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	<title>Chhatri - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-29T17:53:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chhatri&amp;diff=1620920&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;ArnoldBetten am 14. September 2025 um 16:41 Uhr</title>
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		<updated>2025-09-14T16:41:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Tomb of Mohammed Shah (Lodhi Garden).JPG|mini|Die Chhatris auf dem Mausoleum [[Mohammed Schah IV.|Mohammed Shahs IV.]] in [[Delhi]] gehören zu den frühesten ihrer Art in Indien (um 1445).]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sher Shah Suri Tomb.jpg|mini|Grabmal [[Sher Shah Suri]]s, Bihar (um 1540)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Humayun&amp;#039;s Tomb - Main Monument 1.jpg|mini|[[Humayun-Mausoleum]], [[Delhi]] (um 1570)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chhatri&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von Sanskrit &amp;#039;&amp;#039;chhattra&amp;#039;&amp;#039; = „Schirm“; in Gujarat auch &amp;#039;&amp;#039;Chhatedi&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://explorewithvandy.com/chhatedi-beautiful-ruins-of-royal-cenotaphs/ &amp;#039;&amp;#039;Chhatedis bei Bhuj, Gujarat&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist ein charakteristisches Bauelement der [[Indische Architektur|indischen Architektur]], besonders der des [[Mogul-Architektur|Mogulstils]] und der hiervon beeinflussten hinduistischen Architektur im Nordwesten Indiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Chhatris sind kleine, seitlich offene Pavillons mit einer von vier oder mehr Säulen getragenen Kuppel und meist quadratischer, runder oder oktogonaler Grundfläche, die entweder auf einem Sockelunterbau stehen oder als Zierpavillons die Dächer von Profan-, Memorial- oder Sakralbauten krönen. Im weiteren Sinne werden auch manche aus mehreren Kuppeln bestehende, größere Mausoleen als Chhatris bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chhatris wurden seit dem ausgehenden Mittelalter häufig als [[Kenotaph]] (Leergrab, Ehrengrab) an der Stelle der [[Feuerbestattung]] wohlhabender oder bedeutender Hindu-Persönlichkeiten errichtet, wo sie – entweder alleine stehend oder in Gruppen – als einfache Einkuppel-Pavillons zuweilen auch als komplexere Bauwerke mit mehreren Kuppeln errichtet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die frühesten echten Chhatris finden sich ab der Mitte des 15. Jahrhunderts auf Grab- und Palastbauten der [[Islam in Indien|islamischen Herrscher Nordindiens]]; von dort gelangten sie in die Palast- und Memorialarchitektur der [[Rajputen]] in [[Rajasthan]], dem früheren &amp;#039;&amp;#039;Rajputana&amp;#039;&amp;#039;. Mausoleen oder Memorial-Chhatris finden sich meist in der Umgebung städtischer Machtzentren (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Delhi]], [[Agra]], [[Gwalior]], [[Orchha]], [[Udaipur]], [[Jaipur]], [[Bikaner]], [[Jaisalmer]] etc.) oder an heiligen Stätten wie [[Vrindavan]], [[Varanasi]] u.&amp;amp;nbsp;a.; in ländlichen Regionen sind derartige Bauten äußerst selten. In Südindien sind Chhatris nur selten zu finden und erscheinen nur auf Bauten des 19. und frühen 20. Jahrhunderts (z.&amp;amp;nbsp;B. auf dem Palast in [[Mysuru]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist die Tatsache, dass Chhatris zwar regelmäßig auf Mausoleen, Palästen, Torbauten, Trommelhäusern &amp;#039;&amp;#039;([[naqqarkhana]]s)&amp;#039;&amp;#039; etc. erscheinen, jedoch nur selten auf [[Moschee]]n – Ausnahmen sind allerdings die Freitagsmoscheen von [[Jama Masjid (Fatehpur Sikri)|Fatehpur Sikri]] und [[Jama Masjid (Agra)|Agra]], wo sie ungewöhnlich zahlreich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Amaravati Stupa relief at Museum.jpg|mini|hochkant|links|Stupa-Relief mit Schirmen und Schirmträgern]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Audienzhalle.