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	<title>Chilehaus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;UweRohwedder: /* Architektur */ bu präzisiert: es gibt mehr als nur ein treppenhaus!</title>
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		<updated>2025-11-03T10:19:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Architektur: &lt;/span&gt; bu präzisiert: es gibt mehr als nur ein treppenhaus!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Welterbe&lt;br /&gt;
|Name          = Speicherstadt und Kontorhausviertel mit Chilehaus&lt;br /&gt;
|Bild          = [[Datei:Chilehaus Hamburg 1.jpg|250px]]&lt;br /&gt;
|Beschriftung  = Das Chilehaus (Ansicht von Nordosten)&lt;br /&gt;
|Staats-Gebiet = {{Deutschland}}&lt;br /&gt;
|Typ           = Kultur&lt;br /&gt;
|Kriterien     = (iv)&lt;br /&gt;
|Referenz-Nr   = 1467&lt;br /&gt;
|Link          = http://whc.unesco.org/en/list/1467&lt;br /&gt;
|Region        = Europa und Nordamerika&lt;br /&gt;
|Jahr          = 2015&lt;br /&gt;
|Sitzung       = &lt;br /&gt;
|Erweiterung   = &lt;br /&gt;
|Gefährdung    = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Chilehaus Point.jpg|mini|Das Chilehaus von [[Fritz Höger]]]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chilehaus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein von 1922 bis 1924 erbautes [[Kontorhaus]] im [[Hamburg]]er [[Kontorhausviertel]]. Die Architektur von [[Fritz Höger]] war beispielgebend für den [[Backsteinexpressionismus]] der 1920er Jahre, der von [[Backsteingotik]] und [[Expressionismus (Architektur)|Expressionismus]] inspiriert war. Der Bau stellt mit seinen 36.000&amp;amp;nbsp;m² [[Geschossfläche|Bruttogeschossfläche]] und bis zu zehn Stockwerken auf einer Grundfläche von 5950 m² eines der ersten Hamburger Hochhäuser dar. Mit seiner an einen Schiffsbug erinnernden Spitze nach Osten ist es zu einer Ikone des Expressionismus in der Architektur geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 5. Juli 2015 wurde das Kontorhausviertel zusammen mit der Hamburger [[Speicherstadt]] und dem Chilehaus zum [[UNESCO]]-[[Weltkulturerbe]] ernannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.shz.de/hamburg/hamburger-speicherstadt-ist-weltkulturerbe-id10142036.html &amp;#039;&amp;#039;Hamburger Speicherstadt ist Weltkulturerbe&amp;#039;&amp;#039;.] shz.de, 5. Juli 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baugebiet ==&lt;br /&gt;
[[Datei:OSM.Hamburg.Kontorhausviertel.markiert.wmt.png|mini|[[Kontorhausviertel]] mit Chilehaus (rot), [[Sprinkenhof]] (grün), [[Meßberghof]] (blau)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hamburg.Chilehaus.gesamt.luft.wmt.jpg|mini|Chilehaus mit seinen Staffelgeschossen von oben]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Chilehaus (Hamburg-Altstadt).Detail.2.ajb.jpg|mini|Detail der Staffelgeschosse]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hamburg-Chilehaus–msu- Kopie.jpg|mini|Innenhof / Fischertwiete]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Chilehaus-hamburg-treppenhaus-by-abendfarben.webp|mini|Eines von mehreren Treppenhäusern im Chilehaus]]&lt;br /&gt;
