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	<title>Chenda - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T10:27:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chenda&amp;diff=2656606&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: Steuerzeichen entfernt/ersetzt; form</title>
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		<updated>2024-01-17T16:38:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Steuerzeichen entfernt/ersetzt; form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|&amp;#039;&amp;#039;Chenda&amp;#039;&amp;#039; ist auch der Name zweier Großgemeinden in China: [[Chenda (Guoyang)]] in Anhui und [[Chenda (Meilie)]] in Fujian. &amp;#039;&amp;#039;Chenda&amp;#039;&amp;#039; steht für [[Alfonso Rivarola]] (1591–1640), ein italienischer Architekt.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Piravom-Pally-3.jpg|miniatur|Prozession syrisch-orthodoxer Christen mit &amp;#039;&amp;#039;chendas&amp;#039;&amp;#039; in [[Piravom]] (Distrikt [[Ernakulam (Distrikt)|Ernakulam]]) vor der Marienkirche (Valiyapally), 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chenda&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Malayalam]] {{lang|ml|ചെണ്ട}}, cheṇḍa), auch &amp;#039;&amp;#039;centa, cenda&amp;#039;&amp;#039;, ist eine zylindrische Doppelfell[[trommel]], die vor allem in der zeremoniellen [[Indische Musik|indischen Musik]] bei [[Hinduismus|hinduistischen]] Tempelfesten im süd[[Indien|indischen]] Bundesstaat [[Kerala]] eingesetzt wird. Die &amp;#039;&amp;#039;chenda&amp;#039;&amp;#039; ist nahe verwandt mit der &amp;#039;&amp;#039;[[chande]]&amp;#039;&amp;#039; im angrenzenden Bundesstaat [[Karnataka]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauform ==&lt;br /&gt;
Der einteilige [[Korpus (Musikinstrument)|Korpus]] besteht aus einem zylindrischen Stammabschnitt eines [[Jackfrucht]]baums (malayalam allgemein &amp;#039;&amp;#039;chakka&amp;#039;&amp;#039;, die geeignete Varietät mit festem Holz &amp;#039;&amp;#039;varikka-plavu&amp;#039;&amp;#039;), der bis zu einer Wandstärke von knapp 1,5&amp;amp;nbsp;Zentimetern ausgehöhlt und außen glatt geschliffen wird. Die gängige &amp;#039;&amp;#039;chenda&amp;#039;&amp;#039; ist mit einem Durchmesser von 25 Zentimetern und der doppelten Länge etwas größer als die &amp;#039;&amp;#039;chande&amp;#039;&amp;#039;. Auf beiden Seiten ist die Trommel mit Rinderhäuten überzogen, die mittels einer V-förmig umlaufenden, dicken Baumwollschnur gegeneinander verspannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Peruvanam Kuttan Marar IMG 3074.JPG|miniatur|hochkant|Peruvanam Kuttan Marar (*&amp;amp;nbsp;1953), einer der bekanntesten &amp;#039;&amp;#039;chenda&amp;#039;&amp;#039;-Spieler&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.peruvanam.com/index.php Homepage] von Peruvanam Kuttan Marar&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Herstellung und Bauform entsprechen im Wesentlichen der &amp;#039;&amp;#039;chande&amp;#039;&amp;#039;. Die &amp;#039;&amp;#039;chenda&amp;#039;&amp;#039; unterscheidet sich von der &amp;#039;&amp;#039;chande&amp;#039;&amp;#039; durch ihren anders geformten Spannring, an welchem die Trommelfelle festgebunden sind. Bei der karnatakischen &amp;#039;&amp;#039;chande&amp;#039;&amp;#039; wird jede Haut über einen Eisenring gezogen, der nicht direkt am Korpus anliegt. Die Trommelfelle ragen