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Diwan-i-Khas&amp;#039;&amp;#039; in [[Fatehpur Sikri]], Rajasthan (um 1580)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Taj Mahal, Agra, India.jpg|mini|[[Taj Mahal]] und seine vier Minarette, [[Agra]], [[Uttar Pradesh]] (um 1650)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ahar Cenotaphs.JPG|mini|Chhatris als [[Kenotaph]]e der Maharanas von [[Udaipur]], Rajasthan (17.–20. Jh.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bada-bagh.jpg|mini|Chhatris als Kenotaphe, [[Jaisalmer]], Rajasthan (17.–20. Jh.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kusuma Sarovar Ghat.jpg|mini|Chhatris im Distrikt [[Mathura (Distrikt)|Mathura]], Uttar Pradesh (18./19. Jh.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Musee madras.jpg|mini|Chhatris am [[Government Museum (Chennai)|Government Museum]] (19. Jh.), [[Chennai]], [[Tamil Nadu]]]]&lt;br /&gt;
Chhatris lassen sich [[etymologisch]] auf die als &amp;#039;&amp;#039;Chattra&amp;#039;&amp;#039; (pl. &amp;#039;&amp;#039;Chattravali&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnete schirmartige Bekrönung eines [[Buddhismus|buddhistischen]] [[Stupa]] der klassischen Zeit zurückführen; auch hinter stehenden [[Buddha]]-Statuen des 5./6. Jahrhunderts standen manchmal derartige Ehrenschirme (einige sind im [[Sarnath Museum|Museum von Sarnath]] zu sehen) – derartige Schirme hatten allesamt eine hoheitlich-repräsentative Bedeutung und gehörten wahrscheinlich schon zum Hofzeremoniell vorbuddhistischer Herrscher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chhatris erscheinen nicht in den ältesten (erhaltenen) freistehenden hinduistischen Tempeln des 5. und 6. Jahrhunderts (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Gupta-Tempel]] oder [[Talagunda]]). Später tauchen ähnliche Formen in der hinduistischen Architektur erst wieder als sogenannte „Schirmkuppeln“ über Scheingebäuden im südindischen [[Dravida-Stil]] auf (z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Mamallapuram]] oder in [[Kanchipuram]]); ansatzweise finden sie sich auch im [[Chalukya]]-Stil des 7./8. Jahrhunderts von [[Badami]] und Umgebung sowie in der [[Chola-Architektur]]. Ob und inwieweit diese frühen Bauten Auswirkungen auf die ca. 400 bis 800 Jahre späteren Chhatris der [[Indo-islamische Architektur|indo-islamischen Architektur]] und rajputischen Architektur Indiens hatten, ist unklar; mögliche Anregungen könnten auch die – allerdings immer nur einzeln und nicht in Gruppen auftauchenden – pavillonähnlichen Gebäudeaufsätze der Zeit um 1000 bis 1200 n.&amp;amp;nbsp;Chr. in der [[Armenische Kunst|armenischen Architektur]] gewesen sein oder aber die persisch-osmanischen [[Kiosk]]e, von denen allerdings nur ebenerdige Exemplare bekannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei frühen Bauten der indo-islamischen Architektur treten Chhatris noch nicht in Erscheinung (siehe z.&amp;amp;nbsp;B. die Grabmäler von [[Ghiyas-ud-din Tughluq Shah I.]] (um 1325), von [[Firuz Schah Tughluq]] (um 1388) in Delhi oder von [[Jama Masjid (Mandu)#Hoshang-Shah-Mausoleum|Hoshang Shah]] in [[Mandu (Stadt)|Mandu]] (um 1435)); frühestes Beispiel ist das um 1445 fertiggestellte Mausoleum von [[Mohammed Schah IV.]] in [[Delhi]], einem Herrscher aus der [[Sayyid-Dynastie]]. Ein weiterer bedeutender Bau mit Chhatris ist das Grabmal für [[Sher Khan Suri]] (um 1540) in [[Sasaram]], [[Bihar]]. Von den [[Mogulreich|Mogulherrschern]] wurden sie sofort adaptiert und erscheinen bereits am „Gründungsbau“ der [[Mogul-Architektur]], dem [[Humayun-Mausoleum]] in Delhi – wenige Jahrzehnte später dann auch auf verschiedenen Bauten in [[Fatehpur Sikri]], am [[Itimad-ud-Daula-Mausoleum]] und am [[Taj Mahal]] in [[Agra]] sowie am [[Bibi-Ka-Maqbara]]-Mausoleum bei [[Aurangabad (Maharashtra)|Aurangabad]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der repräsentativen Architektur der Moguln fanden Chhatris im 17. Jahrhundert ihren Weg in die Palast-Architektur der Rajputen und von dort in deren meist auf einem Sockelunterbau stehende Memorialbauten, die insgesamt als „Chhatris“ bezeichnet wurden. Einige dieser Chhatris haben [[Bengalisches Dach|bengalische Dächer]], was dem Zeitgeschmack manchmal anscheinend besser entsprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei Bauwerken im indo-[[Sarazenen|sarazenischen]] Stil der [[Britisch-Indien|britischen Kolonialzeit]] wurden sie als repräsentative Zierelemente eingesetzt (z.