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	<title>Chigring - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T03:00:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chigring&amp;diff=2665862&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Weblinks */ Leerzeichen korrigiert</title>
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		<updated>2026-02-14T13:22:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; Leerzeichen korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chigring&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine seltene, mit Stöckchen geschlagene Röhren[[zither]] aus [[Bambus]], die von den [[Garo (Volk)|Garo]] im [[Nordostindien|nordostindischen]] Bundesstaat [[Meghalaya]] als [[Perkussionsinstrument]] eingesetzt wird. Ihr weicherer Klang gegenüber der Röhrentrommel &amp;#039;&amp;#039;[[Dama (Trommel)|dama]]&amp;#039;&amp;#039; wird bei Tänzen und Volksliedern bevorzugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauform und Spielweise ==&lt;br /&gt;
Der [[Resonanzkörper]] besteht aus einem etwa 55&amp;amp;nbsp;Zentimeter langen Segment einer Bambusröhre, das knapp hinter zwei Knoten abgeschnitten wurde. Der Durchmesser beträgt etwa 7,5&amp;amp;nbsp;Zentimeter. In der Mitte der Röhre befindet sich an einer Stelle ein rechteckiges Loch von etwa 1&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;1,5 Zentimetern, das teilweise mit einer dünnen [[Schwingungsmembran|Membran]] überklebt ist. Auf jeder Seite dieses Schalllochs verlaufen jeweils drei Saiten längs über die Röhre. Die Saiten sind idiochord, sie werden in feinen parallelen Streifen in einer Länge von 45&amp;amp;nbsp;Zentimetern aus der oberen Schicht der Bambusröhre herausgeschält und mit kleinen untergeschobenen [[Steg (Saiteninstrument)|Stegen]] an ihren Enden auf Abstand vom Rohr gebracht. Die Tonhöhe lässt sich durch Verschieben dieser Stege einstellen. Schnurwicklungen um das Rohr an den Enden der Saiten verhindern deren Ausreißen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der sitzende Spieler hält das Instrument zwischen seinen Knien und einer Schulter oder dem Hals eingespannt schräg geneigt vor sich und schlägt die Saiten beidhändig leicht mit zwei dünnen, 22&amp;amp;nbsp;Zentimeter langen Bambusstreifen. Die Saiten bringen helle, auf der linken und rechten Seite unterschiedlich hoch klingende Töne mit wenig Nachhall hervor. Ein Dämpfungseffekt lässt sich erzielen, wenn die Saiten mit der linken Hand niedergedrückt und mit dem Bambusstab in der rechten Hand geschlagen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Garo teilen ihre Musikinstrumente nach dem Gebrauch in der unterhaltenden oder religiös-rituellen Musik ein. Letztere folgt den Regeln der Stammestradition. Die lange, zweifellige [[Röhrentrommel]] &amp;#039;&amp;#039;dama&amp;#039;&amp;#039; darf nur bei religiösen Tänzen und Zeremonien eingesetzt werden. Ähnliche Restriktionen bestehen auch für die [[Kesseltrommel]] &amp;#039;&amp;#039;[[Nagra (Trommel)|nagra]]&amp;#039;&amp;#039; und für den zeremoniellen [[Gong]] &amp;#039;&amp;#039;rang&amp;#039;&amp;#039; (vergleichbar dem &amp;#039;&amp;#039;[[darkhuang]]&amp;#039;&amp;#039; der Mizo). Im Gegensatz hierzu kann die &amp;#039;&amp;#039;chigring&amp;#039;&amp;#039; zur Begleitung unterhaltender Tänze und Volkslieder von Männern und Frauen gespielt werden. Sie soll für alle, bei der &amp;#039;&amp;#039;dama&amp;#039;&amp;#039; üblichen Schlagtechniken benutzbar sein und dient daher als [[Übungsinstrument]] für Jungen, bevor sie die &amp;#039;&amp;#039;dama&amp;#039;&amp;#039; bei offiziellen Anlässen spielen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Oxford Encyclopaedia,&amp;#039;&amp;#039; S. 335&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Unterhaltungslieder