in einer Ebene ähnlich wie bei der &amp;#039;&amp;#039;[[idakka]]&amp;#039;&amp;#039; und anderen [[Sanduhrtrommel]]n etwas seitlich über den Korpus hinaus. Bei der &amp;#039;&amp;#039;chande&amp;#039;&amp;#039; ist der aus Holz bestehende Spannring dicker und steht als Wulstrand einige Zentimeter in Längsrichtung über den Korpus. Hieraus ergibt sich ein spieltechnischer Unterschied: Bestimmte leichte Schläge und [[Wirbel (Spieltechnik)|Wirbel]], die flach geführt werden, lassen sich mit dem Rand als Gelenkpunkt abfedern, bei der &amp;#039;&amp;#039;chande&amp;#039;&amp;#039; dient gelegentlich ein für den linken Schlägel am Rand festgebundener kleiner Holzstab diesem Zweck. Die Trommelschläge sind laut und durchdringend. Um die Tonhöhe zu verändern, werden Lederringe verschoben, die seitlich um jeweils zwei Spannschnüre geschlungen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Region weichen die &amp;#039;&amp;#039;chendas&amp;#039;&amp;#039; in einigen Details voneinander ab oder tragen eigene Namen je nach Verwendungszweck. Die &amp;#039;&amp;#039;uruttu chenda&amp;#039;&amp;#039; ist das leitende Instrument und wird für Variationen und Zwischenschläge eingesetzt, mit der &amp;#039;&amp;#039;veekku chenda&amp;#039;&amp;#039; werden die Grundrhythmen gespielt. Namentlich unterscheidet sich ferner die &amp;#039;&amp;#039;acchan chenda&amp;#039;&amp;#039; von der &amp;#039;&amp;#039;muri chenda&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spielweise ==&lt;br /&gt;
Meistens wird nur die obere [[Schwingungsmembran|Membran]] (&amp;#039;&amp;#039;ethantala&amp;#039;&amp;#039;) der als „links“ bezeichneten Seite mit zwei, an den Enden leicht gebogenen Stöcken geschlagen, die untere, „rechte“ Membran (&amp;#039;&amp;#039;valanthala&amp;#039;&amp;#039;) sorgt für den notwendigen Gegenzug und dient als Resonanzverstärker. Die linke Seite besteht aus einer einzigen luftgetrockneten Tierhaut, für die rechte Seite werden sechs bis sieben Häute aufeinander gelegt und verklebt. Häufig verwendet der Trommelspieler nur einen Stock in der rechten Hand für die Hauptschläge und fügt Verzierungen mit den Fingern der linken Hand hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;chenda&amp;#039;&amp;#039; wird überwiegend im Stehen gespielt. Dabei hängt sie an einem Gurt über der linken Schulter mit leicht nach vorn geneigter Membran in Hüfthöhe, so dass beide Hände frei sind, um sie mit Stöcken zu schlagen. In seltenen Fällen verschiebt der Musiker die Trommel in eine fast waagrechte Position an der linken Hüfte, sodass er mit den Stöcken beide Felle zugleich schlagen kann. Der auf einem Stuhl sitzende Spieler fixiert mit den Knien die am Boden stehende Trommel. Mit halb untergeschobenen Füßen bringt er die &amp;#039;&amp;#039;chenda&amp;#039;&amp;#039; in eine etwas schräge Position, sodass die untere Membran frei schwingen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werden sechs Schlagarten unterschieden:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Na&amp;#039;&amp;#039; wird mit der Stockspitze am Rand des Trommelfells ausgeführt, wodurch ein harter und hoher Ton entsteht.&lt;br /&gt;
* Beim &amp;#039;&amp;#039;dhim&amp;#039;&amp;#039; schlägt der Spieler mit dem gebogenen Teil des Stockes in der rechten Hand nahe der Mitte auf das Fell. Es entsteht ein etwa eine [[Sexte]] unterhalb von &amp;#039;&amp;#039;na&amp;#039;&amp;#039; und dumpfer klingender Ton.&lt;br /&gt;
