<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Chemin_des_Dames</id>
	<title>Chemin des Dames - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Chemin_des_Dames"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chemin_des_Dames&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-26T11:47:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chemin_des_Dames&amp;diff=620164&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dk1909: Klammern korrigiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chemin_des_Dames&amp;diff=620164&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-18T09:34:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Klammern korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Coordinate|NS=49.443129|EW=3.710289|type=landscape|region=FR-02|article=/}}&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chemin des Dames&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|ʃəmɛ̃ de dam}}] (deutsch: Frauenweg) ist ein markanter [[Höhenzug]] zwischen [[Soissons]] und [[Reims]] im Norden [[Frankreich]]s. Er verläuft in Ost-West-Richtung teilweise nördlich des [[Aisne]]tals und südlich der [[Ailette]]. Dem Höhenzug folgt die [[Route départementale|Departementsstraße]] D&amp;amp;nbsp;18. Diese ist über die [[Nationalstraße (Frankreich)|Nationalstraße]] [[Route nationale 2|N&amp;amp;nbsp;2]] (Soissons–[[Paris]]) und die [[Route nationale 44|N&amp;amp;nbsp;44]] Richtung Reims zu erreichen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Chemin des dames.jpg|mini|hochkant=1.4|Chemin des Dames mit der [[Route départementale|Departementsstraße]] D 18 bei Hurtebise]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Battle of La Malmaison and German retreat from the Chemin des Dames, October-November 1917.jpg|thumb|310px|Lagekarte aus dem Ersten Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namen ==&lt;br /&gt;
Der Name Chemin des Dames stammt aus der Zeit [[Ludwig XV.]], der in dieser Gegend das Jagdschloss Château de la Bôve besaß. Die an den Jagdgesellschaften teilnehmenden Männer jagten in den Tälern und an den Hängen, während die Frauen den auf dem Höhenzug verlaufenden Weg zum Schloss bevorzugten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Canal chemindesdames.jpg|mini|Tunnel des [[Canal de l’Oise à l’Aisne]]]]&lt;br /&gt;
Der Höhenzug liegt im Gebiet der [[Communauté de communes du Chemin des Dames]]. Bekannt ist unter anderem der 183 m hohe &amp;#039;&amp;#039;Winterberg&amp;#039;&amp;#039; (deutscher Name des &amp;#039;&amp;#039;Plateau de Californie&amp;#039;&amp;#039;). Die Straße, die auf dem Höhenzug entlang führt, hat eine Gesamtlänge von 25,9 km. Eine klare Abgrenzung der Hochfläche aufgrund der Topologie gibt es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Canal de l’Oise à l’Aisne]] &amp;#039;&amp;#039;(dt: Oise-Aisne-Kanal)&amp;#039;&amp;#039; für die Schifffahrt führt in einer Länge von 2365&amp;amp;nbsp;m unter dem Chemin des Dames hindurch. Der südliche Tunneleingang ist bei [[Braye-en-Laonnois]] zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Seit dem Mittelalter wurde an mehreren Stellen [[Steinbruch]] betrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Base Mérimée|PA00132907|Steinbruch Froidmont}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Jahren 1770 bis 1783 wurde erstmals eine Straße angelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Guy Marival: «Comment la légende des Dames a fait son chemin», in: &amp;#039;&amp;#039;La lettre du Chemin des Dames&amp;#039;&amp;#039;, Conseil général de l&amp;#039;Aisne, automne 2010, [https://www.chemindesdames.fr/sites/default/files/2017-04/Lettre-du-Chemin-des-Dames-20.pdf PDF online]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Napoleonische Kriege ===&lt;br /&gt;
