<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Chewsuretien</id>
	<title>Chewsuretien - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Chewsuretien"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chewsuretien&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-07T05:20:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chewsuretien&amp;diff=2466829&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hutch: Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chewsuretien&amp;diff=2466829&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-05-15T03:56:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:KhevsuretiHistorical.jpg|miniatur|Die historischen Regionen Georgiens mit Chewsurien.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Khevsur, Tush, and Pshav lands (Élisée Reclus).JPG|miniatur|hochkant=0.8|Kartenskizze von [[Élisée Reclus]] (englisch) mit dem Siedlungsgebiet der georgischen Chewsuren im Nordwesten an der oberen Assa, am oberen Argun und am oberen Aragwi.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chewsuretien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chewsurien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{kaS|ხევსურეთი}}, {{IPA|xɛvsuːrɛtʰi|}}=&amp;#039;&amp;#039;chewssuret(h)i&amp;#039;&amp;#039;) ist eine historisch-geographische Region im Nordosten des heutigen [[Georgien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Chewsuretien liegt im äußersten Nordosten der heutigen georgischen Region [[Mzcheta-Mtianeti]] beiderseits des Hauptkamms des [[Großer Kaukasus|Großen Kaukasus]] und zwischen parallelen Hochgebirgszügen. Der Südteil liegt am oberen [[Chewsureti-Aragwi]] und seinen Zuflüssen, der nach Süden über [[Pschawi-Aragwi]] und [[Aragwi]] in die [[Kura]] abfließt. Der Norden Chewsuretiens liegt an der oberen [[Assa (Fluss)|Assa]] und am oberen [[Argun (Sunscha)|Argun]], die später nach Norden durch die russischen Teilrepubliken [[Inguschetien]] und [[Tschetschenien]] in die [[Sunscha (Terek)|Sunscha]] fließen. Der Teil südlich der Kaukasushauptkammes wird auch als „Diesseitiges Chewsuretien“ (georgisch {{lang|ka|პირიქითა ხევსურეთი}}, &amp;#039;&amp;#039;Pirikita Chewsureti&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet, der Nordteil als „Jenseitiges Chewsuretien“ ({{lang|ka|პირაქეთა ხევსურეთი}}, &amp;#039;&amp;#039;Piraketa Chewsureti&amp;#039;&amp;#039;), jeweils bezogen auf die Lage aus Sicht des georgischen Kernlandes. Das Assa-Tal trägt auch die Bezeichnung Archoti ({{lang|ka|არხოტი}}), entsprechend der georgischen Alternativbezeichnung des oberen Flussteils als Archotiszqali.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochgebirgsregion grenzt im Nordwesten an Inguschetien und im Norden und Nordosten an Tschetschenien. An den übrigen Seiten grenzt Chewsuretien an weitere nordostgeorgische Gebirgsregionen, im Osten an [[Tuschetien]], im Süden an [[Pschawi]], im Südwesten an [[Mtiuleti]] und im Westen an [[Chewi]]. Chewsuretien stellt heute den nördlichen Teil der [[Munizipalität Duscheti]] dar, wobei der südliche Teil im Tal des Chewsureti-Aragwi die Gemeinde Chewsureti ({{lang|ka|ხევსურეთის თემი}}, &amp;#039;&amp;#039;Chewsuretis temi,&amp;#039;&amp;#039; 354 ständige Einwohner 2014) mit dem Hauptort [[Barissacho]] bildet, der nördliche Teil im Tal des Argun und seiner Zuflüsse die Gemeinde Schatili ({{lang|ka|შატილის თემი}}, &amp;#039;&amp;#039;Schatilis temi,&amp;#039;&amp;#039; 48 Einwohner 2014), benannt nach ihrem Hauptort [[Schatili]]. Das Assa-Tal (Archoti) hat keine ständigen Bewohner mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chewsuretien ist über die durch das Tal des Pschawi-Aragwi und des Chewsureti-Aragwi führende Nationalstraße [[Sch26 (Georgien)|Sch26]] ({{lang|ka|შ26}}) erreichbar, die bei [[Schinwali]] von der [[S3 (Georgien)|S3]], entsprechend der historischen [[Georgische Heerstraße|Georgischen Heerstraße]], abzweigt. Der Abschnitt über den {{Höhe|2767|GE|link=true}} hohen Datwisdschwari-[[Gebirgspass|Pass]] (wörtlich „[[Bären]]-Kreuz-Pass“) in den Nordteil Chewsuretiens ist im Winter nicht passierbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