und manche geheime, nächtliche Rituale sind die leiseren Schläge der &amp;#039;&amp;#039;chigring&amp;#039;&amp;#039; besser geeignet als eine Trommelbegleitung. Bei der zweitägigen Nachbestattungszeremonie &amp;#039;&amp;#039;mangona&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;chugana&amp;#039;&amp;#039;) wird auf dem Hof der Familie eine kleine, &amp;#039;&amp;#039;delang&amp;#039;&amp;#039; genannte Bambushütte errichtet, in welcher der Tontopf mit den Gebeinen des Verstorbenen steht, bevor man ihn später unter der Türschwelle des Hauses vergräbt. Zu den nachts im Gehöft und im Dorf aufgeführten Ritualen für den Geist des Toten gehören Klagelieder und Tänze. Die Tänzer werden von Messing[[zimbel]]n, dem Büffelhorn mit langer Bambusröhre &amp;#039;&amp;#039;adil&amp;#039;&amp;#039; (eine Naturtrompete ähnlich der &amp;#039;&amp;#039;[[pengkul]]&amp;#039;&amp;#039; der Kukis), der zwischen den Knien gehaltenen Bambusröhre &amp;#039;&amp;#039;kimjim&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;dimchrang&amp;#039;&amp;#039;) und der &amp;#039;&amp;#039;chigring&amp;#039;&amp;#039; begleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;P. K. Mohanty: &amp;#039;&amp;#039;Encyclopaedia of Scheduled Tribes in India&amp;#039;&amp;#039;. Gyan Books, Neu-Delhi 2006, S. 206, ISBN 978-81-8205-052-5; kopiert in: [https://megartsculture.gov.in/festivals.htm &amp;#039;&amp;#039;Festivals and Ceremonies of the Khasis&amp;#039;&amp;#039;.] Department of Arts &amp;amp; Culture Meghalaya&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Volksgruppen in [[Assam]] kennen ein ähnliches, zweisaitiges Instrument derselben Länge mit vier Zentimetern Durchmesser, das &amp;#039;&amp;#039;[[gintang]]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;jintang&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;dhup talow&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;jeng toka&amp;#039;&amp;#039; („Saiten-&amp;#039;&amp;#039;toka&amp;#039;&amp;#039;“, zur Abgrenzung von der Bambusklapper &amp;#039;&amp;#039;[[Toka (Klapper)|toka]]&amp;#039;&amp;#039;) genannt wird. Auch diese idiochorde Röhrenzither besitzt ein Schallloch in der Mitte, die Röhre hat jedoch nur an einem Ende einen durch den Knoten verschlossenen Boden, das andere, vor dem Knoten abgeschnittene Ende ist offen. Zum Anschlagen der beiden Saiten reicht ein Bambusstab. Eine Klangmodulation ist möglich, wenn das offene Ende wie der Resonanzkörper bei einem [[Musikbogen]] gegen den Bauch gedrückt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Dilip Ranjan Barthakur: &amp;#039;&amp;#039;The Music and Musical Instruments of North Eastern India.&amp;#039;&amp;#039; Mittal Publications, Neu-Delhi 2003, S. 134&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei andere, mit Stöckchen geschlagene Bambusröhrenzithern heißen &amp;#039;&amp;#039;tutum dar&amp;#039;&amp;#039; bei den [[Mizo (Volk)|Mizo]] im Bundesstaat [[Mizoram]] und &amp;#039;&amp;#039;singphong&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;sing diengphong&amp;#039;&amp;#039; bei den [[Khasi]] in Meghalaya. Die zu den [[Arakanesen]] gehörenden Mog in [[Tripura]] kennen eine Röhrenzither, die wie eine [[Schlitztrommel]] quer vor dem Spieler auf dem Boden liegt und zur Stabilisierung ihrer Position auf einem Holzklotz festgebunden wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Roger Blench:  {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Musical instruments of Northeast India. Classification, distribution, history and vernacular names.