Wegen der strategisch exponierten Lage (auf dem Weg nach Paris) war diese Gegend wiederholt Schauplatz von kriegerischen Auseinandersetzungen. Am 7.&amp;amp;nbsp;März 1814 gelang [[Napoléon Bonaparte|Napoleon I.]] unter großen Verlusten ein letzter Sieg über die verbündeten preußischen und russischen Truppen in der [[Schlacht bei Craonne]]. 100 Jahre später wurde ein Denkmal an der umkämpften Hurtebise-Ferme errichtet. Eine weitere Napoleonstatue aus den 1870er Jahren markiert den Beobachtungsstandort des Generals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erster Weltkrieg 1914–1918 ===&lt;br /&gt;
Nach dem [[Schlacht an der Marne (1914)#Deutscher Rückzug am 9. September|Rückzug von der Marne]] bezogen die [[Deutsches Kaiserreich|deutsche]] [[1. Armee (Deutsches Kaiserreich)|1.]]&amp;amp;nbsp;und [[2. Armee (Deutsches Kaiserreich)|2.&amp;amp;nbsp;Armee]] am 12./13.&amp;amp;nbsp;September 1914 eine Auffangstellung am Nordufer des Flusses Aisne und dem ihn überragenden Höhenzug des Chemin des Dames. Obwohl zwischen beiden deutschen Armeen zunächst eine Lücke klaffte, gelang den sie verfolgenden britischen Einheiten der Durchbruch über den Höhenkamm nicht. Das nach der [[Belagerung von Maubeuge|Belagerung und dem Fall der Festung Maubeuge]] herbeigeeilte [[VII. Reserve-Korps (Deutsches Kaiserreich)|VII. Reserve-Korps]] schloss die Lücke und damit die Front, die bis 1917 zwischen Craonne und Cerny auf dem Kamm und zwischen Cerny und der Aisne in einem Bogen unterhalb des Bergrückens verlief. Dutzende von Tunneln und ausgebauten Grotten entstanden und boten den sich gegenüberliegenden Truppen sicheres Quartier. In einem unterirdischen Steinbruch bei Hurtebise, der [[Drachenhöhle (Chemin des Dames)|Drachenhöhle]] zwischen [[Craonne]] und Cerny, errichten die [[Deutsches Heer (Deutsches Kaiserreich)|deutschen Soldaten]] 1915 einen [[Gefechtsstand]] mit [[Verbandsplatz]] und Schlafstellen für ein ganzes [[Bataillon]]. Nach der [[Westfront (Erster Weltkrieg)#Aisne, Chemin des Dames|Frühjahrsoffensive 1917]] und bis zum [[Unternehmen Alberich|Rückzug der Deutschen im März 1917]] auf das nördliche Ufer der [[Ailette]] lagen sich in dieser unterirdischen Festung die feindlichen Truppen nur durch eine Mauer getrennt gegenüber. Der deutsche Name „Drachenhöhle“ wurde von den Franzosen nach dem Krieg übernommen. Die Höhle wurde später touristisch erschlossen; heute ist dort ein Museum.&lt;br /&gt;
[[Datei:Cavern du dragon1.jpg|mini|Museum [[Drachenhöhle (Chemin des Dames)|Caverne du Dragon]]]]&lt;br /&gt;
Im April 1917 begann die [[Schlacht an der Aisne (1917)|Schlacht an der Aisne]]. Die logistisch vorzüglich geplante, aber den Gegner völlig unterschätzende französische Offensive des Generals [[Robert Nivelle]] endete in einem katastrophalen Misserfolg, der umfangreiche [[Meutereien in der französischen Armee 1917|Meutereien in der französischen Armee]] auslöste. Erst im Oktober konnten die französischen Truppen den westlichen Teil des Höhenzuges einnehmen; die Deutschen zogen sich nach Norden zurück und behielten diese Stellung bis zum Beginn [[Deutsche Frühjahrsoffensive 1918|ihrer Frühjahrsoffensive]] am 27.&amp;amp;nbsp;Mai 1918.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Höhenzug Chemin des Dames gehört zu den stark umkämpften Regionen der Westfront im Ersten Weltkrieg ([[Zone rouge]]); auf wenigen Quadratkilometern fand eine der blutigsten [[Materialschlacht]]en des gesamten Krieges statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Craonne.jpg|mini|Spuren des zerstörten Dorfes Craonne]]&lt;br /&gt;
Die meisten Dörfer im Umkreis des Chemin des Dames waren bei Kriegsende vollständig zerstört. Viele wurden in einer internationalen Hilfsaktion wieder aufgebaut. Das Dorf [[Craonne]] war so stark zerstört, dass es nach dem Krieg nicht mehr wieder aufgebaut wurde, sondern unter dem Namen Nouveau Craonne in der Nähe neu erbaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der geringen militärischen Erfolge und der enorm hohen Verluste am Anfang der Offensive kam es zu [[Gehorsamsverweigerung#Geschichte|Meutereien]] in der [[Geschichte des französischen Heeres#Erster Weltkrieg|französischen Armee]]. Der deutschen Seite kam ihre Tragweite und die sich daraus ergebende Chance nicht zu Bewusstsein. Während dieser Meutereien entstand das sogenannte [[Chanson de Craonne]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedhof Cerny.jpg|mini|Deutscher und französischer Soldatenfriedhof, [[Cerny-en-Laonnois]]]]&lt;br /&gt;
