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	<title>Chernozem - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T23:33:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chernozem&amp;diff=1829441&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
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		<updated>2026-03-16T06:25:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Chernozem distribution.JPG|mini|Weltweite Verbreitung von Chernozemen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Chernozem.JPG|mini|Bodenprofil eines Chernozem]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chernozem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder fachsprachlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tschernosem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/tschernosem/67960 |titel=Tschernosem |werk=spektrum.de - Lexikon der Biologie |sprache=de |abruf=2024-07-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (von {{ruS|чернозём}}, &amp;#039;&amp;#039;tschernosjom&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|t͡ʃɪrnʌˈzjom}}]) ist eine Referenzbodengruppe der internationalen [[Bodenklassifikation]] [[World Reference Base for Soil Resources]] (WRB), der in die Gruppe der [[Humusakkumulationsböden]] gehört. Er ist der zonale Boden der [[semihumides Klima|semihumiden]] bis [[semiarides Klima|semiariden]] [[Steppe|Langgrassteppen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Chernozeme finden sich vor allem in den [[Trockene Mittelbreiten|Trockenen Mittelbreiten]] in den Gebieten der Langgrassteppen. Diese liegen in etwa zwischen dem trockeneren (stärker kontinentalen) Gebiet der [[Kastanozem]]e und dem feuchteren (etwas stärker ozeanischen) der [[Phaeozem]]e.&lt;br /&gt;
Auf der Nordhalbkugel sind dies die [[Eurasische Steppe]] (südliche [[Ukraine]], [[Russland|Südrussland]] und [[Kasachstan]]) sowie die nördlichen [[Great Plains]] (vor allem [[Kanada]]). Außer in den Steppen kommen Chernozeme auch unter Wald vor. Große Steppengebiete waren im [[Holozän|Frühholozän]] bewaldet. Chemische Untersuchungen im Humus (z. B. Untersuchungen zu den [[Alkane]]n) zeigen, dass in vielen Chernozemen ein Teil des Humus bereits in dieser Waldphase entstanden ist (Zech et al., 2014).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Haupteigenschaften ==&lt;br /&gt;
Namensgebend ist die tiefschwarze Farbe, die aus sehr hohen Humusgehalten (oft 12–13 %) resultiert. Der Humus wird durch Bodenwühler tiefgründig und homogen (bis 1,2 m) eingearbeitet ([[Bioturbation]]). Der sehr dunkle, humusreiche und gut aggregierte mineralische Oberbodenhorizont heißt in der WRB &amp;#039;&amp;#039;chernic horizon&amp;#039;&amp;#039;. Wegen der geringen Niederschläge ist die [[Auswaschung]] von Basenkationen nur unbedeutend. Dort, wo das Sickerwasser regelmäßig stoppt, finden sich Anreicherungen von sekundärem Kalk, manchmal in Form von „Lösskindeln“. Chernozeme haben ein sehr reiches Bodenleben, günstige [[pH-Wert]]e sowie hohe [[Pflanzennährstoff|Nährstoffgehalte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
Chernozeme gehören zu den fruchtbarsten Böden der Welt mit gleichzeitig relativ gesicherten Niederschlagsverhältnissen. Auf den Böden der [[Great Plains|nordamerikanischen Prärien]] und der [[Eurasische Steppe|Eurasischen Steppe]] wird vor allem [[Weizen]] produziert aber auch [[Gerste]] und [[Mais]]. Allerdings kann es regelmäßig zu [[Dürre]]ereignissen kommen. In weiten Gebieten dominiert daher die Weidewirtschaft ([[Hausrind|Rinder]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Humusakkumulationsböden in Deutschland ([[Hildesheimer Börde]], [[Magdeburger Börde]] und östlicher) sind weltweit gesehen unbedeutend, haben aber national große Bedeutung. In Deutschland wird nämlich die maximal mögliche Ertragsfähigkeit eines Bodens anhand der Erträge der Böden in der Magdeburger Börde definiert. Diese gehören in der WRB, je nach dem Vorhandensein von sekundärem Kalk, teils zu den Chernozemen, teils zu den [[Phaeozem]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genutzte Standorte sind anfällig für [[Bodenerosion]] und [[Überweidung]]. Brände sind in den Steppen keine Seltenheit. Sie führen zur Anreicherung von [[pyrogener Kohlenstoff|pyrogenem Kohlenstoff]], der zur schwarzen Farbe der Chernozeme beiträgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwandte Bodentypen ==&lt;br /&gt;