Die südliche [[Hamburg-Altstadt|Hamburger Altstadt]] war vom [[Hamburger Brand|großen Brand von 1842]] verschont geblieben. Abgesehen vom Zuschütten des [[Reichenstraßenfleet]]s zur Schaffung einer Verkehrsachse zwischen dem Rathaus und dem 1842 eröffneten [[Hamburg Berliner Bahnhof|Berliner Bahnhof]] wurden kaum strukturelle Änderungen vorgenommen. Das [[Gängeviertel (Hamburg)|Gängeviertel]] war in mittelalterlichen Strukturen kleinteilig parzelliert. Das Baugelände des Chilehauses war 1868 mit 69 Gebäuden bebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bau der [[Speicherstadt]] südlich des heutigen [[Zollkanal]]s machte die Umsiedlung von 20.000 Einwohnern notwendig, von denen ein Teil im Gängeviertel Unterkunft fand. Ende des 19. Jahrhunderts entstanden einige kleinere Geschäftshäuser, 1886 mit dem [[Dovenhof]] auch das erste [[Kontorhaus]] in Hamburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst infolge der [[Choleraepidemie von 1892]] wurde die Notwendigkeit zur Sanierung und Neugliederung des Gebietes drängender. Mit der Sanierung dieses Gebiets wurde aber erst nach weiteren zwanzig Jahren konkret begonnen. Die Planungen wurden maßgeblich von dem Hamburger Oberbaudirektor [[Fritz Schumacher]] beeinflusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine grobe Planskizze von 1912 zeigt im Gebiet zwischen [[Steinstraße (Hamburg)|Steinstraße]] im Norden, [[Meßberg]] und &amp;#039;&amp;#039;Hopfensack&amp;#039;&amp;#039; im Süden, &amp;#039;&amp;#039;Kattrepel&amp;#039;&amp;#039; im Westen und &amp;#039;&amp;#039;Johanniswall&amp;#039;&amp;#039; im Osten, dem späteren [[Kontorhausviertel]], mit der &amp;#039;&amp;#039;Burchardstraße&amp;#039;&amp;#039; eine neue diagonale Achse, die die nordsüdliche verlaufende &amp;#039;&amp;#039;Mohlenhofstraße&amp;#039;&amp;#039; etwa am &amp;#039;&amp;#039;Burchardplatz&amp;#039;&amp;#039; schneidet, der noch nicht skizziert wurde. Für die Bebauung waren große Blockbebauungen vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eigentliche Baugrundstück, von &amp;#039;&amp;#039;Niedernstraße&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Burchardstraße&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Pumpen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Klingberg&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Depenau&amp;#039;&amp;#039; umgrenzt und von der &amp;#039;&amp;#039;Fischertwiete&amp;#039;&amp;#039; durchschnitten, war 5.950 m² groß. Die Fischertwiete führt auf den Meßberg, der seit dem Mittelalter als Gemüsemarkt diente. In der Achse der Fischertwiete lag die Wandrahmsbrücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ankauf der Grundstücke durch die Stadt erfolgte 1913, der im folgenden Jahr ausgeschriebene Wettbewerb ging noch von einer teilweisen Wohnnutzung aus. Der prämierte Entwurf von [[Distel &amp;amp; Grubitz]] sah noch eine getrennte Bebauung der beiden Grundstücksteile vor, allerdings hatten einzelne andere Entwürfe eine Überbauung der Fischertwiete vorgeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Klingberg befindet sich die 1906–1908 von [[Albert Erbe]] in einem barockisierenden Stil erbaute [[Kontorhausviertel#Polizeiwache am Klingberg|Polizeiwache am Klingberg]]. Sie wird vollständig vom Chilehaus umklammert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Baugrundstück wurde im Oktober 1921 vom Bauherrn [[Henry B. Sloman (Unternehmer)|Henry B. Sloman]] ersteigert. Sloman war Unternehmer, dessen Vermögen aus Abbau und Handel mit [[Chilesalpeter]] stammte. 1912 galt er mit einem Vermögen von 60 Millionen Mark als eine der reichsten Personen in Hamburg.&amp;lt;ref&amp;gt;M. F. Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Das Chilehaus in Hamburg. Architektur und Vision.&amp;#039;&amp;#039;, S. 21f., zitiert ein &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch für Millionäre&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Sloman war mit der gleichnamigen Reederfamilie weitläufig verwandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg war es üblich, den Kontorhäusern Namen zu geben. Da die Reederei [[Rob. M. Sloman]] bereits ihr 1908–1910 erbautes Kontorhaus am Baumwall [[Slomanhaus]] genannt hatte, entschloss sich Henry B. Sloman, seinem Haus in Erinnerung an seine 32-jährige Tätigkeit in Südamerika den Namen „Chilehaus“ zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Architekt ==&lt;br /&gt;