* Beim &amp;#039;&amp;#039;na-karan&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;kam&amp;#039;&amp;#039;) schlagen die Fingerspitzen der linken Hand gegen den Rand. Der Ton ist ähnlich wie beim &amp;#039;&amp;#039;na&amp;#039;&amp;#039;, aber weniger scharf.&lt;br /&gt;
* Entsprechend zum &amp;#039;&amp;#039;dhim&amp;#039;&amp;#039; ist der &amp;#039;&amp;#039;dhim-karan&amp;#039;&amp;#039; ein Schlag mit den flachen Fingern der linken Hand etwa in die Mitte des Trommelfells.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Cappu&amp;#039;&amp;#039; ist ein harter und besonders lauter, obertonreicher Klatscher mit der linken Hand auf die Fellmitte.&lt;br /&gt;
* Seine dumpfer klingende Entsprechung heißt &amp;#039;&amp;#039;pottu&amp;#039;&amp;#039;. Die offene Handfläche schlägt hierbei auf die Mitte.&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Groesbeck: &amp;#039;&amp;#039;Dhim, Kam, Cappu, Pottu: Timbral Discourses and Performances among Temple Drummers in Kerala, India.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Yearbook for Traditional Music, Vol. 35,&amp;#039;&amp;#039; 2003, S. 39–68, hier S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;chande&amp;#039;&amp;#039; begleitet zusammen mit der Fasstrommel &amp;#039;&amp;#039;[[maddale]]&amp;#039;&amp;#039; in Karnataka das religiöse Tanzdrama &amp;#039;&amp;#039;[[Yakshagana]]&amp;#039;&amp;#039;, für Tempelfeste und Prozessionen in Kerala stehen analog die Trommelpaare &amp;#039;&amp;#039;chenda&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;idakka&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;chenda&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;madhalam&amp;#039;&amp;#039; im Vordergrund. Zeremonielle Musik in Kerala ist rhythmusorientiert, sie besteht aus verschiedenen Trommeln und [[Idiophon]]en und verzichtet überwiegend auf Melodieinstrumente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich wie der &amp;#039;&amp;#039;idakka&amp;#039;&amp;#039; kommt auch der &amp;#039;&amp;#039;chenda&amp;#039;&amp;#039; eine religiöse Bedeutung zu, sie gilt als &amp;#039;&amp;#039;[[Asura (Hinduismus)|asura]] vadyam,&amp;#039;&amp;#039; „dämonisches Musikinstrument“, im Unterschied zu den als &amp;#039;&amp;#039;[[Deva (Gott)|deva]] vadyam&amp;#039;&amp;#039; eingeteilten Instrumenten, die mit einer Gottheit in Verbindung stehen. Aus diesem Grund wird normalerweise nur die linke Seite geschlagen, die rechte Seite bleibt besonderen Besessenheitsritualen, beispielsweise für die Göttin Bhadrakali (einer Form der [[Kali (Göttin)|Kali]]) vorbehalten. Der Jackfruchtbaum, dessen Holz zum Bau verwendet wird, hat in Kerala eine magische Bedeutung im Bhagavati-Kult (Kult der Göttin, etwa beim Ritualdrama &amp;#039;&amp;#039;[[Mutiyettu]]&amp;#039;&amp;#039;) und steht mit den göttlichen Schlangen der Unterwelt (den &amp;#039;&amp;#039;[[Naga (Mythologie)|naga]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;yakshas&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;naga[[Yaksha|yakshis]]&amp;#039;&amp;#039;) in Verbindung&amp;lt;ref&amp;gt;Sarah Caldwell: &amp;#039;&amp;#039;Kali und Kuli. Female Masquerades in Kerala Ritual Dance.&amp;#039;&amp;#039; In: David Shulman, Deborah Thiagarajan (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Masked Ritual and Performance in South India. Dance, Healing, and Possession.