&amp;amp;nbsp;B. am [[Victoria Memorial (Indien)|Victoria Memorial]] in [[Kalkutta]], am [[Gateway of India]] in [[Bombay]] oder am [[Government Museum (Chennai)|Government Museum]] in [[Madras]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele == &lt;br /&gt;
* [[Fatehpur Sikri]] (Uttar Pradesh) (16. Jh.): Das Dach der privaten Audienzhalle (&amp;#039;&amp;#039;Diwan-i-Khas&amp;#039;&amp;#039;), ziert an jedem Eck ein quadratisches, viersäuliges Chhatri. An der Freitagsmoschee (&amp;#039;&amp;#039;Jama Masjid &amp;#039;&amp;#039;) werden der Portalbau (&amp;#039;&amp;#039;[[Pischtak|Pishtaq]]&amp;#039;&amp;#039;) und die Konsoldächer der spitzbogigen Hofarkaden von Chhatris gekrönt.  &lt;br /&gt;
* [[Jaipur]] (Rajasthan): Moosi Maharani ki Chhatri - Kenotaphe der Königinnen von Jaipur.&lt;br /&gt;
* [[Jodhpur]] (Rajasthan): [[Jaswant Thada]] (1899), Mausoleum zu Ehren des Maharaja Jaswant Singh II., aus weißem Marmor.&lt;br /&gt;
* [[Shekhawati]]-Region (Rajasthan): Zu den bekanntesten Beispielen gehören der schöne Chhatri des Ram Dutt Goenka (1888) in [[Dundlod]], sowie die Chhatris in [[Bissau]], [[Parsurampura]], [[Kirori]], [[Jhunjhunu]], [[Ramgarh (Rajasthan)|Ramgarh]], [[Mukungarh]], [[Churu]], [[Mahansar]], und [[Udaipurwati]].  &lt;br /&gt;
* [[Indore]] (Madhya Pradesh): Krishnapura Chhatri; Bolia Sarkars Chhatri (1858). &lt;br /&gt;
* [[Shivpuri]] (Madhya Pradesh): Die &amp;#039;&amp;#039;Royal Chhatris&amp;#039;&amp;#039;, Kenotaphe der [[Scindia]]-Dynastie. Marmormausoleum des Madho Rao Scindia, mit prachtvollen Reliefarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonderform ==&lt;br /&gt;
Eine seltene längliche Form des Chhatri heißt &amp;#039;&amp;#039;Chhaparkat&amp;#039;&amp;#039;; dessen gestreckte Kuppel wird von vier oder acht Pfeilern getragen und findet sich oft über einem Moscheeportal oder aber – wie beim [[Akbar-Mausoleum]] oder beim benachbarten Grabbau seiner Lieblingsfrau [[Mariam uz-Zamani]] – in der Mitte aller vier Seiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kleiner turmartiger Dachaufbau, der in einer sich öffnenden Lotosknospe endet, heißt &amp;#039;&amp;#039;[[Guldasta]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* Auf [[Bengalische Tempel|bengalischen Tempeln]] finden sich ähnliche, aber turmartig erhöhte Aufsätze dieser Art.&lt;br /&gt;
* Auch bei einigen Skizzen [[Leonardo da Vinci]]s zum Thema [[Zentralbau]] aus der Zeit um 1490 erscheinen derartige Pavillons&amp;lt;ref&amp;gt;[https://parkstone.international/2019/06/19/leonardo-da-vinci-der-architekt/ &amp;#039;&amp;#039;Leonardo da Vinci – Begleitpavillons bei Zentralbauten&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die um 1590 fertiggestellte Hauptkuppel des [[Petersdom]]s ist von kleineren Begleitkuppeln umstellt, die ebenso an [[Orthodoxe Kirchenbauten|Orthodoxen Kirchenbauten]] oder an mehreren europäischen Kuppelkirchen erscheinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Melia Belli Bose: &amp;#039;&amp;#039;Royal Umbrellas of Stone: Memory, Politics, and Public Identity in Rajput Funerary Art.&amp;#039;&amp;#039; Brill 2015, ISBN 978-90-04-30054-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur (Indien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rajasthan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kenotaph|!Chhatri]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ArnoldBetten</name></author>
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