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	<title>Childerich III. - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T00:42:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Childerich_III.&amp;diff=109663&amp;oldid=prev</id>
		<title>89.247.168.215: /* Leben */Grammatischen Korrekturen</title>
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		<updated>2025-06-15T16:04:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt;Grammatischen Korrekturen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Childerich III.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* um 720–737; † um 755) war der letzte [[Merowinger]]könig (743 bis 751). Es ist nicht bekannt, ob er der Sohn [[Chilperich II.|Chilperichs II.]] oder [[Theuderich IV.|Theuderichs IV.]] war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nachdem der Versuch Chilperichs II., sich wieder größere Handlungsfreiheit zu verschaffen, um 720 gescheitert war, war das Geschlecht der Merowinger faktisch entmachtet. Nach dem Tod Theuderichs IV. im Jahre 737 internierte der [[Karolinger|karolingische]] [[Hausmeier]] [[Karl Martell]], der im [[Fränkisches Reich|Frankenreich]] die wahre Macht ausübte, Childerich zeitweilig im Kloster Sithiu (spätere [[Abtei Saint-Bertin]]) und ließ den fränkischen Thron unbesetzt. Erst als Karl Martells Sohn [[Karlmann (Hausmeier)|Karlmann]] im Frühjahr 743 noch einmal einen Schattenkönig aus dem Geschlecht der Merowinger benötigte, wurde Childerich freigelassen und inthronisiert. Die Gründe dafür sind nicht ganz klar: Die Hausmeier bedurften wohl zur Legitimation der eigenen Herrschaft dieses Rückgriffs auf das alte Königsgeschlecht, vor allem angesichts des Widerstandes der Großen des Reiches. Zudem stand in diesem Jahr ein entscheidender Krieg gegen den [[Stammesherzogtum Baiern|Baiernherzog]] an, den zu führen die Großen mit einem rechtmäßigen König an der Spitze eher bereit waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Beaux-Arts de Carcassonne - Le dernier des Mérovingiens - Evariste-Vital Luminais -Joconde 04400000403.jpg|mini|„Der letzte Merowinger“, Gemälde von [[Évariste-Vital Luminais]] (Ende 19.&amp;amp;nbsp;Jhd.)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem König Childerich III. wurde 743 die alte merowingische [[Königspfalz]] „Villa Brannacum“ ([[Berny-Rivière]]) als Residenz zugewiesen. Berühmtheit erlangte der ansonsten in seinem Handeln fast unbekannte König nur durch seine Absetzung als letzter Herrscher aus seinem Geschlecht, die durch den Verlust seiner langen Haare symbolisiert wurde. Die langen Haare waren ein Statussymbol der Merowinger, die damit wohl an [[spätantike]]n Traditionen festhielten: Im 5./6. Jahrhundert trugen viele Krieger schulterlanges Haar; dies gehörte zum typischen Aussehen eines kriegerischen Aristokraten, egal ob Römer oder Barbar. Die merowingischen &amp;#039;&amp;#039;reges&amp;#039;&amp;#039; könnten einfach bis zuletzt an dieser zunehmend antiquierten Sitte festgehalten haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa Maximilian Diesenberger: &amp;#039;&amp;#039;Hair, Sacrality and Symbolic Capital in the Frankish Kingdoms.&amp;#039;&amp;#039; In: Helmut Reimitz u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Construction of Communities in the Early Middle Ages.&amp;#039;&amp;#039; Leiden 2003, S. 173–212.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine solche Frisur ist etwa auf dem Siegel von [[Childerich I.]] (um 480) stark schematisiert dargestellt: Das Gesicht ist bartlos; das volle lange Haar, in der Mitte gescheitelt, in starken schlichten Strähnen sorgfältig herabgekämmt, verdeckt die Ohren und endet in schweren Lockenknäueln, oberhalb derer die Strähnen mehrfach abgebunden sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Verlust der Haare ging auch der Verlust der Ehre und damit der Königswürde einher. Das Scheren des Haupthaars wurde seinerzeit als politisches Zeichen der Ausschaltung eines Gegners genutzt. Über die Bedeutung als Herrschaftszeichen hinaus sprach die historische Forschung dem langen Haupthaar der Merowingerkönige die Bedeutung zu, als „magische Kraft“ und im Zusammenhang der [[Sakralkönigtum#Germanisches_Sakralkönigtum?