&amp;#039;&amp;#039; University of Michigan, Ann Arbor 2006, S. 187, 190, ISBN 978-0891480884 &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;[[Panchavadyam]]&amp;#039;&amp;#039; („fünf Instrumente“) ist ein zeremonielles Tempelorchester, das in unterschiedlichen Besetzungen bei religiösen Jahresfesten auftritt. In der üblichen Formation gehören zu den fünf Instrumententypen keine &amp;#039;&amp;#039;chendas&amp;#039;&amp;#039;, sondern die beiden sanduhrförmigen Trommeln &amp;#039;&amp;#039;idakka&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[timila]]&amp;#039;&amp;#039;, die zweifellige Fasstrommel &amp;#039;&amp;#039;madhalam&amp;#039;&amp;#039; (entspricht der &amp;#039;&amp;#039;maddale&amp;#039;&amp;#039;), die Bronze[[paarbecken]] &amp;#039;&amp;#039;[[elathalam]]&amp;#039;&amp;#039; und die gebogene Naturtrompete &amp;#039;&amp;#039;[[Kombu (Trompete)|kombu]]&amp;#039;&amp;#039;. Das Orchester &amp;#039;&amp;#039;Kriyanga Panchavadyam&amp;#039;&amp;#039; spielt beim Besessenheitsritual &amp;#039;&amp;#039;Shri Bhuta bali&amp;#039;&amp;#039;, einer Anrufung der [[Bhuta (Geist)|Bhutas]] (Geister), fünf Instrumente in anderer Zusammensetzung: die &amp;#039;&amp;#039;veekku chenda&amp;#039;&amp;#039;, die Sanduhrtrommel &amp;#039;&amp;#039;timila&amp;#039;&amp;#039;, ein [[Schneckenhorn]] (&amp;#039;&amp;#039;sankh&amp;#039;&amp;#039;), die kleinen [[Zimbel]]n &amp;#039;&amp;#039;kaimani&amp;#039;&amp;#039; und den [[Gong]] &amp;#039;&amp;#039;chengila&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;cher-mangalam&amp;#039;&amp;#039;, letzterer wird heute meist durch die Paarbecken &amp;#039;&amp;#039;elathalam&amp;#039;&amp;#039; ersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Oxford Encyclopaedia&amp;#039;&amp;#039;, S. 788f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tripple thayampaka by Mattanoor and sons.jpg|miniatur|&amp;#039;&amp;#039;Tayampaka&amp;#039;&amp;#039;-Ensemble, geleitet von Mattannoor Sankarankutty Marar. Puthiyakavu-Tempel in der Stadt Chirakkal im Distrikt [[Kannur (Distrikt)|Kannur]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Tayampaka&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ensemble, das aus fünf &amp;#039;&amp;#039;chenda&amp;#039;&amp;#039;-Trommlern besteht. Zwei von ihnen schlagen auf die linke Seite, die anderen bei unterschiedlichen Tonhöhen auf die rechte Seite. Sie werden von ein oder zwei &amp;#039;&amp;#039;elathalams&amp;#039;&amp;#039; begleitet. Nach einem Beginn in der rhythmischen Struktur &amp;#039;&amp;#039;adi [[tala (Musik)|tala]]&amp;#039;&amp;#039; folgen &amp;#039;&amp;#039;tala&amp;#039;&amp;#039;-Variationen in verschiedenen Geschwindigkeiten. Wie bei vielen Trommelorchestern endet das über eine Stunde dauernde Stück in einem wilden [[Dynamik (Musik)#Gleitende Veränderungen der Lautstärke|Crescendo]]. &amp;#039;&amp;#039;Tayampaka&amp;#039;&amp;#039; wird bei Konzerten auf der Bühne aufgeführt, die übrigen Ensembles, mit Ausnahme von &amp;#039;&amp;#039;chenda keli&amp;#039;&amp;#039; fast nur im Tempel.&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Killius: &amp;#039;&amp;#039;Ritual Music and Hindu Rituals of Kerala.