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	<title>Chillen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T07:02:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chillen&amp;diff=101402&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-11-14T02:31:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chillen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[Englische Sprache|englisch]] &amp;#039;&amp;#039;chill&amp;#039;&amp;#039; für „kühlen, abkühlen“; im amerikanischen [[Jargon|Slang]] auch für „sich beruhigen, sich entspannen, rumhängen, abhängen“) ist ein aus dem englischen Sprachgebrauch übernommener Begriff der Jugendsprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;chillen&amp;#039;&amp;#039; kam erstmals gegen Ende der 1980er Jahre in der [[Techno]]-Szene auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jannis Androutsopoulos |Titel=… und jetzt gehe ich chillen: Jugend- und Szenesprachen als lexikalische Erneuerungsquellen des Standards |Sammelwerk=Standardvariation |Verlag=Walter de Gruyter |Datum=2005-01-17 |ISBN=978-3-11-018256-9 |DOI=10.1515/9783110193985.171 |Seiten=171 |Online=https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/9783110193985.171/html |Abruf=2022-07-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Yağmur Mengilli |url=https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/jugend-und-protest-2021/340352/chillen-als-jugendkulturelle-protest-praxis/ |titel=Chillen als jugendkulturelle (Protest-)Praxis?! |werk=Aus Politik und Zeitgeschichte |hrsg=Bundeszentrale für politische Bildung |datum=2021-09-17 |sprache=de |abruf=2022-07-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wurde im Zusammenhang mit [[Chill-Out-Zone|Chill-Out-Räumen]] oder dem Chill-Out, also Möglichkeit des Runterkommens nach einer durchtanzten Nacht, verwendet und bezeichnete den Zustand fauler Geselligkeit auf oder nach einer Party und das Sich-Zurückziehen nach wildem Tanzen, um Kräfte zu sammeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Etwa zur selben Zeit wurde Chillen auch als ein zentraler Bestandteil von Events in der [[Hip-Hop]]-Szene ausgemacht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ronald Hitzler |Titel=Leben in Szenen : Formen jugendlicher Vergemeinschaftung heute |Auflage=3., überarb. Aufl |Verlag=VS Verlag für Sozialwissenschaften |Ort=Wiesbaden |Datum=2008 |ISBN=3-531-15743-4 |Seiten=86 |Online= |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2003 nahm der [[Duden]] den Begriff in sein Fremdwörterbuch auf und erklärte ihn folgendermaßen: „dem Nichtstun frönen; faulenzen; sich ausruhen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Im Verlauf der Zeit erhielten diese Übersetzungen bzw. Bedeutungen im englischsprachigen Raum einen Bedeutungswandel von „(ab)kühlen“ zu „sich entspannen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenwärtig liefern die [[Massenmedien]] Anzeichen dafür, dass der Begriff beginnt in die altersunabhängige [[Umgangssprache]] einzugehen, ohne dabei vom ursprünglichen Nutzerkreis zu verschwinden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebrauch ==&lt;br /&gt;
=== Bedeutung ===&lt;br /&gt;
In mehreren Jugendstudien wurde auf die unterschiedliche Verständnisse junger Menschen von Praktiken des Chillens aufmerksam gemacht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Einerseits wird das Chillen als Nichtstun mit Passivität und Rückzug ins Zuhause verbunden, andererseits mit Vergemeinschaftung im öffentlichen Raum.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter Cloos, Stefan Köngeter, Burkhard Müller, Werner Thole |Titel=Die Pädagogik der Kinder- und Jugendarbeit |Verlag=VS Verlag für Sozialwissenschaften |Ort=Wiesbaden |Datum=2009 |ISBN=978-3-531-16597-4 |DOI=10.1007/978-3-531-91557-9 |Seiten=21 |Online=https://link.springer.com/10.1007/978-3-531-91557-9 |Abruf=2022-07-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird als Bestandteil der Abgrenzung der Jugendkultur eingeordnet, so zeigt es einerseits Unverfügbarkeit für externe Anforderungen,  andererseits Verfügbarkeit für Vergemeinschaftung und ungeplante Erlebnisse mit Gleichgesinnten an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Yağmur Mengilli |Titel=Chillen, abhängen, sitzen in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit |Sammelwerk=Handbuch Offene Kinder- und Jugendarbeit |Verlag=Springer Fachmedien |Ort=Wiesbaden |Datum=2021 |ISBN=978-3-658-22563-6 |DOI=10.1007/978-3-658-22563-6_108 |Seiten=1373–1378 |Online= |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Variationen ===&lt;br /&gt;
