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	<title>Chewa - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T10:10:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chewa&amp;diff=598890&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Literatur */</title>
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		<updated>2025-12-17T16:46:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Für die Sprache der Chewa siehe [[Chichewa]]}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chewa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Achewa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind ein [[Bantu]]-[[Volk]], das vor allem in der südlichen Hälfte des südost[[afrika]]nischen Staates [[Malawi]] lebt, ferner auch im Osten von [[Sambia]] sowie in den Regionen [[Niassa]], [[Tete (Provinz)|Tete]] und [[Milange (Distrikt)|Milange]] in [[Mosambik]], bis hinein nach [[Simbabwe]]. Eine verwandte Sprechgruppe heißt &amp;#039;&amp;#039;Nyanja&amp;#039;&amp;#039;, unterschieden werden auch die &amp;#039;&amp;#039;Sena&amp;#039;&amp;#039;-Sprecher in Mosambik und Malawi. [[Portugiesen|Portugiesische]] Aufzeichnungen nennen Kontakte mit Chewa sowie deren Unterstämmen Banda und Phiri in diesem Gebiet. Die Chewa bilden heute die größte und dominierende Volksgruppe in der Republik Malawi, ihr Unterstamm bzw. Klan der Phiri konzentriert sich dabei auf Leitungsaufgaben, der Unterstamm bzw. Klan der Banda auf Heilen und [[Schamanismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sprache der Chewa heißt [[Chichewa]] („Sprache der Chewa“), außerhalb von Malawi auch Chinyanja, Chisena oder Banti. Chichewa ist neben Englisch Amtssprache in Malawi und wird dort von 50 % der Bevölkerung als Muttersprache gesprochen. Chichewa ist auch die Bezeichnung für die Kultur der Chewa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung der Chewa wird im Süden des [[Kongobecken]]s vermutet, genauer in [[Malombo]] im [[Königreich Luba|Luba]]-Gebiet in der [[Demokratische Republik Kongo|Demokratischen Republik Kongo]]. Die Chewa wanderten vor dem Ende des 1. Jahrtausends (laut schwächeren Quellen erst um 1480) über den Norden von Sambia nach Süden und gründeten dort angeblich das [[sage]]nhafte Königreich [[Maravi]]. Die ersten schriftlichen Zeugen sind portugiesische Berichte über Kontakte mit den Chewa um 1608 und 1667, sie machen jedoch keine Angaben zu deren Kultur und erwähnen nichts von einem Königreich. Bis 1900 gibt es so gut wie keine weiteren Quellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offizielles Oberhaupt aller Chewa in den drei Staaten Malawi, Sambia and Mosambik ist seit 2004 Fred Daka, der Nachfolger des beliebten &amp;#039;&amp;#039;Chief&amp;#039;&amp;#039; Kalonga Gawa Undi. Sein traditioneller Sitz liegt in [[Mkaika]] östlich von [[Petauke (Sambia)|Petauke]] in Sambia. Der erste Präsident (und spätere [[Diktatur|Diktator]]) der 1966 von ihm selbst ausgerufenen Republik Malawi war [[Hastings Kamuzu Banda]] (1896–1997), ein Chewa aus dem Banda-Stamm, der Chichewa zur offiziellen Amtssprache machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Religion ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Chewa jar.jpg|mini|Töpferware der Chewa]]&lt;br /&gt;
In der traditionellen Religion der Chewa gibt es einen Schöpfergott (&amp;#039;&amp;#039;Mzimu Wamkulu,&amp;#039;&amp;#039; auch &amp;#039;&amp;#039;Chiuta&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Chaunta&amp;#039;&amp;#039;), der die Welt auf dem Berg &amp;#039;&amp;#039;Kapirintiwa&amp;#039;&amp;#039; an der Grenze zwischen Westmosambik und dem zentralen Hochland von Malawi (evtl. der 1335 Meter hohe Kapiriuta südlich von [[Lilongwe]]) während eines Gewittersturms schuf. Vermittler zwischen den Menschen und Gott sind die [[Ahnengeister]], die großen Einfluss auf die Menschen haben. Die Menschen müssen die Ahnengeister deshalb mit