&amp;#039;&amp;#039; B. R. Rhythms, Delhi 2006, S. 69&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Tempelfestensemble &amp;#039;&amp;#039;Shinkari melam&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Chenda melam,&amp;#039;&amp;#039; spielen fünf &amp;#039;&amp;#039;chendas&amp;#039;&amp;#039;, davon übernimmt eine die Führungsrolle, drei &amp;#039;&amp;#039;elathalams&amp;#039;&amp;#039;, eine halbkreisförmig gebogene Trompete &amp;#039;&amp;#039;kombu&amp;#039;&amp;#039; und das Doppelrohrblattinstrument &amp;#039;&amp;#039;[[kuzhal]]&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;kurum kuzhal&amp;#039;&amp;#039;) zusammen, bei größeren Ensembles stehen sich eine Reihe &amp;#039;&amp;#039;chenda&amp;#039;&amp;#039;-Spieler und mehrere &amp;#039;&amp;#039;kombu&amp;#039;&amp;#039;- und &amp;#039;&amp;#039;kuzhal&amp;#039;&amp;#039;-Spieler gegenüber. Die Musiker spielen im &amp;#039;&amp;#039;roopakam&amp;#039;&amp;#039; und in anderen südindischen Talas unterschiedlich schnell und stets mit großer Lautstärke.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Oxford Encyclopaedia&amp;#039;&amp;#039;, S. 1069f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Pandi melam&amp;#039;&amp;#039; ist ein klassisches Konzert unter Führung von &amp;#039;&amp;#039;chendas&amp;#039;&amp;#039; und begleitet von &amp;#039;&amp;#039;elathalams, kuzhals&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;kombus,&amp;#039;&amp;#039; das überwiegend außerhalb von Tempeln aufgeführt wird. Dieselben vier Instrumente spielen im Ensemble &amp;#039;&amp;#039;Panchari melam&amp;#039;&amp;#039; innerhalb der Tempelgelände. Die beiden bekanntesten &amp;#039;&amp;#039;Panchari melam&amp;#039;&amp;#039;-Aufführungen finden beim Tempelfest im März–April im &amp;#039;&amp;#039;Shri Eddakunni Bhagavati&amp;#039;&amp;#039;-Tempel in [[Ollur]] (Distrikt [[Thrissur (Distrikt)|Thrissur]]) und im &amp;#039;&amp;#039;Sree Poornathrayeesa&amp;#039;&amp;#039;-Tempel von [[Thrippunithura]] (Distrikt [[Ernakulam (Distrikt)|Ernakulam]]) im November–Dezember statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Chenda keli&amp;#039;&amp;#039; ist ein Perkussionsensemble, bei dem ein &amp;#039;&amp;#039;chenda&amp;#039;&amp;#039;-Spieler solistisch hervortritt. Er spielt im Unterschied zum &amp;#039;&amp;#039;tayampaka&amp;#039;&amp;#039;-Ensemble weniger Improvisationen, sondern überwiegend komponierte Strukturen und wird von einer &amp;#039;&amp;#039;madhalam&amp;#039;&amp;#039; und einem &amp;#039;&amp;#039;elathalam&amp;#039;&amp;#039; begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Chendas&amp;#039;&amp;#039; sind die wesentlichen Begleitinstrumente bei einigen religiösen Tanz- und Ritualtheatern, darunter &amp;#039;&amp;#039;[[Kathakali]], [[Teyyam]], [[Kanyarkali]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Ayyappan tiyatta]]&amp;#039;&amp;#039; und beim Schattenspiel &amp;#039;&amp;#039;[[Tholpavakuthu]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tempeltrommeln werden überwiegend von Mitgliedern der Musikerkasten Marar (Maaran) und Poduval gespielt. In der traditionellen Ausbildung der jugendlichen Trommler, die nach einem festgelegten Lehrplan (&amp;#039;&amp;#039;citta&amp;#039;&amp;#039;) erfolgt, ist der Lehrer (&amp;#039;&amp;#039;asan&amp;#039;&amp;#039;) üblicherweise der Vater oder ein anderer älterer Verwandter. &amp;#039;&amp;#039;Chenda&amp;#039;&amp;#039;-Spieler sind in den meisten Fällen Männer, weil Frauen in Kerala generell als rituell unrein gelten und nicht an hoch[[Kaste|kastigen]] Tempelritualen mitwirken dürfen. Beim Trommelorchester der &amp;#039;&amp;#039;Shinkari melam&amp;#039;&amp;#039;-Prozession treten auch Frauen auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=sNwfhhHiG-s &amp;#039;&amp;#039;Shingari melam – traditional Kerala drums.