Sloman ließ sich von mehreren Architekten Entwürfe ausarbeiten. Die Entwürfe der [[Hans und Oskar Gerson|Gebrüder Gerson]] sind nicht überliefert, diese realisierten wenig später den benachbarten [[Meßberghof]] und zusammen mit [[Fritz Höger]] den [[Sprinkenhof]], beide in unmittelbarer Nachbarschaft zum Chilehaus. Von Puls &amp;amp; Richter liegen Entwürfe vor, die ebenfalls eine Überbauung der Fischertwiete zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fritz Höger, der sich durch seine Bauten an der [[Mönckebergstraße]] – Rappolt- und Klöpperhaus – qualifiziert hatte, erhielt den Auftrag. Der erste Entwurf in der Bauakte der Stadt, datiert vom 19. Januar 1922, zeigt aber nur Teilaspekte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die vom Bauherrn gewünschte Gesamtfläche zu erreichen, musste das Haus neun bis zehn Stockwerke hoch werden. Um den massigen Gesamteindruck dieses „Hochhauses“ abzumildern wählte Höger eine Ausführung der oberen Stockwerke als [[Staffelgeschoss]]e. Die Entwicklung wurde von der neu eingesetzten &amp;#039;&amp;#039;Baupflegekommission&amp;#039;&amp;#039; mit beeinflusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baubeginn fand am 14. Mai 1922 statt, die Übergabe an den Bauherrn erfolgte im Februar 1924. Die Planungen wurden immer weiter verfeinert und ergänzt, auch nachdem mit dem Bau bereits begonnen wurde. Frühe Entwurfszeichnungen gingen bereits im Sommer 1922 in einen ersten Vermietungsprospekt ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die charakteristische Spitze wurde immer wieder umgeplant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der breiteren Öffentlichkeit wurde der Bau durch die Präsentation eines Holzmodells auf der ersten „Überseewoche“ im August 1922, veranstaltet durch den [[Überseeclub]], vorgestellt. Die Hamburger Ortsgruppe des [[Deutscher Werkbund|Deutschen Werkbundes]] zeigte Arbeiten in einem eigenen Pavillon, darunter auch ein Holzmodell des Chilehauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Architektur ==&lt;br /&gt;
Der Untergrund war durch seine Nähe zum Zollkanal, und damit auch zur Elbe, weich. Das Grundstück liegt auf der Grenze zwischen Geest und Marsch und fällt nach Süden und Osten um jeweils zwei Meter ab. Dieser Höhenunterschied wurde in den Sockelgeschossen aufgefangen. Für den Bau wurden bis zu 16&amp;amp;nbsp;m lange Eisenbetonpfähle mit einer Gesamtlänge von 18.000&amp;amp;nbsp;m verbaut. Die Nähe der Elbe machte eine besondere Abdichtung der Keller notwendig, der Heizungsraum wurde als beweglicher &amp;#039;&amp;#039;[[Caisson]]&amp;#039;&amp;#039; ausgeführt, der bei Springfluten aufschwimmen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum verwendeten &amp;#039;&amp;#039;[[Bockhorn (Friesland)|Bockhorner]] Klinker&amp;#039;&amp;#039; schreibt Höger: „Erwähnt sei noch, daß ich für die Fronten des Chilehauses ausgerechnet Ausschußklinker wählte, die sonst normalerweise allenfalls für Schweinställe, Fußböden-Pflasterungen gut genug gehalten würden. Mir aber waren diese deformierten Brocken für meinen Riesenbau gerade so gut, nur durch ihre natürliche Knupperigkeit, so wie sie durch höchste Feuersglut wurden, waren sie mir lieb, nur ihnen verdanke ich einen Großteil der Wirkung des Riesenbaus, durch sie erhielt der Bau seine Beschwingtheit und nahm dem Riesen seine Erdenschwere.