regelmäßigen Opfergaben und Tänzen positiv stimmen. Im Zentrum der religiösen Chewa-Identität stehen deshalb die Nyau-Maskentänze (&amp;#039;&amp;#039;Gule Wamkulu&amp;#039;&amp;#039;), über die der Kontakt zu den Ahnen hergestellt wird. Zur Abgrenzung gegenüber den zahlreich nach Malawi eingewanderten Ethnien, insbesondere den im 19. Jahrhundert aus dem Süden zuwandernden [[Ngoni]], pflegten die Chewa besondere Traditionen: die [[Tätowierung]]en, ihre Sprache und die Geheimgesellschaften der [[Traditionelle afrikanische Religionen|traditionellen Religion]] ([[Nyau]]), die als Begräbnisritual Tänze mit Masken und mehr oder weniger abstrakten Tiergestalten praktizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Chewa haben bis heute eine [[Matrilinearität|matrilineare]] Erbfolge für Besitz und Rechte. &amp;#039;&amp;#039;Mbele&amp;#039;&amp;#039; bedeutet „Nachkommen von derselben Brust“. Diese bilden die Familie, die &amp;#039;&amp;#039;Mbumba&amp;#039;&amp;#039;. Ältere Brüder der Mutter werden &amp;#039;&amp;#039;Nkhoswe&amp;#039;&amp;#039; genannt, sind Anführer der Linie und [[Ratgeber|Mentor]]en der Söhne ihrer Schwestern. Es wird angenommen, dass die weißen Felsmalereien im [[Chongoni]]-Gebiet unter anderem als Teil von weiblichen Initiationsriten entstanden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* J. W. M. van Breugel: &amp;#039;&amp;#039;Chewa Traditional Religion&amp;#039;&amp;#039;. Kachere Series, 2. edition, 2001.&lt;br /&gt;
* Claude Boucher: &amp;#039;&amp;#039;When Animals Sing and Spirits Dance. Gule Wamkulu: The Great Dance of the Chewa People of Malawi&amp;#039;&amp;#039;. Kungoni Centre of Culture and Art, 2012.&lt;br /&gt;
* Yusuf M. Juwayeyi: &amp;#039;&amp;#039;Archaeology and Oral Tradition in Malawi: Origins and Early History of the Chewa.&amp;#039;&amp;#039; James Currey, Oxford 2020, ISBN 978-1-84701-253-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Chewa people|Chewa}}&lt;br /&gt;
* [https://www.wissenschaft.de/geschichte-archaeologie/kuehe-sind-der-tod-des-matriarchats/ Ilka Lehnen-Beyel: &amp;#039;&amp;#039;Kühe sind der Tod des Matriarchats&amp;#039;&amp;#039;] (wissenschaft.de 2003, &amp;#039;&amp;#039;Vergleich von Chewa und Gabbra)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [http://elaine.ihs.ac.at/~isa/diplom/node74.html Isabella Andrej: &amp;#039;&amp;#039;Matrilineare Gesellschaften: Traditionen der Maravi-Nachfolgebevölkerung&amp;#039;&amp;#039;] (Wien 1998, &amp;#039;&amp;#039;Diplomarbeit online)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [http://www.journals.royalsoc.ac.uk/media/5f8rkyg3th5xwj4adr2p/contributions/1/c/9/8/1c98jgb2fbwhltgf.pdf Clare Janaki Holden; Ruth Mace: &amp;#039;&amp;#039;Spread of cattle led to the loss of matrilineal descent in Africa: a coevolutionary analysis&amp;#039;&amp;#039;] (London 2003, PDF-Datei, 124 kB, &amp;#039;&amp;#039;Vergleich von Chewa und Gabbra)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [http://philtar.ucsm.ac.uk/encyclopedia/sub/chewa.html St. Martin&amp;#039;s College: &amp;#039;&amp;#039;Chewa Religion&amp;#039;&amp;#039;] (Lancaster, Vereinigtes Königreich, englisch)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.ossrea.net/eassrr/jan91/phiri.htm | wayback=20070312175023 | text=Kings M. Phiri: &amp;#039;&amp;#039;Pre-Colonial Migrations And Agricultural Change On The Western Side Of Lake Malawi&amp;#039;&amp;#039;}} (OSSREA, Äthiopien)&lt;br /&gt;
* [http://whc.unesco.org/archive/advisory_body_evaluation/476rev.pdf Evaluation der Felsmalereien von Chongoni für das Welterbe-Komitee] (PDF; 4,4&amp;amp;nbsp;MB), ICOMOS 2006 (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Malawi]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Sambia]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Mosambik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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