Der Chernozem ist der zonale Boden der Langgrassteppe. Er weist Eigenschaften auf, die zwischen denen des Kastanozems (stärker kontinentale, trockenere und mildere Kurzgrassteppen) und des Phaeozems (feuchterer Übergang zwischen Steppe und Wald) liegen. Die Oberböden des Kastanozems sind weniger humos und deshalb heller (kastanienbraun), etwas geringmächtiger und oft stark durchsetzt mit Anreicherungen von sekundärem Kalk. Sie verfehlen die Kriterien des &amp;#039;&amp;#039;chernic horizon&amp;#039;&amp;#039; und erfüllen lediglich jene des &amp;#039;&amp;#039;mollic horizon&amp;#039;&amp;#039;. Beim Phaeozem fehlt durch die feuchteren Bedingungen die Anreicherung von sekundärem Kalk (außer manchmal in größerer Tiefe).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Bodentyp|Deutschen Bodensystematik]] gibt es die Klasse der Schwarzerden mit den Bodentypen [[Tschernosem]] und [[Kalktschernosem]]. Die Schwarzerden der Deutschen Bodensystematik sind durch einen mindestens 40 cm mächtigen Axh-Horizont definiert. Der &amp;#039;&amp;#039;chernic horizon&amp;#039;&amp;#039; der WRB hat jedoch nur eine Mindestmächtigkeit von 25 cm. Chernozeme mit einem &amp;#039;&amp;#039;chernic horizon&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt; 40 cm gehören nicht zu den Schwarzerden, sondern zu verschiedenen anderen Typen der Deutschen Bodensystematik, z. B. zur [[Pararendzina]]. Für die Chernozeme mit einem &amp;#039;&amp;#039;chernic horizon&amp;#039;&amp;#039; ≥ 40 cm gilt:&lt;br /&gt;
* Chernozeme der WRB, die keinen dominanten B-Horizont haben, gehören, je nach der Tiefe, in der die sekundären Kalke beginnen, zu den Tschernosemen oder Kalktschernosemen. Umgekehrt gehören die Kalktschernoseme in der Regel zu den Chernozemen, die Tschernoseme jedoch nur dann, wenn sie in der erforderlichen Tiefe sekundären Kalk besitzen. Sonst gehören sie zu den [[Phaeozem]]en.&lt;br /&gt;
* Chernozeme der WRB mit dominantem Bt-Horizont gehören in der Deutschen Bodensystematik zu den Tschernosem-[[Parabraunerde]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Schwarzerde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://wrb.isric.org/picture-gallery/ Profilfotos (mit Klassifikation)] WRB homepage&lt;br /&gt;
* [https://www.iuss.org/index.php?article_id=73|title=IUSS Profilfotos (mit Klassifikation)] IUSS World of Soils&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* IUSS Working Group WRB: &amp;#039;&amp;#039;World Reference Base for Soil Resources, fourth edition&amp;#039;&amp;#039;. International Union of Soil Sciences, Vienna 2022, ISBN 979-8-9862451-1-9. ([https://wrb.isric.org/files/WRB_fourth_edition_2022-12-18.pdf]).&lt;br /&gt;
* W. Zech, P. Schad, G. Hintermaier-Erhard: Böden der Welt. 2. Auflage. Springer-Spektrum, Heidelberg 2014. ISBN 978-3-642-36574-4.&lt;br /&gt;
* W. Amelung, [[Hans-Peter Blume|H.-P. Blume]], H. Fleige, R. Horn, [[Ellen Kandeler|E. Kandeler]], [[Ingrid Kögel-Knabner|I. Kögel-Knabner]], R. Kretschmar, [[Karl Stahr|K. Stahr]], B.-M. Wilke: [[Fritz Scheffer|Scheffer]]/[[Paul Schachtschabel|Schachtschabel]] Lehrbuch der Bodenkunde. 17. Auflage. Heidelberg 2018. ISBN 978-3-662-55870-6.&lt;br /&gt;
* AD-HOC-Arbeitsgruppe Boden: &amp;#039;&amp;#039;Bodenkundliche Kartieranleitung&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg.: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Zusammenarbeit mit den Staatlichen Geologischen Diensten, 5.&amp;amp;nbsp;Aufl., 438 S.; 41 Abb., 103 Tab., 31 Listen, Hannover 2005, ISBN 3-510-95920-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Bodentypen (WRB)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodentyp]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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