&amp;#039;&amp;#039;] Youtube-Video&amp;lt;/ref&amp;gt; Bekannte &amp;#039;&amp;#039;chenda&amp;#039;&amp;#039;-Spieler sind Thrippekkulam Achutha Marar (1925–2014),&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.newindianexpress.com/states/kerala/2014/mar/16/Percussionist-Thrippekulam-Achutha-Marar-is-Dead-586840.html &amp;#039;&amp;#039;Percussionist Thrippekulam Achutha Marar is Dead.&amp;#039;&amp;#039;] The Indian Express, 16. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Aliparamba Sivarama Poduval&amp;lt;ref&amp;gt;[http://music.indobase.com/musical-instruments/chenda.html &amp;#039;&amp;#039;Music of India. Chenda.&amp;#039;&amp;#039;] indobase.com&amp;lt;/ref&amp;gt; (1925–2006) und Peruvanam Kuttan Marar (* 1953).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Stichwort: &amp;#039;&amp;#039;Cheṇḍa Melam.&amp;#039;&amp;#039; In: Late Pandit Nikhil Ghosh (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Oxford Encyclopaedia of the Music of India. Saṅgīt Mahābhāratī.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 1 (A–G) Oxford University Press, Neu-Delhi 2011, S. 228&lt;br /&gt;
* Stichworte: &amp;#039;&amp;#039;Pancha Vadyam,&amp;#039;&amp;#039; S. 788f, und &amp;#039;&amp;#039;Tayampaka&amp;#039;&amp;#039;, S. 1069. In: Ebd. Vol. 3 (P–Z)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.indianetzone.com/52/chenda.htm &amp;#039;&amp;#039;Chenda, Percussion Instrument.&amp;#039;&amp;#039;] Indianetzone&lt;br /&gt;
* [http://www.videokeralam.com/Kerala_Tourism_videos/chenda-drum-instrument-kerala-video_4629b29b8.html &amp;#039;&amp;#039;Chenda, Drum instrument, Kerala.&amp;#039;&amp;#039;] Kerala Tourism (Einführung in verschiedene Spielweisen)&lt;br /&gt;
* [http://www.videokeralam.com/kerala-tourism-videos/panchari-melam-traditional-orchestra-rhythms-of-kerala-video_ef2f50482.html &amp;#039;&amp;#039;Panchari Melam, Traditional orchestra, Rhythms of Kerala.&amp;#039;&amp;#039;] Kerala Tourism (&amp;#039;&amp;#039;Chenda&amp;#039;&amp;#039;, gebogene Trompeten &amp;#039;&amp;#039;kombu&amp;#039;&amp;#039;, Kurzoboen &amp;#039;&amp;#039;kuzhal&amp;#039;&amp;#039; und Paarbecken &amp;#039;&amp;#039;elathalam&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=nWTFyL02Rys &amp;#039;&amp;#039;Trichur Pooram – Melam.&amp;#039;&amp;#039;] Youtube-Video (&amp;#039;&amp;#039;Chenda, kombu&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;kuzhal&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [http://www.radha.name/video/kerala-centa-drum-traditional-teaching-methods &amp;#039;&amp;#039;Kerala: Centa Drum: Traditional Teaching Methods.&amp;#039;&amp;#039;] (Video von Rolf Killius zeigt Unterricht von Kindern an „Stein-&amp;#039;&amp;#039;chendas&amp;#039;&amp;#039;“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Traditionelles indisches Musikinstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hinduistische Musik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schlagtrommel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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