&amp;#039;&amp;#039; |url=http://www.rogerblench.info/Language/South%20Asia/NEI/General/Musicres/NE%20India%20musical%20instruments.pdf |wayback=20160304074816 }} (PDF; 5,1&amp;amp;nbsp;MB) Cambridge, Dezember 2011, S. 26f&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Andhra Pradesh]] und [[Oriya]] kommt die &amp;#039;&amp;#039;ronzagontam&amp;#039;&amp;#039; vor. Die in der östlichen Himalayaregion gespielte zweisaitige &amp;#039;&amp;#039;[[yalambar]]&amp;#039;&amp;#039; wird mit den Fingern gezupft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bambusröhrenzithern sind die einfachste Bauart der Stabzithern, von denen die in der nordindischen [[Klassische indische Musik|klassischen Musik]] gespielte &amp;#039;&amp;#039;rudra [[vina]]&amp;#039;&amp;#039; ein verfeinertes Beispiel ist. Sie gelten allgemein als eine mögliche Vorstufe für die Herausbildung der &amp;#039;&amp;#039;vinas&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Louise Wrazen: &amp;#039;&amp;#039;The Early History of the Vīṇā and Bīn in South and Southeast Asia.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Asian Music, Vol. 18, No. 1.&amp;#039;&amp;#039; Herbst – Winter 1986, S. 35–55, hier S. 38&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein auf Bambusröhrenzithern zurückführbares Saiteninstrument, das mit Stöckchen geschlagen wird und einfache Tonfolgen hervorbringt, ist die südindische &amp;#039;&amp;#039;gettuvadyam&amp;#039;&amp;#039;, eine Langhalslaute mit zwei Doppelsaiten.&amp;lt;ref&amp;gt;Bigamudre Chaitanya Deva: &amp;#039;&amp;#039;Musical Instruments of India. Their History and Development.&amp;#039;&amp;#039; Firma KLM Private Limited, Kalkutta 1978, S. 149&amp;lt;/ref&amp;gt; Wesentlich ausgereifter ist die südindische Langhalslaute &amp;#039;&amp;#039;[[gottuvadyam]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Bambusröhrenzithern außerhalb der nordostindischen Region werden nicht perkussiv geschlagen, sondern als Melodieinstrumente mit den Fingernägeln gezupft. Erhalten haben sich unter anderem die &amp;#039;&amp;#039;[[valiha]]&amp;#039;&amp;#039; auf [[Madagaskar]], die &amp;#039;&amp;#039;[[sasando]]&amp;#039;&amp;#039; auf der indonesischen Insel [[Roti (Insel)|Roti]] und die &amp;#039;&amp;#039;[[kolitong]]&amp;#039;&amp;#039; auf den [[Philippinen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Stichwort: &amp;#039;&amp;#039;Garo Musical Instruments.&amp;#039;&amp;#039; In: Late Pandit Nikhil Ghosh (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Oxford Encyclopaedia of the Music of India. Saṅgīt Mahābhāratī.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 1 (A–G) Oxford University Press, Neu-Delhi 2011, S. 335&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.flickr.com/photos/64180854@N04/6242768067/in/photostream &amp;#039;&amp;#039;October 13, 2011Babadam, Kemragre Wangala (harvest festival of the Garos) West Garo Hills Meghalaya (N.E) India.&amp;#039;&amp;#039;] Flickr-Foto&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=s92ANhAmj2Q &amp;#039;&amp;#039;Chigring Solo.&amp;#039;&amp;#039;] Youtube-Video&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=pNccn2EqKc0 &amp;#039;&amp;#039;Chigring Orchestra&amp;#039;&amp;#039;.] Youtube-Video&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=ZEuBvA11sw4 31 &amp;#039;&amp;#039;Chigrings.&amp;#039;&amp;#039;] Youtube-Video&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Traditionelles indisches Musikinstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Indien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meghalaya]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zitherinstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Perkussion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übungsinstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bambus als Thema]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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