Mit der Zeit entwickelten sich diverse Variationen des Begriffs &amp;#039;&amp;#039;chillen&amp;#039;&amp;#039;, wie zum Beispiel „chillig“, „Chiller“, „gechillt“ oder „Chillaui“. „Chillen“ hat sich mittlerweile auch allgemeiner für Tätigkeiten eingebürgert, die meistens entspannend, passiv und mit Genuss verbunden sind („auf dem Sofa chillen, chillen und snacken“, „relaxen“; der Begriff ist auch als [[Kofferwort]] „chillaxen“ zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.urbandictionary.com/define.php?term=chillaxen Urban Dictionary], {{Webarchiv|url=http://www.troyal.de/tools/slangfuehrer440/chillaxen.html |wayback=20090610192218 |text=Slangführer }}&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stark etabliert ist auch die Aufforderung &amp;#039;&amp;#039;chill (dich) mal!&amp;#039;&amp;#039;, was so viel heißt wie „entspann dich“ oder „reg dich nicht auf“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nils Bahlo, Tabea Becker, Zeynep Kalkavan-Aydın, Netaya Lotze, Konstanze Marx |Titel=Jugendsprache eine Einführung |Auflage=[1. Auflage] |Ort=Berlin |Datum=2019 |ISBN=978-3-476-04766-3 |Online= |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Chüün“ kam bei der Auswahl zum [[Wort des Jahres (Österreich)|österreichischen Jugendwort]] des Jahres 2013 auf Platz 3.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://steiermark.orf.at/news/stories/2618700/ &amp;#039;&amp;#039;„Frankschämen“ ist Wort des Jahres 2013.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;steiermark.orf.at&amp;#039;&amp;#039;, 5. Dezember 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Verbreitung dieser Schreibweise haben 2011 die Liedtitel zweier oberösterreichischer Musikgruppen beigetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Rastfahnda: [https://www.youtube.com/watch?v=1D_OxIYcBz4 Grüün, Chüün, Bierli Küühn] („Grillen, Chillen, Bierchen kühlen“), Live-Premiere am 29. Jänner 2011 in der Spinnerei Traun, Youtube, Hochgeladen am 30. Jänner 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Trackshittaz]]: [https://www.youtube.com/watch?v=VCXblJLsDPw Oida Chüüü] („Alter, chille“), Youtube, 30. Oktober 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Daneben existiert die Schreibweise „tschün“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chill-out ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Chill-out (Musik)}}&lt;br /&gt;
In vielen [[Diskothek]]en und insbesondere in [[Techno-Club]]s gibt es sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Chill-out-Zonen&amp;#039;&amp;#039; (im Englischen auch: &amp;#039;&amp;#039;chillout rooms&amp;#039;&amp;#039;),&amp;lt;ref name=&amp;quot;chillout_room&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Marc McNeill, Ken Parsons |Hrsg=S.A. Robertson |Titel=Heat Stress in Night-Clubs |Sammelwerk=Contemporary Ergonomics 1996 |Verlag=[[Taylor &amp;amp; Francis]] |Datum=1996-04-09 |ISBN=978-0748405497 |Seiten=211 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in denen sich erschöpfte [[Tanz#Tänzer|Tänzer]] entspannen können, häufig begleitet von [[Chill-out (Musik)|Chill-out Musik]], wie beispielsweise [[Trance (Musik)|Trance]]-, [[Ambient]]-, [[Dub]]- oder [[Lounge-Musik]]. Auch auf [[Rave]]s oder in Clubs gibt es einen Raum, in dem ruhige Musik gespielt wird. Dort kann man von hartem [[Techno]] pausieren. In Chill-outs werden bisweilen auch Obst oder spezielle Getränke serviert, um die Regeneration zu fördern. Den Begriff „Chill Out“ soll erstmals die Gruppe &amp;#039;&amp;#039;[[The KLF]]&amp;#039;&amp;#039; 1990 durch ihr [[Klangcollage|Sound-Collage]]-Album &amp;#039;&amp;#039;[[Chill Out]]&amp;#039;&amp;#039; in die Szene eingeführt haben. Eine nachgeprüfte Herkunft ist jedoch nicht vorhanden.[[Datei:Ultraschall Club Munich 2001 17.jpg|mini|Chillout im Techno-Club [[Ultraschall (Club)|Ultraschall]]]]Ganz allgemein wird mit &amp;#039;&amp;#039;Chill-out&amp;#039;&amp;#039; das Ausklingenlassen einer Veranstaltung bzw. eines Abends bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb der Techno-Szene wurde die Bezeichnung Chill-out insbesondere durch die Musiksendung &amp;#039;&amp;#039;Chill Out Zone&amp;#039;&amp;#039; auf [[MTV]] bekannt. In diesem Zusammenhang entwickelte sie sich zu einer Sammelbezeichnung für ruhige, atmosphärische Musik zwischen [[Ambient]], [[Techno]] und [[Electronica (Musik)|Electronica]].&lt;br /&gt;
Bekannte Künstler dieses Genres sind [[The Orb]], [[Vargo]], [[Thomas Lemmer]], [[Blank &amp;amp; Jones]], [[Ian Pooley]], [[Moby]] und [[Gotan Project]].&lt;br /&gt;
Monatlich erscheinen in Deutschland unter der Bezeichnung DCOC die Deutschen Chill Out Charts&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dcoc.de/single.php Deutsche Chill Out Charts]&amp;lt;/ref&amp;gt; in den Sparten Single, Album und Compilations. Als DJs des Chill-Out-Sound sind unter anderem [[José Padilla (Musiker)|José Padilla]], [[Raphaël Marionneau]] und [[Stéphane Pompougnac]] bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|chillen}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Chillout}}&lt;br /&gt;
* Yağmur Mengilli: [https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/jugend-und-protest-2021/340352/chillen-als-jugendkulturelle-protest-praxis/ Chillen als jugendkulturelle (Protest-)Praxis?!] in [[Bundeszentrale für politische Bildung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Urlaub und Erholung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische Phrase]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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