“ Dies bedeutet in Hinblick auf die kurze Bauzeit und die benötigte Ziegelanzahl aber keineswegs, dass Ausschuss verwendet wurde, allenfalls hat man nach einer solchen Vorlage Klinker herstellen lassen. Ohnehin soll der Klinker bereits durch Sloman lange vor Beauftragung von Höger bevorratet worden sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Christian Schütt: Chronik Hamburg. Gütersloh/München 1997². S. 426.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gleiche Klinker sind offenbar auch beim Bau der [[Oberhafenkantine]] verwendet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ruhigen Flächen zwischen den Fenstern wurden im märkischen Verband (zwei Läufer, ein Binder) gemauert. Die [[Lisene]]n, kräftig ausgearbeitete senkrechte Streifen zwischen den Fenstern bestehen aus jeweils zwei Ziegeln, die im Winkel von 45° gemauert sind und alle sieben Lagen gerade mit der Mauer verankert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am keramischen Wandschmuck der Fassade und auch der Treppenhäuser war der Bildhauer [[Richard Kuöhl]] maßgeblich beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem nachgelassenen Aufsatz berichtet Höger von 17 Senatsanträgen zum Bau, unter anderem auch für die Überbauung der öffentlichen Straße &amp;#039;&amp;#039;Fischertwiete&amp;#039;&amp;#039;. Seine Entwürfe fanden zunächst beim Bauherrn und der &amp;#039;&amp;#039;Fassadenkommission&amp;#039;&amp;#039; wenig Gefallen, da der monumentale Bau 2.800 gleiche Fenster aufwies und Langeweile befürchtet wurde. Zur Auflockerung der Dachkonstruktion wurde als neue Lösung mit [[Geschoss (Architektur)#Staffelgeschoss|Staffelgeschossen]] gearbeitet, die dem Bauherrn als zu neumodisch erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Baukosten konnten –&amp;amp;nbsp;bedingt durch die Inflation und die anschließende Währungsumstellung&amp;amp;nbsp;– bei der Fertigstellung 1924 nur geschätzt werden, und zwar auf rund 10&amp;amp;nbsp;Millionen [[Reichsmark]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Haus ließen sich viele kleine Import- und Exportfirmen nieder, die jeweils nur wenige Räume benötigten, um ihrem Gewerbe nachgehen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der Spitze des Sockelgeschosses erhebt sich ein [[Andenkondor]] als Symbol für Chile.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Pablo de la Riestra]]: &amp;#039;&amp;#039;Hamburg. Architektur einer weltoffenen Stadt&amp;#039;&amp;#039;, Michael Imhof Verlag 2008, S. 98–99.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
   Chilehaus (Hamburg-Altstadt).Tafel.1.29133.ajb.jpg|Tafel des Tafelprogramms Hamburg am Chilehaus in Hamburg-Altstadt&lt;br /&gt;
   Hamburg.Chilehaus.Spitze.plastiken.wmt.jpg|Plastiken an der Spitze&lt;br /&gt;
   Chilehaus (Hamburg-Altstadt).Bauschmuck.Kuöhl.Detail.29133.ajb.jpg|Kondor, Wappentier an der Bugspitze&lt;br /&gt;
   Chile Haus (innenhof) - panoramio.jpg|Chilehaus: überbaute Fischertwiete. Verbunden wurden so Block A mit Block B des Chilehauses&lt;br /&gt;
   Hamburg Chilehaus Fischertwiete.jpg|Südseite mit Durchblick Fischertwiete&lt;br /&gt;
   Chilehaus (Hamburg-Altstadt).Stolperstein Hannchen Hinsch.Lage.29133.ajb.jpg|Kontorhaus Chilehaus in Hamburg-Altstadt, Lage des Stolpersteins für Hannchen Hinsch&lt;br /&gt;