|These eines Sakralkönigtums der Merowinger]] als Trägers des „Königsheils“ rezipiert worden zu sein, was spätere Historiker allerdings in Zweifel zogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Beck, [[Dieter Geuenich]], [[Heiko Steuer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Reallexikon der Germanischen Altertumskunde.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin 2003, ISBN 3-11-017575-4,  Band 24: &amp;#039;&amp;#039;Quadriburgium – Rind&amp;#039;&amp;#039;, S. 318 ([https://www.google.it/books/edition/Reallexikon_der_germanischen_Altertumsku/yL99vdKCUhkC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=K%C3%B6nigsheil+Haare&amp;amp;pg=PA318&amp;amp;printsec=frontcover &amp;#039;&amp;#039;Google Books&amp;#039;&amp;#039;])&amp;lt;/ref&amp;gt; Childerich III. wurde jedenfalls öffentlich geschoren und musste irgendwann zwischen dem 31. Oktober 751 und dem 23. Februar 752 in dasselbe Kloster Sithiu eintreten, in dem er Jahre zuvor inhaftiert gewesen war. Seine Gemahlin Gisela kam ins [[Kloster Kochel am See|Kloster Kochel]]. [[Pippin der Jüngere|Pippin]] setzte sich als erster Karolinger die Königskrone auf, von den Merowingern hört man danach nichts mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Childerich III. hinterließ einen Sohn, der nicht in das Kloster Sithiu eingewiesen wurde, sondern in das Kloster [[Abtei Saint-Wandrille|Saint-Wandrille]]. Von ihm ist ansonsten nur der Name Theuderich (Theoderich) bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Pierre Riché]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Karolinger. Eine Familie formt Europa&amp;#039;&amp;#039;. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1991, ISBN 3-423-04559-0.&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Schieffer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Karolinger&amp;#039;&amp;#039;. Kohlhammer, Stuttgart u. a. 1992, ISBN 3-17-010759-3 (&amp;#039;&amp;#039;Kohlhammer-Urban-Taschenbücher&amp;#039;&amp;#039; 441).&lt;br /&gt;
* [[Reinhard Schneider (Historiker)|Reinhard Schneider]]: &amp;#039;&amp;#039;Königswahl und Königserhebung im Frühmittelalter. Untersuchungen zur Herrschaftsnachfolge bei den Langobarden und Merowingern&amp;#039;&amp;#039;. Hirsemann, Stuttgart 1972, ISBN 3-7772-7203-5 (&amp;#039;&amp;#039;Monographien zur Geschichte des Mittelalters&amp;#039;&amp;#039; 3), (Zugleich: Berlin, Freie Univ., Habil.-Schr., 1970/71).&lt;br /&gt;
* Richard Delbrück: &amp;#039;&amp;#039;Spätantike Germanenbildnisse&amp;#039;&amp;#039; in: Bonner Jahrbücher 149 (1949), S. 66–81&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Childeric III|Childerich III.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste&lt;br /&gt;
|AMT=[[Liste der fränkischen Herrscher|König der Franken]]&lt;br /&gt;
|ZEIT=743–751&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER=[[Theuderich IV.]] (Interregnum)&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER=[[Pippin der Jüngere]] (Hausmeier)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=137338996|VIAF=81543258}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Childerich 03}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:König (Franken)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:König (Burgund)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:König (Austrasien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:König (Neustrien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied der Merowinger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 8. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 8. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Childerich III.&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=letzter merowingischer König&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 720&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=um 755&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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