. nur reduzierter Geschwindigkeit zugreifen kann.&lt;br /&gt;
* 16 Bit:&lt;br /&gt;
** Bis zu 1 MB Fast-RAM sind beim ersten Amiga 2000&amp;#039;&amp;#039;A&amp;#039;&amp;#039; über eine Karte im Prozessorslot angebunden.&lt;br /&gt;
** Es ist über eine 16-Bit-Zorro-II-Erweiterungssteckkarte (A2000, auch A3000, A4000) eingebunden (max. 8 MB). &amp;lt;!--Durch diverse Pufferbausteine erfolgt eine gewisse Verzögerung, so dass solches RAM nicht unbedingt die volle Geschwindigkeit erreicht. --&amp;gt;RAM auf Zorro-II-Karten kann von Prozessoren mit 32-Bit-Datenbus im A3000 und A4000 nur mit 16-Bit-Zugriffen erreicht werden, wodurch nur geringe Geschwindigkeit erreicht wird. Sinnvoller ist eine Zorro III-Karte, die auch 32-Bit-Zugriffe erlaubt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--*Es ist auf einer speziellen RAM-Erweiterungskarte (z.&amp;amp;nbsp;B. im [[Amiga 500|A500]]) angeordnet. Hier kann es wieder die volle Geschwindigkeit entfalten.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Es ist beim [[Amiga 600]] oder Amiga 1200 auf einer [[PCMCIA]]-Steckkarte angeordnet. Diese Schnittstelle ist nur 16 Bit breit, so dass solches RAM beim A1200 nicht die volle Geschwindigkeit erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hardwaremäßig liegt das Fast-RAM bei sehr verschiedenen Speicheradressen, je nach Modell, Erweiterungsart (s. o.) und Prozessorgröße. Am Zorro-Bus wird seine Adresslage sogar dynamisch zum Boot-Zeitpunkt konfiguriert, so dass man auch mehrere RAM-Karten parallel in Zorro-Slots stecken kann. Das Betriebssystem ist flexibel genug, um all diese möglichen Konfigurationen korrekt berücksichtigen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== {{Anker|Ranger Memory}} „Ranger Memory“ ==&lt;br /&gt;
Neben Fast-RAM und Chip-RAM gibt es noch eine dritte Art von Speicher&amp;amp;nbsp;– gelegentlich &amp;#039;&amp;#039;Ranger Memory&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;unechtes Fast-RAM&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Slow RAM&amp;#039;&amp;#039; genannt. Er befindet sich auf Speichererweiterungskarten für den internen Erweiterungsplatz im Boden des A500 bzw. auf dem Mainboard des A2000. Dieser Speicher wird wie das Chip-RAM über den Chipsatz angesteuert und aufgefrischt, kann von diesem jedoch nicht selbst adressiert werden (die Register des ursprünglichen Agnus wurden nicht erweitert). Als kostengünstig herzustellende Speichererweiterung –&amp;amp;nbsp;sie enthält praktisch nur die Speicherbausteine und benötigt keine wesentlichen zusätzlichen Bauteile wie eine [[Zorro-Bus|Zorro]]-Speichererweiterung&amp;amp;nbsp;– vereint es die Nachteile von Fast-RAM und Chip-RAM&amp;amp;nbsp;– es findet keine Erweiterung des Chipsatz-Speichers für Video-&amp;amp;nbsp;und Sound-Daten statt, trotzdem werden die Speicherzugriffe des Prozessors wie die auf Chip-RAM vom Chipsatz ausgebremst. Allerdings ist der Geschwindigkeitsunterschied zwischen Chip-&amp;amp;nbsp;und echtem Fast-RAM beim A500 mit seinem mit knapp acht Megahertz getakteten Standard-68000 zwar spürbar, aber meistens nicht sehr groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Amiga ROM Kernel Manual: Libraries.&amp;#039;&amp;#039; ISBN 0-201-56774-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Commodore}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:ChipRAM und FastRAM}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Speicherbaustein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Amiga]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;KenzoMogi</name></author>
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