Die Bewohner des dünnbesiedelten Chewsuretiens, die [[Chewsuren]], sind eine Untergruppe ([[Subethnie]]) der [[Georgier]]. Sie sprechen einen Dialekt der [[Georgische Sprache|georgischen Sprache]] und sind [[Georgisch-Orthodoxe Kirche|georgisch-orthodox]]e Christen. Wie in benachbarten Regionen existieren aber einige vorchristliche Rituale, z.&amp;amp;nbsp;T. in christlicher Überformung, fort, wie die jährlichen Festivals und Opferzeremonien am [[Chati]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Traditionelle Kleidung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Khevsurian girl.jpg|miniatur|Chewsurin mit Talawari.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Georgische Trachten 2.jpg|miniatur|links|Chewsurische Tschochas (Talawari).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis ins 20. Jahrhundert war in Chewsuretien ein Typ der georgischen Nationalkleidung [[Tschocha]] verbreitet, die [[Tschocha#Chewsurische Tschocha|Chewsurische Tschocha]], georgisch „Talawari“ genannt. Der Talawari ist kürzer, als die Kartli-Kachetische Tschocha und ohne Knöpfe. Er wird oft mit traditionellen georgischen geometrischen Ornamenten gestickt, meistens mit Kreuzen.&amp;lt;ref&amp;gt;samepo.ge: {{Webarchiv | url=http://samepo.ge/?p=564 | archive-is=20120722 | text=&amp;#039;&amp;#039;Georgisches königliches Erbe – Geschichte des georgischen Tschokhi&amp;#039;&amp;#039; }} (georgisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; Außer diesen Ornamenten sind die Talawari der Frauen mit der künstlichen Perlen geschmückt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://khevsureti.ge/?p=1232 Talawari. Khevsureti.ge]&amp;lt;/ref&amp;gt; Einige Autoren weisen darauf hin, dass auch die  [[Hethiter]], [[Chaldäer]] und die Bewohner [[Babylonien]]s ähnliche Kleidung verwendeten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Museum&amp;quot;&amp;gt; {{Webarchiv|text=Ethnographisches Museum in Chewsuretien |url=http://ick.ge/ka/photogalleries/8601-2011-11-01-14-09-35.html |wayback=20120505113626}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:German Caucasus Expedition 8.jpg|miniatur|Chewsuren mit Kettenrüstungen. Deutsche Aufnahme von 1918.]]&lt;br /&gt;
In Chewsuretien, wie in einigen anderen Regionen des [[Kaukasus]], blieb bis ins 19./20. Jahrhundert die Tradition erhalten, dass sich einige Männer im Kriegsfall mit Körperpanzerungen aus [[Kettenrüstung|Kettenhemden]], Helmen und Schilden ausrüsteten und bewaffneten. Charakteristisch sind die chevsuretischen Rüstungen und Schilde. Die Form des chewsurischen Schildes, der schon in antiken griechischen Quellen beschrieben wurde, blieb fast unverändert. Der kleine eiserne Schild ist rund. Die Schilde wurden oft schwarz bemalt, um nachts unsichtbar zu sein. Die runde Form des Schildes verbinden einige Autoren mit einem [[Sonnenkult]] vorchristlichen Ursprungs, der noch im 19. Jahrhundert beobachtet wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Museum&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Architektur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:LebiskariFortress.jpg|miniatur|links|[[Lebaiskari]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Shatili houses, Georgia, Caucasus mountains.jpg|miniatur|[[Schatili]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Chewsuretien war ein Typ des georgischen Wohnhauses verbreitet. Dieses chewsuretische Wohnhaus ist ein Komplex aus einer Schutzstruktur, dem sogenannten „Kaw-Ziche“, die aus der Mauer und aus den burgähnlichen Wohngebäuden selbst besteht. Diese traditionellen Häuser sind in Chewsuretien heute nur noch selten erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;7days.ge: {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Um die einzigartige Architektur nicht zu verlieren&amp;#039;&amp;#039; |url=http://7days.ge/index2.php?newsid=1732 |wayback=20151211182943 }} (georgisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Wohnung wurden auch traditionelle georgische [[Kaukasischer Wehrturm|Türme]] verwendet, die nicht nur in Chewsuretien, sondern auch in [[Tuschetien]] verbreitet sind. Hauptsächlich hatten diese Türme eine Verteidigungsfunktion; das erste Stockwerk (Erdgeschoss) wurde als Stall ({{KaS|გომური}}) genutzt. Die Spitze der Türme ist oft viel enger, als der Sockel. Ein gutes Beispiel dieser chewsuretischen Türme steht noch heute im Dorf [[Lebaiskari]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://saunje.ge/index.php?id=593&amp;amp;lang=ka Die Architektur des georgischen Berges]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzigartige Beispiele der georgischen Architektur ist die mittelalterliche Burgstadt [[Schatili]], und auch [[Muzo (Georgien)|Muzo]]. Die befestigte Ortschaft Schatili, die am Felsen gebaut ist, war früher gleichzeitig eine Siedlung und eine Burg. In Muzo stehen noch heute vier Türme.