   Hamburg.Chilehaus.Fischertwiete.wmt.jpg|Fischertwiete&lt;br /&gt;
   Hamburg.Chilehaus.Fassade.Fischertwiete.wmt.jpg|Fassaden-Details in der Fischertwiete&lt;br /&gt;
   Chilehaus2.wmt.jpg|Fassade an den Pumpen&lt;br /&gt;
   Hamburg.Chilehaus.Fassade.standard.wmt.jpg|Standard-Fassade mit Lisenen&lt;br /&gt;
   Hamburg.Chilehaus.Fassade.Torweg.wmt.jpg|Klinkerdetail am Torweg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Chilehaus.mi04740d13a.jpg|mini|hochkant|Ostspitze Pumpen/Burchardstraße Foto von Carl Dransfeld]]&lt;br /&gt;
Schon kurz vor seiner Übergabe an den Bauherrn wurde das Chilehaus vielfach weltweit abgebildet. Dazu trug vor allem die exzellente Architekturfotografie von Högers „Hausfotografen“ [[Carl Dransfeld|Carl und Adolf Dransfeld]] aus Hamburg-Winterhude vom März 1924 bei. In ihrem spektakulärsten Foto inszenierten sie durch Einsatz eines Spezialobjektivs dramatisch die Ostspitze des Gebäudes und bildeten sie aus extremer Untersicht ab.&amp;lt;ref&amp;gt;M. F. Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Das Chilehaus in Hamburg. Architektur und Vision.&amp;#039;&amp;#039;, S. 48, Abbildung&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Chilehaus wurde so zum am meisten abgebildeten deutschen Architekturmotiv der 1920er Jahre, das auch von sehr vielen Künstlern in eigenen Werken verarbeitet wurde. Auch das deutsche Tourismusgewerbe setzte es als Sympathieträger im Ausland ein. Die meisten der euphorischen Berichte über das Kontorhaus basierten allein auf den Fotos der Gebrüder Dransfeld. Diese Eindrücke waren viel spektakulärer, als es die tägliche Ansicht des Originals vermittelte. Jedoch hat allein die Darstellung der Gebrüder Dransfeld die Sicht auf das Chilehaus über Jahrzehnte hinweg geprägt, wie der ehemalige Leiter der Hamburger Denkmalpflege, [[Manfred F. Fischer]], nachweist: „Nicht das Chilehaus als Architektur, sondern das Photo von ihm hatte Kunstgeschichte geschrieben. Die erfundene Wirklichkeit war stärker als die Realität.“&amp;lt;ref&amp;gt;M. F. Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Das Chilehaus in Hamburg. Architektur und Vision.&amp;#039;&amp;#039;, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Chilehaus wurde zum Hauptwerk seines Architekten Fritz Höger. Mitten in der [[Inflationszeit]] begonnen, wurde es zum Ausdruck des Aufbauwillens der Hamburger Wirtschaft nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Höger gewann an Ansehen und erhielt etliche Folgeaufträge, unter anderem in der unmittelbaren Nachbarschaft, dem [[Sprinkenhof]]. Er äußert sich in der Folge oft und gern zum Bau und den Umfeldbedingungen. Fischer führt in seiner Einleitung aus:&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Kaum ein Künstler ist bei der Selbstinterpretation so sehr Opfer seiner eigenen Sagen und Mythen geworden wie Fritz Höger. Keiner hat so viel dazu beigetragen, die Spuren zu vernebeln durch großmäuliges Verbreiten von Märchen, durch bramabarsierende Geschwätzigkeit und anbiederndes Selbstlob. … Die Fülle der Quellen bewirkt also gerade das Gegenteil von Erkenntnis, wenn man sie unkritisch benutzt.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;M. F. Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Das Chilehaus in Hamburg. Architektur und Vision.