Über diese Schlacht schrieb 1930 der französische Schriftsteller [[Gabriel Chevallier]] den Roman &amp;#039;&amp;#039;la peur&amp;#039;&amp;#039; (die Angst).&amp;lt;ref&amp;gt;Gabriel Chevallier: &amp;#039;&amp;#039;Heldenangst. Erlebnisse eines Frontsoldaten am Chemin des Dames.&amp;#039;&amp;#039; Erstveröffentlichung: 1930, zurückgezogen: 1938, Wiederveröffentlicht: 2008 bei le Dilettante, Paris. Deutsche Erstveröffentlichung: 2010 bei Nagel &amp;amp; Kimche im Carl Hanser Verlag, München, ISBN 978-3-312-00441-6. Siehe auch [[:fr:La Peur (Chevallier)|französische Wikipedia]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Darin beschreibt er schonungslos, realitätsnah, stilistisch brillant und ohne jedes [[Pathos]] seine persönlichen Fronterlebnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Weltkrieg 1940 ===&lt;br /&gt;
Auch im Zweiten Weltkrieg war der Damenweg während des [[Westfeldzug]]s 1940 hart umkämpft. Anfang Juni 1940 setzten sich dort französische Einheiten fest und konnten für mehrere Tage einen Sperrriegel gegen die deutschen Angreifer bilden. Zwei französische Panzerbataillone unternahmen vom Chemin des Dames aus einen Vorstoß in Richtung Laon. Den Panzern war es bereits gelungen, zwischen [[Vauxaillon]] und [[Pinon]] in die Flanke einer deutschen Infanteriedivision zu stoßen, als sie von [[Sturzkampfflugzeug|Stukas]] in einem Wäldchen fast aufgerieben wurden. Nur wenige französische Panzer schafften es in der Nacht zum 6. Juni wieder zu den eigenen Linien.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der II. Weltkrieg. Zeitgeschichte in Wort, Bild und Ton&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 1: &amp;#039;&amp;#039;Schritt über die Grenze&amp;#039;&amp;#039;. Manfred Pawlak Verlagsgesellschaft, Herrsching 1989, ISBN 3-88199-536-6, S. 338.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach verschiedenen Quellen soll der Damenweg am 5. Juni oder einige Tage später von deutschen Truppen überrannt worden sein. Um dies zu erreichen, hatte das württembergische Infanterieregiment 119 im Morgengrauen über den [[Canal de l’Oise à l’Aisne|Aisne-Oise-Kanal]] setzen müssen. Gegen 8.30 Uhr morgens hatte der Regimentskommandeur [[Oberstleutnant]] [[Anton Grasser]] auf dem eroberten Brückenkopf Fort Malmaison die Kriegsflagge hissen können. Für die Eroberung des Chemin des Dames erhielt Grasser am 16. Juni 1940 das [[Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Museen und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
Verschiedene Displays auf Wanderwegen und zahlreiche Soldatenfriedhöfe verschiedener Nationen veranschaulichen die Schlachten um den Chemin des Dames. In dem unterirdischen Steinbruch „[[Drachenhöhle (Chemin des Dames)|Drachenhöhle]]“ (Caverne du Dragon) wird das Elend des Soldatenlebens im Ersten Weltkrieg museal veranschaulicht. Ein [[Erinnerungsort]] (lieu de mémoire) im Westen des Chemin des Dames liegt an der Kreuzung &amp;#039;&amp;#039;Carrefour du Moulin de [[Laffaux]]&amp;#039;&amp;#039; an der [[Route nationale 2]]. Ein weiterer Gedenkort befindet sich auf der schwer umkämpften [[Höhe 108]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.chemindesdames.fr/ Memorial Chemin des Dames]&lt;br /&gt;
* [http://evasion-aisne.com/visites_virtuelles/fr/caverne_dragon.php Museum „Cavern du dragon“/„Drachenhöhle“]&lt;br /&gt;
* [http://evasion-aisne.com/visites_virtuelles/fr/fort_de_conde.php Rundblick Fort de Conde]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Hauts-de-France)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straße in Frankreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Westfront (Erster Weltkrieg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straße in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dk1909</name></author>
	</entry>
</feed>