&amp;lt;ref&amp;gt;Georgische Sowjetenzyklopädie, Band 10., Tiflis, 1986, S. 692&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Georgische Sowjetenzyklopädie, Band 7., Tiflis, 1984, S. 228&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Name „Chewsureti“ bedeutet im Georgischen „Land der Schluchten“ und ist mit der gebirgigen Geographie der Region verbunden. Mit diesem Namen wurde die Region in den georgischen Quellen erstmals im 15. Jahrhundert benannt. In früheren georgischen Quellen wurde Chewsuretien gemeinsam mit der südlich angrenzenden georgischen Region [[Pschawi]] als Pchowi ({{KaS|ფხოვი}}) bezeichnet. Vor dem 15. Jahrhundert waren Pschawi und Chewsuretien unter dem Namen Pchowi immer eine gemeinsame historische Region. Heute werden auch beide zusammen als „Pschaw-Chewsuretien“ ({{KaS|ფშავ-ხევსურეთი}}) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 13. Jahrhundert wurde Chewsuretien von der [[Königreich Georgien|königlichen Regierung Georgiens]] durch die Feudalfamilie &amp;#039;&amp;#039;Eristawi von Aragwi&amp;#039;&amp;#039; verwaltet, die ihren Sitz in [[Ananuri]] außerhalb Chewsuretiens hatten. Der georgische Titel Eristawi wird allgemein dem deutschen Titel [[Herzog]] gleichgesetzt. Seit dem 16. Jahrhundert kamen die Eristawi von Aragwi aus der Dynastie Sidamoni (Alternativnamen auch Sidamonischwili, Sidamonidse, Sidamon-Eristawi oder Eristawi-Aragwi), zuvor aus der Dynastie Schaburidse. Während der Schwäche der königlichen Macht dominierten die Eristawi in Chewsuretien und versuchten vergeblich, Alleinherrscher in der Region zu werden. Ihre Funktion beschränkte sich (wie bei frühmittelalterlichen Herzögen) im Wesentlichen auf die Kriegsführung, viele interne Angelegenheiten wurden von den Klanführern und den Versammlungen Chewsuretiens entschieden. Die Region führt somit als Teil des Herzogtums Aragwi ein autonomes, wehrhaftes Eigenleben. Im 15. Jahrhundert wurde das vereinigte [[Königreich Georgien]] in einige unabhängige Königreiche geteilt; seit dieser Zeit gehörte Chewsuretien zum [[Königreich Kachetien]], Herzogtum Aragwi und seine Bedeutung als Grenzregion wurde erhöht, besonders in der Zeit der [[Lekianoba]] vom 16. bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts, einer Serie kriegerischer Angriffe aus [[Dagestan]]. Chewsuretische Krieger kämpften erfolgreich in der Schlacht von Aspindsa gegen die [[Osmanisches Reich|Osmanen]] (1770) und in der Schlacht von Krzanissi gegen Schah [[Aga Mohammed Khan]] von Persien (1795).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1801 machte der russische Zar [[Paul I. (Russland)|Paul I.]] Georgien zur russischen Provinz. Die Chewsuren und andere Georgier nahmen auch an den Aufständen von Mtiuleti und Kachetien gegen die imperiale Politik Russlands teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert begann die Bevölkerung Chewsuretiens mit der Abwanderung in die anderen Regionen Georgiens, diese Abwanderung wurde noch durch einzelne Umsiedlungsaktionen nach Südgeorgien in den 1930er und 1940er Jahren verstärkt. Ein Ergebnis dieser Umsiedlung ist die wenig entwickelte soziale und ökonomische Situation in der Region. Seit den 1980er Jahren betreibt die sowjetische, danach die georgische Regierung eine Politik der Steigerung der dauerhaften Bevölkerung in der Region.&amp;lt;ref&amp;gt;S. Makalatia, Chewsuretien, Tiflis, 1984 (georgisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Die Literatur der Chewsuren gehört zur georgischen Literatur. Über das Leben der Chewsuren kann man im Roman [[Micheil Dschawachischwili|Micheil Dshawachischwili]]s &amp;quot;Bloß abhauen! Einfach aussteigen! oder Der weiße Kragen&amp;quot; aus dem Jahre 1926 nachlesen&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsch erschienen: Micheil Dshawachischwili: &amp;quot;Bloß abhauen! Einfach aussteigen! oder Der weiße Kragen&amp;quot; 2014 in der Kaukasien-Kaukasus-Bibliothek-Nr. 3, Shaker-Verlag Aachen, Übersetzung von Steffi Chotiwari-Jünger und Artschil Chotiwari / mit einem Nachwort. ISBN 978-3-8440-3135-5&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Der Autor hatte vorher Chewsuretien besucht und erforscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Khevsureti|Chewsuretien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4291725-6|VIAF=233818906}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Territorium (Georgien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mzcheta-Mtianeti]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hutch</name></author>
	</entry>
</feed>