&amp;#039;&amp;#039; Einleitung&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1999 wurde das seit 1983 unter [[Denkmalschutz]] stehende Gebäude auf die [[Welterbe in Deutschland#Aktuelle Welterbekandidaten|Nominierungsliste]] (&amp;#039;&amp;#039;Tentative List&amp;#039;&amp;#039;) für das [[UNESCO-Welterbe]] gesetzt. Im Jahr 2015 wurde das Ensemble „[[Speicherstadt und Kontorhausviertel mit Chilehaus]]“ in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Von 1991 bis 1993 wurde das Chilehaus aufwendig nach Plänen des Hamburger Architekten Dieter Krüger saniert.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbara Weidle: &amp;#039;&amp;#039;Eine stille Oase, versteckt im Regierungsviertel: Die Bundesgeschäftsstelle des Deutschen Beamtenbundes von Dieter Krüger&amp;#039;&amp;#039; (= [[Andreas Denk]], Barbara Weidle (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Neues Bauen in Bonn&amp;#039;&amp;#039;, Bonn 1995–1996 [Teil 2, Folge 5]). In: &amp;#039;&amp;#039;[[General-Anzeiger (Bonn)|General-Anzeiger]]&amp;#039;&amp;#039;, 4. September 1996 ([https://www.genios.de/searchResult/Alle?requestText=%22Eine+stille+Oase%2C+versteckt+im+Regierungsviertel%22 genios.de])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schriftsteller [[Michael Kleeberg]] liefert in seinem Roman &amp;#039;&amp;#039;Vaterjahre&amp;#039;&amp;#039; eine mehrseitige Beschreibung und Wertschätzung des Chilehauses.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Kleeberg: &amp;#039;&amp;#039;Vaterjahre&amp;#039;&amp;#039;. Deutsche Verlagsanstalt, München 2014, S. 209–11&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigentümer ==&lt;br /&gt;
Das Chilehaus war bis Mitte der 1980er Jahre im Besitz der Familie Sloman. 1990 erwarb der schwedische Privatinvestor T. Karlsten das Gebäude. Es ist heute im Besitz des Immobilienfonds der &amp;#039;&amp;#039;[[Union Investment|Union Investment Real Estate GmbH]]&amp;#039;&amp;#039; (ehemals &amp;#039;&amp;#039;DIFA Deutsche Immobilien Fonds AG&amp;#039;&amp;#039;). Im Erdgeschoss befinden sich seit Oktober 2001 ein [[Manufactum]] Warenhaus.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.manufactum.de/manufactum-chilehaus-hamburg-c-40/ &amp;#039;&amp;#039;Manufactum in Hamburg&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 30. März 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; und eine Niederlassung des Klavierhauses [[C. Bechstein]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bechstein.com/centren/hamburg/startseite/ &amp;#039;&amp;#039;C. Bechstein Centrum Hamburg&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 25. April 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kontorhäuser in Hamburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Herman Sörgel|Herman Soergel]]: &amp;#039;&amp;#039;Das neue Hamburger Chilehaus&amp;#039;&amp;#039;. In: Dekorative Kunst, illustrierte Zeitschrift für angewandte Kunst, Band 33 = Jg. 28. 1924/25, S. 56–70 ([http://daten.digitale-sammlungen.de/0008/bsb00087599/images/index.html?id=00087599&amp;amp;groesser=&amp;amp;fip=yztseayawewqwxdsydeayaww&amp;amp;no=123&amp;amp;seite=74 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Harald Busch]], [[Ricardo Sloman|Ricardo Frederico Sloman]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Chilehaus in Hamburg. Sein Bauherr und sein Architekt. Festschrift aus Anlass des 50jährigen Bestehens 1924–1974.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Friedrich Wilhelm Sloman u. Hans Jürgen Sloman im Auftrag der [[GbR]] „Chilehaus-Verwaltung“. Christians, Hamburg 1974, ISBN 3-7672-0297-2.&lt;br /&gt;
* [[Manfred F. Fischer]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Chilehaus in Hamburg. Architektur und Vision.&amp;#039;&amp;#039; Mit 28 Bildtafeln von Klaus Frahm, Gebr. Mann Verlag, Berlin 1999, ISBN 3-7861-2299-7.&lt;br /&gt;
* Claudia Turtenwald (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Fritz Höger (1877–1949). Moderne Monumente.&amp;#039;&amp;#039; – Katalog zur Ausstellung „Fritz Höger – Architekt des Chilehauses. Moderne Monumente.“ im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg vom 28. September bis 16. November 2003. – Dölling und Galitz Verlag, Hamburg 2003, ISBN 3-935549-56-3.&amp;lt;!-- der titel gehört m.e. in den höger-artikel, aber nicht hierher, auch wenn das chilehaus dort mitverhandelt wird, ggf. als einzelnachweis verwendbar --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Katharina Sommer: &amp;#039;&amp;#039;Chilehaus&amp;#039;&amp;#039;. In: Bauhaus Kooperation Berlin, Dessau, Weimar: &amp;#039;&amp;#039;Bauhaus 100 Orte der Moderne: eine Grand Tour&amp;#039;&amp;#039;. Hatje Cantz, Berlin 2019, ISBN 978-3-7757-4613-7, S. 44–47.&amp;lt;!-- auch dieser titel taugt ggf. als einzelnachweis, aber gemäß [[WP:LIT#Auswahl]] nicht in die literaturliste! --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Michael Batz: &amp;#039;&amp;#039;ChilehausStory: 100 Jahre einer Hamburger Legende&amp;#039;&amp;#039;. Dölling und Galitz Verlag, Hamburg 2024, ISBN 978-3-96060-702-1.&lt;br /&gt;
* Christoph Schulz-Mons: &amp;#039;&amp;#039;Ein Rundgang um das Chilehaus. hamburger bauheft 47,&amp;#039;&amp;#039; Schaff-Verlag, Hamburg 2024, ISBN 978-3-944405-74-2.&lt;br /&gt;
* Irmelin Sloman: &amp;#039;&amp;#039;Die Chilehaus-Saga. Vom Salpeterhandel zum Weltkulturerbe&amp;#039;&amp;#039;, [[Koehlers Verlagsgesellschaft|Koehler]], Hamburg 2024, ISBN 978-3-7822-1551-0.&lt;br /&gt;
* Isabel Arends: &amp;#039;&amp;#039;Im Licht des silbernen Kondors. Erzählungen,&amp;#039;&amp;#039; [[KJM Buchverlag]], Hamburg 2024, ISBN 978-3-96194-232-9.&amp;lt;!-- enzyklopädische relevanz fraglich - nicht alles was im jubiläumsjahr erscheint muss hier erwähnt werden! --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Weblink Welterbe |Nummer=1467}}&lt;br /&gt;
* {{archINFORM|projekte|1109}}&lt;br /&gt;
* [http://www.chilehaus.de/ www.chilehaus.de] Offizielle Website&lt;br /&gt;
* Fotos von [https://abendfarben.com/mit-anderen-augen-das-chilehaus/ Treppenhäusern im Chilehaus]. Abgerufen am 28. Juni 2018&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Welterbe Deutschland}}&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=53/32/53/N|EW=10/0/06/E|type=landmark|region=DE-HH}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4570640-2|LCCN=sh/00/000494|VIAF=245834965}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kontorhaus in Hamburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochhaus in Hamburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Hamburg-Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1920er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Backsteinexpressionismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk des Expressionismus in Hamburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Speicherstadt und Kontorhausviertel mit Chilehaus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochhaus in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chilenisch-deutsche Beziehungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk im Bezirk Hamburg-Mitte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;UweRohwedder</name></author>
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